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Neue Überweisungsformulare sind bereits in den Banken erhältlich (Bild: Deutsche Bank)

Zum 1. Februar 2014 werden in über 30 Ländern die Zahlungsmodalitäten vereinheitlicht. Was ist dabei zu beachten?

Viele Menschen haben einen Traum und wollen eine eigene Idee verwirklichen. Selbstständige in Deutschland versuchen, ohne die Gängelung von Arbeitgebern ihren eigenen Traum zu leben. Da sie jedoch zumeist keine eigenen Abteilungen haben, die sich um finanzielle Belange kümmern, müssen sie wichtige gesetzliche Neuerungen besonders beachten. Ein wichtiges Thema im Jahr 2014 ist die in Kürze anstehende SEPA-Umstellung.

Was ist das Allerwichtigste bezüglich der Umstellung?

Die Vorbereitungen nicht nur bei Selbstständigen, sondern auch in Firmen, Vereinen und Banken aller Art sollten bereits auf Hochtouren laufen. Denn zum 1. Februar 2014 werden in über 30 Ländern die Zahlungsmodalitäten vereinheitlicht. Die Abkürzung SEPA steht dabei für "Single Euro Payments Area". In den Staaten, zu denen nicht nur vollwertige EU-Mitglieder wie Deutschland, sondern auch andere Länder wie die neutrale Schweiz oder Island, Bulgarien und Norwegen gehören, wird anstatt der nationalen Besonderheiten ein neuer Standard für den Geldverkehr gesetzt.

Die wohl wichtigste Neuerung ist dabei der IBAN. Dieses Kürzel steht für "International Bank Account Number". In einer festen Abfolge werden hier eine Länderchiffre (bei uns in Deutschland beispielsweise DE), eine Prüfnummer und dann die in Deutschland zuvor benutzte Bankleitzahl (BLZ) sowie die vorher gebräuchliche Kontonummer in einen Code integriert. Schon jetzt ist dieser auf Kontoauszügen oder auf ec-Karten in Deutschland angegeben.

Bis 2016 wird zusätzlich zur IBAN auch noch der BIC für Geldtransfers über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus verwendet. Der "Bank Identifier Code" enthält in acht bis elf Zeichen die Bank, die Nationenkennung, den Ort und als freiwillige Angabe die Filiale der Bank.

Statt der in Deutschland benutzten Finanzsprache DTAUS wird ab dem 1. Februar die XML, also die Extensible Markup Language, für die Übermittlung und Speicherung von Finanzdaten genutzt.

Konkrete Hinweise für Selbstständige


Von Island bis Zypern: Die Karte zeigt die Staaten der "Single Euro Payments Area" (Bild: Recrea HQ / flickr / by-sa 2.0)

Selbstständige sollten sich mittlerweile mit der SEPA-Umstellung beschäftigt haben. Falls noch Fragen offen geblieben sind oder Mitarbeiter sich in das Thema einarbeiten müssen, helfen Informationsportale für Unternehmer im Internet wie das der Firma Lexware den Ratsuchenden mit detaillierten Angaben weiter.

Grundsätzlich soll die SEPA-Umstellung Milliarden an Überweisungsgebühren sparen. Deshalb müssen aber die Transaktionen in Euro stattfinden und weiteren Anforderungen zur Vereinheitlichung genügen.

Insbesondere bei Lastschriften müssen die Selbstständigen, die häufig auf ihren festen Kundenstamm angewiesen sind, einiges beachten.

Es gibt zwei neue Arten der Lastschrift im Rahmen der SEPA-Änderungen:
- die Basislastschrift, mit vollem Namen "SEPA Core Direct Debit", und
- die Firmenlastschrift, die "SEPA Business to Business Direct Debit" genannt wird.

Entscheidend ist für den Selbstständigen, der bei einem Kunden oder Geschäftspartner Geld abbuchen will, die gesetzeskonforme Zustimmung des Schuldners zu diesem Vorgang. Diese wird Mandat genannt. Bei der Deutschen Bundesbank muss jeder Selbstständige deshalb eine Gläubigeridentifikationsnummer beantragen. Dies ist online möglich. Diese Nummer wird auch "Creditor Identifier", kurz CI, genannt. Die Nummer wird unabhängig von rechtlichen Eigenschaften oder wirtschaftlicher Situation des Antragstellers vergeben.

Mithilfe einer Vorankündigung, der "Pre-Notification", informiert der Selbstständige den Kontoinhaber vorab vom Einzug der Summe. Diese muss ebenso wie die sogenannte Mandatsreferenz, eine selbstständig vom Selbstständigen erstellte Nummer für den Vorgang, sowie die exakte Summe und der Einzugstag auf der Zahlungsankündigung angegeben werden.

Die Selbstständigen, die noch nicht mit diesen und weiteren Umstellungen abgeschlossen haben, sollten sich beeilen, denn das Datum rückt schnell näher. Wichtig ist es auch zu überprüfen, ob man alle IBANs seiner Kunden und Geschäftspartner schon erhalten hat und ob die eigene IBAN auf allen wichtigen Dokumenten, etwa Rechnungen oder Geschäftsbriefen angegeben wurde. Letztendlich ist es als Selbstständiger entscheidend, sich selbst, seine Mitarbeiter, seine Geschäftspartner sowie die eigenen Kunden umfassend auf die anstehenden Änderungen vorzubereiten. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.01.2014, 19:07h
  • SEPA bedeutet nichts anderes als

    Schleichende
    Enteignung
    Privater
    Anleger

    Hoffentlich kommt nach dem 25.05.2014 jemand an die Macht, um diese Abzocke für alle Zeiten zu verbieten!
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#2 ConsigliereAnonym
  • 28.01.2014, 21:53h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Inwiefern würde es mir helfen zu einer guten Flasche Port ein Quäntchen gutes Gras zu paffen um zu verstehen wie eine Umstellung der Kontonummern irgendjemandes Enteignung bedeuten kann?

    Oder gehörst Du zu jener privilegierten Minderheit die damals bei der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen wochenlang nicht nach Haus gefunden haben?

    Alles was da an Zumutungen für den Durchschnittsbürger passiert ist daß die ehemalige BLZ und die ehemalige Kontonummer zusammengezogen werden, eine Nationenkennung mit zwei Prüfziffern dazukommt. Das heißt was man bislang in zwei getrennten Zahlenwürsten von grob acht und acht bis zehn Ziffern schreiben mußte wird jetzt eine lange Zahlenwurst von zwanzig Ziffern und zwei Buchstaben. So furchtbar viel schwieriger wird's also nicht.

    Was wohl eher schwierig wird ist die Tendenz vieler kleiner Gewerbetreibender SEPA vollständig zu ignorieren. Es wird da vermutlich eine ganze Welle auf-den-allerletzten-Drücker-Umsteller geben, was mit Sicherheit Friktion macht.

    >Selbstständige in Deutschland versuchen, ohne die Gängelung von Arbeitgebern ihren eigenen Traum zu leben<

    Das finde ich eher fragwürdig. Bei vielen Selbständigen ist das sicher so, aber es gibt ein Heer von Selbständigen die eigentlich lieber eine feste Anstellung hätten anstelle als Selbstausbeuter selbst und ständig pujacken zu müssen.
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#3 FOX-NewsAnonym
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