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  • 20.01.2014           12      Teilen:   |

Homo-Paare protestieren

Israel verweigert Leihmütter-Kindern Einreise

Artikelbild
Ein schwules Paar aus Israel möchte sein Baby nach Hause bringen

Mehrere Dutzend Babys von schwulen israelischen Paaren stecken derzeit in Thailand fest.

In Israel formiert sich Protest dagegen, dass von Leihmüttern ausgetragene Kinder von homosexuellen Paaren die Einreise verweigert wurde. Eine Interessengruppe namens "Helfen Sie uns, die Kinder nach Hause zu bringen" hat daher für diese Woche Protestaktionen in Israel angekündigt. Dabei sind mehrere Protestaktion vor dem Haus des Innenministers sowie eine Großkundgebung am Donnerstag in Tel Aviv gelant.

Nach Angaben der Gruppe hat das israelische Innenministerium 65 Leihmütter-Babys, die kürzlich geboren worden sind oder in Kürze geboren werden, keine Einreiseerlaubnis erteilt. Dadurch steckten die Kinder in einer rechtlichen Grauzone und hätten beispielsweise keine ausreichende Gesundheitsversorgung.

Grund für die Haltung Israels ist, dass nach thailändischem Recht Kinder, die von einer thailändischen Frau zur Welt gebracht worden sind, automatisch die thailändische Staatsbürgerschaft erhalten. Damit, so argumentiert Israel, seien viele bürokratische Hürden für eine Einreise notwendig, etwa ein Vaterschaftstest. In Thailand gibt es derzeit allerdings keine Gesetze, die Leihmutterschaften betreffen. Daher hat die israelische Regierung angekündigt, mit Thailand über die zukünftige Vorgehensweise zu verhandeln.

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Schwuler Knesset-Abgeordneter kritisiert Regierung

Knesset-Abgeordneter Nitzan Horowitz - Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr / cc by-sa 2.0
Knesset-Abgeordneter Nitzan Horowitz (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr / cc by-sa 2.0)

Der schwule Knesset-Abgeordnete Nitzan Horowitz von der sozialdemokratischen Meretz-Partei hat die Behörden für die Verweigerung der Einreiseerlaubnis kritisiert. Es gebe "keinen Grund" dafür, weil "die Bürger vieler anderer Länder bei diesem Prozess keine Probleme haben", so Horowitz gegenüber der "Times of Israel".

Bei Leihmutterschaften trägt eine Frau für eine andere Familie ein Kind aus. Dabei wird der Frau entweder ein Embryo eingepflanzt oder das Sperma. Die rechtliche Situation ist dabei aber unübersichtlich: In der EU sind etwa Leihmutterschaften in Großbritannien oder den Niederlanden erlaubt. Dagegen verbietet eine Mehrzahl der Mitgliedsstaaten die Leihmutterschaft, darunter auch Deutschland, Österreich und Frankreich.

In den USA ist Leihmutterschaft gerade bei Regenbogenfamilien dagegen weit verbreitet: Erst 2012 hat Kalifornien ein Gesetz erlassen, wonach gleichgeschlechtlichen Eltern bei Leihmutterschaften nicht gegenüber Heterosexuellen benachteiligt werden dürfen. Gerade europäische Kunden bevorzugen jedoch Länder wie Indien oder Thailand, da die Dienstleistung dort weit preisgünstiger ist. (dk)

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Tags: regenogenfamilien, israel, leihmutterschaft, thailand
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 Israel
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Reaktionen zu "Israel verweigert Leihmütter-Kindern Einreise"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
20.01.2014
16:29:45
Via Handy


(+2, 6 Votes)

Von Alex


Wie groß muss der Homohass sein, man sogar dutzende Babys in Thailand festsetzt um Schwulen und Lesben schaden zu können.


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#2
20.01.2014
16:59:17


(+1, 5 Votes)

Von Timm Johannes


Das Thema "Leihmutterschaft" muss mehr in den Vordergrund der LGBT-Forderungen in Deutschland !!!

