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  • 20.01.2014           93      Teilen:   |

Digitale Nachbearbeitung

Falcon dreht ersten "safen" Bareback-Porno

Artikelbild
Die "California Dreamin'"-Darsteller tragen zwar Kondome, im Film wird das aber mit digitalen Tricks unkenntlich gemacht (Bild: Falcon Studios)

Bareback-Pornofilme verkaufen sich unter Schwulen besser als Produktionen, bei denen Kondome benutzt werden: Daher entfernt das US-Label Falcon in einem neuen Film mit digitaler Nachbearbeitung das Präservativ.

In Mainstream-Filmen aus Hollywood werden Photoshop und Co. immer gerne dazu genutzt, den Schambereich unkenntlich zu machen. Das Pornostudio Falcon geht nun den entgegengesetzten Weg: Im neu veröffentlichten Film "California Dreamin' 1" (Preis: 49,99 US-Dollar) geht es bei den acht Darstellern zwar wie gewohnt mit Kondomen zur Sache. In der Nachproduktion werden diese aber digital entfernt, so dass kaum ein Unterschied zu Bareback-Filmen zu sehen ist.

Zwar drehte Falcon in den 1970er und 80er Jahren dutzende Bareback-Filme, stellte aber wegen der Aids-Krise seine Produktion vollständig auf safen Sex um. Die alten Filme werden als "Pre-condom"-Klassiker weiterhin verkauft.

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Hommage an "Pre-Condom"-Ära

DVD-Cover
DVD-Cover

"California Dreamin' 1"-Regisseur Tony Dimarco erklärte, sein neuer Ansatz solle eine Hommage an die "Pre-Condom"-Ära sein. Daher sei der Film im Stile der alten kalifornischen Pornos gedreht worden: "Mit dem Film wollte ich die Essenz dieser Zeit einfangen, als das Leben unbeschwerter und spontaner zu sein schien. Mit diesem Konzept mussten wir natürlich auch das Thema Kondome ansprechen", so Dimarco.

Fast alle großen US-Pornostudios verzichten derzeit im schwulen Bereich auf Bareback-Filme, um das Risiko der Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu minimieren. Deshalb wird auch der Porno-Oscar, der sogenannte GayVN Award, nur an Produktionen verliehen, in denen Kondome genutzt wurden. Hintergrund ist, dass immer wieder Porno-Darsteller positiv auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten getestet worden sind.

Daher greift auch die Politik vermehrt in den Markt ein: So hat die Stadt Los Angeles – das Zentrum der amerikanischen Pornoindustrie – bereits 2012 verboten, Bareback-Filme innerhalb der Stadtgrenzen zu drehen (queer.de berichtete). Das führte zu einer Klage von Porno-Produzenten, die das Gesetz als verfassungswidrig bezeichnen, da es ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung einschränke (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr hat auch das Parlament von Kalifornien über ein umfassendes Bareback-Verbot in Produktionen m gesamten Bundesstaat beraten, allerdings bislang noch keine Entscheidung gefällt.

Viele US-Studios verlieren jedoch wegen ihres Bareback-Verzichts Marktanteile insbesondere an kleine US-Produktionsfirmen oder Konkurrenz aus Osteuropa, wo Kondome nur noch sehr selten in Pornofilmen genutzt werden. Auch in Europa ist latexfreier Film-Sex sehe gefragt: So erklärten 2012 bei einer britischen Umfrage 96 Prozent der Schwulen, Bareback-Filme zu konsumieren (queer.de berichtete).

Kritik von Aktivisten

Mehrere Aids- und Szene-Aktivisten kritisierten jedoch Falcon für den Schritt. So erklärte etwa das beliebte "Gay Porn Blog", dass Falcon mit dem Film "die falsche Botschaft" aussende, indem das Label Bareback-Sex verherrliche. "Diejenigen, die Bareback lieben, werden enttäuscht sein, weil es ja nur ein Trick ist. Und diejenigen, die naiv genug sind, die Nachbearbeitung nicht zu bemerken, werden sich wohl an Bareback-Pornos gewöhnen". (dk)

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Tags: pornos, bareback, falcon, san francisco
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Reaktionen zu "Falcon dreht ersten "safen" Bareback-Porno"


 93 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
20.01.2014
14:13:00


(0, 10 Votes)

Von m123


Ich schließe mich der Kritik an. Ein schlechtes Vorbild. Das wird zu mehr HIV- und AIDS-Fällen unter einigen von denjenigen führen, die Bareback-Sex bewusst oder unbewusst nachmachen, weil sie diese digital nachbearbeiteten Pornos gesehen haben. Und das ist einfach unverantwortlich, wenn man weiß, was diese Krankheit anrichten kann und wie extrem lästig es ist jeden Tag Unmengen an Tabletten schlucken zu müssen um nicht in naher Zukunft daran zu sterben. Und alles mal wieder nur, weil sich die Pornos so besser verkaufen, d. h. mal alles wieder nur wegen Geld. Geld gegen Gesundheit/Menschenleben, und Geld gewinnt. Was für eine kranke Welt. Unverantwortlich.

