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Kommentare zu:
Der naive CSD-Veranstalter


#31 TheDadProfil
  • 22.01.2014, 21:56hHannover
  • Antwort auf #27 von KathrinAusStuttgart
  • ""Vielleicht war es etwas unglücklich ausgedrückt, vielleicht auch unglücklich interpretiert, in jedem Fall aber nicht ganz falsch""..

    Äh ? Was ?
    Die Petition ?
    Die kann Mann nachlesen..

    Hat der Herr Michl offenbar nicht, oder nicht verstanden was diese Leute wollen, anders kann ich mir ein Dialog-Angebot nicht erklären..

    Die Frage lautet aber :
    Dialog ÜBER WAS ?
    Über den Bildungsplan, oder über die unbeweisbaren Behauptungen die die Gegner in ihrer Petition aufstellen, und die nichts anderes sind als alte, verklausulierte Vorurteile des Spießbürgertumes, der weiterhin unbeirrt behaupten will LGBT´s sind in dieser Gesellschaft abartige Freaks die nicht der Norm entsprechen ?

    ""da stehen mehr bekannte Namen als gedacht (Nachbarschaft, ich habe sogar Lehrer früherer Schulen gefunden).""..

    Ach ?
    Und das beeindruckt Dich ?
    Es sollte Dir Angst machen das dort solche Leute unterzeichnen..
    Es sollte Wut in Dir auslösen das es Lehrer gibt die den politischen Dilletantismus nachlaufen, und sich von Evangelikalen Lehrinhalte vorschreiben lassen wollen, die letztlich darin endet die Darwin´sche Evolutionstheorie aus dem Lehrplan zu streichen, weil die Erkenntnisse daraus die Heterosexuelle Ehe bedrohen !

    ""Hier ist ein Dialog angebracht""..

    Ein Dialog mit wem ?

    Mit einem Evangelikalem Lehrer der die Stirn hat mit jungen Berufschülern ein KZ zu besuchen, und die danach einen Bericht verfassen in dem sie nach Spuren suchen wie Widerständler flüchtige Häftlinge vor dem Regime versteckt haben, und dabei ihr eigenes Leben und ihre Freiheit riskiert haben, der dabei aber offensichtlich den Jugendlichen verschwiegen hat, das in diesem KZ auch SCHWULE saßen, und Sozialdemokraten, und Kommunisten, und nicht nur Juden ?
    Das dort Sinti und Roma ermordet wurden die keinen Unterschlupf fanden bei den Widerständlern ?
    Über was soll Mann mit einem Mann in einen Dialog treten der nicht in der Lage ist seinen Schülern NICHT SELEKTIVES Wissen zu vermitteln, und der jetzt angetreten ist die Aufklärung seiner Schüler über die faktische Zusammensetzung der Bevölkerung zu verhindern ?

    ""Und ja, diese Menschen muss man mitnehmen""..

    Wohin ?

    Zurück in die Vergangenheit, oder in die Zukunft, in einen von ihm ersonnenen Gottesstaat, wo Menschen mit einem anderem Lebensentwurf nicht stattfinden, wo sie schon sprachlich in der Schule ausgelöscht werden, weil sie nicht vorkommen ?

    In einen Dialog tritt Mann mit Leuten die einen anderen Vorschlag zu unterbreiten haben, die Argumente liefern, und die vielleicht sogar einen besseren Entwurf einbringen..

    Aber mit solchen Leuten dialogisert Mann nicht..
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#32 Ferrante
#33 goddamn liberalAnonym
  • 22.01.2014, 22:01h
  • Antwort auf #27 von KathrinAusStuttgart
  • "Nachbarschaft, ich habe sogar Lehrer früherer Schulen gefunden"

    Na dann. Das sind ja schwäbische Honoratioren, vor denen man buckeln muss, oder?

    Ich hätte mich auch nicht gewundert, wenn vor 20 Jahren da Lehrer meiner Schule aufgetaucht wären. Diejenigen wildgewordenen Reaktionäre, die meine Schule in die homophobe Hölle verwandelt haben, die die Landesregierung von BW gerade abschaffen will.

    Und solchen solidarischen Menschen fällt dieser selbsternannte Sprecher illoyal in den Rücken.

    PS Ich bin seinerzeit ungeoutet und nach Außen glänzend der Schul-Hölle entstiegen. Andere nicht. Diese Demütigung möchte ich jungen Leuten heute gerne ersparen.
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#34 milieustudieAnonym
#35 KathrinAusStuttgartAnonym
  • 22.01.2014, 22:55h

  • Ja, ich bin wütend, weil ich Lehrer als Kind genossen habe (bzw. Lehrerinnen), die ich damals als Vorbild gesehen habe und von denen ich das (obwohl ich gar nicht weiß ob sie von meiner Lebensweise wissen und ob sie das überhaupt interessieren würde) niemals gedacht hätte. Aber das sind intelligente Menschen, mit denen ein Dialog vielleicht nicht vollends zufriedenstellend wäre für mich oder euch (im Sinne von "oh, was hab ich da nur für Vorurteile gehabt, ich behaupte ab sofort das Gegenteil"), aber ich wette, sie würden darüber nachdenken. Und das ist doch genau das, was nach und nach zur Einsicht führt und Angst nimmt. Irgendwo liegt ja der springende Punkt. Und klar, es gibt genügend Deppen, die niemals einsichtig sind und niemals verstehen können, aber ich bin mir sicher, dass einige auch gar nicht wirklich verstanden haben um was es wirklich geht.

