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Kommentare zu:
Auch Thüringen debattiert LGBT-Schulaufklärung


#41 sperlingAnonym
#42 Homo SapiensAnonym
  • 24.01.2014, 16:37h
  • Also ich habe selbstverständlich die Petition gegen den grünroten Bildungsplan unterschrieben (also NICHT die Gegenpetition) und bleibe auch dabei.

    Das hat NICHTS mit Intoleranz zu tun, weil ich ja selbst schwul bin.

    Ich bin einfach der Meinung, dass man mit dem umstrittenen Bildungsplan einfach zuviel des Guten tut.
    Das ist keine Aufklärung der Kinder mehr, sondern grünrote Indoktrination.

    Was bitte soll der Schwachsinn, dass Homosexualität "fächerübergreifend" Unterrichtsthema werden soll ?
    Was hat Sexualität in Fächern wie Geschichte und Mathematik verloren ?

    Es reicht vollkommen aus, wenn man die Jugendlichen in der 9. Klasse ausschließlich im Biologie-Unterricht über homosexuelle Lebensweisen aufklärt.
    Dann sind sie auch in dem Alter, wo sie schon einigermaßen diskussionsfähig sind.
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#43 David7sapientiorAnonym
  • 24.01.2014, 17:09h
  • Antwort auf #42 von Homo Sapiens
  • Das glaube ich mitnichten, denn sonst hättest du eine Ahnung wie wichtig es für die Selbstfindung ist Identifikationsfiguren zu haben.

    "Es reicht vollkommen aus, wenn man die Jugendlichen in der 9. Klasse ausschließlich im Biologie-Unterricht über homosexuelle Lebensweisen aufklärt."

    Aha. Und vorher darf man nicht wissen, dass es auch andere Lebensweisen gibt?

    "Dann sind sie auch in dem Alter, wo sie schon einigermaßen diskussionsfähig sind."

    Was soll denn da diskutiert werden? Pros und Contras?!?
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#44 So WhatAnonym
  • 24.01.2014, 17:17h
  • Antwort auf #42 von Homo Sapiens

  • Ich gerate immer ein bisschen ins Zweifeln, wenn man ausschließlich den Biologieunterricht dafür zuständig erklären will. Das klingt schon wieder ein bisschen so, als würde man das Ganze wieder auf die sexuelle Komponente reduzieren, und schwups wird es wieder zur Privatsache, über die man nicht spricht.
    M.E. ist es ein Thema, was in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern vorkommen muss. Mindestens.
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#45 sperlingAnonym
  • 24.01.2014, 17:39h
  • Antwort auf #42 von Homo Sapiens
  • >"Was hat Sexualität in Fächern wie Geschichte und Mathematik verloren ?"

    1. homosexualität ist nicht nur sexualität. vielleicht haben Sie's noch nicht bemerkt, aber auch schwule und lesben führen partnerschaften, die genau das selbe recht auf sichtbarkeit haben wie andere partnerschaften auch.

    2. im fach geschichte muss ja nicht, wie bisher, verschwiegen werden, dass die philosophen, von denen man redet, teils junge geliebte hatten. oder dass vom mittelalter bis in die neuzeit hinein auch homosexuelle hingerichtet wurden. oder dass der künstler x, die wissenschaftlerin y, der politiker z nicht heterosexuell waren. es geht nicht darum, homosexualität überall besonders herauszuheben, sondern nur darum, das bisherige krampfhafte verschweigen auch dort, wo sie eben sinnvollerweise erwähnt werden könnte, zu beenden.

    3. auch mathematik und fremdsprachen finden gern anhand von alltagsbeispielen statt. welchen grund sollte es haben, dort - wie bisher üblich - ausschließlich heterosexuellen alltag abzubilden und alles andere unsichtbar zu machen?

    >" Das hat NICHTS mit Intoleranz zu tun, weil ich ja selbst schwul bin."

    vielleicht denken Sie darüber ja noch einmal genauer nach, nachdem Sie sich mit den Gegenargumenten auseinandergesetzt haben?
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#46 David77Anonym
  • 24.01.2014, 19:01h
  • Was hat Ehefrau von König XY mit Geschichte zu tun? Das frage ich mich auch, was Heterosexualität mit Geschichte zu tun hat...
    Und was hat die Ehe vom Autor XY im Deutschunterricht zu suchen, wenn die HOmosexualität von Oscars Wilde, den Manns oder Tschaikowsky in der Lebensbiographie AUSDRÜCKLICH verheimlicht wird?

    Was hat der §175 mit Geschichte zu tun? SEHR VIEL!
    Ich habe erst im Coming Out vom 175er gehört und wusste NICHTS von der Schwulenverfolgung im 3. Reich, obwohl ich das Thema 3. Reich gleich 3x in Geschichte hatte...Beim 4. mal in Geschichte kam das Thema gaaanz kurz wenigstens in der Brandt-Ära dran, aber selbst da wusste mein Einser Geschichtslehrer nicht, dass der 175er nicht 1969 sondern erst 1994 abgeschafft worden war.
    Ich war ziemlich entsetzt aber auch ziemlich empört darüber, dass die Tatsache VORSÄTZLICH und BEWUSST im Geschichtsunterricht ausgeklammert wurde! Wie armselig!