All diejenigen, die jetzt wegen meinem Kommentar wütend sind, rate ich doch mal die Hand eines sterbenden AIDS-Kranken zu halten, bei dem die Medikamente nicht mehr gewirkt haben. Hoffentlich ändert ihr dann eure Meinung.


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#2
20.01.2014
14:17:07


(+5, 7 Votes)

Von Nerd


ich find das stark!

ich mein ich bin absoluter verfechter von Safersex und betreibe das auch nicht anders.

zu meiner eigenen schande muss ich aber gestehn das wenn es um Pornos geht ich tatsächlich lieber BB Filmchen anschaue..... ich weiß das ist doppelmoralisch.

aber wenns nen weg gibt einen safe gedrehten film BB mäßig aussehn zu lassen ist das ne super Sache für den Konsumenten und auch die Darsteller.

Realistisch gesehn wird sichs aber leider wohl kaum durchsetzten weils einfach Zusatzkosten in der Produktion sind.... ;/


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#3
20.01.2014
14:23:03


(-1, 3 Votes)
 
#4
20.01.2014
14:42:31


(+7, 7 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von m123


"All diejenigen, die jetzt wegen meinem Kommentar wütend sind, rate ich doch mal die Hand eines sterbenden AIDS-Kranken zu halten, bei dem die Medikamente nicht mehr gewirkt haben."

Sehr wahr. Kondompflicht beim Pornodreh ist genauso wichtig wie Helmpflicht auf dem Bau. Beides sollte absolut und gesetzlich verbindlich sein. Weil das Leben eines Pornodarstellers (oder einer Darstellerin) genauso wertvoll ist wie das eines Bauarbeiters.

Ob man den Schutz aber nun unbedingt sehen muss, das ist für mich eher eine Frage der Kunstfreiheit.


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#5
20.01.2014
14:50:44


(0, 8 Votes)

Von porokusi
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Durch Bareback-Pornos fängt sicherlich niemand an, ohne gummi zu ficken. Jemand der so ungefestigt in seinem Sexualverhalten ist, lässt sie früher oder später sowieso weg. Wenn überhaupt geht es um die Gesundheit der Darsteller. Da wird man vielen auch erklären müssen warum sie im Film ein Gummi verwenden sollen, wenn sie ansonsten drauf verzichten. Man sollte einfach davon ausgehen, dass die meisten Darsteller in bareback-Pornos HIV+ sind, und sich somit auch nicht gegenseitig mit HIV infizieren können. Verkauft sich aber nicht mehr so gut wenn man das draufschreibt.

Bareback-Pornos sind für die HIV-Prävention sicherlich weniger problematisch, als Leute wie du, die weiter Angst und Schrecken vor der HIV-Infektion verbreiten. Es ist eine chronische Krankheit die gut behandelbar ist, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert wird. Die Angst die du verbreitest hält Menschen nur vom Test ab, aus Angst vor nem positiven Ergebnis. Heutige Therapien kommen mit wenigen Tabletten aus die ein bis zwei mal am Tag eingenommen werden müssen und wenige Nebenwirkungen haben. Mittlerweile gibt es auch bei auftretenden Resistenzen ausreichende Therapiealternativen.


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#6
20.01.2014
15:16:27


(+2, 4 Votes)

Von mackiX


Diese Kritik ist totaler Quatsch. Menschen sind in der Lage zwischen ihrem realen Leben und der Fiktion zu unterscheiden. Anstatt moralisch bevormundet zu werden, sollten sie zugang zur Bildung haben. Dieses Thema sollte auf dem Wege der (allgemeinen) Bildung geklärt werden. Dann kann jeder entscheiden, ob er diese Praxis nur bei der Fiktion und Phantasie belassen und genießen möchte, oder ob er sie als eigene übernimmt.

Würde man dieser Logik der Kondompflicht konsequent folgen, müsste man lange davor zunächst alle aggressiven, blutigen Szenen die etwas mit Verletzung oder Mord zu tun haben aus allen anderen Filmen und auch der Literatur und jeder anderen Form der Fiktion verbannen und durch (moralisch) "verantwortliche" ersetzen.

Das ist totaler Blödsinn. Man könnte dabei um einen internalisierten (verinnerlichen) Kontrollwahn sprechen, so wie das Facebook & Co. machen und bestimmte Inhalte zensieren, obwohl sie an sich nichts illegales darstellen. Nun scheint leider eine Menge von Menschen das (unbewusst) aus demselben unreflektieren Grund, der Angst, auf andere Ebenen zu übertragen und plädieren nun für die Zensur der Fiktion und Phantasie. Von aufgeklärten Menschen und selbstbestimmtem Leben kann man dabei nicht mehr reden.

