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  • 27.01.2014           34      Teilen:   |

Lesben und Schwule in der Union

Zum Bildungsplan: Das Wort zum Sonntag der LSU

Die Unions-Homos kritisieren Pro- und Contra-Petitionen zum Bildungsplan in Baden-Württemberg. Es gehe doch nur um die "von der Schöpfung gewollte sexuelle Orientierung".


Mit diesen T-Shirts war die LSU im letzten Sommer auf vielen CSDs vertreten.

Am Wochenende erreichte uns eine Pressemitteilung der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) zum Streit um den Bildungsplan in Baden-Württemberg, die wir hiermit vollständig dokumentieren wollen.

Die Schöpfung annehmen und gesellschaftliche Akzeptanz fördern

Von LSU-Bundesgeschäftsführer Carsten Sura

Es gibt Menschen, die Menschen gleichen Geschlechts lieben. Sie sind wie alle Menschen Teil der Schöpfung. Zur partnerschaftlichen Liebe gehört auch die sexuelle Liebe. Insofern ist jede Maßnahme, die einen offenen und ehrlichen Umgang mit diesen Tatsachen – also auch mit der Schöpfung – einfordert, nur zu begrüßen.

Und es gibt Menschen, denen es schwer fällt, die Schöpfung so zu akzeptieren wie sie ist. Und auch diese Menschen sind Teil der Schöpfung. Und es verwundert daher nicht, dass es zu Widerspruch und Widerstand kommt.

Nun jagt eine Petition die andere und es ist zu befürchten, dass jede der beteiligten Seiten die Menschen und ihre von der Schöpfung gewollte sexuelle Orientierung, um die es hier eigentlich gehen soll, für sich instrumentalisiert. Die einen wollen den politischen Erfolg, die anderen wollen der verlängerte Zeigefinger einer höheren moralischen Instanz sein.

Dabei geht es doch allein darum, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie nun einmal sind: Es gibt Frauen, die Männer lieben; Männer, die Frauen lieben; Frauen, die Frauen lieben; Männer, die im "falschen" Körper geboren werden; und so weiter und sofort.

Dies ist keinesfalls gleichzusetzen mit sexuellen Praktiken. Diese sind – und das ist nicht erst nach irgendwelchen Aufklärungswellen bekannt – vielfältig und völlig unabhängig von sexuellen Orientierungen und Präferenzen. So gibt es auch keine Verbindung zwischen Transsexualität und Sexualverhalten. Die vielen Bedeutungen des Wortes Sex, übernommen aus dem englischen Sprachgebrauch, sind zu differenzieren. Wer hierzu nähere Informationen benötigt, der bedarf selbst der Aufklärung und zeigt, wie wichtig dieses Thema gerade auch in Schulen ist. In dieser Unwissenheit ganze Bevölkerungsteile aufzuhetzen, die eigentlich in Frieden mit Ihrem Nachbarn leben wollen, ist peinlich und widerspricht dem hohen Bildungsniveau in unserem Land.

Wir fordern alle Beteiligten auf, zum Kern der Diskussion zurückzukehren. Es ist gut, wenn wir gemeinsam mit der Schöpfung leben, anstatt uns an ihr abzuarbeiten. Wir empfehlen der einen Seite, die wunderbare Fülle der Welt so kennen und akzeptieren zu lernen, wie sie nun mal (und u. E. vom Schöpfer gewollt) ist. Der anderen Seite sagen wir: Nehmt Rücksicht auf die, die sich mit der Vielfalt der Schöpfung noch schwer tun, weil ihnen bisher Erfahrungen und Berührungspunkte fehlen. Lasst nicht zu, dass diese zum leichten Spiel werden für die, die die Welt nicht teilen wollen. Holt sie dort ab, wo sie stehen – auf angemessene Art und Weise und nicht mit der Keule einer vermeintlichen Mehrheit. Dies muss das Ziel sein und nicht die Wette, wer am Ende mehr Unterschriften gesammelt hat.



