Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20830

Mario Pescante glaubt, dass Politik und Sport nichts miteinander zu tun haben - und die Verfolgung Homosexueller Sportler daher nicht zu interessieren hat

Ein italienisches Mitglied des IOC kritisiert, dass es in der US-Delegation der Olympischen Winterspiele mehrere Homosexuelle gibt.

Der 75-jährige Sportfunktionär Mario Pescante, der seit 1994 dem Internationalen Olympischen Komitee angehört, hat am vergangenen Mittwoch in Mailand die homosexuellenfreundliche Sportpolitik der USA attackiert: "Es ist absurd, dass ein Land wie die USA vier offene Lesben nach Russland schickt, nur um zu demonstrieren, dass in ihrem Land Homosexuelle Rechte haben", sagte Pescante nach italienischen Medienberichten bei einem Treffen des italienischen Olympischen Komittees. "Die Spiele sollten kein Anlass oder Bühne sein, um Rechte zu bewerben, die der Sport täglich unterstützt", so Pescante, der seit 2001 für die konservative Partei von Silvio Berlusconi im italienischen Parlament sitzt.

Es ist unklar, warum Pescante von vier Lesben spricht: Bei der US-Delegation, die das Land bei der Eröffnungs- und Schlussfeier vertritt, sind mit Tennislegende Billie Jean King und Eishockeyspielerin Caitlin Cahow zwei Lesben nominiert worden. Außerdem nimmt der schwule Ex-Eiskunstläufer Brian Boitano teil. Der 50-Jährige hatte sich erst nach Bekanntgabe seiner Teilnahme als schwul geoutet (queer.de berichtete). Erstmals seit 2000 umfasst die amerikanische Delegation weder Präsident noch Vize-Präsident oder First Lady.

"Es wird immer etwas zu beklagen geben, egal, wo die Spiele stattfinden"

Das italienische Olympische Komitee hat die Äußerungen Pescantes weder bestätigt noch dementiert. Der 75-Jährige hat nach ersten Berichten allerdings gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA dementiert, dass er homophob sei: "Ich wollte nur deutlich machen, dass Politik nicht mit den Olympischen Spielen vermischt werden soll", sagte der Funktionär. "Es gab ja schon Boykotte – etwa wegen Bedenken über die Rechte von Aborigines in Australien oder das Tibet-Problem in China. Es ist genug! Es wird immer etwas zu beklagen geben, egal, wo die Spiele stattfinden". Pescante fuhr fort, dass es völlig ausreiche, wenn Journalisten während der Spiele über die Orte berichteten.

Erst vergangenen Monat hatten die lesbische Ex-Tennisspielerin Martina Navratilova und der schwule Basketballprofi Jason Collins das IOC kritisiert, weil die Organisation homosexuelle Sportler vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi nicht genug verteidige (queer.de berichtete). Die IOC-Führung hatte kurz zuvor versucht, durch ein Treffen mit LGBT-Aktivisten die Kritiker zu besänftigen (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 m123Anonym
  • 16.01.2014, 16:33h
  • "Es ist absurd, dass ein Land wie die USA vier offene Lesben nach Russland schickt"

    Man könnte auch sagen:

    "Es ist absurd, dass ein Land wie die USA vier bekennende Frauen nach Russland schickt"

    Oder:

    "Es ist absurd, dass ein Land wie die USA vier bekennende Menschen nach Russland schickt"

    Also im Grunde wollte der alte, geistig zurückgebliebene IOC-Opa doch nur sagen, dass er Lesben bzw. Frauen nicht als Menschen ansieht. Oder seh ich das falsch?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SmileyEhemaliges Profil
  • 16.01.2014, 16:44h
  • Der ehrenwerte Deputierte für den Wahlkreis Lazio 1 für die PdL/Forza Italia, ehemaliger Unterstaatssekretär des Ministeriums für Kulturgüter und kulturelle Angelegenheiten unter der Regierung Mario Bungabungaberlusconi, Präsident des Parlamentsausschusses für Angelegenheiten der EU, Lehrer für Sportrecht an der Freien Internationalen Universität für Sozialstudien in Rom, wegen einer Dopingaffäre zurückgetretener Generalsekretär des Italienischen Nationalen Olypmischen Kommittees, resozialisiert zum Vizepräsidenten des IOC.

    Nein, wie sollte ausgerechnet er auch nur eine entfernte Ahnung davon haben was Sport wohl mit Politik zu tun haben könnte.

    Oder mit Geld.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 gerade der OpiAnonym
  • 16.01.2014, 16:55h
  • Ist halt Italien! Dort haben Lesben und Schwule keine Rechte!
    Der Vatikan mischt halt dort - ist nahe dran - auch noch mit. (aber die EKD, kommt sicher gleich ein Kommentar.....)
    Besser es vögelt der Präsdent (Silvio B.) mit Minderjährigen als zwei Volljährige entscheiden sich für die gleichgeschlechtliche Liebe.
    Man glaubt gar nicht, daß Italien in Europa liegt.
    IOC sind sowiso nur korrupte Verbrecher.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 einmischenProfil
#6 wiesoAnonym
#7 daVinci6667
  • 16.01.2014, 17:31h

  • "Es wird immer etwas zu beklagen geben, egal, wo die Spiele stattfinden"

    Stimmt so nicht! Die Aborigines in Australien sind etwas weit hergeholt. Die dürfen anders als in Russland auch schwul sein ohne dass sie diskriminiert werden.

    In Neuseeland, Westeuropa oder Kanada sehe ich auch keine solchen Probleme, bei den USA halb halb.

    Spiele sollten ganz klar nur dorthin vergeben werden dürfen wo Demokratie herrscht und Menschenrechte geachtet werden. So schwer von Begriff kann einer doch nicht sein!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 LucaAnonym
  • 16.01.2014, 18:43h

  • Das IOC ist echt von Homophobie durchzogen. Kein Wunder, dass die kein Problem mit Russland haben...

    Ein weiterer Grund für einen Olympia-Boykott...
  • Antworten » | Direktlink »