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  • 03.01.2014           39      Teilen:   |

Solidarität gefordert

Prominente unterstützen LSVD-"Freiheitsappell" zu Sotschi

Artikelbild
In Russland werden Schwule und Lesben unterdrückt. Vor Ort sollen Sportler nun den Mund aufmachen.

Von Frank Bsirske über Nina Hagen bis Theo Zwanziger fordern Prominente Sportler und Delegierte der Olympischen Spiele auf, den Mund aufzumachen.

Der LSVD fordert zusammen mit mehreren Prominenten Mitglieder der deutschen Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi auf, ein Zeichen gegen die homophobe Politik des Gastgeberlandes zu setzen. Zwar verbiete die Olympische Charta Demonstrationen, so der LSVD zu dem "Freiheitsappell", "aber selbstverständlich gilt für Sie als Athletinnen und Athleten oder Betreuerinnen und Betreuer auch in Sotschi das Recht auf freie Meinungsäußerung".

In Interviews solle man natürlich zunächst über den Sport reden, so der LSVD auf der Webseite zu der Aktion. Aber man appeliere, "dem in jedem Gespräch, bei jedem Interview und Medientermin ein Wort der Solidarität hinzuzufügen."

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Der LSVD schlägt dazu eine Formulierung wie diese vor: "Als ein freier Mensch sage ich: In einem Land, das Lesben und Schwule unterdrückt, bin auch ich ein Schwuler, bin auch ich eine Lesbe. Denn ich stehe ein für das Recht aller Menschen auf Meinungsfreiheit, auf Gleichbehandlung und auf Respekt für ihre Liebe. Unterdrückung und Gewalt gegen eine Minderheit dagegen machen uns alle unfrei. Die Zensur- und Unterdrückungsgesetze müssen weg. Jede Gesellschaft gewinnt, wenn unsere lesbischen Schwestern und unsere schwulen Brüder ebenfalls frei, gleichberechtigt und respektiert leben können."

Zu den Erstunterzeichnern des Appells gehören der verdi-Vorsitzende Frank Bsirske, die Schriftsteller Hans Christoph Buch, Zora del Buono, Renan Demirkan, Tanja Dückers, Karen Duve, Freya Klier, Lutz Rathenow, Frank Schätzing, Günter Wallraff, Uwe Tellkamp Klier und Marko Martin, die Fechterin Imke Duplitzer, die Sängerin Nina Hagen, der Bürgerrechtler Gerold Hildebrand, die Schauspielerin Gudrun Landgrebe, Opernintendant Bernd Loebe, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christina Lüders, die Komikerin Hella von Sinnen und der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger.

An einer Unterzeichnung Interessierte können sich per eMail an sotschi@lsvd.de wenden. Bereits vor wenigen Tagen hatte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung des LSVD zu Aktionen rund um Sotschi im Rahmen einer "Gay Folks Movement" aufgerufen (queer.de berichtete). (nb/pm)

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Tags: russland, olympia, sotschi, sport, lsvd, freiheitsappell
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Reaktionen zu "Prominente unterstützen LSVD-"Freiheitsappell" zu Sotschi"


 39 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
03.01.2014
20:41:04


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Es müssen noch mehr Unterzeichner werden!


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#2
03.01.2014
20:43:21


(+12, 12 Votes)

Von Robin


Dem kann ich mich nur anschließen:
wer dahin fährt, hat auch die Verpflichtung, sein Menschenrecht auf Meinungs- und Redefreiheit zu nutzen.

Wer das nicht will, sollte dann lieber gar nicht erst dahin...


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#3
03.01.2014
21:24:33


(+2, 10 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Robin


"Wer das nicht will, sollte dann lieber gar nicht erst dahin..."

Noch herrscht freie Entscheidungswahl!
Ich finde es immer befremdlich wenn solche rigorosen Forderungen an Personen gerichtet werden welche sich mit diesem Thema nicht auseinandersetzen wollen!Ich würde mir auch wünschen dass viele bei solchen Aktionen mitmachen,aber noch kann jeder selbst entscheiden was er will und das ist auch gut so!Wir wollen dies selbst auch für uns!


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#4
03.01.2014
21:32:57


(+8, 10 Votes)

Von Premium Gast


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#5
03.01.2014
21:45:22


(-1, 9 Votes)

Von m123


Den Großteil der "Prominenten" kenne ich gar nicht. Da hat der LSVD wohl größtenteils nur eher unbekannte Promis mobilisieren können.

Ich hab schon verstanden, dass es bei dem Spruch "In Russland sind wir alle Lesben" um Solidarität geht und im Grunde gesagt werden soll "In Russland sind wir alle Menschen", und dass man den Spruch somit nicht wörtlich nehmen darf. Aber ich finde den Spruch aus dem einfachen Grund bescheuert, dass viele Menschen den Spruch wörtlich nehmen werden, nicht verstehen werden und sich von dem Spruch in ihrer sexuellen Identität angegriffen fühlen werden, weil sie nunmal heterosexuell sind. Stellt euch vor man ginge als Schwuler irgendwohin und sagt "In XY sind wir alle heterosexuell". Sorry, der Spruch ist total dämlich.

Dasselbe gilt für das Wort für Wort vorgefertigte Statement, welches der LSVD den Athleten in den Mund legen will. Das Statement ist inhaltlich dann auch noch total gefährlich, weil es die Menschen nicht verstehen werden und vielleicht sogar ungewollt mitschwingt, dass man mal eben so schwul oder lesbisch sein kann, wenn man es wörtlich nimmt: "In einem Land, das Lesben und Schwule unterdrückt, bin auch ich ein Schwuler, bin auch ich eine Lesbe." Was aber noch schlimmer ist, ist, dass der LSVD ein Statement überhaupt Wort für Wort vorgefertigt hat, welches die Athleten brav bei jedem Pressetermin aufsagen sollen. Sag mal geht's noch? Wer wird sich sagen lassen welche Wörter er bei einem Statement aufsagen soll? Traut der LSVD den Athleten nicht zu ihr ganz eigenes persönliches Statement abzugeben? Lächerlich.

