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  • 21.01.2014           14      Teilen:   |

Protestaktion von LGBT-Aktivisten

"Olympisches" Protest-Feuer am Potsdamer Platz

Artikelbild
Das Logo der Rainbow Flame mit angedeuteten olympischen Ringen

Die Aktivistengruppe "Enough is Enough" will in Berlin mit einer 17-tägigen Dauermahnwache während der Sotschi-Spiele auf die Lage von LGBT in Russland aufmerksam machen.

In Berlin wird es eine zentrale Protestaktion zu den Olympischen Winterspielen in Russland geben: "Während das Olympische Feuer bei der Eröffnungsfeier in Sotschi am 7. Februar entfacht wird, werden wir zeitgleich mitten in Berlin ein eigenes Feuer zum Leuchten bringen!", teilte die Gruppe am Dienstagnachmittag mit. "Wir wollen versuchen, die Rainbow Flame deutlich sichtbar am Potsdamer Platz während der gesamten zwei Wochen der Winterspiele am Brennen zu halten", so die Ankündigung von "Enough is Enough".

Das Feuer soll Tag und Nacht brennen, während Aktivisten mit Passanten ins Gespräch kommen wollen. Die Mahnwache solle ein "Ort der Begegnung und Aufklärung" sein, so die Gruppe. Außerdem soll die Aktion mit Fotos in sozialen Netzwerken verbreitet werden. "Die Rainbow Flame ist eine Einladung an alle Menschen in und außerhalb Berlins: Gemeinsam wollen wir als eine ständig wechselnde Mahnwache die 'Flamme beschützen' und so ein unmissverständliches Zeichen der Solidarität mit der LGTBI-Community auf der ganzen Welt setzen". Die Veranstalter haben außerdem die Hoffnung, dass Filmstars vorbeischauen: Immerhin wird einen Tag vor den Olympischen Spielen gleich nebenan die Berlinale, das internationale Berliner Filmfestival, eröffnet.

Für die Aktion soll in Kürze eine Website eingerichtet werden, auf der sich Unterstützer für bestimmte Zeitfenster eintragen können. "Bitte überlegt Euch jetzt schon, wann ihr vom 7. bis zum 23. Februar zum 'Beschützen' der Rainbow Flame am Potsdamer Platz in Berlin sein könnt." Neben freiwilligen Helfern benötigt "Enough is Enough" auch Spenden, um "Bühne, Technik, Feuer" zu finanzieren.

Die Initiative "Enough is Enough" war im letzten Sommer als spontane Idee einiger Freunde aus Berlin entstanden. Innerhalb weniger Tage organisierte die Gruppe eine Großdemo in Berlin, später war sie an der Entstehung der GQ-Kampagne "Mundpropaganda" beteiligt.

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Weitere Proteste

Angesichts der Olympischen Winterspiele sind für die nächsten Wochen weitere Aktionen geplant: So gibt es am 25. Januar in Frankfurt eine Fotoaktion unter dem Titel "Sichtbar für Sotschi". In Hamburg ist für den 1. Februar eine große Demo vor der russisch-orthodoxen Kirche unter dem Titel "Liebe ist keine Propaganda" geplant (queer.de berichtete). Am gleichen Tag findet im Roten Rathaus von Berlin eine Tagung zur Lage von LGBT in Russland statt (queer.de berichtete, Anmeldung erforderlich).

Am 7. Februar soll es weltweit zum Beginn der Eröffnungszeremonie um 17.14 Uhr deutscher Zeit eine Schweigeminute vor russischen Botschaften geben. Zu dem Protest an der Vertretung in Berlin Unter den Linden lädt die 
Hirschfeld-Eddy-Stiftung des LSVD im Rahmen ihrer "Gay Folks Movement"-Kampagne. (dk/nb)

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Tags: enough is enough, russland, sotschi, olympiade, olympisches feuer, berlin
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Reaktionen zu ""Olympisches" Protest-Feuer am Potsdamer Platz"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
21.01.2014
16:03:05


(+2, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Es kann gar nicht genug Aktionen gegen Rußland und Zar Putin geben, deshalb sollen eine ganze Menge Menschen, denen die LGBTI-Rechte über alles am Herzen liegen, mitmachen!


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#2
21.01.2014
17:48:38


(+6, 8 Votes)
 
#3
21.01.2014
18:03:25


(+6, 8 Votes)
 
#4
21.01.2014
18:13:39


(+6, 8 Votes)

Von Felix


Gut so!

Je mehr Protest, desto besser...

Diese Faschisten-Spiele dürfen nicht unkommentiert stehen bleiben...


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#5
21.01.2014
20:58:41


(-2, 4 Votes)

Von martin s


PUTIN....AZI
Video 01:41 min - Published 16.08.2013

Link:
youtu.be/_GRZi7qUOFs


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#6
21.01.2014
21:39:54


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User Monster_Baby


Super Aktion, die hilft, dass die unmenschliche Situation von LGBT*s in Russland nicht in den (medialen) Hintergrund gerät. Auf jeden Fall unterstützenswert. Danke an die Aktivisten...


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#7
21.01.2014
23:29:36


(-2, 4 Votes)

Von small
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Du Dumme Du,
Er ist alles komische was man sich vorstellen kann, aber nicht Zar!


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#8
22.01.2014
00:13:20


(+5, 5 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Sotschi nein danke! Sotchi non merci! Sochi no thanks! Sochi no gracias!


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#9
22.01.2014
00:28:42


(+5, 5 Votes)

Von Nerd


Ich finds so schlimm das wir immer noch proteste brauchen....


