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  • 06.01.2014           58      Teilen:   |

Vatikan

Papst: Kinder aus Regenbogenfamilien nicht benachteiligen

Artikelbild
Papst Franziskus verwirrt die Gläubigen mit widersprüchlichen Aussagen über das Verhältnis der Kirche zu Schwulen und Lesben (Bild: paolonuti95 / flickr / cc by-nd 2.0)

Franziskus appelliert Medienberichten zufolge an katholische Geistliche, dass die Kirche auch Schulkinder aus nichttraditionellen Familien ansprechen müsse.

Bereits im November 2013 hat Papst Franziskus in einer Rede vor der Internationalen Vereinigung von Generaloberinnen erklärt, dass die katholische Kirche auf veränderte Familienstrukturen reagieren müsse. Die Nachrichtenagentur AFP zitierte am Wochenende aus der Rede, in der das vatikanische Staatsoberhaupt unter anderem gesagt haben soll: "Homosexuelle Verbindungen sind für uns heute eine Herausforderung, die für uns manchmal schwer zu verstehen ist". Außerdem sei die Zahl von Scheidungskindern "sehr hoch", so der 77-Jährige.

Die in der Kirche für Jugendarbeit Verantwortlichen müssten sich daher die Frage stellen, "wie man einer Generation im Wandel Christus lehren kann". Es sei wichtig, diese Kinder "nicht gegen den Glauben zu impfen". Der Papst erklärte, er erinnere sich beispielsweise an ein "trauriges kleines Mädchen", das einem Lehrer gesagt habe, dass sie Probleme mit der Freundin ihrer Mutter habe. "Wie können wir die Lehre Christi in einer sich verändernden Zeit verkünden?", fragte Franziskus.

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Vatikan dementiert homofreundliche Politik

Der Vatikan widersprach allerdings am Sonntag Berichten in italienischen Medien, wonach die Rede des Papstes die Anerkennung von Homo-Paaren bedeute. Kirchensprecher Federico Lombardi behauptete gegenüber Radio Vatikan, der Papst habe in der Rede überhaupt nicht von gleichgeschlechtlichen Paaren gesprochen. Die Kirche lehne weiterhin jegliche Anerkennung von nicht-heterosexuellen Partnerschaften ab wíe auch die Einführung von eingetragenen Partnerschaften in Italien. Der Papst habe mit seiner Rede lediglich auf das "Leid der Kinder" hinweisen wollen.

In den letzten Monaten hatte es vom Papst widersprüchliche Meldungen zum Thema Homo-Rechte gegeben: Erst vor wenigen Tagen erklärte der Weihbischof von Malta, der Papst habe ihm Unterstützung im Kampf gegen die Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften im kleinsten EU-Land zugesichert (queer.de berichtete). Zuvor hatte sich Franziskus anders als seine Vorgänger deutlich mit Kritik am Lebensweg Homosexueller zurückgehalten und zugleich betont, dass auch Schwule "unsere Brüder" seien (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: papst, franziskus, vatikan, katholische kirche
Schwerpunkte:
 Römisch-katholische Kirche
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Reaktionen zu "Papst: Kinder aus Regenbogenfamilien nicht benachteiligen"


 58 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
06.01.2014
16:02:03


(+10, 18 Votes)

Von CommanderVimes
Aus Hamburg
Mitglied seit 29.07.2013


Die Kirche hat es schon immer verstanden, ihren Hass als "Nächstenliebe" zu tarnen. Haltet bloß eure Kinder fern von dieser Sekte (egal, ob ihr Hetero oder Homo seid).


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#2
06.01.2014
16:19:22


(-15, 21 Votes)

Von anome
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 01.10.2013


Dieser Papst wird auf alle Zeit mein Vorbild sein.


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#3
06.01.2014
16:38:28


(+5, 11 Votes)

Von dogma royale


Fortiter in re, suaviter in modo

Link zu www.queer.de


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#4
06.01.2014
16:55:16


(+3, 11 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Goebbels, in Mundwasser schwimmend.

