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  • 11.01.2014           97      Teilen:   |

Homophobe Euro-Gegner

AfD-Chef kritisiert Coming-out von Hitzlsperger

Artikelbild
Fischt am rechten Rand um Stimmen: AfD-Vorsitzender Bernd Lucke
Bild: blu-news.org / flickr / cc by-sa 2.0

Parteichef Bernd Lucke sieht "keinen besonderen Mut" und vermisst außerdem ein Bekenntnis des Fußballers zu Ehe und Familie.

Neue homophobe Töne aus der Alternative für Deutschland (AfD). Auf dem Parteitag des zerstrittenen hessischen Landesverbands am Samstag in Gießen kritisierte Parteichef Bernd Lucke das Coming-out des ehemaligen Fußballnationalspielers Thomas Hitzlsperger.

"Ich hätte es gut gefunden, wenn Herr Hitzlsperger sein Bekenntnis zu seiner Homosexualität verbunden hätte mit einem Bekenntnis dazu, dass Ehe und Familie für unsere Gesellschaft konstitutiv sind", wird Lucke von der Deutschen Presse-Agentur zitiert. Zwölf Jahre nach dem Coming-out von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erkenne er "keinen besonderen Mut mehr darin, sich zu seiner sexuellen Orientierung zu bekennen", so der Chef der rechten Euro-Kritiker auf dem Parteitag.

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Die Hetero-Ehe ist für die AfD die "Marke unseres Wertekanons"

AfD-Demo am 30. August 2013 in München: Bedroht die Gleichstellung von Lesben und Schwulen die Familie? - Quelle: blu-news.org / flickr / cc by-sa 2.0
AfD-Demo am 30. August 2013 in München: Bedroht die Gleichstellung von Lesben und Schwulen die Familie?
Bild: blu-news.org / flickr / cc by-sa 2.0

Die Äußerungen Luckes kommen nicht überraschend. LGBT-Rechte kommen im Parteiprogramm der Alternative für Deutschland nicht vor. Bereits im vergangenen Jahr hatten prominente AfD-Politiker mehrfach öffentlich für eine Schlechterstellung von lesbischen und schwulen Paaren geworben.

"Für die AfD ist z.B. Familie die Keimzelle der Gesellschaft, also Vater, Mutter, Kind", erklärte im August etwa Bundestagskandidatin Beatrix von Storch in einem Offenen Brief an den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch (queer.de berichtete). Mit der Aussage "Die Ehe ist […] eine Marke unseres Wertekanons, den wir schützen müssen!" sprach sich der AfD-Bundesvorstand im Juni gegen eine Gleichstellung eingetragener Lebenspartner im Steuerrecht aus (queer.de berichtete).

Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 hatte die AfD mit 4,7 Prozent der Stimmen knapp den Einzug ins Parlament verpasst. In diesem Jahr hofft sie jedoch auf den Einzug ins Europaparlament, das am 25. Mai 2014 neu gewählt. Bei dieser Wahl gilt nur eine Sperrklausel von drei Prozent. (cw)

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Tags: alternative für deutschland, bernd lucke, afd, thomas hitzlsperger
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Reaktionen zu "AfD-Chef kritisiert Coming-out von Hitzlsperger"


 97 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
11.01.2014
16:44:22


(+10, 10 Votes)

Von myystery


Schlimme Partei.
Etwas anderes kann man da nicht sagen.

"Ich bin Parteivorsitzender der AfD. Dennoch bekenne ich, dass CDU und SPD für unsere Gesellschaft konstitutive Parteien sind."

So hätte ich mir das von Ihnen gewünscht, Herr Lucke!


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#2
11.01.2014
16:57:04


(+10, 12 Votes)

Von Zeitfenster
Antwort zu Kommentar #1 von myystery


Aber noch schlimmer, dass es unter uns genug Leute gibt, die diesen Blödsinn auch noch wählen. Ich erinnere mich ziemlich gut an die AfD-Lobeshymnen, die hier eine Schwuppe ganz siegessicher vor der Bundestagswahl gepostet hat.

Wahrscheinlich setzt das hier 6 Wochen vor der Europawahl wieder ein.....


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#3
11.01.2014
17:12:35


(+10, 12 Votes)

Von Stephen
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Er verdrängt die Tatsache, das es Regenbogenfamilien gibt in denen Kinder leben! Das BVerfG hat in einer Urteilsbegründung schon festgestellt, das diese Familien auch unter dem besonderen Schutz des Staates stehen.

Ein Bekenntnis zur Familie? Bitte schön, dann aber bitte Familien in all Ihren Formen. Manche Menschen begreifen einfach nicht, das niemand Ehe und Familien abschaffen will. Ehe und Familie soll eben halt für alle gelten.

Will er Kinder fördern, dann soll er das für alle tun. Das Problem des Geburtenrückgangs liegt ganz wo anders begraben, hierzulande ist es doch so, das sich fast keiner mehr Kinder leisten kann. Sei es aus beruflichen oder aus finanziellen Gründen. Ein Ansatz wäre schonmal Einkommenssteuer runter für Familien mit Kindern, MwSt. runter für alle Ernährungs- und Gebrauchsprodukte (Windeln, von mir aus auch Kinderwagen und Kindersitze usw.) zum Kinderunterhalt. Es kann bspw. nicht sein, das auf Hundefutter 7% MwSt. und auf Kindernahrung 19% MwSt. veranschlagt werden.

