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Heath Spence, der Chef des australischen Viererbobteams, freut sich über den neuen Sponsor

Australische Wintersportler wollen in Russland öffentlich zeigen, dass sie mit dem Gesetz gegen Homo-"Propaganda" nicht einverstanden sind.

Das australische Bob-Team hat am Montag bekannt gegeben, dass die LGBT-Gruppe "Principle 6" der offizielle Sponsor für den Rest der Wintersportsaison sein wird. Alle australischen Bobfahrerinnen und Bobfahrer werden etwa bei Weltcuprennen das Logo der Organisation tragen, die sich gegen homofeindliche Gesetze in Russland einsetzt.

"Principle 6" wurde erst vor einem Monat von den beiden LGBT-Gruppen "Athelte Ally" und "All Out" gegründet. Zum ersten Mal wird das Bob-Team bei einem Weltcuprennen diese Woche im amerikanischen Lake Placid das Logo tragen. Für das Sponsoring müssen die Homo-Aktivisten nur einen symbolischen Betrag an die Bobfahrer-Organisation überweisen.

"Wir sind gegen Diskriminierung im Sport. Das bedeutet auch, dass wir Diskriminierung von schwulen und lesbischen Sportlern verurteilen", erklärte Heath Spence, der Kapitän der australischen Bobmannschaft. Spence sagte weiter, dass einige der "loyalsten Unterstützer" seines Teams homosexuell seien. "Die haben uns unterstützt, also wäre es heuchlerisch, wenn wir nicht dasselbe tun". Er sei "stolz" darauf, dass seine Mannschaft für gleiche Rechte kämpfe.

Bereits vergangenen Monat hatte die lesbische australische Snowboarderin Belle Brockhoff angekündigt, während der Olympiade Outfits mit dem Logo und Botschaften von "Principle 6" zu tragen.

Gegen Putin-Propaganda

LGBT-Aktivist Brian Ellner von "Athlete Ally" erklärte, das Sponsoring solle verhindern, dass die Spiele zu einer Propagandaveranstaltung von Präsident Wladimir Putin werden: "Während Putin versucht, seine Schokoladenseite vor der Eröffnungsfeier zu zeigen, ist es sehr wichtig, dass wir auf die grauenhaften homophoben Gesetze in Russland aufmerksam machen", so Ellner. Es sei vielversprechend, dass sich inzwischen viele Wintersportler in aller Welt gegen Diskriminierung ausgesprochen hätten.

In der IOC-Charta ist festgelegt, dass "jede Form der Diskriminierung eines Landes oder einer Person aufgrund von Rasse, Religion, Geschlecht oder aus politischen und sonstigen Gründen" verboten sei.

Vor einem halben Jahr hat Russland das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" eingeführt, das es untersagt, sich in der Öffentlichkeit positiv über Schwule und Lesben zu äußern (queer.de berichtete). Homosexuelle Sportler haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) bereits dafür kritisiert, dass es nicht genug tue, um schwule und lesbische Sportler zu schützen. Die frühere Tennisspielerin Martina Navratilova und der Basketballprofi Jason Collins erklärten etwa, das IOC stecke seinen "Kopf in den Sand" (queer.de berichtete). (dk)



#1 Sabelmann
  • 07.01.2014, 14:37h
  • Bravo!Das nenn ich mal ne tolle aber auch vernünftige Aktion!Ich bin schon lange Bobfan,aber jetzt noch mehr von den Aussies!
    So einfach kanns gehen!
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#2 sperlingAnonym
  • 07.01.2014, 14:42h
  • eine schöne idee. ob davon in sotschi wirklich irgendwas bemerkt werden wird, wage ich stark zu bezweifeln, aber es ist jedenfalls besser als nix.

    wirklich bemerkenswert finde ich, dass man hier ausgerechnet in einem (wenn auch gefakten) SPONSORING die möglichkeit sieht, etwas sichtbar zu machen - das wirft vermutlich mehr licht auf die wahre natur dieser spiele als dem australischen team bewusst ist.
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#3 MikeschAnonym
  • 07.01.2014, 14:48h
  • Endlich mal wieder eine positive Meldung, wenn auch mit unerfreulichem Hintergrund.

    Hoffentlich fällt das Logo dann auch als solches
    in(Putin)s Auge.
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#4 Martin28a
  • 07.01.2014, 15:28h

  • Ich glaube nicht das Putin das duldet, wahrscheinlich wird die Bobmannschaft garnicht erst zugelassen
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#5 Simon HAnonym
  • 07.01.2014, 15:41h

  • Bravo! Schön, dass die sich nicht den Mund verbieten lassen.

    Die meisten anderen kuschen ja brav vor Putin und machen sich damit indirekt zu seinen Gehilfen...
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#6 vulkansturmAnonym
  • 07.01.2014, 15:46h
  • Ob das IOC das durchgehen lässt? Eigentlich sind den Sportlern doch politische Botschaften verboten. Spannend, wie das IOC reagieren wird.
    Weniger könnten sie wohl einschreiten, wenn es ein echtes Sponsoring von einem kommerziellen homosexuellen Unternehmen, wie z.B. von Reiseveranstaltern für Homosexuelle gäbe.
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#7 Dennis
#8 -hw-Anonym
#9 Dennis
  • 07.01.2014, 16:58h
  • Antwort auf #2 von sperling
  • Wie meinst Du das mit dem "gefakten Sponsoring"?

    Ein "heterosexuelle Ringer" aus den USA hat dieses Thema aufgegrffen, sich n Kopp gemacht und mit der olympischen Charta auseinandergesetzt.
    www.athleteally.org/
    Priciple 6 bezieht sich u.a. auf die Fundamental Principles of Olympism und div Artikel die sich auf Verbote von politische Äußerungen in jedweder Form der TeilnehmerInnen auf die Politik des Gastgebers bzw einer Situation beziehen .

    tinyurl.com/qg4nz3q
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#10 Krzyszek
  • 07.01.2014, 17:22h
  • Wenn ich entsprechende englischspracheíge Medienberichte zum Thema richtig interpretiere, bezieht sich diese Aktion auf alle Wettbewerbe, die VOR Sotschi stattfinden, z.B. der World Cup.

    "The sponsorship will continue through all races leading up to the Sochi Games, ..." (www.buzzfeed.com)

    "Principle 6 will provide nominal financial support, and the Australian bobsled team will race with the Principle 6 logo on its sled for the remaining non-Olympic bobsled races." (www.usatoday.com)
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