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  • 29.01.2014           1      Teilen:   |

Verfolgungsdruck nimmt zu

Spendenaufruf für nigerianische Homosexuelle

Weltweit protestieren LGBT-Aktivisten gegen die Hexenjagd auf Schwule und Lesben
Weltweit protestieren LGBT-Aktivisten gegen die Hexenjagd auf Schwule und Lesben

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung, die internationale Hilfsorganisation des LSVD,
sorgt sich um Homosexuelle in Nigeria, die nach der Verschärfung homophober Gesetze vor zwei Wochen zum "Freiwild" erklärt worden seien. Die Stiftung hat 1.000 Euro Soforthilfe überwiesen und appelliert an die Öffentlichkeit zu spenden.

Hintergrund: Präsident Goodluck Jonathan hatte am 13. Januar ein Gesetz unterzeichnet, das unter anderem gleichgeschlechtliche Küsse, LGBT-Organisationen und Homo-Ehen verbietet und Vergehen mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft (queer.de berichtete). Homo-Aktivisten beklagen, dass sich der Verfolgungsdruck auf Schwule und Lesben seither massiv verstärkt habe.

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung will die Spenden einsetzen, um Projektpartner in Nigeria zu unterstützen, damit sie ihre HIV/Aids-Arbeit und die Aufklärungs- und Vernetzungsarbeit fortsetzen können. Außerdem müssten die Gruppen die zunehmenden homophoben Übergriffe dokumentieren sowie Gelder für Sicherheitsvorkehrungen und Selbstverteidigungsworkshops investieren. Sie wollen sich ferner dafür einsetzen, politisch gegen die homophoben Gesetze zu kämpfen.

"Die Situation hat sich enorm verschärft. Wir bitten um Eure Unterstützung", erklärte Dorothy AvenOva Ogidi vom International Center for Reproductive Health & Sexual Rights in einem Hilferuf. "Wir brauchen Geld, um Anwälte zu bezahlen, damit sie die Verhafteten begleiten und uns vor der Willkür der Polizei schützen. Wir müssen Unterkünfte für die Leute besorgen, die in ihren Wohnungen nicht mehr sicher sind".

"Unterstützen Sie die Aktivistinnen und Aktivisten in Nigeria, die sich unermüdlich, selbstlos und mutig für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender einsetzen!" erklärten die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und der Lesben- und Schwulenverband in einer gemeinsamen Erklärung. "Jeder Euro zählt. Das Geld wird eins zu eins an die Projekte weiter geleitet. Schon 10, 20 oder 50 Euro helfen weiter". (pm/dk)

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  Spendenkonto für Nigeria
Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Konto Nr.: 5010000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 37020500 (IBAN: DE64370205000005010000, BIC: BFSWDE33XXX), Stichwort: Nigeria. Spenden zugunsten der Hirschfeld-Eddy-Stiftung sind steuerabzugsfähig.
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Tags: nigeria, hirschfeld-eddy-stiftung, spenden
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Reaktionen zu "Spendenaufruf für nigerianische Homosexuelle"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
31.01.2014
13:11:04


(0, 0 Vote)

Von Consigliere


>Präsident Goodluck Jonathan hatte am 13. Januar ein Gesetz unterzeichnet<

Das ist mein Geburtstag. Gut, gibt es noch ein Geschenk an mich selbst, zumal in Nigeria selbst geringe Mittel viel bewegen können und es um Leben und Gesundheit der warmen Brüder und Schwestern geht. Buchstäblich.


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