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  • 24.01.2014           11      Teilen:   |

Treffen mit nigerianischem Präsidenten

Goldie Hawn entsetzt über Homo-Hasser

Artikelbild
Goldie Hawn tut es Leid, nicht besser über die Politik von Jonathan Goodluck informiert gewesen zu sein

Bei einem Treffen in der Schweiz war die Schauspielerin noch ganz angetan über den nigerianischen Präsidenten – bis sie von seinem Hass auf Homosexuelle erfuhr.

Die 68-jährige Schauspielerin Goldie Hawn sorgte am Mittwoch für Aufregung unter LGBT-Aktivisten, als sie auf Twitter ein Foto von ihr mit dem nigerianischen Staatschef Jonathan Goodluck veröffentlichte und ihn als "wundervollen Präsidenten" bezeichnete. Dabei hatte Goodluck rund eine Woche zuvor ein martialisches Gesetz unterschrieben, das nach Angaben von Amnesty International eine "Hexenjagd" auf Homosexuelle ausgelöst habe (queer.de berichtete).

Später entschuldigte sich Hawn in einer Erklärung für ihr Lob für den Homo-Hasser: "Wie so viele Amerikaner hatte ich keine Ahnung, welche Art von Verfolgung und Diskriminierung LGBT-Menschen in Nigeria erleiden. Ich bin geschockt und untröstlich. Diese Gräueltaten müssen aufhören". Die Schauspielerin löschte das Foto und entschuldigte sich bei ihren 515.000 Twitter-Anhängern dafür, nicht besser informiert gewesen zu sein.

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Aktivisten: Unwissen über Homophobie weit verbreitet

LGBT-Aktivisten zeigten Verständnis für Hawns Wissenslücken, die leider weit verbreitet seien. So erklärte GLAAD-Sprecher Max Gouttebroze in einer Pressemitteilung: "Viele Amerikaner wissen nichts von Gräueltaten gegen LGBT in Ländern wie Nigeria, Uganda oder Russland und die drakonischen Gesetze, die nur dazu bestimmt sind, ein homophobes Klima zu schaffen."

Chad Griffin, der Chef der größten amerikanischen LGBT-Gruppe Human Rights Campaign, erklärte im Interview mit "HuffPost Live", er habe telefonisch mit Hawn gesprochen. Sie habe gesagt, dass ihr das Lob für Goodluck sehr leid getan habe. Griffin bezeichnete den nigerianischen Präsidenten als "einen der gefährlichsten Anti-LGBT-Anführer der Welt".

Die 1945 geborene Schauspielerin und Filmproduzentin gehörte im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts mit Filmen wie "Die Kaktusblüte", "Schütze Benjamin", "Overboard", "Ein Vogel auf dem Drahtseil" und "Der Club der Teufelinnen" zu den populärsten Hollywoodstars. In den letzten Jahren arbeitete sie vor allem für ihre Goldie Hawn Foundation, die sich für bessere Bildungsprogramme für Schüler einsetzt. (dk)

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Tags: goldie hawn, nigeria, jonathan goodluck, davos
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Reaktionen zu "Goldie Hawn entsetzt über Homo-Hasser"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
24.01.2014
13:52:59


(0, 8 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


"... arbeitete sie vor allem für ihre Goldie Hawn Foundation, die sich für bessere Bildungsprogramme für Schüler einsetzt."

Realsatire!


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#2
24.01.2014
16:24:50


(+7, 9 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von ollinaie


Aber immerhin: sie hat ihren Fehler erkannt und eingesehen sowie daraus die richtigen Konsequenzen gezogen; damit zeigt sie Größe, die ich bei sehr vielen anderen Zeitgenossen in einem solchen Fall vermisse.

Fehler können jedem passieren - er sollte lediglich daraus lernen, und das hat sie sicherlich.

Daher verdient sie aus meiner Sicht zu Recht Respekt.


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#3
24.01.2014
17:08:11


(-4, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Goldie Hawn ist eine tolle Schauspielerin und finde es gut, daß sie unsere Rechte unterstützt.

PS: Im Film "Death becomes her" (Der Tod steht ihr gut) war sie einfach klasse! Hoffentlich sehen wir bald filmisch wieder etwas von ihr!