Bilder: LSU

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Tags: baden-württemberg, bildungsplan, lsu, union, carsten sura
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Reaktionen zu "Zum Bildungsplan: Das Wort zum Sonntag der LSU"


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
27.01.2014
11:15:36


(+5, 9 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Mit religiösen Metaphern zu argumentieren, ist peinlich. Im Prinzip darf es auch gar nicht darum gehen, den homophoben Kräften in Kirche und Politik die Ängste zu nehmen, wir müssen die Ängste der Ewiggestrigen schüren. Den Rollback widersteht man nämlich nicht mit der Anpassung ans Falsche, sondern durch Veränderung.
Link zu www.ruhrbarone.de


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#2
27.01.2014
11:15:38


(+7, 9 Votes)

Von Wissenschaft


Begriffe wie "Schöpfung" haben im öffentlichen, politischen Diskurs eines säkularen, demokratischen Rechtsstaats, in einer Gesellschaft, in der jeder das Recht haben muss, frei von Religion zu leben (Religionsfreiheit!), nichts verloren.

Und vor allem dort nicht, wo Kinder ein Recht darauf haben, nicht mit antiwissenschaftlicher Unterdrückungsideologie indoktriniert zu werden!

Soviel zu "Ideologisierung" und "Indoktrination" von Kindern und Jugendlichen!


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#3
27.01.2014
11:27:56


(+7, 9 Votes)

Von sperling


ja, sicher...

eine "aufklärung" unter der fahne des schöpfergottes ist natürlich ne super grundlage für eine ideologiefreie schule.

wie blind kann man denn sein?


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#4
27.01.2014
11:34:38


(+4, 6 Votes)

Von Fred i BKK


...ja Himmel,Herrgott,Sakrament nochmal..dann ladet doch endlich Euren "Schoepfer" mal ein zu ner Talk-Show oder in den Bundestag /Rat ,fragt in doch mal was so seine Vorstellung ist ...

wenn er persoenlich endlich mal "auftaucht" will sogar ich mich gerne ueberzeugen lassen .....
der, der sich als sein "Vertreter" ausgibt war doch auch schon da

Ich kann diesen jaemmerlichen Schwachsinn von fiktivem Gott-Goetter-Aberglauben einfach nicht mehr hoeren.....

so eine Kacke ..das die "Verdummbibelung" nicht schmerzhaft ist ....

dann wuerde sich vielleicht ganz schnell was aendern....


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#5
27.01.2014
12:11:43
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Bildung


Welchen Schutz staatlicher Seite haben Lesben, Schwule, Heteros ohne Ehen gar keinen. Lockere fun and sex relations bilden keine festen Verhältnisse. Anders gesagt, Sicherheit der Vergünstigungen besteht nicht. Noch schlimmer bei allen der Gruppen, viele bilden sich was ein, lockere Bekanntschaften sind keine Beziehungen. Die Staaten hatten keinen Bock die LP Gesetze mit vielen rights zu finalisieren. Anerkennung ist Profitieren und nicht halb leeres Gesetz, dem entsprechend mangelnde Verantwortung. Bildung ist nur Hinweis auf sexuelle erwachsene Möglichkeiten. Man kann nicht Theater machen. Kindchen lesbisch dann zum Arzt. Kleines Kind deine Muschi braucht später einen Schwanz. Das muss schon Kind selber wissen, was will. Alte lesbische Rentnerinnen gehen zum Doktor. Warum ladies wollten keinen Schwanz warum. Die Aufklärung gehört überall. Heikles Thema a little aber sich durchringen. Alte Lesben haben ihre eheliche Ziele nicht realisiert. Wow mir wor peinlich zu sogen, dass der Juckreiz lesbisch gelaufen ist. Wie gesagt, Mittelalter, Einschüchterung, Scham gehört der Vergangenheit. Wer versteckt sich mehr Schwule oder Lesben. Noch im 21 Jh. noch how long, in Russland 2 Lesben wow Raumschiff von anderem Planet gekommen, tja mit Leeesben.


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#6
27.01.2014
12:12:55


(+4, 8 Votes)

Von -hw-
Antwort zu Kommentar #2 von Wissenschaft


Hier sind Kinder Teil der Schöpfung. (4. Bild)

Link zu www.zoo-osnabrueck.de


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#7
27.01.2014
12:15:43


(+5, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Schöpfung, Schöpfung, Schöpfung, Schöpfung..

