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  • 29.01.2014           9      Teilen:   |

south&browse

TIMM treibt Produktionsfirma in Insolvenz

Artikelbild
TIMM startete kurz vor der Euro-Krise und konnte daraufhin nicht genug Werbegelder eintreiben, um rentabel zu werden

Vier Jahre, nachdem TIMM zu einer Abspielstation für Teleshopping degradiert wurde, muss ein Investor wegen Verlusten des schwulen Fernsehsenders seine Zahlungsunfähigkeit eingestehen.

Die Berliner Produktionsfirma south&browse hat nach Angaben des Medienmagazins DWDL.de Insolvenz angemeldet. Grund sollen dem Bericht zufolge Verluste des schwulen Fernsehsenders TIMM sein, an dem das Unternehmen beteiligt war. Der 2008 von Frank Lukas ins Leben gerufene Kanal schaffte es nie in die schwarzen Zahlen; der Sender verschwand 2010 aus den Kabelnetzen und wurde nicht mehr über Satellit verbreitet, nachdem der Eigentümer Deutsche Fernsehwerke GmbH Insolvenz anmelden musste (queer.de berichtete).

Erhebliche Lasten "aus früheren Beteiligungsgeschäften" seien der Grund für die Insolvenz von south&browse, gab das Unternehmen nun an. Die Investments hätten nun auch zu "erheblichen Steuernachzahlungen" geführt, die die Firma überfordert hätten.

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Ohne TIMM hätte south&browse kein Problem

Wer heute TIMM bei Zattoo einschaltet, wird sehr oft aufgefordert, Schlager-CDs zu erwerben
Wer heute TIMM bei Zattoo einschaltet, wird sehr oft aufgefordert, Schlager-CDs zu erwerben

Der vorläufige Insolvenzverwalter, der Rechtsanwalt Oliver Schartl, bescheinigt dem Unternehmen aber, im operativen Geschäft gesund zu sein: "Ohne diese Altlasten hätte south&browse kein Problem", so Schartl.

Das Unternehmen produziert derzeit mehrere Magazine für verschiedene Sender, darunter etwa der "Große Jugendreport", der in Kürze bei RTL II gezeigt werden soll, das Magazin "Heimatrauschen" des Bayerischen Fernsehens und sechs Teile für das ZDF-Wissensmagazin "Terra Xpress". Diese Produktionen seien nicht gefährdet.

TIMM ließ zwischen 2008 und 2010 unter anderem eigene Nachrichtensendungen, Datingshows und Dokumentationen produzieren. Nach der Insolvenz der Deutsche Fernsehwerke GmbH entfernten die meisten Plattformen den Sender. Er ist derzeit noch über den Internetdienst Zattoo und das Angebot "Entertain" der Deutschen Telekom zu empfangen. Gezeigt werden fast ausschließlich Wiederholungen, die aus besseren Zeiten des Senders stammen, sowie Teleshopping. (dk)

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Tags: homo-tv, timm
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Reaktionen zu "TIMM treibt Produktionsfirma in Insolvenz"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
29.01.2014
15:54:39


(-2, 8 Votes)

Von Timm Johannes


Sehr bedauerlich..hatte ich damals öfters geschaut und für gut und informativ befunden.

Nicht ohne Grund hatte ich vor Jahren im Queer-Forum den Nick "Timm Johannes" gewählt.

Johannes hat übrigens auch einen Grund, aber den verrate ich vielleicht zu einem anderen Thema.

Leider ist immer wieder bei Projekten in der Szene, bei Kneipen, usw. zu beobachten, dass dort nicht wirtschaftlich und finanziell mitgerechnet wird.

Es gibt viele gute Ideen und kreative Köpfe gerade unter homosexuellen Menschen, aber es scheitert dann doch leider oft am "Geld".

Da erinnere ich einmal in diesem Zusammenhang auch an das alte Lied "Köln - Der geilste Arsch der Welt"

Mindestens die Hälfte der dort genannten Lokale und Dissen in Köln gibt es nicht mehr, weil es beim Geld nicht stimmte. In Berlin dürfte es nicht viel anders sein, wenn man sich rückblickend die Läden Anfang 1990er zu heute anschaut, was da noch steht, was dicht hat und was neu ist.