Aber es ist ja einfacher LGBTI's für den Geburtenrückgang verantwortlich zu machen und das wir die Ehe aushöhlen. Polemischer Unsinn!


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#4
11.01.2014
17:16:44


(+10, 10 Votes)

Von Enyyo


"Ich hätte es gut gefunden, wenn Herr Hitzlsperger sein Bekenntnis zu seiner Homosexualität verbunden hätte mit einem Bekenntnis dazu, dass Ehe und Familie für unsere Gesellschaft konstitutiv sind«

Tja Herr Professor, dann setzen Sie sich mal ein für eine Gleichstellung - sehr viele Schwule und Lesben möchten Ehe und Familie und sind zumindest damit auf Ihrer Linie!

Dass wir nicht heiraten und adoptieren dürfen, ist anderen rechten Parteien zu verdanken.


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#5
11.01.2014
17:19:08


(+11, 11 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Verzweifelter Versuch des AfD-Chefs, seinem von Selbstzerfleischung gekennzeichneten Verein ein bißchen mediale Aufmerksamkeit zu bescheren. Die haben sich selbst ins Abseits katapultiert. Gut so!


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#6
11.01.2014
17:24:04


(-4, 8 Votes)

Von Timm Johannes


Während sich in der CDU mit Jens Spahn, Stefan Kaufmann, usw. die Zeiten ein wenig zugunsten homosexueller Paare geändert haben und dort zumindest im Parteiprogramm das Lebenspartnerschaftsinstitut akzeptiert wurde sowie nunmehr im Koalitionsvertrag die letzten "27 Gesetze" ("wie Volker Beck im Bundestag kommentierte") gleichgestellt werden sollen ("auch wenn dies keine grosse Leistung mehr ist, da bereits alles wesentliche an Gesetzen mit Ausnahme des Adoptionsrechtes angepasst wurde"), erwächst mit der AfD rechts von der CDU eine Partei, die das eigentliche Problem auf Dauer für LGBT-Rechte in Deutschland werden könnte.

-----------------
Herr Lucke verkennt bewußt die Situation im Profifußball der Männer und die Tatsache, dass es dort noch nie einen offen geouteteten homosexuellen Profisportler in der Ersten Bundesliga und in der Nationalmannschaft gegeben hat.

Im Grunde genommen dürfte genau er zu der Gruppe von Männern gehören, die sich innerlich darüber ärgern, dass ein Nationalmannschaftsspieler schwul ist: denn die Profifußballer der Männer sind in Deutschland/ in Europa, in Afrika, im Nahen Osten und in Lateinamerika die modernen Gladiatoren des 21. Jahrhunderts.

Mein Eindruck ist, das sich in der AfD genau die Personen sammeln, die bei der CDU das Gefühl haben, dass Frau Merkel die CDU zu sehr "in die Mitte geführt" hat.

Herr Henkel ist bekanntlich auch zur AfD übergetreten, was zu erwarten war, und es steht zu befürchten, dass die AfD in das Europaparlament im Mai einziehen wird.


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#7
11.01.2014
17:24:47


(+9, 9 Votes)

Von Gaylord F


Welche Not muss wohl die Uni Hamburg haben, dass sie auf Herrn Lucke angewiesen ist. Das einzige ökonomische an ihm ist wohl, wie mit wenig Sachverstand er die Professur bekam.

Aber um es mit seinen Worten zu sagen:

Ich hätte es gut gefunden, wenn Herr Lucke sein Bekenntnis zu Ehe und Familie auch für Homosexuelle verbunden hätte, dass das für unsere Gesellschaft konstitutiv ist.


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#8
11.01.2014
17:30:07


(+13, 13 Votes)

Von Eric_T
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wie hat es Oliver Welke in der heute show mal so treffend formuliert?

"Ein Mann gefangen im Körper eines Achtjährigen."

Mehr braucht man dazu eigentlich gar nicht sagen.


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#9
11.01.2014
17:36:31


(+10, 14 Votes)

Von Keimzelle


(Ein) Elitenprojekt für die kommenden Etappen der kapitalistischen Krise!


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#10
11.01.2014
17:36:55


(-2, 12 Votes)

Von Burkhard Krause


Wir sollten der AfD doch dankbar sein. Als sie anfingen wurde allerorten bekrittelt, daß sie außer dem Slogan"Raus aus dem Euro" kein Programm geschweige Profil hätten. Wahrscheinlich gibt es auch unter Schwulen genügend Euroskeptiker. Nun ist es wohl klar, daß diese Partei auch für die letztgenannte Gruppe eigentlich unwählbar ist- es sei denn es handelt sich um beratungsresistente Politmasochisten. Allerdings beschleicht mich die klamme Frage, was ist denn dann mit den schwulen CDU- Wählern - ich kenne jedenfalls welche. Die O-Töne von AfD und CDU sind 100% kompatibel. Na und weitere Anmerkungen zu den Wahlbetrügern von der SPD erspar ich mir lieber an dieser Stelle - vor der Wahl Speck auslegen und dann Funkstille. Ist so was noch wählbar? Bei der AfD wissen wirs wenigstens - also Dankeschön für die Klarstellung.


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