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Kommentare zu:
Der naive CSD-Veranstalter


#61 sperlingAnonym
  • 24.01.2014, 14:08h
  • Antwort auf #58 von Mataina
  • >"Ich denke sogar, wenn nur eine Person damit ein Problem hat, sollten wir das als Community ernst nehmen und den Dialog beginnen."

    "beginnen"? dieser dialog läuft seit jahrzehnten! alle argumente liegen seit jahrzehnten auf dem tisch. neue gibt es nicht.

    konkreter dialog mit homophoben menschen? ja, wenn sich andeutet, dass etwas dabei herauskommt. dialog mit evangelikalen fundamentalist_innen? nein, weil nichts dabei herauskommen wird. wer lust drauf hat, kann das gerne tun, aber sicherlich gibt es keine pflicht unsererseits, uns mit menschen zu unterhalten, die mit "bauchgefühl", kruden mythen und lügen gegen uns hetzen.

    dialog über gesetzesinitiativen oder schulaufklärung, bis der letzte turbochrist und die letzte unionsfrau einverstanden ist? mit sicherheit nicht!

    dann sind diese gesetze und aufklärungsprojekte nämlich überflüssig!

    es geht mir auf den sack, dass hier jetzt der eindruck vermittelt wird, "wir" seien "den zweifler_innen" irgendetwas schuldig. im gegenteil: wer sich gegen die freie entfaltung von kindern und jugendlichen stemmt, gegen ihre umfassende information im unterricht und gegen das bemühen, toleranz herzustellen, der muss DER GANZEN GESELLSCHAFT GEGENÜBER begründen, weshalb er das will. und wie gesagt: so lange da nichts als irrationaler quatsch kommt, muss sich eine gesellschaft, die insgesamt aufgeklärt sein will, nicht aufhalten lassen.
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#62 PolitiInkorrektProfil
  • 24.01.2014, 18:49hMünchen
  • Der CSD-Sprecher Christoph Michl verdient Dank und Anerkennung für seinen Mut innerhalb einer einseitigen und nicht reflektierenden Homo-Lobby sich im demokratischen Sinne zu äußern und sein Recht auf Meinungsfreiheit ernst nimmt.
    Wenn man den Bildungsplan jedoch einmal genauer unter die Lupe nimmt und dabei ohne zeitgeistige ideologische Scheuklappen die Hintergründe untersucht, stellt sich die Sache anders dar. Denn bei dem Bildungsplan geht es mitnichten nur um das Werben von Toleranz; die Proteste gegen dieses Papier sind sehr verständlich. Der Bildungsplan unterscheidet nämlich wohlgemerkt zwischen biologischem Geschlecht und sozialem Geschlecht. Das sind glasklare Propagandavokabeln aus der Mottenkiste der linksradikalen Gender-Mainstreaming-Ideologie, wonach Jungen und Mädchen sich nur deshalb unterschiedlich verhielten, weil sie von der Gesellschaft in diese Rolle gedrängt würden. Viele radikale Gender-Ideologen halten es daher auch für skandalös und reformbedürftig, daß man Mädchen mit Puppen und Jungs mit Autos spielen läßt. Diese irre Ideologie soll jetzt in Baden-Württemberg vermittelt werden. Weil manche Eltern das nicht so toll finden, werden sie jetzt in den politisch korrekten Medien als schwulenhassende Volldeppen und christliche Fundamentalisten dargestellt.
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#63 David77Anonym
  • 24.01.2014, 19:24h
  • Antwort auf #62 von PolitiInkorrekt
  • "Weil manche Eltern das nicht so toll finden, werden sie jetzt in den politisch korrekten Medien als schwulenhassende Volldeppen und christliche Fundamentalisten dargestellt.
    "

    Aha. Wenn ich mir die Pro-Kommentare anschaue, dann sind die oben genannten Bezeichnungen noch viel zu freundlich ausgedrückt.
    Da werden 100 Jahre alte, längst widerlegte "einseitige" Kommentare zum x-ten mal ausgepackt, und dass selbst im Petitionstext.
    Was gibt es da zu diskutieren? Was sind denn daran nicht "ideologische Scheuklappen"?

    Die Verführer-Theorie, angeblich erheblich verkürzte Lebenserwartung, die polemische, verhöhnende Aussage, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Diskriminierung und Suizidgefahr, sondern dies auch noch als Folge eines selbstverschuldende "Lebensstil" verschreien? Soll der Petitionsersteller das doch bitte mal ins Gesicht des Vaters eines bis in den Suizid gemobbten schwulen Schülers sagen.
    Ach nee, das passiert ja heute abend.
    Alles aus christlicher Nächstenliebe. Wie mitfühlend!!