Anstatt Zensur, bessere verpflichtende allgemeine Bildung und Aufklärung und Freiheit der Entscheidung bitte!


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#7
20.01.2014
15:17:41


(-1, 9 Votes)

Von m123


Wenn man an die schwulen Pornodarsteller denkt, die, auch nachdem Sex ohne Kondom als Ursache für HIV-Übertragung bekannt war, ohne Kondom Pornoszenen gedreht haben, HIV-positiv wurden und starben, dann ist das doch ein unendlich hoher Preis für den Unterschied zwischen Sex ohne Kondom und Sex mit Kondom. Und wenn man dann noch an all die Schwulen denkt, die die Bareback-Szenen zum Vorbild für ihr eigenes Sexualleben genommen haben und letztlich an AIDS gestorben sind, dann gibt es keine Rechtfertigung mehr für eine Erlaubnis von Pornos ohne Kondom. Soviele Menschen sind nur deswegen gestorben.

Man sollte auf keinen Fall blind jemandem vertrauen, der sagt er wäre HIV-negativ bzw. hätte bisher nur Sex mit Kondom gehabt. Daher: IMMER ein Kondom verwenden. Stellt euch vor was passiert, wenn beim Sex ohne Kondom tatsächlich der HI-Virus tatsächlich auf euch übertragen wird, sich in euch ausbreitet ohne dass ihr es zunächst bemerkt, und einige Zeit später AIDS bei euch "überraschend" ausbricht und es dann schon zu spät ist. Dann ist euer Leben ruckzuck endgültig zuende und ihr werdet sterben. Ihr verliert dann plötzlich euer ganzes restliches Leben, was noch hätte so schön werden können. Und alles nur deswegen, weil ihr ein Mal beim Sex aus purem Leichtsinn auf's Kondom verzichtet habt. Glaubt nicht, dass die HI-Viren sich denken "Ach, du bist so nett, wir übertragen uns einfach nicht auf dich". Darauf werden die HI-Viren keine Rücksicht nehmen. Vielmehr freuen sich die HI-Viren, wenn da kein Gummi zwischen dir und deinem Sexualpartner ist, weil sie dann dich als neuen Wirt befallen können. Und dann könntet ihr, wenn ihr weiterhin Sex ohne Kondom habt, auch noch andere Menschen, die ebenfalls leichtsinnig sind, damit anstecken, und deren Leben ganz schnell beenden.


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#8
20.01.2014
15:30:35


(+6, 8 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #7 von m123


Wäre noch zu ergänzen:

Jeder Schwule weniger ist ein Geschenk an Kauder und Kuby!

Wollen wir das wirklich?


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#9
20.01.2014
15:32:00
Via Handy


(0, 8 Votes)

Von So What
Antwort zu Kommentar #7 von m123


Ich will hier nicht bareback die Tür bereiten, mit dem Hinweis Kondome zu benutzen und sich nicht auf Nachfragen zu verlassen, hast Du schon recht.

ABER: Die Konsequenzen, die Du einer HIV Infektion zuschreibst, sind doch bei weitem überholt. Natürlich ist eine Infektion nichts Schönes, aber unter Therapie sind die Prognosen zur Lebenserwartung mittlerweile da ziemlich normal. Die für das Rauchen sehen schlimmer aus. Ich würde mal behaupten, dass die mittlerweile doch sehr übertriebenen Bilder, die Du da malst, erheblich zur immer noch vorhandenem Diskriminierung HIV Positiver beitragen.

Bring Dich doch bitte mal auf den aktuellen Stand.


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#10
20.01.2014
15:35:25


(+1, 7 Votes)

Von porokusi
Antwort zu Kommentar #7 von m123


Man muss nicht auf AIDS warten. Hast schon mal was von nem HIV-Test gehört? Ab einem bestimmten Alter geht es nicht drum Leute davon zu überzeugen Gummis zu nehmen. Wer sich mit Mitte 20 dazu entschieden hat, auf Kondome zu verzichten, den wird man mit keiner Kondom-Kampagne mehr erreichen. Wichtig ist dann, dass er sich regelmäßig testen lässt, um rechtzeitig mit einer Therapie zu beginnen, sobald er sich mit dem HI-Virus infiziert hat. Diesen Menschen Angst vor einer HIV-Infektion zu machen oder sie zu kriminalisieren ist absolut kontraproduktiv.

Es wird immer Leute geben die ohne Gummi ficken egal ob das in Filmen vorgemacht wird oder nicht und egal ob du das missbilligst oder nicht.


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