In diesem Jahr wird in Deutschland das Thema "Adoptionsrecht" aufgrund des nunmehr kommenden Urteils aus Karlsruhe zum Vorteil homosexueller Paare ausgehen.

ABER weiterhin ist aufgrund des Verbots der ärztlichen Hilfe (künstliche Befruchtung) in Fällen von Leihmutterschaft im Embyronenschutzgesetz und der Tatsache, das auch in Deutschland das Kind der biologischen Mutter zugeordnet wird, eine dringende Reform des Leihmutterschaftsrechts erforderlich. (Paragraf 1 Absatz 1 Nr. 7 Embryonenschutzgesetz)

*
Link zu www.gesetze-im-internet.de

Es ist ein Skandal, dass deutschen Bürgern (sowohl heterosexuellen als auch homosexuellen Menschen) der Zugang zur Leihmutterschaft mit ärztlicher Hilfe verboten ist.


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#3
20.01.2014
17:04:26


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #2 von Timm Johannes


Die Grenze bei diese Frage verläuft aber nicht zwischen den Gendern, sondern zwischen Menschenrecht und Verbrechen. Und Menschenhandel ist ein Verbrechen.


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#4
20.01.2014
17:14:41


(+2, 6 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Timm Johannes


Leihmutterschaft sollte nur als Freundschaftsdienst erlaubt sein.

Ansonsten handelt es sich bei der kommerziellen Leihmutterschaft um eine entfremdende Inanspruchnahme des weiblichen Körpers, die ethisch nicht vertretbar ist.


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#5
20.01.2014
17:25:39


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Als ob die Thais keine anderen Sorgen hätten:

Link zu www.zeit.de

Chaostage in Bangcock!


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#6
20.01.2014
17:44:50


(+3, 3 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #3 von reiserobby


@reiserobby
Natürlich sollte kein Menschenhandel erfolgen, sondern Leihmutterschaften sollten nur auf freiwilliger Basis erfolgen.

Keine Frau kann gezwungen werden, ein Kind als Leihmutter gegen ihren Willen auszutragen. Bei Freundschaftsdiensten ist dies immer richtig.

-----------
Die Frage ist nur, ob Leihmutterschaften auch (!) gegen Geld erfolgen dürfen und das ist eine Frage, die verschieden beurteilt wird.

Ich persönlich bin der Meinung, dass die jeweilige Frau, die dafür Geld haben will, diese Entscheidung letztlich freiwillig trifft. Sie muss es nicht machen und kann es auch ablehnen, aber wenn sie dafür Geld haben möchte, ist es Ihr Recht, dies zu fordern.

Im übrigen kann dies für Leihmütter gerade in Drittweltstaaten eine ganz massive finanzielle Hilfe in ihrem eigenem Leben sein. Leihmütter in Thailand, Kambodscha oder in Indien erhalten viel Geld für das Austragen eines Kindes, das Sie sonst NIE in ihrem Leben bekommen würden. Von dem Geld können Sie viele Jahre leben und ihre anderen Kindern oftmals ein besseres Leben ermöglichen.

Daher so ganz einfach, kommerzielle Leihmutterschaft abzulehnen, ist falsch.

Vielmehr muss sichergestellt sein, dass das Geld auch 1 zu 1 bei der jeweiligen Mutter im Entwicklungsland auch ankommt und nicht von dubiosen Vermittlern "eingesackt" wird.

Daher ich bin nicht generell gegen kommerzielle Leihmutterschaft: WICHTIG ist nur dabei, dass die gezahlten Gelder bei der Leihmutter ankommen und bei niemandem sonst.


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#7
20.01.2014
18:20:22


(+1, 3 Votes)

Von Gangbangcocks
Antwort zu Kommentar #5 von FoXXXyness


OoU!

