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  • 27.01.2014           86      Teilen:   |

"Es ist Privatsache"

Jens Lehmann: Coming-out ist "blöd"

Artikelbild
Jens Lehmann war 2003 bis 2008 Schlussmann des englischen Spitzenteams Arsenal London (Bild: Ronnie Macdonald / flickr / cc by 2.0)

Der ehemalige deutsche Nationaltorhüter wundert sich, dass ein harter Mann wie Thomas Hitzlsperger schwul sein kann – und empfiehlt aktiven homosexuellen Spielern, sich bloß nicht zu outen.

Für den früheren Spitzentorwart Jens Lehmann wäre es eine Dummheit für schwule Profis, ihre Homosexualität während ihrer Karriere öffentlich zu machen. In der Fußballtalkhow "Sky90" erklärte der 44-Jährige auf die Frage, ob er es für möglich hält, dass sich ein aktiver Fußballprofi outet: "Wenn ein Spieler das machen würde, wäre er blöd. Er kann nicht voraussehen, was passiert. Das kann man den Leuten nicht raten, die hätten keinen Spaß mehr daran, Fußball zu spielen". Vor allem bei Auswärtsspielen könne es dann zu unvorhersehbaren Reaktionen kommen. "Warum auch? Es hat niemand etwas daran gewonnen, es ist Privatsache", warnte Lehmann.

Der 61-fache Nationalspieler glaubt, er hätte es "komisch" gefunden, wenn er während seiner aktivien Karriere von der Homosexualität von Thomas Hitzlsperger erfahren hätte, der sich Anfang Januar als schwul geoutet hatte (queer.de berichtete): "Man duscht jeden Tag zusammen, man hat Phasen, in denen es nicht so läuft", so Lehmann.

Über die Homosexualität Hitzlspergers, mit dem er zwischen 2008 und 2010 beim VfB Stuttgart zusammengespielt hatte, wusste er nichts, da sich der Mittelfeldspieler offenbar nicht typisch schwul verhalten habe: "Thomas Hitzlsperger ist ein Spieler, der erstens sehr intelligent ist und zweitens von seiner Spielweise überhaupt nicht den Anlass gegeben hätte, dass da man hätte denken können, da ist irgendetwas. Man assoziiert ja mit Homosexuellen leider immer, dass sie etwas weicher sind. Bei ihm war das nicht so", sagte Lehmann.

Viele Mitspieler hätten, wenn sie von der Homosexualität erfahren hätten, Witze über ihn gemacht: "Es ist nicht so, dass da 25 hoch Intellektuelle rumlaufen, die darüber diskutieren, ob jemand schwul ist oder nicht. Fußball ist eine Männersache, da muss man nicht so viel nachdenken. Und die Zuschauer in den Stadien kann man auch nicht kontrollieren. Ob man sich das als Betroffener antun muss?"

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Niersbach will mit Hitzlsperger sprechen

In der Sendung sicherte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach schwulen Profifußballern zu, sie bei einem Coming-out zu unterstützen und sich mit Hitzlsperger über dessen Erfahrungen auszutauschen: "Er hat sich vorgenommen, zum Länderspiel am 5.März in Stuttgart gegen Chile zu kommen: Dann wollen wir auch darüber sprechen, in wie weit wir ihn mit den Erfahrungen, die er gemacht hat, in den Verband einbinden können, um dann weiteren zu helfen."

Er kritisierte die große mediale Aufmerksamkeit und wünschte sich schwule Spieler als "Normalität": "Unser Wunsch wäre, dass man damit genauso normal umgeht wie bei Künstlern, Politikern, Schauspielern und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses. Wir stehen freundschaftlich an seiner Seite", sagte Niersbach. (dk)

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Tags: fußball, jens lehmann, sport, dfb, wolfgang niersbach, thomas hitzlsperger
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Reaktionen zu "Jens Lehmann: Coming-out ist "blöd""


 86 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
27.01.2014
11:43:10


(+13, 15 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Nein, Jens Lehmann its blöd !

Und damit ist er teil des Systemes das es Schwulen Profi-Fußballern unmöglich machen soll sich zu outen..

""Man assoziiert ja mit Homosexuellen leider immer, dass sie etwas weicher sind.""

Nee Herr Lehmann..

Nicht "man", sondern Leute wie Sie assoziieren immer das Schwule "etwas weicher" wären, und das zeigt letztlich nur wie weich solche Leute wie Sie in der Birne sind !

Und wenn Mann jahrelang nichts davon merkt das ein MItspieler Schwul ist, dann hat Mann keine Ahnung davon wie Schwule wirklich sind, und sollte einfach mal die Fresse halten !


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#2
27.01.2014
11:47:49


(+14, 16 Votes)

Von coming out


"Man duscht jeden Tag zusammen, man hat Phasen, in denen es nicht so läuft", so Lehmann.

Die Behandlung der psychisch bedingten Harnverhaltung liegt in der kognitiven Verhaltenstherapie, deren Ziel darin besteht, die angstauslösenden und verwirrungsstiftenden Gedanken zu reorganisieren und die Überwindung der vermiedenen Situationen zu üben.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Harnverhaltung#Psychisch_bed
ingter_Harnverhalt


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#3
27.01.2014
11:53:37


(+14, 16 Votes)

Von DFB Blablaba


"In der Sendung sicherte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach schwulen Profifußballern zu, sie bei einem Coming-out zu unterstützen

Er kritisierte die große mediale Aufmerksamkeit und wünschte sich schwule Spieler als "Normalität": Wir stehen freundschaftlich an seiner Seite", sagte Niersbach."

