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  • 23.01.2014           3      Teilen:   |

Staatshomophobie

Uganda schiebt schwulen Briten ab

Bernard Randall glaubt, dass Diebe ihn gezielt bestohlen haben, um ihn wegen seiner Homosexualität erpressen zu können
Bernard Randall glaubt, dass Diebe ihn gezielt bestohlen haben, um ihn wegen seiner Homosexualität erpressen zu können

Ein Gericht in Uganda hat die sofortige Abschiebung eines 65-jährigen schwulen Engländers veranlasst.

Der aus der Grafschaft Kent stammende Rentner Bernard Randall muss das afrikanische Land sofort verlassen, so die Anordnung von Richterin Hellen Ajio. Die Staatsanwaltschaft hatte Randall vorgeworfen, "die Jugend Ugandas zu korrumpieren".

Randall war im Oktober 2013 verhaftet worden (queer.de berichtete). Grund: Diebe hatten zuvor einen Laptop aus seinem Haus gestohlen, auf dem auch Bilder gespeichert waren, die ihn beim Sex mit einem 30-jährigen Ugander zeigten, mit dem er zusammenlebt. Diese wurden einer Boulevard-Zeitung zugespielt, die sie veröffentlichte. Daraufhin warf ihm die Polizei "Handel" mit obszönem Material vor, was mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden kann.

Gegenüber der BBC hatte Randall nach seiner Verhaftung erklärt, dass er offenbar wegen seiner Homosexualität von den Dieben ausgespäht wurde. Sie hätten nach dem Diebstahl versucht, ihn mit den Bildern zu erpressen, worauf er sich aber nicht eingelassen habe.

Randalls 30-jähriger Partner steht weiterhin vor Gericht. Ihm droht nun eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren.

Erst im Dezember 2013 hatte das ugandische Parlament einen Gesetzentwurf verabschiedet, der den Verfolgungsdruck auf Homosexuelle noch verstärkt (queer.de berichtete). Dieser sieht unter anderem eine lebenslange Haftstrafe für Schwule und Lesben vor und droht selbst Unterstützern von LGBT-Rechten mit mehrjährigen Haftstrafen. Präsident Yoweri Museveni hat allerdings Anfang Januar eine Unterzeichnung des Gesetzes abgelehnt – offenbar aus Angst vor Drohungen aus dem Westen, Hilfsgelder einzufrieren (queer.de berichtete). (dk)

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Reaktionen zu "Uganda schiebt schwulen Briten ab"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
23.01.2014
13:21:31
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von Alex


Wann gibt es endlich Sanktionen gegen diesen Barbarenstaat?!

Statt dessen gibt es noch Finanzhilfen, damit sich dieses faschistische Regime auch noch im Amt halten kann.


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#2
23.01.2014
17:59:18


(+2, 2 Votes)

Von Hugo


"Randalls 30-jähriger Partner steht weiterhin vor Gericht. Ihm droht nun eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren. "

England muß sofort die Freilassung fordern und die Ausreise aus diesem unmenschlichem Staat, das er mit seinem Partner in Ruhe leben kann und nicht immer in ständiger Angst.


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#3
24.01.2014
23:57:00


(+1, 1 Vote)
 


 Ort: Uganda


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