Es ist mal wieder eine typisch miserabel umgesetzte Aktion des LSVD. Zusammengefasst: Der LSVD fordert die heterosexuellen Menschen, die nach Sotschi gehen, auf, sich dort selbst als Lesben und Schwule zu bezeichnen und ein vom LSVD vorgefertigtes Statement Wort für Wort abzugeben (anders kann man es ja nicht interpretieren, wenn der LSVD eine so feste Formulierung Wort für Wort vorschlägt, anstatt nur zu sagen was man grob sagen könnte). Rafft der LSVD nicht, dass das kaum jemand so machen wird, wie der LSVD sich das völlig realitätsfern vorstellt und wünscht? Manchmal hat man das Gefühl, der LSVD hat kein Gespür für die Realität und kein Gespür davor, dass sich die Menschen nicht bevormunden lassen wollen.


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#6
04.01.2014
00:45:40


(+8, 10 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #3 von Sabelmann


Ja, natürlich kann jeder frei entscheiden und natürlich hat auch jeder das Recht, dass es ihm egal ist.

Aber solche ignoranten Menschen sind halt diejenigen, die solche Zustände erst ermöglichen. In Diktaturen ist es immer so, dass sie ihre Macht nicht nur den extrem denkenden zu verdanken haben, sondern der Masse der Mitläufer, die zu faul, zu bequem oder was auch immer zum Informieren und Nachdenken sind.

Erst diese Masse, der es egal ist, bereitet den Boden, den Faschisten brauchen. Und irgendwann sind sie dann dran und wären froh, wenn es dann noch Leute gäbe, denen es nicht egal ist. Nur, dass es die dann nicht mehr gibt.

Insofern bejahe ich, dass auch jeder das Recht auf Ignoranz hat, aber aufgrund der genannten Gründe und der Folgen die das hat, nehme ich mir auch das Recht, das zu kritisieren und zum Gegenteil aufzurufen... Denn noch herrscht auch Meinungs- und Redefreiheit...


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#7
04.01.2014
09:17:27


(+8, 8 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #3 von Sabelmann


Mit derselben Argumentation könntest Du dann aber auch rechtfertigen, wenn Leute schweigend wegsehen, wenn brauner Mob ein Asylheim angreift. Oder wenn Nazis einen Obdachlosen zu Tode treten. Etc. etc.

Gerade diese Mischung aus Egoismus und Gleichgültigkeit ist es, die eine Menge der heutigen Probleme verursacht.

Und auch wenn man das vielleicht in manchen Fällen nicht verbieten kann (es sei denn, es ist unterlassene Hilfeleistung, was durchaus strafbar ist), so ist es dennoch unethisch. Und das wird man ja wohl noch kritisieren dürfen...


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#8
04.01.2014
10:27:27


(+5, 7 Votes)

Von Krzyszek
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von m123


m123, mir scheint, du hast den Artikel zu dieser Aktion überhaupt nicht verstanden ...

1. Wenn du die meisten der genannten Unterzeichner nicht kennst, zeigt das eher, in welcher Welt du persönlich lebst und nicht, dass der LSVD sich hier eher "Nicht-Prominente" zur Unterzeichnung ausgesucht hat.

2. Du sagst zwar, dass du verstanden hast, dass es bei dieser Aktion darum geht klar zu stellen, dass wir in Russland alle Menschen sind und der Spruch "In Russland sind wir alle Lesben" nicht wörtlich genommen werden darf, wagst dann aber die Prognose, dass viele Menschen das anders verstehen werden und sich in ihrer sexuellen Identität angegriffen fühlen werden. Anders ausgedrückt, du hältst viele Menschen für reichlich dümmer als dich selbst.

3. Das zitierte Statement des LSVD soll von den Sportlern nicht wortwörtlich auswendig gelernt und bei jedem Interview heruntergebetet werden, sondern es handelt sich um einen Formulierungs-Vorschlag.

Zusammengefasst: Dein gespaltetes Verhältnis zum LSVD ist klar zum Ausdruck gekommen.


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#9
04.01.2014
11:32:13


(+6, 6 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #8 von Krzyszek


Nun ja, es mag mit Sicherheit gute Gründe geben, ein gespaltenes Verhältnis zum LSVD zu haben, und auch ich habe so meine Vorbehalte zu diesem Verband, aber hier in diesem Punkt ist es einfach unangebracht, gegen diese Aktion zu schießen. Ob sie de facto etwas bringen wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Aber das wird die Zukunft zeigen.

Wichtig ist vor allem, dass man sich verkopft, dass diese Aktion ein Baustein ist, um einem Vladimir Putin und seinen Duma-Marionetten zu signalisieren, dass staatlich gelenkte Homophobie und Meinungsdiktat (nichts anderes beinhaltet dieses Verbot, sich in der Öffentlichkeit positiv bzw. wohlwollend über LGBTs zu äußern) Verhaltensweisen sind, die in einem zivilisierten Land zu unterbleiben haben, vor allem dann, wenn es für sich beansprucht, eine "Demokratie" zu sein.


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#10
04.01.2014
13:34:05
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von puffmutter


...was soll das? Derartiges wird dann einfach rausgeschnitten, so hohl sind die russen nicht, die "promis" sollten für eine verlegung einen eintreten und das olympische Komitee sollte sich klar positionieten und handeln, notfalls sagt man die Spiele eben ab, das kanze Jahr über interessiert sich doch fast niemand für die meisten sportarten.


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