Warum sind dann bis heute noch nicht einmal homophobe Gesänge und Parolen in Stadien verboten?

"Aber der veranstaltende DFB unterließ es, die Stadionsprecher anzuweisen, auf die [homophoben] Gesänge hinzuweisen, so wie es zwei Wochen zuvor an gleicher Stelle geschehen war, als Fans des TSV 1860 München einen Spieler des FC Ingolstadt rassistisch beleidigt haben."

Link zu www.taz.de


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#4
27.01.2014
11:59:08


(+15, 17 Votes)

Von Mass Media Watch


Eine Schande, dass solche öffentlichen Forderungen nach fortgesetzter sexueller Apartheid mit dümmlichst homophoben "Begründungen" überhaupt noch möglich sind.

Hätten die Massenmedien die Forderung oder "Empfehlung", es solle im Profi-Fußball besser keine Schwarzen oder Juden geben, garniert mit rassistischen und antisemitischen Stereotypisierungen, auch einfach unwidersprochen verbreitet?


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#5
27.01.2014
12:02:07


(+9, 11 Votes)

Von sanscapote
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Jens Lehmann (der liebe Gott persoenlich spricht): "Fußball ist eine Männersache, da muss man nicht so viel nachdenken. Etwas fuer harte Maenner, und die sind nicht schwul"

Das bedeutet Fussball spielende Maenner haben nicht schwul zu sein, denn sonst waeren sie keine Fussballer und keine harten Maenner. Da es jedoch schwule Fussballer gibt, sind es keine Maenner oder keine harten Maenner??? ogottogoo Lehmann, komm endlich aus dem Schrank!!!!. Jens du bist nicht nur bloed du bist nae"h"mlich dae"h"mlich.

"Niersbach will mit Hitzlsperger sprechen"

Niersbach willst du nur sprechen oder auch etwas TUN, und wenn ja, WAS?


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#6
27.01.2014
12:06:44


(+14, 16 Votes)

Von widerlichst


"Warum auch? Es hat niemand etwas daran gewonnen, es ist Privatsache"

genau da offenbart sich die totale menschenverachtung, die aus dem munde lehmanns spricht.

während die heterosexualität von spielern immer und überall massenmedial inszeniert und zelebriert wird, muss schwulsein weiterhin im stillen kämmerlein bzw. schrank versteckt werden.

auch die meisten aussagen von dfb-funktionären, die die "große mediale aufmerksamkeit" bezüglich der schwulen coming-outs "kritisieren", zielen doch genau in diese richtung: der heterosexistische betrieb und seine geschäftsmodelle sollen und dürfen nicht gestört werden!


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#7
27.01.2014
12:13:03


(+14, 16 Votes)

Von stephan
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"Der ehemalige deutsche Nationaltorhüter wundert sich, dass ein harter Mann wie Thomas Hitzlsperger schwul sein kann"

Und ich wundere mich, dass jemand mit so wenig Hirn in Lage ist zu sprechen!

Was kann es denn wohl bedeuten Herr Lehmann, wenn die anderen Menschen nicht zu Ihren Vorurteilen passen? 'Grübel'? Irgendwelche Schlussfolgerungen Herr Lehmann, oder brauchen Sie Hilfe dabei?


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#8
27.01.2014
12:13:07


(-6, 12 Votes)

Von martin s


Warum haben Stadien auch Gruppenduschen ?
Das fördert doch nur die Geilheit.

Hätte ein Stadion Einzelduschen abgeteilt ... könnte jeder Fussballspieler seine Intimsphäre wahren.

Aber dafür ist ja kein Geld da ... genau so wie für die Sicherung der Zuschauer ... dass bezahlt ja auch der Staat, bzw. Steuerzahler.

Die Vereine machen hohe Gewinne und regelmässige Veranstaltungen und haben auch für Sicherheitsvorkehrungen zu zahlen.


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#9
27.01.2014
12:26:33


(-3, 9 Votes)

Von Dennis
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Antwort zu Kommentar #8 von martin s


Ich finde man muß Herrn Lehmann zu Gute halten das er einfach Dumm ist - bzw nachweislich nicht zu den 25 gehört die in der Lage sind "nach" zu denken. Ein Griff in die KlischeeKiste ist da viel einfacher . . .

"Was ich mit Sicherheit gewusst hätte, ist, dass es einige gegeben hätte, sei es Konkurrenten oder andere in der Kabine, die permanent Witze darüber gemacht hätten. Es ist nicht so, dass da 25 hoch Intellektuelle rumlaufen, die darüber diskutieren, ob jemand schwul ist oder nicht. Fußball ist eine Männersache, da muss man nicht so viel nachdenken."

Link zu www.sport1.de


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#10
27.01.2014
12:27:44


(+6, 12 Votes)

Von sexuell befreit
Antwort zu Kommentar #8 von martin s


Was hast du gegen Geilheit in Gruppenduschen?


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