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  • 20.01.2014           99      Teilen:   |

Streit um Vergnügungssteuer

Kölner Grüne verteidigen Darkrooms

Artikelbild
Wenn es nach der Stadt Köln geht, könnte der Prosecco in bestimmten schwulen Einrichtungen teurer werden (Bild: dk)

Für die Kölner Grünen sind Saunen und Darkrooms Teil der "lebendigen schwulen Szene" der Domstadt und sollen daher nicht mit einer kommunalen Sondersteuer belastet werden.

Die in Köln mitregierenden Grünen haben Presseberichte zurückgewiesen, wonach die Verwaltung auch schwule Bars mit Darkroom und Saunen mit der sogenannten Vergnügungssteuer belasten will. Die kommunale Steuer wird derzeit bei Bordellen oder Swinger-Clubs erhoben. Dem treten die Grünen jetzt entgegen: "Uns ist wichtig, dass die lebendige schwule Szene Kölns nicht über das Baurecht Schaden nimmt. Schwule Kneipen und Saunen gehören integral zum Stadtleben Kölns dazu und tragen zum positiven Profil unserer toleranten und vielfältigen Stadt bei", erklärt Andreas Wolter, Vorstandsmitglied der grünen Ratsfraktion und Sprecher für LGBT-Politik in einer Pressemitteilung vom Freitag.

Nach Ansicht der Fraktion unterscheiden sich Darkrooms oder Schwulensaunen von Einrichtungen wie Swinger-Clubs oder Bordells. So gebe es in Bars mit Darkroom marktübliche Getränkepreise oder sie verlangten einen Mindestverzehr, für den eine entsprechende gastronomische Leistung erbracht werde. Der Eintrittspreis schwuler Saunen entsprächen dem Gegenwert des Saunierens und seien daher mit nichtschwulen Saunen vergleichbar.

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Darkrooms sind Teil schwuler Kultur

Außerdem würden in diesen Einrichtungen wie Schwulensaunen grundsätzlich keine Prostitution stattfinden. Einlasskontrollen oder Darkrooms sind nach Ansicht der Grünen kein Indiz für Vergnügungsstätten, sondern haben sich als Teil schwuler Kultur aus den noch nicht so fernen Zeiten von Diskriminierung und Verfolgung entwickelt. "Die schwule Szene ist genauso bunt und vielfältig wie die Mehrheitsgesellschaft. Darkrooms gehören für einen Teil der schwulen Männer zu ihrer Kultur", so Andreas Wolter.

Anfang Januar hatten der Lesben- und Schwulenverband und Kölner Wirte davor gewarnt, dass die klamme Stadtverwaltung offenbar plane, Einrichtungen für Schwule gezielt mit der Vergnügungssteuer zu belasten. Dem Kölner "Express" sagte der Kölner LSVD-Vorstand Marco Malavasi: "Die Leute gehen dort freiwillig rein, das hat nichts mit Prostitution zu tun". Er verurteilte die "Doppelmoral" von Politikern, die am CSD Werbung in eigener Sache machten, aber schwule Einrichtungen danach in die Schmuddelecke stellten.

In anderen Städten führte die Sonderbesteuerung von schwulen Betrieben bereits zur Einschränkung der Angebote (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: sauna, köln, grüne, vergnügungssteuer
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Reaktionen zu "Kölner Grüne verteidigen Darkrooms"


 99 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
20.01.2014
17:23:37


(-1, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Man kann es mit den Sonderabgaben auch maßlos übertreiben!


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#2
20.01.2014
17:41:01


(-9, 13 Votes)

Von Itcheb


Mit welchem Recht muss ein (Hetero)Bordell oder Swingerclub diese Steuer bezahlen, das Gleiche in schwul aber nicht??? Ein Swingerclub gehört genauso zur "Kultur" der Heteros wie eine Schwule Sauna oder Darkroom. Von der Zielsetzung gibt es Null Unterschied!

