Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?2086

In keiner anderen Metropole gibt es so viele schwule Saunen wie in der thailändischen Hauptstadt. Queer.de stellt die wichtigsten vor.

Von Micha Schulze

Bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von über dreißig Grad im Schatten braucht man in Bangkok eigentlich keine Sauna, um ins Schwitzen zu kommen. Dennoch dürfte es keine andere Metropole auf der Welt geben, die so viele schwule Saunen zählt wie die thailändische Hauptstadt. Über zwanzig einschlägige Schwitzbäder sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt – und das, obwohl es nur sehr wenige Thais länger als fünf Minuten in einer auf 90 Grad aufgeheizten Trockensauna aushalten… Wir stellen die wichtigsten schwulen Saunen in Bangkok vor.

Babylon
"Dai puchai gie khon?” (Wie viele Männer hattest Du?), ist eine beliebte Frage am Ausgang. Doch nicht (nur) wegen der sexuellen Möglichkeiten ist die riesige Babylon-Sauna der schönste schwule Schwitztempel der Welt. Für etwa fünf Euro Eintritt gibt’s Luxus pur: viel Marmor, eine eigenwillige Architektur, ein riesiger Außenpool mit Liegestühlen und Life-Jazz im Restaurant. Für den Besuch der Babylon sollte man einen ganzen Tag einplanen - für Abwechslung zwischen dem Cruising sorgen Massagen, Internet-Terminals, ein Fitnessstudio, Videos im Coffeeshop oder ein Besuch beim Friseur. Zu den regelmäßigen Schaumpartys kommen fast 1.000 Besucher. In keiner anderen Sauna in Bangkok trifft man so viele (andere) Farangs, doch meistens sind Asiaten noch immer in der Mehrzahl.
34 Soi Nanta, South Sathorn Soi 1, U-Bhf. Lumpini, Tel. (02) 67 97 98 45, tgl. 12-23.30 Uhr, Eintritt: 220 Baht (Fr + Sa 250 Baht), www.babylonbkk.com

Stud
Die neue Stud-Sauna neben dem Malaysia Hotel hat es schwer: Sie liegt nur fünf Gehminuten von der Babylon entfernt und kann weder im Service noch in der Ausstattung mit der großen Schwester mithalten. Der günstigere Eintrittspreis und Gratis-Whiskey plus ein Buffet täglich von 20 bis 23 Uhr locken jedoch viele Thais an, die in der Silom/Sathorn-Gegend arbeiten und nach dem Job entspannen wollen – Hengste wie Stuten gleichermaßen. Das Cruisingareal ist vergleichsweise groß, sauber und komfortabel, doch der Wellness-Faktor kommt zu kurz: Die Trockensauna ist oft ausgeschaltet, die Dampfsauna dusterer als der Gotthard-Tunnel…
Ngam Du Plee Road (gegenüber Pinnacle Hotel), U-Bhf. Lumpini, Tel. (02) 677 60 26, tgl. 15-1 Uhr, Eintritt: 150 Baht (Fr, Sa, So 180 Baht), www.studsauna.com

Chakran
Die Chakran-Sauna ist die zweitschönste Sauna der Stadt und kann in Designfragen die Babylon sogar noch toppen. Die Kombination von marokkanischen und balinesischen Stilelementen schafft eine ganz besondere, entspannende Atmosphäre. Die Kabinen sind wie kleine Wohnzimmer eingerichtet, der Bar-Bereicher erinnert an ein Fünf-Sterne-Hotel in Casablanca, und im 20-Meter-Pool kann man ausgeruht seine Bahnen ziehen. Im nördlichen Stadtteil Phayathai gelegen, ist die Chakran der ideale Ort, um am letzten Urlaubstag vor der Fahrt zum nahen Flughafen noch einmal zu relaxen (Stauraum für Gepäck ist vorhanden). Das Publikum ist international, doch trifft man eher auf Gäste aus Hongkong, Taipeh und Singapur denn aus Berlin, London und Paris. Die hauptberuflichen Touristenjäger-Boys ("Hello, where do you come from?") verirren sich nicht hierher – und das ist wirklich entspannend…
32 Soi Ari 4, Phaholyotin Road 7, Phayathai (Nähe Skytrain-Station Ari), Tel. (02) 279 13 59, tgl. 14-24 Uhr, Eintritt: 250 Baht, www.utopia-asia.com/chakran

