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Kommentare zu:
Der naive CSD-Veranstalter


#51 ACTIONAnonym
  • 23.01.2014, 13:52h
  • Ich kann auch jedem hier nur empfehlen, mal die Liste der "Unterstützer" der faschistoiden Hetzschrift ("Petition") an eurem Wohnort durchzugehen.

    Da sind u. a. Ärzte (denen man für ihre "Unterstützung" der menschenverachtenden, antiwissenschaftlichen, expliziten und impliziten Aussagen zu Homosexualität umgehend ihre Zulassung entziehen sollte),

    "Rechts"anwälte und andere Dienstleister vertreten, von denen ihr und eure Freunde wissen sollten, dass sie Hetzschriften und Mobilisierungen im Geiste faschistischer Auslöschungsdiskurse und -praxen unterstützen!

    Die mit widerlichsten Verdrehungen der gesellschaftlichen Realität und mit aller Gewalt dafür sorgen wollen, dass schwule und lesbische Jugendliche weiterhin nicht als gleichwertig und -berechtigt behandelt werden.
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#52 ClaudiaAnonym
  • 23.01.2014, 14:34h
  • KathrinausStuttgart, so wenig, wie es die Aufgabe schwarzer Menschen ist, Rassisten vom Rassismus zu heilen, so wenig muss ich oder müssen wir klerikale und andere Homophobe mit ihrem Auslöschungswillen uns gegenüber von ihrer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit abbringen und "mitnehmen". Deine tollen Ex-Lehrer und alle die ach so anständigen "Die sind wer's" sollen ihren dreckigen, faschistoiden Hass mal schön selbst ent-lernen. Ich begegne denen nicht mit Respekt oder "Dialog", für mich sind sie Gegner, die ich bekämpfe!
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#53 sperlingAnonym
  • 23.01.2014, 14:46h
  • Antwort auf #47 von BlackForest
  • ich glaube, es geht dabei nicht so sehr um die frage, OB wir noch überzeugungsarbeit leisten sollten oder nicht, sondern eher darum, von welcher grundlage her wir diese denken und aufbauen.

    es gibt leider immer noch eine tendenz, toleranz und gleichberechtigung als etwas anzusehen, das "uns" die "heterosexuelle mehrheitsgesellschaft" doch bitte großzügigerweise endlich "zugestehen" sollte. das beinhaltet implizit die möglichkeit, diese gnadenakte auch weiterhin vorzuenthalten und sie womöglich auch irgendwann wieder rückgangig zu machen. leider bestärken wir damit eine diskussion, die nicht auf augenhöhe stattfindet, sondern auf der vorstellung beruht, toleranz geschehe von oben (den heteros) nach unten (den lgbt_iq).

    es setzt sich aber inzwischen eine tendenz durch, respekt und gleichbehandlung nicht als gnadenakt zu erbetteln, sondern darauf hinzuweisen, dass beides allen menschen rechtmäßig zusteht und auch schon immer zugestanden hätte. das bedeutet nicht, zu leugnen, dass das nicht jede_r so sieht oder mit den menschen, die das nicht begreifen, nicht mehr zu reden. es bedeutet aber, nicht mit gebeugtem rücken zu diskutieren und die fronten an der richtigen stelle zu ziehen. es geht nicht um "heteros gegen lgb_tiq", sondern um recht gegen unrecht.

    ich halte diese sichtweise für richtiger, strategisch klüger, viel nachhaltiger und für die einzige, die einer aufgeklärten demokratie würdig ist.
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#54 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 23.01.2014, 15:18h
  • Antwort auf #47 von BlackForest
  • Zitat: '...Wenn wir nicht mehr reden, und einfach "erwarten", dass die "anderen" im 21. Jahrhundert nun endlich akzeptieren, dass LSBTTIQ eben mit Teil des "Seins" ist...'.

