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Der schwul-lesbische Fanklub des 1. FC Köln ist der Veranstalter der Konferenz

Bei der 14. internationalen Konferenz der Queer Football Fanclubs (QFF) an diesem Wochenende empfängt der Kölner Oberbürgermeister die voraussichtlich mehr als 120 Teilnehmer aus 27 schwul-lesbischen Fanclubs. Erstmals wird mit einem Fan von Arsenal London ein Gast aus England erwartet.

Das Treffen wird von Freitag bis Sonntag im Rheinenergiestadion in Köln-Müngersdorf stattfinden. "Andersrum rut-wiess", der Fanklub des Zweitliga-Tabellenführers 1. FC Köln, ist dieses mal Ausrichter des Treffens, das zweimal im Jahr stattfindet. FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle wird die Delegierten persönlich begrüßen.

Neben der internen Tagung gibt es am Samstag auch eine Podiumsdiskussion zum Thema: "Wie (un)politisch ist der Sport?". Mit den Delegierten austauschen werden sich unter anderem die grüne NRW-Landtagsabgeordnete Josefine Paul, ein Vertreter der Kölner Ultra-Fangruppierung "Coloniacs", der offen schwule Vorsitzende des Mainzer Fanprojekts, Markus Delnef, sowie Vertreter aus schwul-lesbischen Organisationen.

"QFF ist der Meinung, dass die Lage für Lesben und Schwule im Sport noch immer nicht rosig und weit von einer 'Normalsituation' entfernt ist", schreibt der Verband in einer Pressemitteilung. Es wird ein "diskriminierungfreier Umgang mit gleichgeschlechtlichen Lebensweisen im Sport" gefordert, in dem sich auch ein Fußballprofi offen zu seiner Homosexualität bekennen kann. Mitorganisator Volker Adamek fordert die Beteiligten auf, Homosexuellenfeindlichkeit nicht kleinzureden: "Wo immer im Sport die Würde des Menschen angegriffen wird, eben auch aufgrund der sexuellen Orientierung, erwarten wir einen Aufstand und klare Worte aller aufrecht Denkenden! Homophobie ist keine Bagatelle!".

Am Samstagnachmittag werden die Teilnehmenden des Treffens vom Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) zu einem offiziellen Empfang in den Hansasaal des Kölner Rathauses eingeladen.

Die Queer Football Fanclubs gründeten sich 2006 als Antwort auf homophobe Gesänge in den Fußballstadien. Inzwischen gibt es auch Mitglieder aus der Schweiz und den Niederlanden. (pm/dk)