    Als Homosexueller muss ich mich heute weder verstecken noch diskriminieren lassen und wehre mich selbstverständlich gegen dämliche, polemische, zynische, beleidigende Äusserungen und entlarve die Kommentare als dümmlich und hasserfüllt, von dümmlichen und hasserfüllten Leuten, die uns mit ihren rechten Propaganda-Vokabeln aus der Mottenkiste im freundlichsten Falle ins Verstecktsein zurückdrängen wollen.
    Da geht es mitnichten um die vermeintliche Toleranz, die sie auch ohne Lehrplan angeblich wahren wollen.

    Nein, solche Leute wollen das schwarz/weisse Denken mit ihrer Irren Ideologie aufrecht erhalten. Schreiben WIR denen etwa vor, wie sie zu lieben haben und werten ihren "heterosexuellen Lebensstil" ab? Mitnichten...
    Dagegen wehren wir uns als Demokraten zurecht.
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#64 sperlingAnonym
  • 24.01.2014, 20:14h
  • Antwort auf #62 von PolitiInkorrekt
  • >"innerhalb einer einseitigen und nicht reflektierenden Homo-Lobby"

    ich finde, dass wir hier ziemlich reflektiert diskutieren. für das bildungsziel toleranz stehen übrigens nicht nur lgb_tiq-organisationen ein, sondern z.b. auch elternorganisationen, lehrer_innen und schüler_innen. dieses ziel hat eine breite basis.

    >"Der Bildungsplan unterscheidet nämlich wohlgemerkt zwischen biologischem Geschlecht und sozialem Geschlecht."

    ja und? das ist ja schließlich auch sinnvoll, wenn man nicht wissenschaftlich veralteten biologistischen geschlechtsrollenbildern hinterherlaufen will. die idee, dass zumindest ein großer teil der geschlechtsrollenbilder sozial konstruiert ist, hat sich seit jahrzehnten in wissenschaft, gesellschaft und politik durchgesetzt. sie ist eine binsenweisheit geworden.

    wollen Sie das rad der sozialwissenschaft zurückdrehen?

    >"Viele radikale Gender-Ideologen halten es daher auch für skandalös und reformbedürftig, daß man Mädchen mit Puppen und Jungs mit Autos spielen läßt. Diese irre Ideologie soll jetzt in Baden-Württemberg vermittelt werden."

    das ist unsinn. weder will irgendein "gender-ideologe" es irgendwem verbieten, mit was auch immer zu spielen, noch soll das teil des bildungsplans sein.

    Sie wollen eine sachliche debatte ohne ideologie und ohne lügen? prima, dann nennen Sie die passage im bildungsplan-entwurf, der Ihre behauptung belegt oder hören Sie auf, unwahrheiten weiterzuverbreiten.
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#65 MatainaAnonym
  • 24.01.2014, 20:20h
  • Antwort auf #60 von TheDad
  • Im Gegensatz zu dir sehe ich ALLE Menschen als meine Brüder und Schwestern an und nicht nur die, die meine Meinung oder Sexualität teilen. Mir ist nicht daran gelegen, anderen meine Sicht der Dinge aufzudrängen. Was ich will, ist gegenseitiges Verständnis und Respekt.
    Die Ablehnung derer, die die Petition unterschrieben haben basiert meiner Meinung nach auf Angst. Diese Menschen haben entweder keine Ahnung, worum es wirklich geht oder sie haben ein Problem mit sich selbst. Wenn dir das egal ist - bitte! Mir ist es nicht egal. Ein nicht zu unterschätzender Teil derer, die sich lauthals gegen Schwule, Lesben und Transgender aussprechen sind selbst so veranlagt und zutiefst verunsichert. Die brauchen Hilfe und eine Hilfe könnte der Dialog sein.
    Wenn dir das zu blöd ist, dann übernehm ich gerne deinen Part.
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#66 Ferrante
#67 Ferrante
#68 TheDadProfil
  • 24.01.2014, 22:11hHannover
  • Antwort auf #62 von PolitiInkorrekt
  • Dir ist aber schon aufgefallen das Hr.Stängle die Petition initiiert hat weil er Homosexualität für eine "Weltanschauung" hält, die seiner persönlichen Weltanschauung zuwider läuft, und er darin fordert eine christliche Sicht der Dinge zu lehren, in der alle vom Heterosexuellem Familienbild abweichenden Lebenswirklichkeiten nicht vorkommen sollen, weil, so eine der Begründungen, "die Beschäftigung mit der Themaitk die Schüler Schwul machen würde, denn die Vorstellungen seien sehr attraktiv" (oder so ähnlich hat er den Schwachsinn formuliert)..

