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Treffen mit nigerianischem Präsidenten

Goldie Hawn entsetzt über Homo-Hasser


Goldie Hawn tut es Leid, nicht besser über die Politik von Jonathan Goodluck informiert gewesen zu sein

Bei einem Treffen in der Schweiz war die Schauspielerin noch ganz angetan über den nigerianischen Präsidenten – bis sie von seinem Hass auf Homosexuelle erfuhr.

Die 68-jährige Schauspielerin Goldie Hawn sorgte am Mittwoch für Aufregung unter LGBT-Aktivisten, als sie auf Twitter ein Foto von ihr mit dem nigerianischen Staatschef Jonathan Goodluck veröffentlichte und ihn als "wundervollen Präsidenten" bezeichnete. Dabei hatte Goodluck rund eine Woche zuvor ein martialisches Gesetz unterschrieben, das nach Angaben von Amnesty International eine "Hexenjagd" auf Homosexuelle ausgelöst habe (queer.de berichtete).

Später entschuldigte sich Hawn in einer Erklärung für ihr Lob für den Homo-Hasser: "Wie so viele Amerikaner hatte ich keine Ahnung, welche Art von Verfolgung und Diskriminierung LGBT-Menschen in Nigeria erleiden. Ich bin geschockt und untröstlich. Diese Gräueltaten müssen aufhören". Die Schauspielerin löschte das Foto und entschuldigte sich bei ihren 515.000 Twitter-Anhängern dafür, nicht besser informiert gewesen zu sein.

Aktivisten: Unwissen über Homophobie weit verbreitet

LGBT-Aktivisten zeigten Verständnis für Hawns Wissenslücken, die leider weit verbreitet seien. So erklärte GLAAD-Sprecher Max Gouttebroze in einer Pressemitteilung: "Viele Amerikaner wissen nichts von Gräueltaten gegen LGBT in Ländern wie Nigeria, Uganda oder Russland und die drakonischen Gesetze, die nur dazu bestimmt sind, ein homophobes Klima zu schaffen."

Chad Griffin, der Chef der größten amerikanischen LGBT-Gruppe Human Rights Campaign, erklärte im Interview mit "HuffPost Live", er habe telefonisch mit Hawn gesprochen. Sie habe gesagt, dass ihr das Lob für Goodluck sehr leid getan habe. Griffin bezeichnete den nigerianischen Präsidenten als "einen der gefährlichsten Anti-LGBT-Anführer der Welt".

Die 1945 geborene Schauspielerin und Filmproduzentin gehörte im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts mit Filmen wie "Die Kaktusblüte", "Schütze Benjamin", "Overboard", "Ein Vogel auf dem Drahtseil" und "Der Club der Teufelinnen" zu den populärsten Hollywoodstars. In den letzten Jahren arbeitete sie vor allem für ihre Goldie Hawn Foundation, die sich für bessere Bildungsprogramme für Schüler einsetzt. (dk)



#1 ollinaieProfil
  • 24.01.2014, 13:52hSeligenstadt
  • "... arbeitete sie vor allem für ihre Goldie Hawn Foundation, die sich für bessere Bildungsprogramme für Schüler einsetzt."

    Realsatire!
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#2 panzernashorn
  • 24.01.2014, 16:24h
  • Antwort auf #1 von ollinaie
  • Aber immerhin: sie hat ihren Fehler erkannt und eingesehen sowie daraus die richtigen Konsequenzen gezogen; damit zeigt sie Größe, die ich bei sehr vielen anderen Zeitgenossen in einem solchen Fall vermisse.

    Fehler können jedem passieren - er sollte lediglich daraus lernen, und das hat sie sicherlich.

    Daher verdient sie aus meiner Sicht zu Recht Respekt.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.01.2014, 17:08h
  • Goldie Hawn ist eine tolle Schauspielerin und finde es gut, daß sie unsere Rechte unterstützt.

    PS: Im Film "Death becomes her" (Der Tod steht ihr gut) war sie einfach klasse! Hoffentlich sehen wir bald filmisch wieder etwas von ihr!
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#4 LucaAnonym
  • 24.01.2014, 17:10h

  • Das ist leider genau das Problem:
    viele Leute wissen gar nicht, was so alles abgeht. Da muss man auch gar nicht erst in die Ferne schweifen - die meisten Deutschen wissen ja nicht mal was in Deutschland abgeht.

    Wer weiß schon, dass die katholische Kirche z.B. dafür gesorgt hat, dass eine lesbische Putzfrau in einem Kindergarten entlassen wurde.

    Oder wer weiß schon, dass die Selbstmordrate unter schwul-lesbischen Jugendlichen 4-5 mal so hoch ist, wie bei Heteros.

    Das ist natürlich auch Schuld der Medien, die viel zu wenig darüber berichten. Infos bekommt man fast ausschließlich bei rein schwul-lesbischen Medien.

    Ich bin überzeugt: wüssten mehr Menschen, was so alles abgeht in Deutschland, könnte Frau Merkel nicht mehr so homophob regieren...
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#5 FOX-NewsAnonym
#6 Roman BolligerAnonym
  • 24.01.2014, 19:51h
  • So sieht man wieder einmal: Startum schützt vor Dummheit nicht, im Gegenteil. Es gibt wohl einige Stars und Starlets, welche sich nie kundig machen über das Geschehen in der Welt und dennoch jede passende und unpassende Gelegenheit benutzen, zum Weltgeschehen Stellung zu beziehen, auch wenn sie keine Ahnung haben. Ruhmsucht eben.
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#7 janxAnonym
  • 24.01.2014, 23:10h

  • Ist ok. War wenigstens ehrlich. Fehler offen und klar zugegeben. Muss man jetzt nicht noch groß drauf rumhacken.
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#8 JeyeAnonym
  • 25.01.2014, 00:13h

  • Hat sie eigentlich gesagt, warum sie den Mann denn als so "wundervollen Staatschef" bezeichnet hat? Mir fällt da jetzt spontan nichts ein, was man dem nigerianischen Präsidenten positiv anrechnen kann?
    Aber sonst: Schön, dass sie zurückrudert und sich ehrlich entschuldigt. Andere (v.A. Politiker) würden, obwohl völlig offensichtlich ist, dass sie sich geirrt haben, irgendwelche schwammigen, sinnlose Rechtfertigungen von sich geben. Hut ab!
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#9 OliverZiAnonym
  • 25.01.2014, 17:45h
  • Antwort auf #8 von Jeye
  • Vielleicht gefällt ihr ja das weltgrößte Geldwäscheprojekt der Welt: vor Lagos wird eine riesige Halbinsel mit Wohnraum für mehrere 100.000 Menschen aufgeschüttet. Mit Einkaufszentren und Bürotürmen. Derweil hat der Slum in Sichtweite weiterhin keine Kanalisation, keinen Strom (wie der Großteil des Landes - man verbrennt lieber den billigen Spritt in schmutzigen Generatoren), keine Polizei und keine Schulen.

    Aber Hey - die Sandburg vor Lagos sieht echt hübsch und sooo fortschrittlich aus
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#10 alexander
  • 26.01.2014, 17:09h
  • also hier sollte man wirklich die kirche im dorf lassen!!!
    die liebe goldie mag ja dem schwarzen bullencharme erlegen sein, warum auch nicht ???
    aber nachdem sie aufgeklärt wurde, hat sie sofort und eindeutig stellung bezogen!!!
    MAN SIEHT NICHT JEDEM DEN MÖRDER AN!!!
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