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  • 13.01.2014           82      Teilen:   |

Katholische Kirche

Erzbischof Schick: Beichtstuhl statt Coming-out!

Artikelbild
Erzbischof Ludwig Schick ist von "Outings" genervt und will lieber Leute im Büßerhemd sehen (Bild: Wiki Commons / Manfred Finken / CC-BY-SA-2.0)

Öffentliche Coming-outs erregen den Bamberger Erzbischof: Statt sich zu outen sollten Sünder lieber "bußwillig" sein.

Erzbischof Ludwig Schick hat nach Angaben des Erzbistums Bamberg am Sonntag dazu aufgerufen, "Sünden und Schwächen" durch Buße in Ordnung zu bringen und nicht durch ein öffentliches Coming-out. "Umkehr und (Wieder)Gutmachung statt Outing in den Medien", so das Credo des 64-Jährigen. Der Geistliche bezieht sich dabei offenbar indirekt auf das Coming-out des früheren Nationalspielers Thomas Hitzlsperger, das in den letzten Tagen die Schlagzeilen der Medien beherrschte (queer.de berichtete). Außerdem kritisierte Schick nach Angaben des "Bayerischen Rundfunks" einen Bamberger Priester, der vor wenigen Tagen öffentlich von seiner Tochter gesprochen und den Zölibat kritisiert hatte.

Schick warb in diesem Zusammenhang für die Beichte, die eine Erneuerung der Taufe darstelle. "Die Buße setzt voraus, dass wir wirklich bußwillig sind und uns als Sünder bekennen", so die Aufforderung des Gottesmannes. "Das ist heute ein großer Mangel, das Sündenbewusstsein ist gegen Null gesunken." Er kritisierte, dass sich Menschen in der Öffentlichkeit outeten und ihre Sünden nicht mehr im Beichtstuhl ihrem Pfarrer mitteilten. Er bezog sich dabei bei den kritisierten Sünden direkt auf die Themenfelder Ehe, Familie und das Priestertum.

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Schick profiliert sich seit Jahren als Homo-Gegner

Bereits in der Vergangenheit hat Schick immer wieder Rechte für Homosexuelle kritisiert. So erklärte er 2004, dass aus christlicher Sicht eine Gleichbehandlung von schwulen oder lesbischen Paaren mit Heterosexuellen nicht akzeptiert werden könne (queer.de berichtete). Bei der Debatte um die Öffnung des Adoptionsrechts sagte er fünf Jahre später, dass Regenbogenfamilien grundsätzlich nicht "das Beste für die Kinder" seien (queer.de berichtete).

In den letzten Monaten hatte es von Papst Franziskus widersprüchliche Meldungen zum Thema Homo-Rechte gegeben: So hatte er kurz nach seiner Amtsübernahme im Vergleich mit seinem deutschen Vorgänger liberalere Töne angeschlagen; Franziskus hielt sich deutlich mit Kritik am Lebensweg Homosexueller zurück und betonte, dass auch Schwule "unsere Brüder" seien (queer.de berichtete). Allerdings kämpft er politisch weiter gegen Homo-Rechte, etwa in Frankreich. Außerdem erklärte erst vor wenigen Tagen der Weihbischof von Malta, der Papst habe ihm Unterstützung im Kampf gegen die Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften im kleinsten EU-Land zugesichert (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: katholische kirche, erzbischof ludwig schick, bamberg
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Reaktionen zu "Erzbischof Schick: Beichtstuhl statt Coming-out!"


 82 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
13.01.2014
16:10:14


(+13, 15 Votes)

Von Der Depp


Da will sich wohl im Beichtstuhl wieder einer der Verklemmten an intimen Bekenntnissen aufgeilen!


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#2
13.01.2014
16:12:16


(-20, 22 Votes)

Von Timm Johannes


Und an einem solchen Kommentar eines homophoben katholischen Erzbischofs erkennt man dann auch den grossen Unterschie zwischen den Landeskirchen der EKD und der katholischen Kirchenleitung in Deutschland.

Für die Landeskirchen der EKD ist Homosexualität eine normale sexuelle Orientierung und die grosse Mehrheit der Landeskirchen der EKD hat in den vergangenen Jahren öffentliche Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare, die zum Standesamt gehen, ermöglicht.

Das ist bei der katholischen Kirchenleitung bisher nicht geschehen, wobei der neue Papst scheint hier anders als seine Vorgänger und Personen wie Schick zu denken. Das bleibt aber letztlich auch noch abzuwarten, wohin Franziskus auf Dauer tendiert.


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#3
13.01.2014
16:21:26
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von Timon


Dann sollte die Kinderschänder-Sekte mal als erstes Buße tun, statt ihre Verbrechen weiter zu vertuschen und so weiter zu machen als wäre nichts passiert...


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#4
13.01.2014
16:23:12
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Felix


Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass predigen?!


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#5
13.01.2014
16:29:31


(+15, 15 Votes)

Von ehemaligem User Tonner66


Man kann doch diesen ganzen Schwachsinn einfach nicht mehr ertragen!


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#6
13.01.2014
16:29:47


(+12, 12 Votes)

Von Erbaermlich
Antwort zu Kommentar #4 von Felix


Das sind keine Menschen, das sind Monster!


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#7
13.01.2014
16:33:28


(+14, 16 Votes)

Von Julian S


Die katholische Kirche ist ein profitorientiertes Unternehmen, dem es nur um Macht und Geld geht.

Deshalb müssen die alles bekämpfen, was deren totalitäres Geschäftsmodell bedroht:
Freiheit, Grundrechte (wie Redefreiheit, etc.), Bildung, Aufklärung, etc.


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#8
13.01.2014
16:37:45


(+13, 13 Votes)

Von GeorgB


Möge er erst einmal selbst Dummheit und Göttergläubigkeit durch Bildung und Psychotherapie in Ordnung bringen.


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#9
13.01.2014
16:39:25


(-15, 17 Votes)

Von Aus Bad Homburg


So etwas hypermedialinszeniertes und sehr öffentliches wie "Coming Out" von Herrn Hitzlsperger auf ein Niveau mit so etwas intimem und nicht banalem wie die Beichte bzw. das beide Seiten streng verpflichtendes Beichtgeheimnis zu setzen, ist eine Vermischung von zwei ganz verschiedenen Welten und ist insofern inkorrekt. Gerade ein Bischof als eine kirchlich-moralische Autorität sollte dabei seine Worte viel besser wählen: die Stelle verpflichtet.


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#10
13.01.2014
16:42:21


(-3, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Herr Schick, beim Beichtstuhl lasse ich Ihnen sehr gerne den Vortritt!


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