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  • 22.01.2014           68      Teilen:   |

Neu-Politiker

Charles M. Huber: Homo-Gleichstellung ist Hetero-Diskriminierung


Charles M. Huber ist seit 2013 Teil der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und gern gesehener Talkgast im Fernsehen.

Der Ex-Schauspieler ("Der Alte") und CDU-Politiker gibt ein teilweise bizarres Interview, in dem er die Linie seiner Partei zu Homo-Rechten verteidigt.

Im Gespräch mit der Nachrichtenseite n-tv.de hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber gegen die Gleichstellung von Homosexuellen ausgesprochen, weil dann Heterosexuelle diskriminiert werden würden. Der 57-Jährige Bundestags-Neuling erklärte unter anderem:

Ich habe den Konservativismus für mich entdeckt und kann gar nicht verstehen, dass man sich heute rechtfertigen muss, wenn einem die klassische Familie wichtig ist. […]

Frage: Die Union ist die einzige Fraktion im Bundestag, die sich gegen die völlige Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften stellt. Und Sie?

Aus der klassischen Familie sind wir nun mal entstanden. Mir gefällt es nicht, dass man diese ursprüngliche Form heute diskriminiert und als konservativ brandmarkt, weil sie nicht progressiv genug sei. Es gibt Leute, die sagen: "Wir sind ganz besonders klug und kreieren was Neues. Wer dem nicht folgt, ist reaktionär. Das Alte ist schlecht." Das ist mir zu billig.



Warum es Heterosexuelle diskriminiert, wenn Schwule und Lesben wie in Großbritannien oder Kanada gleichgestellt werden, sagt Huber zwar nicht, deutet aber an, dass er Schwule und Lesben generell nicht in der Nähe von Kindern sehen will ("Es wird sich zeigen, wie positiv sich die neuen Familienformen auf ein Kind auswirken").

Ganz abstrus wird das Interview, als er – typisch für Gegner der Gleichstellung – seine homosexuellen Freunde erwähnt. "Mit der Homosexualität von Freunden habe ich kein Problem. Ich kenne ja auch meine feminine Seite", so Huber. Auf Nachfrage erzählte er von seiner schwul-weiblichen Seite mit den üblichen Klischees:

Ich kann einen Mann auf die Wange küssen und Menschen berühren, ohne dass es etwas mit Geschlechtlichkeit zu tun hat. Im afrikanischen Kulturkreis spielen Gefühle eine ganz andere Rolle als hier. Da schüttelt man sich nicht formal die Hand und denkt sich: Wenn ich die Hand des Anderen einen Moment zu lang festhalte, könnte jemand glauben, dass ich schwul bin.



Huber, der Sohn eines senegalesischen Diplomaten und einer Frau aus Bayern, spielte zwischen 1986 und 1997 den TV-Kommissar Henry Johnson in "Der Alte". Politisch war er bis 2004 Mitglied der SPD, machte im Wahlkampf 2009 aber Werbung für die CSU und die Kanzlerin. Vier Jahre später wurde er CDU-Direktkandidat im Wahlkreis Darmstadt, unterlag aber knapp gegen Ex-Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD). Wegen des guten Abschneidens der CDU schaffte er jedoch über die Landesliste den Einzug ins Parlament. (dk)

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Tags: charles m. huber, cdu, homo-ehe
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Reaktionen zu "Charles M. Huber: Homo-Gleichstellung ist Hetero-Diskriminierung"


 68 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.01.2014
17:04:23


(+18, 20 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal


Vor 200 Jahren wurden Menschen wie Herr Huber in Amerika auch noch ausgepeitscht.


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#2
22.01.2014
17:07:15


(+14, 14 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Was für ein Dummschwätzer!


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#3
22.01.2014
17:11:01


(+12, 14 Votes)

Von knatzgil
Aus ettelbruck (Luxemburg)
Mitglied seit 15.12.2008


Und das Mäntelchen in den Wind hängen um politische Karriere zu machen.Mir kommt es so vor dass in den Parlamenten solche Leute von Zeit zu Zeit neu mit der Dummheit geimpft werden.Einfach mal Klappe halten,das kommt einem von sowas wieder hoch.


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#4
22.01.2014
17:20:18


(+5, 7 Votes)

Von m123


Liebe queer.de-Redaktion,

habt ihr auch einen Link zum entsprechenden Video? Falls nein, an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit und auf welchem Sender kam dies vor? Auf dem Bild dieses Artikels sieht man den Sender Phoenix, im Text des Artikels ist jedoch vom Sender n-tv die Rede.


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#5
22.01.2014
17:24:03


(+8, 12 Votes)

Von Enyyo


Der Herr Huber ist sicher in seinem Leben nie wegen seines Teints ausgegrenzt worden, sondern nur wegen seiner Blödheit!


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#6
22.01.2014
17:28:49


(+14, 14 Votes)

Von Norisette
Aus Nürnberg (Bayern)
Mitglied seit 26.04.2013


Einmal mehr frage ich mich, warum es Leute bei uns LGBTIs gibt, die mit solchen Politikern auch noch auf dem CSD diskutieren wollen oder sie vielleicht sogar gewählt haben. Offensichtlicher geht's doch wohl nimmer? Die Merkel und ihre Parteien - wie viele hat sie den eigentlich gerade - haut uns laufend auf die Eier, und da gibt es manche unter uns, die dann diesen noch huldigen? Das wird für mich immer ein Rätsel bleiben.


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#7
22.01.2014
17:30:16
Via Handy


(+15, 17 Votes)

Von Alex


Nach seiner absurden Argumentation wäre auch die Gleichbehandlung von Farbigen Diskriminierung von Weißen.


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#8
22.01.2014
17:34:13
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von Luca


Würde man ins besserstellen als Heteros, wäre das vielleicht diskriminierend für Heteros.

Aber es geht nicht um Besserstellung, sondern um Gleichstellung.

Verstehen die das wirklich nicht oder wollen die das nicht verstehen um ihren Hass hinter hanebüchenen Scheinargumenten verstecken zu können?!


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#9
22.01.2014
17:36:00


(+7, 9 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal


Wie wärs mit einem Shitstorm?

Link zu www.facebook.com


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#10
22.01.2014
17:39:25


(+6, 8 Votes)
 
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