    Ich lebe nicht im luftleeren Raum, habe Nachbarn, Arbeitskolleginnen, Freunde, Verwandte usw. Glücklicherweise lebe ich in einem Umfeld in dem das Merkmal 'sexuelle Orientierung' eben als das wahrgenommen wird was es ist: eine Facette unter vielen, die im Ganzen das Wesen eines Menschen ausmachen - nicht mehr und nicht weniger. Mein Bekannten- und Freundeskreis besteht zum Großteil aus heterosexuellen Menschen. Zu Beginn von Freundschaften gab es gelegentlich gegenseitige Unsicherheiten, die sich aber durch das alltägliche Zusammenleben lösten. Wie ich schon in einem früheren Kommentar anmerkte, bin ich offen für Diskussionen mit Andersdenkenden. Wenn ich allerdings das Gefühl habe, dass es um die Verbreitung manipulative Klischees geht (z.B. Homosexualität stellt eine Gefährdung von Ehe und Familie dar usw.) sehe ich keine Basis für einen konstruktiven Dialog. Meiner Erfahrung nach gibt es nunmal Zeitgenossen, die ein Feindbild brauchen um sich überlegen zu fühlen oder ihren Frust auszuleben; damit möchte ich mich nicht konfrontieren - das ist für mich verschwendete Lebenszeit. Der Aufbau von gegenseitigem Verständnis und Vertrauen findet im alltäglichen Zusammenleben statt und nicht auf dem CSD.
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#56 Ferrante
#57 Harry1972Profil
#58 MatainaAnonym
  • 24.01.2014, 09:57h
  • Wenn ich mir die vielen Kommentare hier durchlese, höre ich fast überall einen aggressiven Unterton, den der Kommentar von Micha Schulze schon vorgibt. Etwas verkürzt schreibt Micha da: ¨Auch bei 150.000 Online-Unterschriften .... muss man wirklich nicht die Hand zur Diskussion reichen!¨
    Das scheint auch der Tenor der meisten Kommentare hier zu sein. Christoph Michl wird dafür kritisiert, dass er sagt: ¨Wenn 150.000 Menschen eine Ptition gegen den Bildungsplan unterzeichnen, müsse man darauf eingehen: ...Die muss man ernst nehmen....Diese Diskussion muss man führen.¨
    Ich bin da absolut seiner Meinung. Ich denke sogar, wenn nur eine Person damit ein Problem hat, sollten wir das als Community ernst nehmen und den Dialog beginnen. Denn genau das - der Austausch von Ideen und Vorstellungen, die Diskussion und das damit verbundene gegenseitige Kennenlernen - ist der Beginn von wahrer tiefgehender Veränderung. Wenn wir jetzt - bloß weil die politischen Verhältnisse das gerade zulassen - einfach unser Ding durchsetzen wollen ohne dafür um Verständnis zu werben und uns der Diskussion zu stellen, dann sind wir kein bißchen besser als diejenigen, die uns vorher jahrhundertelang ignoriert haben und uns ihre Sicht der Dinge aufgezwungen haben. Wer das als ¨naiv¨ bezeichnet, der ist nur auf einen Schlagabtausch aus und schert sich einen Dreck um die Meinung anderer. Ich denke, dass kann sich niemand leisten.
    Natürlich bedeutet Dialog viel Überzeugungsarbeit und ist mit viel persönlichem Engagement verbunden, doch ist es letztlich der einzige Weg um wahrhafte Toleranz und nicht nur per Gesetz verordnete Toleranz und Gleichberechtigung zu erlangen.
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#60 TheDadProfil
  • 24.01.2014, 13:45hHannover
  • Antwort auf #58 von Mataina
  • Wie chic..

    Du kannst jetzt sicher noch darlegen wie ein "Kompromiss" eines solchen "ergebnisoffenen Dialoges" mit den Unterzeichner der Petition aussehen könnte..

    Zusammengefasst geht es im Bildungsplan um die Sichtbarkeit ALLER Menschen und all ihrer verschiedener Sexualitäten innerhalb des Unterrichtes, Fächerübergreifend..

    Die Gegener wollen dieses nicht, bieten aber weder eine vernunfbegabte Gegenposition an, noch eine Alternative die die vorherschende Situation in den Schulen verändern würde..

    Wie genau sähe Deiner Meinung nach nun ein "Kompromiss" aus ?

    Ein bisschen reden über Homosexualität, aber kein Wort über Transidentische Menschen ?
    Ein bisschen reden über Lesben, aber kein Wort über Intersexuelle Menschen ?
    Ein bisschen reden über schwule Pädosexuelle, aber bloß kein Wort über 350.000 Vergewaltigungen jährlich an Kindern innerhalb ihrer Familien durch angeblich Heterosexuelle Täter die ja alle nur "Ersatzhandlungen" vornehmen ?

    Da bin ich jetzt mal gespannt..
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