Farose
Die beliebte Farose-Sauna ist das genaue Gegenstück zur Babylon: Ein völlig heruntergekommenes Moloch fernab der Silom Road im Stadtteil Sapan Kwai, aber ebenso faszinierend. Wer jemals eine illegale Hausbesetzer-Bar in Berlin betreten durfte, kann sich Einrichtung und Atmosphäre in etwa vorstellen. Wenn in der Siloma Road längst tote Hose herrscht, tobt in der Farose-Sauna täglich bis sechs Uhr morgens das Leben – auch dank des Gratis-Whiskeys, der im Eintrittspreis enthalten ist. Ungewöhnlich für Thailand: Das Tragen eines Handtuchs ist nur im kleinen Wellnessbereich (Trockensauna, Dampfsauna, Whirlpool) gestattet, zur mehrstöckigen Cruising-area und zur Bar geht’s nur nackt – was vom Personal streng kontrolliert wird. Nur sehr wenige Ausländer verirren sich an diesen in jeder Hinsicht einzigartigen Ort.
108/3 Pradipat Soi 19, Sapan Kwai. Tel. (02) 618 45 05, tgl. 12-6 Uhr, Eintritt: 205 Baht

Heaven
Der Vorteil der Heaven Sauna ist ihre günstige Lage in der Silom Road, gleich gegenüber vom Holiday Inn und in der Nähe vieler großer Hotels. Dennoch liegt der Farang-Anteil selten über 20 Prozent, und die asiatischen Besucher sind hier vor allem an anderen "Kurznasen" interessiert. Wen das nicht stört, kann in aller Ruhe die schöne, begrüßte Dachterrasse genießen, auf der es auch einen großen Whirlpool gibt. Der Rest der 1.200 Quadratmeter sind Standardangebot: Trockensauna, Dampfsauna, Kabinen, Karaoke-Bar. Zwar alles sehr sauber, aber optisch wenig ansprechend. Bei einem Eintritt von 180 Baht könnte man schon etwas mehr Luxus erwarten.
4. Etage, Warner Tower, 119 Soi Mahesak, Silom, (Nähe Skytrain-Station Surasak) Tel. (02) 266 90 92, tgl. 15-24 Uhr (Fr+Sa bis 1 Uhr), Eintritt: 180 Baht (nach 22 Uhr 100 Baht), www.heaven-eden.com

Orion
Die noch recht junge Orion-Sauna ist die einzige schwule Sauna im Stadtteil Pinklao, in den sich nur äußerst selten ein Tourist verirrt. Bereits die Anfahrt ist für denjenigen, der nicht Thai spricht, ein Abenteuer. Doch hat man erstmal die Soi gefunden, ist das knallrosa angestrichene Gebäude leicht ausgemacht. Einrichtung und Ausstattung zeugen – abgesehen vom wirklich netten Whirlpool – von thailändischer Improvisationskunst und sind den Eintritt von 200 Baht eigentlich nicht wert. Dennoch hat die Orion ihr festes Stammpublikum aus der Nachbarschaft, das über jeden neuen Gast herfällt wie in keiner anderen Sauna der Stadt. Clevere nutzen den E-Kupon von der Website, mit dem zumindest 50 Baht beim Eintritt sparen kann.
210-212, Soi hinter Merry King Department, Pinklao, Tel. (02) 884 60 90, tgl. 16-1 Uhr (Sa, So ab 14 Uhr), Eintritt: 200 Baht, www.thailandout.com/theorion

The Beach Resort Sauna
Die in Klongton gelegene The Beach Resort Sauna ist bei Thais vor allem wegen des günstigen Eintritts von nur 99 Baht beliebt. Sie gehört zur so genannten Beach-Gruppe, zu der u.a. auch der G-Host-Pub, der "Host Men"-Club und die einzige schwule Sauna im Isaan (The Beach Khon Kaen) gehört. Unter die täglich zwischen 300 und 400 Besucher mischen sich dank der Nähe zur Sukhumvit Road in der Regel auch immer eine Handvoll Farangs. Am besten kommt man tagsüber, dann kann man das Bad im Pool mit Blick auf das alte Thai-Haus richtig genießen. Der Cruising-Spaß hält sich in Grenzen: Zwar gibt es jede Menge Kabinen, die jedoch mit größeren Kissen anstelle von Betten ausgestattet sind. Das Getränkeangebot ist mager, auch die in der Speisekarte angebotenen Gerichte sind oft ausverkauft. Das Abendessen deshalb besser außerhalb einplanen!
316 Soi Preedeepanomyong 42, Sukhumvit 71, Klongton, Tel. (0662) 392 47 83, tgl. 15-2 Uhr, Eintritt: 99 Baht, www.thebeach-g-thailand.com