Schöpfen und Streuen..

Was ist das ?

Ist die LSU jetzt zum U-Boot der HUK verkommen ?

Was soll dieses Geschwafel von der Schöpfung, und wo genau liegen bitte die Anfänge und der Kern der Diskussion die es zu führen gilt ?

Es gibt keine zu führende Diskussion über die "Vielfalt der Schöpfung", oder darüber, ob sich jemand "damit schwer tut" !

Hast Du einen am Brett ?

Welche Diskussion soll hier denn geführt werden ?

Ob es denn nicht vielleicht bitte, bitte ein bisschen weniger Diskriminierung in den Schulen sein darf, und ob es möglicherweise einigen Lehrern erlaubt werden könnte im direktem Gespräch, möglichst in den Pausen, anzudeuten das es so etwas wie LGBT´s geben könnte ?

Wir sind keine Aliens, keine Ausserirdischen die hier her kommen, einen kurzen Besuch abstatten, und dann wieder rückstandsfrei verschwinden..

Wer solchen Leuten erlaubt sich in die Bildungspolitik einzumischen und damit weiterhin verhindert das Kinder und Jugendliche in den Kindergärten und Schulen unfassend über alle Möglichkeiten der Menschlichen sexuellen Identitäten aufgeklärt werden, macht sich Mitschuldig an der Diskriminierung und Unterdrückung von jungen LGBT´s an den Schulen, und innerhalb der Gesellschaft, weil er damit die Möglichkeit zur Bildung einer vorurteilsfreien Gesellschaft die in den Schulen ausgebildet werden muß, leichtfertig verspielt !

Und noch etwas bei der Gelegenheit..

Bei der Bundespressekonferenz ist bei mir eben SEHR DEUTLICH mein Gaydar angesprungen, als der neue CDU-Bundesgeschäftsführer Peter Tauber sich auf Nachfrage zur Gleichstellung geäußert hat..

Der Jung wird bald 40 und ist lt. Wiki "ledig", evangelisch, und stock konservativ..

Wie viele Hinweise will er denn noch geben bis er aus dem Schrank kommt ?


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#8
27.01.2014
12:32:56


(+4, 6 Votes)

Von Urtyp


Bild-Link:
neanderthalers.jpg


"Holt sie dort ab, wo sie stehen auf angemessene Art und Weise und nicht mit der Keule einer vermeintlichen Mehrheit."

Link zu www.swp.de


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#9
27.01.2014
12:38:34


(+6, 8 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Wie asozial, mit "Schöpfung" zu argumentieren.
Dieser Aberglaube ist es doch, der Menschen das Hirn vernagelt.

Nein, es muss noch viel weiter ausgeholt werden.
Es muss endlich aufgezeigt werden, wo die Kirchen überall ihre Finger drin haben, um Menschen zu manipulieren. Das muss aufhören!

Kirchlich geführte Kindergärten gehören zum Beispiel verboten. Keiner kann mir erzählen, daß nicht dort bereits missioniert und indoktriniert wird. (Indoktrination (lat. doctrina Belehrung) ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten. [Wikipedia])

Die einzige Entschuldigung, die ich für diese Entgleisung des LSU-Sprechers gelten lasse, ist, daß er als Teil einer Glaubensgemeinschaft dieselben psychischen Probleme hat, wie alle anderen Gläubigen auch. Daran kann man aber arbeiten, hoffe ich.


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#10
27.01.2014
12:41:16


(+7, 9 Votes)

Von Oepfung
Antwort zu Kommentar #7 von TheDad


"Der Koalitionsvertrag, der den Leitfaden für die künftige Regierungsarbeit bildet, ist durchaus vom Gedankengut der Grünen geprägt. Die künftigen Regierungsparteien sprechen sich dafür aus, die Schöpfung zu bewahren und die Natur zu schützen."(NZZ)

«Es kann nicht darum gehen, dass wie in Baden-Württemberg eine breite Debatte in den Schulen ausbricht.»

Link zu www.suedkurier.de


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