Gleiches Recht für alle oder keine Steuer für niemanden. Wir Schwule sind nicht besser als Heteros und sollten das Gekreische nach Sonderrechten mal überdenken. Noch nicht mal gleichberechtigt, aber schon nach Sonderlocken schreien. Mal wieder das Opfer spielen .....


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#3
20.01.2014
18:24:32
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von Warencharakter
Antwort zu Kommentar #2 von Itcheb


Der Unterschied, in schwulen Clubs findet keine Prostitution statt oder zumindest nicht so massenwarenhaft.


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#4
20.01.2014
18:35:35
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Itcheb


Wenn gemischte Heterosaunen diese Steuer nicht zahlen, warum sollten dann schwule Saunen dies müssen?

Natürlich finden sich dann oft zwei zusammen welche sich anschliessend vergnügen. Das ist aber nicht garantiert und geschieht mit Sicherheit auch bei den Heten.

Ein Puff ist da schon was ganz anderes. Jeder kommt dort zum Schuss sofern er bezahlt und einen hoch kriegt.

Jetzt verstanden?


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#5
20.01.2014
18:58:30


(-10, 14 Votes)

Von Robin


Also bei allem Verständnis für Darkrooms, Sexsauen, Pornokinos, etc. (habe ich auch schon alles besucht), aber Steuern, die für andere Lokalitäten auch gelten, damit abzulehnen, indem man das als "schwule Kultur" bezeichnet, ist echt lächerlich und peinlich.

Dann muss man auch Swingerclubs, Bordelle, etc. als Teil von Heterokultur steuerlich besserstellen.

Das ist einfach nur der populistische Versuch, sich bei Schwulen anzubiedern. Wie tief werden die Kölner Grünen noch sinken?!


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#6
20.01.2014
19:06:28


(+9, 9 Votes)

Von probondage
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.07.2008


Nur zur Info: In Dortmund gibt es diese Steuer bereits seit einigen Jahren. Erst vor ein paar Monaten wurde die Jumbo Sauna hier in Dortmund zur Nachzahlung von 50.000 Euro verdonnert!

Ich habe schon damals geschrieben, diese Steuer tötet unsere Szene und genauso ist es gekommen. Unser Vereinslokal in der Sauna haben wir verloren, und das Boots in Dortmund hat auch bereits dicht gemacht.

Daher liebe Kölner, kämpft um eure Szene. Wir haben diesen Kampf hier in Dortmund verloren.


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#7
20.01.2014
19:33:36


(+9, 9 Votes)

Von probondage
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.07.2008
Antwort zu Kommentar #5 von Robin


Jau, und bei deinen Besuchen in Darkrooms oder Sexsauen hast du für Sex mit den Kerlen gezahlt, stimmst? Dann muss du aber schön blöd sein. Nein, Spaß beiseite, das Thema ist ernst. Du kannst schwulen Kerlen für Sex nix extra abnehmen, dann gehen die nämlich auf den nächsten Parkplatz. Um die Sexsteuer zahlen zu können, die übrigens nach Öffnungstagen!!! und nach Quadratmetern abrechnet wird zahlen zu können, müsste man dies komplett auf den Eintritt umlegen, wer kommt denn dann noch? Wer kann sich das leisten?


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#8
20.01.2014
20:40:51


(+7, 7 Votes)

Von Moment
Antwort zu Kommentar #5 von Robin


Wie schon jemand schrieb, du kannst Bordelle, in dem nur ein Geschlecht dafür bezahlt mit dem jewels anderen Geschlecht Sex zu haben nicht mit schwuler Kultur vergleichen!

Eine schwule Sauna ist vergleichbar mit einer gemischten Heterosauna. Auch wenn es in ersterer oft zum Sex kommt, ist die schwule Sauna immer noch eine Sauna und auch zum saunen da.
Eine schwule Kneipe ist mit einer "Hetero"kneipe vergelichbar, in der junge Leute zum feiern hingehen. Auch in Heterokneipen und Discos gibt es übgrigens Heteros die zum Sex auf die Toilette gehen etc. Trotzdem wird da keine Steuer dafür erhoben.

