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  • 14.01.2014           27      Teilen:   |

Hass auf Schwule und Lesben

Bremer CDU-Abgeordnete unterzeichnet homophobe Petition

Artikelbild
So präsentiert sich Sigrid Grönert auf ihrer Website; Die 54-Jährige, die unter anderem integrations- und sozialpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion ist, will jetzt Kinder vor bösen Homos schützen

Eine Bürgerschaftsabgeordnete unterstützt eine Petition, die vor Homo-"Propaganda" an baden-württembergischen Schulen warnt – Ministerpräsident Kretschmann kritisiert unterdessen die Homo-Gegner als "religiös imprägniert".

Die Bremer CDU-Politikerin Sigrid Grönert gehört zu den Unterzeichnerinnen der Petition "Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens", die von Homo-Aktivisten wegen homophober Aussagen kritisiert wird. So wird es als Attacke auf Kinder gewertet, Homosexualität als gleichwertig darzustellen. Der Lesben- und Schwulenverband hat deshalb gegen "Open Petition" bereits Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt (queer.de berichtete). In Kommentaren wird vor "abscheuliche Gräuelpraktiken" Schwuler und Lesben gewarnt und Homosexualität mit Kindesmissbrauch gleichgesetzt.

Für Grönert, die seit 2011 der CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft angehört, sind diese Vorwürfe kein Problem: "Mir geht es nicht darum, solche Menschen zu benachteiligen", so Grönert in der "taz". Meine Haltung ist, dass Ehe und Familie besonders fördernswert sind". Sie erklärte weiter, dass sie nicht homophob sei.

Scharfe Kritik kommt von den Jungen Piraten der Hansestadt: "Mit Ihrer Unterschrift unter dieser Petition haben Sie gezeigt, dass Sie die sexuelle Vielfalt unser Gesellschaft ablehnen und Menschen ihre sexuelle Orientierung und Identität absprechen", erklärte der Jugendverband in einem Offenen Brief. "Sie unterstützen damit, dass Jugendliche seitens des Staates in ihrer Entwicklung eingeschränkt werden." Die Piraten fordern, dass Grönert als Mitglied des Verwaltungsausschusses "Kinder, Jugend und Soziales" der Bremischen Bürgerschaft zurücktreten müsse. "Bitte machen Sie Platz für eine Person, die sich tatsächlich für die Belange von Kindern und Jugendlichen einsetzt", so die Jungen Piraten.

Fortsetzung nach Anzeige


Petitionsautor Gabriel Stängle nicht mehr Referatsleiter

Unterdessen hat der Autor der Petition, der Lehrer Gabriel Stängle aus dem Landkreis Calw, seinen Posten als Referatsleiter "Erziehung, Bildung, Schulpolitik" beim Realschulverband verloren. Der Vorstand des Verbandes teilte nach Angaben der "Stuttgarter Nachrichten" am Dienstag mit, er habe ein Rücktrittsgesuch Stängles angenommen. Bereits vergangene Woche hatte sich der Verband "ausdrücklich vom Inhalt der Petition" distanziert (queer.de berichtete). Gegen Stängle war vergangene Woche auch eine Strafanzeige, die bereits zu den Akten gelegt wurde, und eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingegangen.

Kretschmann appelliert an Kirchen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bild: Gruene Baden-Wuerttemberg / flickr / cc by-sa 2.0)

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat am Dienstag nach SWR-Angaben erklärt, dass seine Regierung den Bildungsplan weiter durchsetzen wolle. Es bestehe Handlungsbedarf, solange "schwule Sau" zu den beliebtesten Schimpfwörtern auf den Schulhöfen gehöre. Die Gegner des Bildungsplans bezeichnete der überzeugte Katholik als "religiös imprägniert". Er wolle daher in Kürze mit Vertretern der katholischen und evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg reden. Diese hatten in einer gemeinsamen Erklärung am Freitag den Bildungsplan als "Indoktrination" von Kindern abgelehnt. Laut Kretschmann gebe es in der Frage des Bildungsplans derzeit viele Missverständnisse.