X2
In die X2-Sauna traut man sich erst nicht rein, weil vor dem Eingang stets ein Dutzend Promo-Jungs kreischen und Touristen anbaggern wie vor einer Gogo-Bar. Zwar gibt’s in der X2 auch das ganz besondere, individuelle Massageangebot wirklich ansehnlicher Jungs, die siebenstöckige Sauna an sich ist jedoch von Design und Angebot her eine echte Alternative zur Babylon. Es gibt u.a. ein großes Fitnessstudio, saubere, gemütliche Kabinen, ein empfehlenswertes Restaurant - und mit dem Fahrstuhl gelangt von einer Erlebniswelt zu anderen. Höhepunkt ist der Dachgarten "Eden Park", der im afrikanischer Stil gestaltet ist. Dort ist auch die Bar, an der es ein Buffet und Gratis-Whiskey mit Cola oder Soda gibt. Das entschädigt auch den eher teuren Eintritt von 200 Baht. Die zentrale Lage in Fußnähe zu Silom Soi 2 und 4 ist ein weiteres Argument, sich mal an den kreischenden Jungs vorbeizutrauen.
Soi Anumarnratchaton, Suriwong Road (neben Mango Tree Restaurant), Tel. (02) 634 36 07, tgl. 15-1 Uhr, Eintritt: 200 Baht, www.x2sauna.com

5. Dezember 2004



#1 SuisseAnonym
  • 06.12.2004, 05:54h
  • ........und in jeder Sauna hat es massig Stricher, die für ein Taschengeld gerne mal ein paar ältere Herren verwöhnen....... mal wieder ein Text aus unserer Lieblingsseite mit den grossen Buchstaben. Daheim in Deutschland wird jeder Kritik an Schwulen zum Drama emporgehoben und in Thailand werden Tipps zum günstigeren Ficken, sprich Ausbeuten, der armen Einheimischen geboten. Spiessiger geht es nimmer !!!!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 HansAnonym
  • 06.12.2004, 08:35h
  • @Suisse:
    Welche Vorurteile hast du denn im Kopf? Warst du schon mal in Thailand? In den Saunen dort gibt es genauso viele (oder wenig) Stricher wie in der Treibhaus in Berlin oder der Phoenix in Essen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ArrossimAnonym
  • 09.12.2004, 07:27h
  • Ich lebe und arbeite seit vier Jahren in Bangkok. Es ist das Beste, was einem Schwulen passieren kann. Die paar Stricher sind harmlos. Sie tun einem nix, wenn man es nicht will.In München, Berlin oder Stuttgart gibt es mehr Stricher in den Saunen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 VeitAnonym
  • 11.12.2004, 08:51h
  • Hallo Ihr Reiselustigen,
    ich bis bis jetzt in 41 länder gewesen und hier bin ich seit 3,5 jahren hängen geblieben, nicht weil alles stricher / prostituierte sind, sondern weil es auch noch die wahre liebe gibt. bangkok hat einfach alles und hier kommen viele nur gezielt her und wissen was sie wollen in berlin oder frankfurt ist man manchmal nur auf ein zwischenstop und man bekommt nicht alles was man haben möchte. geniesse einfach das leben
  • Antworten » | Direktlink »
#5 DanielAnonym
  • 14.12.2004, 00:17h
  • Natürlich wissen die meisten Bangkok-Touristen was sie wollen: knackfrische kleine Thai-Jungs.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 DanielaAnonym
  • 14.12.2004, 08:29h
  • Natürlich wissen auch die meisten Berlin-Touristen, was sie wollen: knackfrische kleine Berlin-Boys...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 jörgAnonym
  • 20.02.2007, 20:00h
  • man muss in bangkok eine zeit leben um zu verstehen um was es geht. stricher hin oder her. irgendwie lebt hier jeder vom sex business. d.h. jedoch nicht, dass es den jungs nicht spass macht.
  • Antworten » | Direktlink »