Most of the currently serving two star generals and higher level officers are graduates of the Armed Forces Preparatory School and the Chulachomklao Royal Military Academy (Thailand's West Point) or another service academy equivalent. (While only 15% of all new officers each year hail from the Prep School-Military Academy system, fully 80% of all officers selected for promotion to the two star or higher level are products of this system.)
[...]
It is unclear how many more pro-Thaksin officers in the rank and file are masquerading as pro-royalists. To be sure, there has been factionalism in the military before but it was usually defined by one academy class against another. The current trend toward splits within classes is new and more unpredictable.

Link zu www.atimes.com


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#8
20.01.2014
19:23:03


(0, 2 Votes)

Von Sveni Mausi


Komisch, dass beim weiblichen Körper immer gleich alle (auch Schwule, Lesben, Trans*) Menschenhandel assoziieren??
Wieso?
Sei es Prostitution, Eizellenspende oder eben Leihmutterschaft.
Menschenhandel gibt es noch in tausend anderen Zusammenhängen und derzeit wehren sich hunderte Frauen gegen Alice Schwarzer als Opfer und nicht-zurechnungsfähig behandelt zu werden, nur weil sie als Huren arbeiten.
Bei der Samenspende redet doch komischerweise auch keiner von Menschenhandel.

Viele Menschen sind gezwungen, Tätigkeiten auszuführen, die sie nicht machen wollen. Andere aber erledigen diese Tätigkeiten sehr gerne.
Nur beim Bedingungslosen Grundeinkommen könnten wir uns da wirklich sicher sein.
Haben wir aber nicht, d.h. wir leben immer mit einer gewissen Unsicherheit in diesem Bereich. (Im Bereich der Elektronik und Klamotten wissen wir aber sicher, dass dort massenhaft Menschen ausgebeutet werden, scheinbar aber kein Problem)

Für viel wichtiger halte ich die Frage, wie man mit dem Entstehen des Kindes umgeht, was sagt man ihm, wenn es größer wird? Hat es eine Chance den spendenden Elternteil (Eizelle nicht zwingend Leihmutter) kennen zu lernen?
Will man es da auch noch komplizierter machen und eine "völlig fremde" (die Leihmutter) mit ins Spiel zu bringen?

Ich finde, es ist eine sehr schwere Entscheidung, die jeder für sich treffen muss (möchte ich Leihmutter sein, möchte ich Samenspender sein, möchte ich Eizellenspenderin sein, möchte ich Samenspenden nutzen, möchte ich Eizellenselnde nutzen, möchte ich eine Leihmutter beschäftigen).

Der Fokus sollte meiner Meinung nach immer auf den Beteiligten Menschen (inklusive man selbst) liegen.


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#9
20.01.2014
19:33:31


(+2, 2 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #4 von goddamn liberal


>"Ansonsten handelt es sich bei der kommerziellen Leihmutterschaft um eine entfremdende Inanspruchnahme des weiblichen Körpers, die ethisch nicht vertretbar ist."

ein kompliziertes thema. ich würde das nicht mal so pauschal festlegen. wenn eine frau das freiwillig tut und dafür gut bezahlt wird, dann hätte ich gar nicht unbedingt so große bedenken.

aber: dass sich alle leihmütter in indien oder thailand wirklich aus freier überzeugung für diese "arbeit" melden, dafür alle angemessen bezahlt und auch immer medizinisch angemessen betreut werden, das muss doch ernsthaft bezweifelt werden. es gehört nicht viel fantasie dazu, sich vorzustellen, welche unethischen konsequenzen die ausweitung dieses "geschäftsmodells" in vielen ländern haben wird.


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#10
20.01.2014
19:59:08


(+3, 3 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #8 von Sveni Mausi


>"Viele Menschen sind gezwungen, Tätigkeiten auszuführen, die sie nicht machen wollen. Andere aber erledigen diese Tätigkeiten sehr gerne."

das argument an sich lasse ich gerne gelten. die fragwürdige "freiwilligkeit" betrifft nahezu alle bereiche der lohnarbeit.

aber es ist ja doch ein unterschied, ob man einen toaster zusammenschraubt oder ein baby austrägt, oder? es geht hier nicht nur um emotionale aspekte, sondern z.b. auch um ein vergleichsweise sehr hohes gesundheitliches risiko.


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