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Gleichgeschlechtliche Paare schätzen die "Qualität ihrer Beziehung" höher ein als Heterosexuelle (Bild: Fernnando Dutra / flickr / by-sa 2.0)

Einer englischen Studie zufolge sind Menschen in gleichgeschlechtlichen Zweierbeziehungen grundsätzlich zufriedener mit ihrer Liaison als heterosexuelle Paare.

In Studien wurde bereits wiederholt nachgewiesen, dass Paare glücklicher als Singles sind. Jetzt kommt eine Untersuchung der größten europäischen Universität zu dem Ergebnis, dass Schwule und Lesben in Großbritannien in ihrer Beziehung signifikant mehr Zufriedenheit empfinden als vergleichbare heterosexuelle Paare. Forscher der Open University in Milton Keynes hatten dafür in einer quantitativen Studie 5.000 Menschen befragt. 50 von ihnen wurden zudem ausführlich interviewt.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass "lesbische, schwule, bisexuelle und queere" Teilnehmer die "Qualität ihrer Beziehung" höher bewerteten als verschiedengeschlechtliche Paare. "Heterosexuelle Eltern sind am wenigsten füreinander da", heißt es in der Studie weiter.

Homo-Paare: Probleme im öffentlichen Leben

Allerdings erfahren Homo-Paare im öffentlichen Raum weiterhin mehr Einschränkungen als Heterosexuelle. Viele dieser Paare, insbesondere jüngere, "sagen, dass sie in der Öffentlichkeit nicht Händchen halten würden aus Angst vor Repressionen".

Die Studie kommt ferner zu dem Ergebnis, dass kinderlose Paare in der Regel glücklicher sind als Eltern. Am wenigsten zufrieden mit ihrer Partnerschaft zeigen sich Mütter. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während für zwei Drittel der Frauen ihre fünf- bis neunjährigen Kinder die wichtigste Person im Leben ist, ist es für eine Mehrheit der Väter immer noch die Partnerin. Männer beklagen sich insbesondere, wenn sexuelle Aktivitäten aufgrund des Nachwuchses vernachlässigt werden würden.

Ferner zeigen sich die Befragten von Aufmerksamkeiten viel beeindruckter als von großen Liebesbekundungen: "Große romantische Gesten werden zwar geschätzt, aber sie helfen der Beziehung weniger, als dem Partner eine Tasse Tee ans Bett zu bringen oder zusammen fernzusehen", erklärte Co-Autorin Jacqui Gibb.

Um Beziehungen zu festigen, empfehlen die Wissenschaftler vor allem alltägliche Gesten: So sei die Nutzung von Worten wie "danke" wichtig für die Beziehung, ebenso wie Arbeitsteilung bei der Hausarbeit und lange Gespräche. Diese Tipps sind für hetero- und homosexuelle Paaren gleich. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 romantikAnonym
  • 15.01.2014, 17:01h
  • Das Vorhaben der Wissenschaftler der Princeton University, angeführt vom Ökonomen Angus Deaton, der der dortigen Wirtschaftswissenschaftsfakultät vorsteht, war ehrgeizig: Man wollte wissen, wer glücklicher ist, Eltern oder kinderlose Erwachsene......

    ......Allerdings gilt dies, wie die Untersuchung in anderen englischsprachigen Ländern zeigte, nur für ein bestimmtes Wohlstandsniveau, wo Kinder ohne Not geboren sind und aufwachsen und Eltern einem gewissen Hedonismus nachgehen können.

    www.heise.de/tp/blogs/10/155673
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#3 m123Anonym
  • 15.01.2014, 17:11h
  • Ich glaube eher nicht, dass gleichgeschlechtliche Paare wegen ihrer Gleichgeschlechtlichkeit im Durchschnitt glücklicher sind als verschiedengeschlechtliche Paare. Warum auch? Es gibt soviele Faktoren, die eine Rolle dabei spielen warum die Stichprobe der gleichgeschlechtlichen Paare in der Umfrage sich "glücklicher" gegeben hat als die Stichprobe der verschiedengeschlechtlichen Paare. Und ich glaube nicht, dass die Gleichgeschlechtlichkeit ansich der Grund ist.

