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Schwul-lesbischer Weihnachtsmarkt

Winter Pride verdoppelt Spendenaufkommen


Der zweitbeste Glühwein in Hamburg... (Bild: AHOI Events)

Der Winter Pride, Hamburgs einziger lesbisch-schwuler Weihnachtsmarkt, konnte 2013 weit mehr Spenden einsammeln als in den Jahren zuvor.

Im vierten Jahr seines Bestehens flossen insgesamt 15.820 Euro an verschiedene LGBT-Gruppen und Vereine. Das gab der Veranstalter AHOI Events am Dienstag bekannt. 2012 wurden noch knapp 7.000 Euro an Spenden eingenommen.

Auch medial war der "Winter Pride" in aller Munde. Das "Hamburg-Journal" im NDR-Fernsehen und Radio 90,3 berichteten live vom Weihnachtsmarkt. Zudem kürte die "Hamburger Morgenpost" den Glühwein zum zweitbesten der ganzen Stadt.

Weitere schwul-lesbische Weihnachtsmärkte fanden auch in Köln, München und Frankfurt statt, dieses Mal weitgehend ohne Kontroversen. Im Jahr zuvor war noch laute Kritik von Konservativen und religiösen Fundamentalisten zu hören gewesen. So hatte der Frankfurter Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler beklagt, dass "Homosexuelle ausgerechnet auf dem Weihnachtsmarkt in besonderer, räumlich sogar abgesonderter Weise präsent sein sollen" (queer.de berichtete). Christliche Portale nahmen die Kritik auf.

Außerdem machte sich die ARD-Talkshow "Hart aber fair" in einem Bericht über den schwul-lesbischen Weihachtsmarkt in Köln lustig. In der Sendung erklärte die katholische Aktivistin Birgit Kelle, sie fühle sich "provoziert", weil Homosexuelle zur Weihnachtszeit auf diese Art in der Öffentlichkeit auftauchten; der Theologe Martin Lohmann warnte in der selben Sendung vor einem "homosexuellen Hype" (queer.de berichtete). (pm/dk)