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Aus Protest gegen lesbisch-schwule Eheschließungen nimmt Trestin Meacham nur noch Wasser und einige Vitamine zu sich (Bild: abc4Utah)

Für seine Homophobie nimmt Trestin Meacham aus dem US-Bundesstaat Utah sogar den Tod in Kauf: Seit zwei Wochen verweigert er die Aufnahme von Nahrung.

Seit 15 Tagen nimmt Trestin Meacham nur noch Wasser und einige Vitamine zu sich, bereits 13 Kilogramm hat er nach eigenen Angaben verloren: Mit einem Hungerstreik protestiert der 35-jährige Mormone aus dem US-Bundesstaat Utah gegen die von einem Bundesrichter am 20. Dezember 2013 verfügte Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare (queer.de berichtete).

Begonnen habe er sein Protest-Fasten am Tag nach dem Gerichtsentscheid, schreibt der tiefreligiöse Meacham in seinem Blog. Er werde solange keine Nahrung zu sich nehmen, bis der Staat Utah die Ehe-Öffnung wieder rückgängig macht. "Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie das Böse in mein Land einzieht", begründet der ehemalige Kandidat der erzkonservativen Constitution Party seine drastische Entscheidung. "Manche Dinge sind es wert, dafür seine Gesundheit, ja, sein Leben dafür aufs Spiel zu setzen."

Updates zum Hungerstreik auf Twitter


Meacham ließ sich von der erzkonservativen Constitution Party für die Senatswahl aufstellen (Bild: Facebook)

Updates zu seinem Hungerstreik gibt Trestin Meacham auf seinem Twitter-Account und in Interviews mit US-Medien. So zeigte er einem TV-Sender etwa seinen Gürtel, in den er ein neues Loch stechen musste. An seinem elften Tag tweetete Meacham, dass er mexikanisches Essen vermisse. Als Reaktion rief der schwule Aktivist Matt Johnson eine Facebook-Gruppe Send Pictures of Food to Trestin Meacham ins Leben.

Meacham verlangt von Utahs republikanischem Gouverneur Gary R. Herbert das Gerichtsurteil aufzuheben, was jedoch nach Auffassung des Generalstaatsanwalts rechtlich nicht möglich ist. Inhaltlich hat er jedoch die Regierung voll auf seiner Seite, die in der Ehe ebenfalls nur eine Verbindung aus Mann und Frau sieht. Gouverneur und Generalstaatsanwalt scheiterten jedoch bei einem Berufungsgericht mit ihrem Antrag, die Rechtskraft des Urteils so lange aufzuschieben, bis der Rechtsweg ausgeschöpft sei. Eine endgültige Entscheidung in der Sache muss nun der Oberste Gerichtshof in Washington treffen. Seit 20. Dezember 2013 haben in Utah bereits über 900 lesbische und schwule Paare geheiratet.

Sein Hungerstreik habe "nichts zu tun mit Hass auf eine Gruppe von Menschen", weist Meacham in seinem Blog den Vorwurf der Homophobie zurück. "Ich habe Freunde und Verwandte, die einen homosexuellen Lebensstil praktizieren, und behandele sie mit demselben Respekt und Wohlwollen wie jeden anderen auch. Hier geht es allein um Religionsfreiheit und um eine außer Kontrolle geratene Bundesregierung." (cw)



#1 por_favor_amorEhemaliges Profil
  • 05.01.2014, 16:34h
  • Hass bringt gar nichts!

    Das ist wieder mal der Beweis dafür, dass viele achso christliche Gemeinden, die sich selbst als gottesfürchtig und gläubig bezeichnen - sich nicht mal an das eigene Gebot der Nächstenliebe halten können bzw. wollen.

    Gay is OK. Get over it!
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#2 Jan94Anonym
#3 CommanderVimesProfil
  • 05.01.2014, 16:40hHamburg
  • Sehr gute Aktion! Hoffentlich schließen sich viele gleichgesinnte an und ziehen das dann konsequent durch! Damit wären viele Probleme gelöst!
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#4 tittenhasserAnonym
  • 05.01.2014, 16:49h

  • ...glaubt der typ tatsächlich dass wegen seines hungerstreiks das Gesetz gekippt wird? In 2 Wochen wird er wieder fressen, sein hass ist doch viel zu groß um seine Sache bis zu ende durchzuziehen,schade eigentlich.
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#5 MikeschAnonym
  • 05.01.2014, 16:50h
  • Letzter Absatz des Berichts:
    Sinngemäß: "Habe viele schwule Freunde, die ich achte und respektiere..."

    Kommt einem irgendwie bekannt vor.
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#6 RobinAnonym
  • 05.01.2014, 16:53h
  • Er ist ein freier Mensch. Wenn er meint, nichts essen zu müssen, ist das seine Entscheidung. Für alle Konsequenzen ist nur er alleine verantwortlich...
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#7 XDASAnonym
#8 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 05.01.2014, 17:03h
  • Gehe ich 'ne Wette drauf ein, dass der kein "Bio-Hetero" ist.
    Frage an die Redaktion: Liegen Aussagen vor, in denen diese Fundis erläutern, inwiefern die Zivil-Ehe die Religionsfreiheit tangiert?
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 05.01.2014, 17:06h
  • Die Pathologie der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (Heitmeyer) hat viele Gesichter. Das der Aggression und das der Autoaggression.

    Wenn ich mir den Mann so ansehe, so kann es durchaus sein, dass er sich selbst mehr hasst als andere, wenn er an gleichgeschlechtliche Liebe denkt.

    Honophobie ist nicht allein Hass gegen andere Menschen, sondern Hass gegen die Liebe.

    Das hat eine ganz besondere Qualität des Bösen.

    Der Mann braucht Hilfe, sich zu ändern.

    Und die Gesellschaft, die solche Misstände produziert, braucht erst rech massive Veränderungen.
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#10 janxAnonym
  • 05.01.2014, 17:07h

  • Lol. Bitte *keine* Bilder von essen an den Typ schicken. Am Ende fängt er wieder an. Jeder wie er meint. Meine güte gibt es doch Menschen...
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