    Mit Statistik kann man unglaublich viele Zusammenhänge verzerren, wenn man nicht vollständig alle kausalen Faktoren erfasst. Das beste Beispiel dafür, was ich immer nenne, ist die Behauptung, dass homosexuelle Männer wegen ihrer Homosexualität häufiger HIV-positiv sind als heterosexuelle Männer. Genauso wie behauptet wird der Faktor Gleichgeschlechtlichkeit führe zu mehr Glücklichsein wird ja auch behauptet der Faktor Schwulsein führe zu einem höheren HIV-Infektionsrisiko (und traurigerweise werden homosexuelle Männer deswegen immer noch pauschal von der Blutspende ausgeschlossen). Dabei ist bei letzterem eben gerade nicht das Schwulsein der kausale Faktor, der das höhere HIV-Infektionsrisiko begründen kann und auch nicht die Tatsache ob man als homosexueller Mann sexuell aktiv ist oder nicht, sondern der kausale Faktor ist das individuelle Risikoverhalten beim Sexualverkehr, d. h. ob man Safer Sex macht oder nicht. Man könnte ja ansonsten auch sagen, dass Mannsein ein höheres HIV-Infektionsrisiko darstellt als Frausein, denn den Zahlen nach sind wesentlich mehr Männer HIV-positiv als Frauen. Aber jeder weiß, dass das Geschlecht eines Menschen ganz bestimmt nicht der kausale Faktor für das HIV-Infektionsrisiko ist. Und ich verwette meinen Arsch darauf, dass es ähnlich auch bei der Studie zum Glücklichsein die falsche Schlussfolgerung ist zu behaupten, dass die Gleichgeschlechtlichkeit glücklicher macht. Wenn es überhaupt so ist, dass gleichgeschlechtliche Paare glücklicher sind als verschiedengeschlechtliche Paare, dann muss es dafür einen anderen kausalen Faktor geben als die Gleichgeschlechtlichkeit. Davon bin ich überzeugt.
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#4 MinkAnonym
  • 15.01.2014, 17:50h
  • .....und Schwule haben mehr Geld, reisen mehr, kaufen mehr, haben die besseren Parties, kennen die besseren Frauen, sind gepflegter und modisch überlegen.

    WAS FÜR EIN SCHWACHSINN!
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#5 TimonAnonym
  • 15.01.2014, 17:58h
  • Wenn man mal bedenkt, wieviel politischer, rechtlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Diskriminierung wir ausgesetzt sind...

    Wie glücklich wären wir erst, wenn wir in allen Bereichen voll gleichgestellt wären...
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#6 sperlingAnonym
  • 15.01.2014, 18:17h
  • Antwort auf #3 von m123
  • naja, es ist ja nicht so, dass schwule und lesbische beziehungen sich in gar nichts von heterobeziehungen unterscheiden. zum teil sind die unterschiede einfach nur statistisch, aber es gibt auch essentielle unterschiede.

    - homopaare haben statistisch gesehen viel seltener kinder und wenn, dann sind es aus naheliegenden gründen statistisch gesehen öfter wunschkinder. der stressfaktor kind fällt also weniger ins gewicht.

    - homopaare stehen unter einem geringeren druck, bei eskalierenden problemen trotzdem weiter zusammenzukleben, weil sie gesellschaftliche normen (beziehungen müssen monogam sein, eine trennung bzw. scheidung ist ein persönlicher makel oder gar verboten, man muss "wegen der kinder" zusammenbleiben) seltener so stark verinnerlicht haben. unglückliche homopaare trennen sich also leichter.