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#10
22.01.2014
05:31:59


(+2, 4 Votes)

Von m123


Vor den Olympischen Spielen in Peking 2008 hat man auch die Menschenrechtslage dort im Vorhinein scharf kritisiert. Nachdem die Spiele vorbei waren wurde darüber praktisch gar nicht mehr berichtet. Vielleicht lag es ja auch daran, dass von Seiten der Athleten 2008 kaum gegen die Menschenrechtslage in China protestiert wurde. Ich kann mich jedenfalls an überhaupt keinen Protest erinnern. Ich erinnere mich nur an die vielen Goldmedaillen von Phelps.

Ähnliches befürchte ich auch für die Olympischen Spiele in Sotschi 2014. Entscheidend für die LGBT-Community in Russland wird sein wie stark die Athleten protestieren und ob sie es schaffen Putins Propagandaspielen nicht nur einen Kratzer zuzufügen, sondern wirklich volle Möhre ihren Protest an die Wettkampfstätten tragen und ihre Proteste durch alle Wettkampftage hindurch durchziehen. Wenn letzteres nicht passiert, dann wird Putin sein Ziel erreichen, der Welt ein "weltoffenes" Russland zu zeigen, was es jedoch in Wahrheit nicht ist. Dann hätte Putin "gewonnen". Und nach den Spielen könnte er ohne Widerstand innerhalb Russlands locker die antihomosexuellen Gesetze weiter verschärfen. Geplant ist ja unter Anderem schon, Homosexuellen in Russland ihre Kinder wegzunehmen und in Heime zu stecken. Und wie gesagt, es ist noch viel Schlimmeres in Planung, wenn man die orthodoxe Kirche hört und wenn man die homophoben russischen "Politiker" hört. Entscheidend wird sein, ob die Athleten so protestieren, dass selbst das russische Fernsehen nicht drumherum kommen kann die Proteste zu zeigen, wenn es der gespannten russischen Bevölkerung von den Wettkämpfen berichten will. Entscheidend ist, wie stark die Athleten protestieren, sodass sich innerhalb der russischen Bevölkerung mehr Widerstand gegen die antihomosexuellen Gesetze entwickelt.

Putin freut sich jedoch schon auf Athleten, die scheuklappenmäßig einfach nur ihren Sport durchziehen, jubelnd auf dem Treppchen ihre Medaillen feiern und dann wieder nach Hause fahren wollen. Genau das ist Putins Ziel: ein weltoffenes Russland propagieren, was Olympische Spiele perfekt ausrichten kann und für olympische Prinzipien steht, obwohl die tatsächliche Menschenrechtslage das genaue Gegenteil ist. Putin will sein Image und das Image Russlands in der Welt als Gastgeber aufpolieren. Das alles ist, was Putin will. Und genau das sollten die Athleten Putin nicht geben. Am Effektivsten wären gleichgeschlechtliches männliches Knutschen auf dem Siegertreppchen im russischen Sotschi. Da zeigt sich welcher Athlet Eier hat und welcher nicht. Ich würd, wenn ich Athlet wäre und Heterosexuelle in Russland diskriminiert würden ja auch als Schwuler definitiv mit ner Frau vor Fernsehkameras knutschen. Mund ist Mund. Da unterschieden sich Frauen und Männer nicht. Auch wenn es mich natürlich nicht scharf machen würde mit ner Frau zu knutschen, aber ekeln tu ich mich definitiv nicht davor. Und genau so sollten die heterosexuellen männlichen Athleten in Sotschi zum gleichgeschlechtlichen männlichen Knutschen eingestellt sein. Mund ist Mund.

Es wäre gut, wenn praktisch bei jeder Siegerehrung, d. h. nach dem entsprechenden Wettkampf, solch ein Kussprotest stattfinden würde, und sich das durch die gesamten Wettkampftage ziehen würde. Das ist genau das, was Putin fürchtet.

Meine erwartete Befürchtung ist leider, dass es nur sehr verhaltenen Protest geben wird. Vielleicht tragen ein paar Athleten kleine Regenbogensymbole. Vielleicht gibt es ein oder zwei deutliche Protestaktionen mit gleichgeschlechtlichem Knutschen. Aber ich befürchte, dass es nicht viel mehr geben wird und dass Putin im Wesentlichen das bekommen wird, was er will. Ich hoffe natürlich, dass meine Befürchtung nicht eintritt und dass ich die Athleten unterschätze und sie die Spiele zu den "buntesten" bzw. "queersten" Olympischen Spielen aller Zeiten machen werden. Je mehr Athleten mitmachen, desto weniger wird das IOC und Russland einzelne Athleten sanktionieren können. Im rein theoretischen Idealfall, wenn alle Athleten protestieren würden, könnte das IOC ja schlecht alle Athleten disqualifizieren und Russland könnte ja schlecht alle Athleten ins Gefängnis stecken. Denn ohne Athleten gäbe es keine Olympischen Spiele. Also haben die Athleten eine Macht. Die Athleten sind durch diesen Zusammenhang quasi geschützt und werden von der internationalen Aufmerksamkeit und den auf sie gerichteten Fernsehkameras nochmals extra geschützt. Denn wenn Athleten vom IOC sanktioniert oder von Russland verhaftet würden, dann würden die internationalen Medien heftig darüber berichten und Putin erreicht sein Ziel dann nicht. Die Athleten müssen nur ihren Grips einschalten um diesen Zusammenhang zu erkennen.

Ich persönlich hab kein Verständnis für Athleten, die nach erarbeiteter Medaille, d. h. nach ihrem Wettkampf, zu feige zum Protestieren sind.


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