Taktik zur Beeindruckung der Doofen: Der Chef schwebt über den Dingen und dem häßlichen Tagesgeschäft und ist für das Gute und das Große und das Ganze zuständig und das Lächeln und das Gebenedeien und das Segnen. Der menschliche Papst.

Seine Leutnants besorgen die notwendige Übersetzung und Ergänzung der weihräuchernen Labsalbungen: das Umsetzen in kalte schlagberingte eiserne Fäuste.

Der gutwillige und etwas einfach gestrickte Gläubige steht dabei, staunend, fragt sich "wenn das der Führer wüßte".

Und, natürlich, "was haben diese schlimmen Schwulen und Lesben nur gegen unseren armen armen Papst".


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#5
06.01.2014
17:23:05
Via Handy


(+2, 12 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #2 von anome


Warum benimmst du dich dann nicht so, sondern lebst schwul?


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#6
06.01.2014
17:29:24


(-4, 12 Votes)

Von walton74


Kann es nur begrüßen, wenn der Papst sich für Kinder aus Regenbogenfamilien ausspricht. Wir stehen gerade kurz vor der Gründung solch einer ReBoFamilie mit Co-Elternschaft, die die aktive Elternrolle aller Beteiligten fordert. Die positive Stellungnahme des Papstes hilft wohl besonders den 70+ Großeltern in spe und dem katholisch geprägten, ländlichen Umfeld. Mich wundert allerdings etwas die Fall-Begründung des Papstes. Schade, dass er offenbar noch nichts von glücklichen Kindern aus diesen Beziehungen gehört hat!


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#7
06.01.2014
17:55:20


(+3, 11 Votes)

Von CommanderVimes
Aus Hamburg
Mitglied seit 29.07.2013


Man kann nur dringend davor warnen, Kinder in kirchliche Einrichtungen zu geben. Wer glaubt, dass diese dort dirkriminierungsfrei behandelt werden, glaubt auch an den Osterhasen!
Im schlimmsten Fall wird den Kindern eingeredet, dass es ihnen zu hause doch sehr sehr schlecht geht oder gar misshandelt werden.


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#8
06.01.2014
18:13:36


(+5, 13 Votes)

Von Luca


Mittlerweile wissen wir ja, dass der nur Kreide gefressen hat, um bessere PR zu bekommen. Aber in der Sache hält die Kirche daran fest, dass Homosexualität "ungewollt" sei und auf keinen Fall gleichgestellt werden darf.

Mit solchen Aktionen soll dann nur ein liberaleres Image erzeugt werden.


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#9
06.01.2014
18:24:33


(-2, 12 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Darüber hat in der Tat bereits die ganze italienische Presse berichtet - obwohl ineteressanterweise gerade in der Originalversion, nämlich von der jesuitischen Zeitung "Civilta Cattolica", die diese Rede des Papstes vor drei Tagen etwas verkürzt publiziert hat, ausgerechnet der Satz über "coppie gay" fehlt. Sonst natürlich gut, daß der Heilige Vater sich darum kümmert - dazu ist Er schließlich da - ich verstehe nur nicht ganz, warum sollte man das Thema Kinder aus den nichttraditionellen Familien jetzt so in den Vordergrund stellen (Franziskus selbst spricht über "situazioni complesse, spezialmente in famiglia"): nur weil ein Kind in einer traditionellen Familie lebt, ist noch bei weitem keine Garantie, daß man als Pfarrer um seine geistliche Erziehung keine großen Sorgen machen müsste. So einen Fehler darf die Kirche sich wirklich nicht leisten.


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#10
06.01.2014
18:27:29


(+2, 10 Votes)

Von ehemaligem User Robby
Antwort zu Kommentar #2 von anome


Warum ziehst Du nicht zu ihm in den Vatikan. Einen papsttreuen Labermann kann er doch sicher noch gebrauchen...
Sag mal, hat Dir Dein 'JU' neben Deinen Kommentaren nicht mehr gefallen, weil Du jetzt zu einem anderen Bildchen übergegangen bist? Oder ist das nur Tarnung - so wie bei Papst Franziskus?


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