    - homopaare bestehen nicht aus zwei menschen unterschiedlicher gender. das mag sexistisch klingen, aber ich beobachte bei heteropaaren immer wieder, dass die verschiedengeschlechtlichkeit zu problemen führt, die es bei homopaaren nicht oder nur selten gibt, z.b. bizarre, oft auch unausgesprochene erwartungen an das rollenverhalten des_der jeweils anderen. das soziale geschlecht ist nämlich, wenn auch nur konstruiert, leider oft sehr STABIL.

    sicher hab ich noch einiges vergessen...
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#7 RobbyEhemaliges Profil
#8 JensAnonym
  • 15.01.2014, 21:53h
  • Antwort auf #6 von sperling

  • Das ist nicht sexistisch, das ist schon eine Tatsache.
    Männer und Frauen ticken einfach unterschiedlich. Nicht alle und es gibt von Person zu Person wichtigere Merkmale im alltäglichen Miteinander als das Geschlecht, aber die Unterschiede sind mehr als nur die körperlichen. Auch wenn man das ohne Puschalisierungen zu benutzen kaum begründen kann, aber ich versuche es mal:

    Man hört zwar häufig dass sich schwule Männer und Frauen im Wesen ähnlicher seien als schwule und heterosexuelle Männer, da man auf das gleiche Geschlecht steht, da ist aber wenig dran.
    Das man als Schwuler und heterosexuelle Frau zusammen auf das selbe Geschlecht steht, erleichtert höchstens den Austausch über Männer und die Tatsache das heterosexuelle Männer oft Berührungsängste haben, führt dazu das auch manch untuntiger Schwuler freundschaftlich gut oder besser mit Frauen kann.
    Im Beziehungs- und Sexualverhalten sind sich schwule und heterosexuelle Männer definitiv ähnlicher als zu Frauen.
    Zum Beispiel werden Pornographie und Prostitution überwiegend von Männern genutzt, sowohl von Heteros wie Schwulen.
    Klar gucken auch Frauen mal Pornos, aber wohl weniger als Mänber sonst wäre der Markt dafür nicht nur auf Männer ausgerichtet. Das ist nur ein Beispiel, auch sonst gibt es unterschiedliche Empfindungsfelder zwischen den Geschlechtern.
    Ich denke durch diese, wodurch auch immer bedingte ( es wird wohl ein Mix aus Sozialisation und Biologie sein) unterschiedliche Empfindung zwischen Männern und Frauen, ist es gleichgeschlechtlich einfacher seinen Partner zu verstehen.
    Manchmal hört man von Heterosexuellen, auch von glücklichen, den Spruch: Eigentlich passen Männer und Frauen nicht zusammen.
    Ich kann mir da gut vorstellen, dass homosexuelle Beziehungen im großen und ganzen entspannter ablaufen.
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#9 daVinci6667
  • 15.01.2014, 22:09h

  • Dieses Ergebnis wundert mich nicht.

    Erstens wissen wir es sehr zu schätzen überhaupt in einer schwulen Beziehung leben zu können, verheiratet oder verpartnert sein zu können, weil wir enorm viel Energie einsetzen mussten und in vielen Ländern auch noch müssen um dies überhaupt zu erreichen.

    Zweitens denke ich, gleich zu gleich gesellt sich eben einfacher als sich Gegensätze anziehen.

    Vielleicht ein blödes Beispiel aber schwule Männer brauchen sich z.B. nicht vor ihrem Partner zu schämen, falls der seine Pornos entdeckt oder ihn beim wichsen erwischt. Dann erfreut sich der Partner und macht meist gleich mit.

    Frauen hingegen können daraus ein riesiges Theater machen und denken gleich ihr Mann würde sie nicht mehr anziehend genug finden oder sie müsste jetzt eine neue Diät beginnen... Da gibts jede Menge Missverständnisse.
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#10 Fred i BKKAnonym
  • 16.01.2014, 04:00h
  • Antwort auf #9 von daVinci6667
  • Gleiches harmoniert besser ....
    kipp mal Oel in Wasser ..........

    der in Kneipen millionenfach gesagte Satz ,
    wenn Hetro_ Maenner unter sich sind.....

    VERSTEH EINER DIE FRAUEN ....!!!!

    Nur Steckerchen passt halt gut ins Doeschen...

    und Maenner wollen schnackseln....

    End of Satiere.....
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