    Mal davon angesehen, dass wir es ja nicht mal innerhalb der Community schaffen uns zu akzeptieren. Wie hier offen zu lesen ist.

    Wir erwarten, dass wir akzeptiert werden (mit vollen Rechten und Pflichten!!!) und das werden wir durchsetzen!!. Aber die Angst steckt nun mal (ob wir die Augen verschließen oder nicht) nicht nur in verkappten Nazis sondern auch in dem ein oder anderem "normalem" Menschen, der neben uns lebt. Diese Menschen können wir ignorieren (wie sie es mit uns meist machen) oder mitnehmen. Ich finde es erschreckend, dass so viele offen diese Petition unterschrieben haben. Keine Frage! Aber die haben vorher auch schon ein komisches Gefühl gehabt nur einfach nichts gesagt!
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#36 KathrinAusStuttgartAnonym
  • 22.01.2014, 23:02h

  • Aber was mir wichtig ist: ich steh voll und ganz hinter dem neuen Bildungsplan!! Nur so schaffen wir langfristig ein Klima der Toleranz und vor allem Alzeptanz. Nur offensichtlich (das ist für mich die Quintessenz), sind wir davon noch ein Stückchen weiter entfernt als gedacht.
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#38 Ferrante
  • 22.01.2014, 23:46h
  • Antwort auf #37 von Smiley
  • Danke, jetzt weiß ich auch, wie du aussiehst ggg.

    Schule ist doch generell oft eine Hölle, was an dem maßlos (menschlich) inkompentem Lehrpersonal hauptsächlich liegt in meiner Erfahrung. Bzw an der doch oft intimen Zwangsgemeinschaft der Schulklasse. (Ein schulisches CO halte ich deshalb immer noch für potentielle Selbstverletzung, auch aus meiner eigenen Erfahrung.) Und was da als "Bildung" gerne mal vermittelt wird, ist nicht nur beim Thema (Homo)Sexualität öfters mal haarsträubend oder schlichtweg belanglos. Aber an dem verkrusteten System etwas zu ändern, ist generell extrem schwer, nicht nur, was Sexualaufklärung betrifft.

    Und selbst wenn Homosexualität mehr thematisiert werden würde, was ist, wenn der Lehrer einfach Glööckner als Parade-Schwulen präsentiert oder "Traumschiff Surprise" in den DVD-Player einlegt, überspitzt gedacht?

    Der neue Bildungsplan wäre sicher ein gutes Signal, aber auch kein Allheilmittel, aber auch nicht die Porno-Fantasie, die anscheinend so manche "Gegner" davon haben.
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#39 BlackForestProfil
  • 22.01.2014, 23:50hVillingen-Schwenningen
  • Also ich kann mich für die Community nur schämen.

    Ich hätte sowohl gern vom Schreiber des "Schreibens" als auch von den Kommentatoren mal gern gewusst, wer denn beim CSD-Neujahrsempfang des IG CSD Stuttgart e. V. dabei war.

    Wer dort war, weiss, was er gesagt hat und wenn man vergleicht, was er bei der dpa gesagt hat, ist das nichts anderes. Er hat trifft zwar manchmal nicht jedergay's Meinung und Ansicht - aber wir bedenken dabei doch
    "Jedem Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann".

    Und in vielen Punkten liegt er gut dabei:
    -Dialog statt Monolog
    -Das Anerkennen der Bedenken der Meinung anderer

    Wir wollen Toleranz, Akzeptanz, Respekt, gleiche Rechte und Pflichten, Ehe statt eingetragene Partnerschaft, volles Adoptionsrecht, Rente, Erbschaft, Gesundheit - ach und was weiss ich nicht alles...

    Selbst sind wir aber gegenüber Meinungen anderer, die nicht so "schwul" denken, intolerant, selbstgefällig, herablassend, allwissend und grosskotzig.

    Wenn Christoph sich zwar einerseits freut, dass die Regenbogenfahne gehisst wird, andererseits die Zurschaustellung des Ausnahmefalls kritisiert, hat er doch recht.

    Solange wir uns als "Ausnahmefall" schmücken müssen, um gesehen zu werden, sind wir noch lange nicht am Ziel von Respekt, Anerkennung und gleiche Rechte und Pflichten.

    Solange sind wir auch zum Dialog mit denen angehalten, die die LSBTTIQ-Gemeinschaft eher kritisch und/oder argwöhnisch oder gar "homophob" betrachten und behandeln. Jeder für sich im Kleinen und wir alle im Grossen.

    Doch wir hocken uns lieber an den PC, hauen auf einen drauf, der vielleicht die letzten vielen Jahre für die LSBTTIQ mehr getan hat, als viele hier.

    Ohne nachzudenken oder mal zu reflektieren, dass es nicht immer einfach ist, alles in absolut perfektem ausgeklügeltem Wortgeflecht eineindeutig zu formulieren, so dass es keinen Raum gibt für Interpretationen.

    Aber gut, ich für meinen Teil mach mir gern immer wieder die Mühe, mir mehr als nur eine Meinung oder Position einzuholen, bevor ich mir MEINE eigene Meinung bilde.

    Über das hier allerdings hab ich mir meine Meinung schon gebildet.
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#40 ZeitfensterAnonym

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