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  • 08.01.2014           52      Teilen:   |

Homophobie im Sport

ÖSV-Chef lobt Gesetz gegen Homo-"Propaganda"

Artikelbild
Peter Schröcksnadel findet einen Maulkorb für Schwule und Lesben gut - und mahnt auch an, dass aktive Sportler ihre Klappe halten sollten (Bild: Wiki Commons / Manfred Werner / CC-BY-SA-2.0)

Der Präsident des Österreichischen Skiverbandes findet es gut, dass in Russland Homosexuelle in der Öffentlichkeit nicht in Erscheinung treten dürfen.

Der wohl mächtigste Sportfunktionär Österreichs hält Homosexuelle offenbar für eine Gefahr: In einem am Wochenende veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Standard" sagte ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel, dass er die Ziele des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" in Russland unterstütze. Zugleich warnte er seine Athleten davor, sich während der Olympischen Winterspiele in Sotschi politisch zu äußern. "Soweit ich weiß, ist Homosexualität in Russland nicht verboten. Es ist nur verboten, offensiv dafür zu werben", sagte der studierte Jurist. Er wolle das Maulkorbgesetz zwar "nicht gutheißen", lobte es im nächsten Satz aber doch: "Mir ist es auch lieber, es wird für Familien geworben, als es wird für Homosexualität geworben".

Das vor einem halben Jahr beschlossene Gesetz gegen Homo-"Propaganda" besagt, dass sich niemand in der Öffentlichkeit positiv über Schwule und Lesben äußern darf – angeblich aus Jugendschutzgründen (queer.de berichtete).

Schröcksnadel setzte sich auch dafür ein, dass ein Athlet seine politische Meinung für sich behalten sollte: "Das ist nicht sein Thema", sagte er. "Ein Sportler will seinen Sport ausüben, will weit springen, schnell fahren, gewinnen. Darauf soll er fokussiert sein, das ist seine Welt." Ein Sportler könne schließlich nach dem Ende seiner Karriere noch immer in die Politik gehen.

Der Funktionär lobte außerdem Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ), weil er anders als führende Politiker aus anderen Ländern an der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Sotschi teilnehmen werde. Das war vergangene Woche von Homo-Gruppen kritisiert worden (queer.de berichtete).

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Funktionär bedient "homophobe Ressentiments"

Menschenrechtsorganisationen zeigten sich über die Aussagen Schröcksnadels entsetzt. So erklärte der Verein "SOS Mitmensch", Schröcksnadel bagatellisiere nicht nur die staatliche Diskriminierung Homosexueller in Russland, sondern er "bedient auch selbst homophobe Ressentiments".

Selbst andere Sportfunktionäre relativierten die Aussagen des ÖSV-Chefs: So erklärte Karl Stoss, der Chef des Österreichischen Olympischen Komitees, dass es ihm zwar nicht zustehe, Schröcksnadel zu kritisieren. "Doch selbstverständlich steht es jedem Sportler frei, seine Meinung zu äußern", so Stoss. Allerdings sagte auch er, dass Wettkampfstätten nicht "für eine politische Demonstration missbraucht werden" sollten.

Peter Schröcksnadel ist bereits seit 1990 Chef des ÖSV. Außerdem war er in der Vergangenheit mehrere Jahre lang Vizepräsident des Österreichischen Olympischen Komitees und Präsident der European Ski Federation. Von seiner Position profitiert er auch persönlich: Dem Unternehmer gehören mehrere Firmen, die Wintertourismus-Events organisieren. (dk)

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Tags: österreich, russland, ski, sport, ösv, peter schröcksnadel
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Reaktionen zu "ÖSV-Chef lobt Gesetz gegen Homo-"Propaganda""


 52 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
08.01.2014
16:05:18


(+14, 14 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Da gibt es nur zwei Alternativen: Rücktritt oder Rauswurf.


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#2
08.01.2014
16:05:38
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von AUSTRIA
Aus Wien (Österreich)
Mitglied seit 11.08.2013


Lieber Präsident! Besser Sie halten Ihr Maul!


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#3
08.01.2014
16:33:31


(+9, 9 Votes)

Von Krzyszek
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"... lobte es im nächsten Satz aber doch: "Mir ist es auch lieber, es wird für Familien geworben, als es wird für Homosexualität geworben", so Schröcksnadel."

Obwohl schon so lange in der Politik, hat er offensichtlich einiges noch nicht verstanden.

a. Für Homosexualität braucht niemand Werbung zu machen. Entweder man ist schwul oder man ist es nicht.

b. Es geht um die Akzeptanz von Homosexuellen.

c. Warum muss man (in Österreich?) für Familien Werbung machen?


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#4
08.01.2014
16:36:53


(+8, 12 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Gebürtig stammt Schröcksnadel aus Innsbruck, also nur ein paar Kilometerl flußaufwärts, a bisserl der Quelle näher als der andere.

Youtube-Video:


Und als Bonbon, der Herr Karl.

Youtube-Video:


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#5
08.01.2014
16:43:11


(+4, 6 Votes)
 
#6
08.01.2014
16:50:06


(+8, 10 Votes)

Von sperling


"... dass Wettkampfstätten nicht "für eine politische Demonstration missbraucht werden" sollten."

konsequenterweise müsste man die spiele in sotschi absagen.


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#7
08.01.2014
16:54:18


(0, 12 Votes)

Von Timm Johannes


Rücktritt oder Rauswurf kann ich da nur noch sagen.


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#8
08.01.2014
16:57:05


(+8, 10 Votes)

Von Sabelmann
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Antwort zu Kommentar #1 von Loren


Das wirst Du nicht erleben!Dazu ist er zu erfolgreich und mächtig!
Ich war bis jetzt begeistert von ihm weil er für den Sport sehr viel erreicht hat,aber jetzt kann er ruhig zum Teufel gehen!Intelligenz hat halt doch nichts mit Erfolg zu tun!Schade!


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#9
08.01.2014
17:05:55


(+11, 11 Votes)

Von TheDad
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Dem Foto nach zu urteilen liegt der herr gerne in der Sonne oder auf dem Toaster..

Wenn da mal nicht irgendwelche Schäden eingetreten sind !?

Wie kann ein Sportfunktionär so einen Quatsch verbreiten ?

Betätigt er sich denn mit diesen Aussagen NICHT Politisch ?
Gilt für ihn als Funktionär die Forderung sich politisch 2enthaltsam" zu geben etwa nicht ?

Mann kann nur hoffen das sich jetzt die österreichischen Sportler erst Recht dazu äußern und vielleicht mit dem einem oder anderem Couming Out die Haare raufen lassen..


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#10
08.01.2014
17:08:30


(+12, 12 Votes)

Von olfwob


Ich finde es immer wieder erstaunlich, woher Menschen wie dieser Herr Schröcksnadel sich das Recht nehmen mal eben über die Freiheiten anderer Menschen zu bestimmen. Nicht nur das er mal eben den Sportlern vorschreiben will, was Sie zu sagen haben und was besser nicht, nein er glaubt auch gleichzeitig noch, dazu berufen zu sein zu wissen wie Schwule sich gefälligst in der Öffentlichkeit verhalten zu haben... das macht einen echt sprachlos


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