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#4
24.01.2014
17:10:41
Via Handy


(+7, 11 Votes)

Von Luca


Das ist leider genau das Problem:
viele Leute wissen gar nicht, was so alles abgeht. Da muss man auch gar nicht erst in die Ferne schweifen - die meisten Deutschen wissen ja nicht mal was in Deutschland abgeht.

Wer weiß schon, dass die katholische Kirche z.B. dafür gesorgt hat, dass eine lesbische Putzfrau in einem Kindergarten entlassen wurde.

Oder wer weiß schon, dass die Selbstmordrate unter schwul-lesbischen Jugendlichen 4-5 mal so hoch ist, wie bei Heteros.

Das ist natürlich auch Schuld der Medien, die viel zu wenig darüber berichten. Infos bekommt man fast ausschließlich bei rein schwul-lesbischen Medien.

Ich bin überzeugt: wüssten mehr Menschen, was so alles abgeht in Deutschland, könnte Frau Merkel nicht mehr so homophob regieren...


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#5
24.01.2014
19:08:55


(0, 4 Votes)

Von FOX-News
Antwort zu Kommentar #4 von Luca


Das stimmt so nicht: SpOn berichtet relativ oft über schwul-lesbische Themen, auch HuffPost berichtet viel über die Themen.

Das Problem ist eher, dass es die meisten Leute absolut nicht interessiert, ob eine Lesbe entlassen wird, oder ein Schwuler zusammengeschlagen wird oder die Todesstrafe erhält. Spiegel TV hatte sogar mal vor mehren Jahren eine 1-h-Reportage über die Situation von Schwulen im Iran gezeigt und darauf hingewiesen, dass seit der Revolution 4000 (!!!) Schwule im Iran gehängt worden sind.

Link zu www.spiegel.de


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#6
24.01.2014
19:51:13


(-3, 7 Votes)

Von Roman Bolliger


So sieht man wieder einmal: Startum schützt vor Dummheit nicht, im Gegenteil. Es gibt wohl einige Stars und Starlets, welche sich nie kundig machen über das Geschehen in der Welt und dennoch jede passende und unpassende Gelegenheit benutzen, zum Weltgeschehen Stellung zu beziehen, auch wenn sie keine Ahnung haben. Ruhmsucht eben.


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#7
24.01.2014
23:10:07
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von janx


Ist ok. War wenigstens ehrlich. Fehler offen und klar zugegeben. Muss man jetzt nicht noch groß drauf rumhacken.


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#8
25.01.2014
00:13:20
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Jeye


Hat sie eigentlich gesagt, warum sie den Mann denn als so "wundervollen Staatschef" bezeichnet hat? Mir fällt da jetzt spontan nichts ein, was man dem nigerianischen Präsidenten positiv anrechnen kann?
Aber sonst: Schön, dass sie zurückrudert und sich ehrlich entschuldigt. Andere (v.A. Politiker) würden, obwohl völlig offensichtlich ist, dass sie sich geirrt haben, irgendwelche schwammigen, sinnlose Rechtfertigungen von sich geben. Hut ab!


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#9
25.01.2014
17:45:50


(+5, 5 Votes)

Von OliverZi
Antwort zu Kommentar #8 von Jeye


Vielleicht gefällt ihr ja das weltgrößte Geldwäscheprojekt der Welt: vor Lagos wird eine riesige Halbinsel mit Wohnraum für mehrere 100.000 Menschen aufgeschüttet. Mit Einkaufszentren und Bürotürmen. Derweil hat der Slum in Sichtweite weiterhin keine Kanalisation, keinen Strom (wie der Großteil des Landes - man verbrennt lieber den billigen Spritt in schmutzigen Generatoren), keine Polizei und keine Schulen.

Aber Hey - die Sandburg vor Lagos sieht echt hübsch und sooo fortschrittlich aus


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#10
26.01.2014
17:09:10


(+3, 5 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


also hier sollte man wirklich die kirche im dorf lassen!!!
die liebe goldie mag ja dem schwarzen bullencharme erlegen sein, warum auch nicht ???
aber nachdem sie aufgeklärt wurde, hat sie sofort und eindeutig stellung bezogen!!!
MAN SIEHT NICHT JEDEM DEN MÖRDER AN!!!


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