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Prinz Max von Baden

Der schwule Kurzzeit-Kanzler

  • 08. Januar 2014, noch kein Kommentar

Eine umfangreiche Biografie des schwulen letzten Kanzlers im kaiserlichen Deutschland

Lothar Machtan hat eine Biografie Prinz Max von Badens veröffentlicht, der im Herbst 1918 für einen Monat Reichskanzler wurde.

Deutschland im Herbst 1918: Der Erste Weltkrieg geht zu Ende, auf den Straßen tobt die Revolution. Am 9. November, zwei Tage vor dem offiziellen Waffenstillstand, verkündet der deutsche Kanzler Prinz Max von Baden die Abdankung des Kaisers und besiegelt damit das Ende der Monarchie.

Wer war dieser Max von Baden? War er der legere Grandseigneur liberaler Prägung und Philanthrop, als den ihn Golo Mann beschrieb? Aber wie verträgt sich das mit seinen intensiven Kontakten zum Bayreuther Wagner-Kreis und insbesondere zu dem Rassenideologen Houston Stewart Chamberlain? Und wie passt Kurt Hahn ins Bild, der enge Freund und Berater aus dem Berliner jüdischen Großbürgertum, mit dem der Prinz später das reformpädagogische Internat Schloss Salem gründen sollte?

Als Homosexueller jenseits der damals herrschenden Konventionen

Weltoffen und friedensbereit schien Max von Baden am Ende des Ersten Weltkriegs, doch zugleich war er ein schroffer Gegner von Parlamentarismus und Demokratie. Er lebte standesbewusst aristokratisch, doch als Homosexueller auch jenseits der damals herrschenden Konventionen.

Auf der Basis reicher, hier erstmals erschlossener Quellen erzählt Lothar Machtan die faszinierende Geschichte einer historischen Figur voller Widersprüche – eines fürstlichen Lebens, dem nichts Menschliches fremd blieb – und eröffnet damit zugleich einen neuen Blick auf eine Epoche im Stadium ihres Zerfalls. (cw/pm)

Infos zum Buch

Lothar Machtan: Prinz Max von Baden – Der letzte Kanzler des Kaisers. Biografie. Gebunden. 670 Seiten. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2013. 29,95 €. ISBN 978-3-518-42407-0