    Grundsätzlich behauptet er dabei ziemlich verschwurbelt, die Landesregierung würde Homopropaganda machen..

    Ich frage mich gerade wie Mann nun auf die Idee kommt im Bildungsplan sei die Forderung enthalten, nur Mädchen dürften mit Puppen und nur Jungen mit Auto´s spielen ?
    Diese Schwachsinnigkeiten finden doch selbst in kirchlichen Kindergärten nicht mehr statt..

    Also..
    Wie kommt Mann nun darauf dass das "gelehrt" werden soll, und was bitte hat die Gender-Mainstreaming-Diskussion jetzt mit der Petition zu tun ?
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#69 TheDadProfil
  • 24.01.2014, 22:33hHannover
  • Antwort auf #65 von Mataina
  • Was für kluge Sätze..

    Bloß leider wenden die sich alle gegen die falschen Objekte..

    ""Was ich will, ist gegenseitiges Verständnis und Respekt.""..

    Ja..
    Von beiden Seiten..deshalb ja gegenseitig..
    Der ist von der anderen Seite bloß gar nicht vorhanden..

    ""Die Ablehnung derer, die die Petition unterschrieben haben basiert meiner Meinung nach auf Angst.""..

    Ja, die Angst der Unterzeichner besteht darin die DEUTUNGSHOHEIT über das was falsch und was richtig sein soll zu verlieren, und deshalb wollen sie mit der Petition erreichen in den Schulen LGBT´s weiterhin einerseits TOT-schweigen zu dürfen, sie andererseits als UNNATÜRLICH zu bezeichnen, und sie damit weiterhin zu unterdrücken und zu diskriminieren..

    ""Diese Menschen haben entweder keine Ahnung, worum es wirklich geht oder sie haben ein Problem mit sich selbst.""..

    Stimmt..
    Diese Leute haben KEINE AHNUNG was LGBT´s sind, und wollen dieses UNWISSEN ungefiltert an ihre Kinder weiter vermitteln, und sie zusätzlich mit falschem Wissen füttern und mit Vorurteilen so beladen, das es Jahre braucht diese Vorurteile aus den Kindern wieder raus zu kriegen..

    ""Die brauchen Hilfe und eine Hilfe könnte der Dialog sein.""..

    EIN Dialog..
    Ein Dialog mit einem Psychotherapeuten der ihnen erklärt das ihre Ängste und ihre Vorurteile allesamt mit ihrer Sozialisation zusammen hängen, und diese signifikant mit ihrer Religion zusammenhängt..

    Aber ich führe keinen Dialog mit Menschen über die Möglichkiet ob Mann LGBT´s weiterhin verschweigt, oder ob alle Möglichkeiten der menschlichen Sexualität innerhalb des Unterrichtes fächerübergreifend VORKOMMEN und OHNE Vorurteile angesprochen werden..

    Es gibt keine Alternative zu einer vorurteilsfreien Sexualaufklärung für Kinder und Jugendliche, die nicht nur Homophobie und Rassismus bekämpft, sondern diese Kinder und Jugendliche auch noch vor sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen in der Familie und dem familiärem Umfeld schützt, dem jedes Jahr mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche zum Opfer fallen..

    Und Danke, nein, aber ich übernehme meinen Part lieber selber, denn den kannst Du gar nicht leisten !
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#70 sperlingAnonym
  • 24.01.2014, 23:53h
  • Antwort auf #65 von Mataina
  • >"Die Ablehnung derer, die die Petition unterschrieben haben basiert meiner Meinung nach auf Angst. Diese Menschen haben entweder keine Ahnung, worum es wirklich geht oder sie haben ein Problem mit sich selbst."

    ich glaube, dass du das richtig beschreibst.

    das ist in meinen augen aber ein hervorragendes argument, um diesen menschen KEIN besonderes mitspracherecht in aktuellen politischen fragen einzuräumen und ihre meinungen zumindest in diesem bereich auch nicht wirklich allzu ernst zu nehmen. wer sich generell gerne um mitmenschen kümmert, die psychische probleme haben, der_die kann und soll ja herzlich gerne mit ihnen reden. und sicher hast du recht: das bringt auch langfristig die gesellschaft weiter.

    aber es kann doch nicht angehen, sich in aktuellen politischen (!) fragen freiwillig und wissentlich ausgerechnet an denen besonders stark zu orientieren, die irrationale ängste haben - und die auch (das sollten wir dabei nicht vergessen) solche ängste bei anderen SCHÜREN.
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