    Und was hat Heterosexualität in Mathe zu suchen?
    "Ehepaar X hat 5 Kinder"... Komisch, da spielt heteroSEXUALITÄT eine verrdammt große Rolle, obwohl es doch nichts mit Mathe zu tun hat?
    Dann soll man jegliches Anzeichen einer sexuellen Orientierung komplett verbannen und alle Personen bitte asexuell abbilden. AM besten nach der "don't ask don't tell" Methode.
    Kein Familienstand, keine Ehepartner angeben, im Deutschunttericht keine Liebesgedichte, usw...
    Ist das lächerlich? Warum? Bei Homosexualität macht man das auch nicht anders.
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#47 KathiGr
  • 24.01.2014, 19:14h
  • Antwort auf #42 von Homo Sapiens
  • "Was bitte soll der Schwachsinn, dass Homosexualität fächerübergreifend Unterrichtsthema werden soll ?"

    -> Das ist falsch formuliert. Unterschiedliche Lebensweisen sollen fächerübergreifend dargestellt werden. (Das schließt natürlich verschiedengeschlechtliche Paare mit ein.) Beispielsweise wurde zu meiner Schulzeit erwähnt, dass Goethe mit einer Frau verheiratet war. Auf die gleiche Weise könnte und sollte erwähnt werden, wenn ein Schriftsteller einen Partner bzw. eine Schriftstellerin eine Partnerin hatte. Da ist doch nun wirklich nichts dabei. So eine kurze Bemerkung nebenbei kostet auch nicht viel Zeit. Entgegen der Behauptung meiner ehemaligen Lehrerin Franka Hitzing muss also KEIN anderer Unterrichtsstoff gekürzt werden.

    100% Zustimmung zu Sperlings Kommentar.
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#48 Homo SapiensAnonym
  • 24.01.2014, 19:24h
  • Antwort auf #43 von David7sapientior
  • Die Schüler sollen eben zuerst lernen, was normal ist.
    Auch wenn es vielen hier nicht passt:
    Der normale Fall ist Heterosexualität und keine Randgruppenthemen wie Homosexualität.

    In der 9. Klasse kann man mit den Schülern Homosexualität diskutieren.
    Dabei geht es nicht um irgendwelche Pros und Contras, sondern darum sich über das Thema offen ohne Denkverbote auszutauschen.

    Nur so kann man irgendwelche Vorbehalte gegen Schwule seitens von Schülern begegnen und ausräumen.
    Das schafft man nicht, indem man den Schülern befiehlt, was sie gefälligst zu denken haben.
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#49 KathiGr
  • 24.01.2014, 19:27h
  • Antwort auf #46 von David77
  • 100% Zustimmung.

    "Ich habe erst im Coming Out vom 175er gehört und wusste NICHTS von der Schwulenverfolgung im 3. Reich, obwohl ich das Thema 3. Reich gleich 3x in Geschichte hatte"

    -> Wow! Das ist krass. Bei mir war das glücklicherweise anders. Die Judenverfoglung stand zwar im Mittelpunkt, aber die Verfolgung der ganzen anderen Gruppen ist auch mal drangekommen. Im Übrigen wird die Judenverfolgung ja auch fächerübergreifend unterricht. Bei mir z.B. nicht nur in Geschichte, sondern auch im Deutschunterricht ("Das Tagebuch der Anne Frank") und im Religionsunterricht. Auf die gleiche Weise sollte man die historische und jetzige Diskriminierung von Homosexuellen im Unterricht unterbringen. Das wäre auch viel wichtiger, da sie ja noch aktuell ist.
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#50 RobbyEhemaliges Profil
  • 24.01.2014, 19:28h
  • Wir brauchen eindeutig MEHR Aufklärung über Homosexualität, Bisexualität, Transsexualiät und Intersexualität in der Schule und nicht WENIGER. Nur SO kann sich in der Gesellschaft wirklich was zum Besseren verändern. Aber genau DAS wollen diese Ewiggestrigen und Erzkonservativen - zu denen leider ja auch viele von der CDU, CSU und FDP gehören - ja nicht, denn nur wenn sie ihre perverse Ideologie von den Heteros als 'Herrenmenschen' und uns restlichen als 'Untermenschen' weiter propagieren können, können sie uns diskriminieren. Wenn die heranwachsenen Jungs und Mädchen nämlich mitbekommen würden, dass wir genauso viel wert sind wie die Heten, dann würden die den Blödsinn nicht mehr mitmachen, weil sie ja auch als Heteros nichts besseres sind.
    Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass momentan wieder genauso eine Scheiße verbreitet wird wie im Dritten Reich. - Mit genau den gleichen, durchgeknallten Pseudo-Argumenten, die sie damals schon zusammenphantasiert haben.
    Wir können bloß hoffen, dass es trotzdem noch genügend Politiker gibt, denen unsere Rechte WIRKLICH am Herzen liegen und die sich für uns und unsere Rechte einsetzen und auch durchsetzen.
    Sonst werden wir hier in Deutschland genauso enden, wie die LGBTIs in Russland. -
    Deshalb meine Aufforderung an alle: Macht den Mund auf und setzt euch für unsere Rechte ein - anstatt den drohenden Rollback kleinzureden! Wir SELBST müssen für unsere Rechte kämpfen - denn es sind UNSERE Grundrechte!
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