Dem gegenüber stehen die reinen,ausschließlich nur für zu bezahlende sexuelle Kontakte gemachten Lokalitäten:

Bordelle sind Vergleichbar mit reinen Strichertreffpunkten, also wo es nur um Sex geht. Und in Bordelle geht man auschließlich um Sex zu haben. Die "House of Boys"- Bordelle, die es hier wenig gibt, sind z.B. davon betroffen.
In der Mehrzahl betrifft es natürlich Heterobetriebe, weil Bordelle weitgehend ein Heterophänomen sind.
Können wir ja auch nichts dazu, dass die Heteromänner so schwer ohne zu bezahlen Sex finden.

Das Stichwort ist also kommerzielle Prostitution. Und sämtliche Lokalitäten in denen sich Schwule treffen in diese Ecke zu stellen ist diskriminierent!
Denn alle normalen Heterokneipen sind auch nicht von dieser Steuer betroffen, sondern nur jene wo es primär um Prostitution geht.

Eine schwule Kneipe muss so behandelt werden wie eine normale "Hetero"kneipe und nicht wie ein Bordell!


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#9
20.01.2014
20:43:45


(+5, 7 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #7 von probondage


In Hetero-Swingerclubs zahlt man auch nur den Eintritt...


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#10
20.01.2014
21:07:55


(+7, 9 Votes)

Von Zeitfenster


Wie dumm muss man sein, um nicht zu erkennen, dass es bei dieser Steuer nicht um die klammen Kassen einer Kommune geht, sondern ein ordnungspolitisches Instrument quasi durch die Hintertür eingeführt wird.

Wo immer die Städte eine sog. "Sexsteuer" einführen, geht es in Wahrheit darum, das sexuelle Agieren bestimmter Gruppen zu reglementieren. Eine vermeintliche Stadtelite möchte nicht, dass es in ihrer Kommune zu heftig getrieben wird. Mit der Einführung der Steuer ist die Hoffnung verbunden, dass diese Läden dann schließen müssen und weniger sexuelles Treiben stattfindet. Gerade am Beispiel von Dortmund wurde das sehr offensichtlich. Zwei Aspekte muss man dazu genauer betrachten:
In Dortmund wurde die Steuer ganz offiziell auch damit begründet, dass der ausufernden Prostitution Einhalt geboten werden soll. Warum aber werden dann auch Betriebe besteuert, wo gar keine Prostitution stattfindet?
Die Steuer ist für einen Teil der Betriebe so hoch, dass sie gar nicht erwirtschaftet werden kann. Die Betriebsschließung wird damit unausweichlich. Welchen Sinn macht es, wenn ich mir als Stadt eine Geldquelle erschließen will, wenn die Erhebung zur Schließung führt und die Quelle versiegt?

Bei der Sexsteuer geht es um eine rigide Ordnungspolitik, das ist ein Rollback in Sachen Sexualität und entpricht dem konservativen Zeitgeist. Das scheint nun auch in Köln angekommen zu sein. Wundern tut mich das nicht, denn auch die Szene ist dort längst verbürgerlicht und piefig geworden. Fickschuppen war früher, heute gründen die Tucken dort einen Schützenverein und feiern Hochamt vor dem Schützenfest.

Deshalb finde ich die Haltung der Grünen bemerkenswert. Ich hoffe, sie können den Bödsinn auch verhindern.

Wenn die Läden dicht machen, die Männern auch Gelegenheit zur sexuellen Begegnung bieten, dann wird kein Schwein mehr nach Köln fahren und der Ruf als "deutsches Homolulu" wäre um so mehr dahin. Für ein schwules Schützenfest mit kath. Messe fährt keiner von auswärts nach Köln. Für's Ficken im Station2B allerdings schon.

Was die Sexsteuer und die damit verbundene Diskussion anrichtet, kann man am Beispiel von Dortmund sehen. Die Szene ist insgesamt so gut wie tot. Früher war Dortmund mal eine Hochburg für die ganze Region im westlichen Westfalen.

Wenn das liberale Klima einer Großstadt verloren geht, dann geht auch die Attraktivität flöten.


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