Inzwischen wehren sich LGBT-Aktivisten mit zwei Gegenpetitionen, die bereits von über 170.000 Menschen unterschrieben worden sind (siehe hier und hier). (dk)

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Tags: winfried kretschmann, sigrid grönert, schule, petition, bildungsplan, bremen, baden-württemberg
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Reaktionen zu "Bremer CDU-Abgeordnete unterzeichnet homophobe Petition"


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
14.01.2014
17:40:05


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Was eine bigotte Schickse!


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#2
14.01.2014
17:44:44


(+9, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Die Frau steht zumindest, was iArtikel 3 und 6 betrifft, nicht auf dem Boden unserer Verfassung. Und in ihrer schönen Hansestadt in Jahrzehnte langer verdienter Daueropposition.

Daran wünsche ich ihre Partei allüberall im Lande.


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#3
14.01.2014
17:52:57


(+9, 11 Votes)
 
#4
14.01.2014
18:09:55


(+11, 11 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von -hw-


"Ausbildung zur Begleiterin in Sterbeprozessen (Hospizarbeit)."

Hiiiilfeee!

Das hat einem dann gerade noch gefehlt!

Die Freikirchentante am Sterbebett!

Da kann man ja nicht mal mehr schreiend weglaufen!!!!

Da hilft nur noch beten.


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#5
14.01.2014
18:18:32


(+8, 8 Votes)

Von schon wieder


Der bigotten, menschenverachtenden, homophoben Tussi kann man schreiben:

sigrid.groenert@web.de

Hoffentlich tun das viele!


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#6
14.01.2014
18:59:30


(+5, 9 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Von einer CDU-Tussi kann man doch nur homophobe Scheisse erwarten! - Hat ja mit der 'Mutti' ein tolles Vorbild in der Hinsicht...


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#7
14.01.2014
19:43:01


(+6, 6 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Muss denn jetzt jede abgehalfterte Parteischabracke ihren homophoben Senf abgeben?

Bei diesem Reff und ihren (pseudo-) "christlichen" Wurzeln wundert mich natürlich nichts mehr.


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#8
14.01.2014
20:06:41


(+3, 5 Votes)

Von HirniHirn


hab gleich mal nen kommentar auf ihrer facebookpage hinterlassen....

Link zu www.facebook.com


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#9
14.01.2014
20:49:04


(+7, 7 Votes)

Von myystery


Übrigens hier mal der Wortlaut aus dem Bildungsplan, über den so viel geschrieben wird:
"Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der eigenen geschlechtlichen Identität und Orientierung auseinander mit dem Ziel, sich selbstbestimmt und reflektiert für ein ihrer Persönlichkeit und Lebensführung entsprechendes Berufsfeld zu entscheiden. Schülerinnen und Schüler haben einen vorurteilsfreien Umgang mit der eigenen und anderen sexuellen Identitäten, entwickeln eine Sensibilität für Stereotype und können diese hinterfragen und sind fähig, sich in einer pluralen Gesellschaft zu verorten und begründete Werthaltungen zu entwickeln."

Wie kann man ernsthaft daraus IRGENDEINE Gefährdung, Indoktrinierung etc. sehen????
Absolute lachhaft. Jeder, der das Schüren von Hass und Ausgrenzung durch diese Pentition auch nur irgendwie unterstützt, soll sich schämen. Womit ich insbesondere auf die Landtagsfraktionen der CDU und der FDP abziele: Wer sich aus Wahlkampfzwecken mit Nazis und religiösen Fundamentalisten verbündet, hat sich als freiheitlich-demokratische Partei absolut delegitimiert.


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#10
14.01.2014
21:05:39


(-1, 5 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #9 von myystery


>"Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der eigenen geschlechtlichen Identität und Orientierung auseinander mit dem Ziel, sich selbstbestimmt und reflektiert für ein ihrer Persönlichkeit und Lebensführung entsprechendes Berufsfeld zu entscheiden."

hä? was hat denn die sexuelle identität mit dem berufsfeld zu tun? schwule zum ballet, lesben in den frauenfußball, oder was?


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