Youtube-Video:


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#2
29.01.2014
16:48:37


(+3, 7 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #1 von Timm Johannes


"Johannes hat übrigens auch einen Grund, aber den verrate ich vielleicht zu einem anderen Thema."

Papst Johannes?
Johannes der Täufer?
Johannes, weil dieser die Offenbarung geschrieben haben soll? Und du auch gerne die Apokalypse offenbarst?
Bruder Johannes Rau (ach nee, war ja SPD )


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#3
29.01.2014
18:05:44
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von feldversuch
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Find ich auch jammerschade, dass es den Sender nicht mehr gibt. Mir hat das Programm auch sehr gefallen. Das hätte ich auch im Bezahlfernsehen hinzugebucht.


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#4
29.01.2014
18:41:10


(-2, 4 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #2 von David77


Thema." Papst Johannes? Johannes der Täufer? Johannes, weil dieser die Offenbarung geschrieben haben soll? Und du auch gerne die Apokalypse offenbarst? Bruder Johannes Rau (ach nee, war ja SPD )

---> Sehr gute Vorschläge,

Aber es trifft es nicht ganz, geht aber schon beim dritten Vorschlag in die richtige Richtung. Aber mehr hier jetzt nicht, denn hier ist das Thema "TIMM TV".


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#5
30.01.2014
00:53:29


(+6, 6 Votes)

Von giliatt


Schade, dass es den schwulen TIMM-Sender nicht mehr gibt. Allerdings hätte den Machern von Anbeginn her klar sein müssem, dass das Projekt keine wirtschaftliche Basis hat; war ein totgeborenes Kind quasi .

Auf dem Mediensektor bedeutet die Vielzahl an Sendern nicht zugleich Vielfalt des Angebots: Das ist wie am Joghurtregal im Supermarkt, wo von dreiundreißig Sorten nur drei wirklich Erdbeeren enthalten und der übersteigende Rest sein Aroma aus Sägespänen bezieht und Surrogatflöckchen:
Zumeist werden fast zeitlich synchron paternostergleich Spielfilm-Wiederholungen heruntergeleiert, und sogenannte "innovative Formate" sind eine Mogelpackung, weil ein jeder Sender, sofern er die Lizenzen zu kaufen in der Lage ist, diese abkupfert. Neuheiten gibt es also nicht. Gerichtsdokus? Familiendramen? Partnerschaftssuche von lebensnahen heteroschwullesbischen Bauern, Übergewichtigen oder Bacheloren? Oder Immobilienbegehren wohnngssuchender siebenundachtzigklassiger selbsternannter "Promis"? Alles wurschtig, wie auch die (eher kontraproduktive) filmische Begleitung von tüchtigen (!) Polizisten, oder die krampfhafte peinliche mediale Aufwertung überflüssig-sinnloser staatlicher Büttel-Kräfte in Form von Streifengängern des Ordnungsamtes in persona von Politessen/Politesserichen oder sonstigem Knöllchenverteiler-Gesocks...

TIMM retten wir nicht. Aber wir sollten nachdenken über den Schwindel. Und darüber, wie die Medien uns kraft ihrer Geschäftsinteressen zu verblöden versuchen.


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#6
30.01.2014
08:45:32


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


TIMM hatte ein tolles Programm!


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#7
30.01.2014
09:43:49
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von jarjar


Ich weiß echt nicht was die sich bei timm gedacht haben. Den hätte vorher klar sein müssen dass man mehr braucht als queer as folk in endlosschleife und drei spielfilme. Liefen da klassiker wie latter days oder beautiful thing? Hatte ich drauf gewartet kam aber immer nur der gleiche mist. Die timmosine war ok, aber das war es dann auch.
Man sollte sich nichts vormachen, schwule sind eine minderheit und wie man auch auf dieser seite sieht eine sehr bunte die nicht immer einer meinung sind. Bei einem fernsehsender braucht man da schon mehr zuschauer als homosexuelle. Außerdem fand ich diese ausgrenzung auch wieder seltsam 'fernsehen von schwulen für schwule'. Ist es nicht viel besser wenn schwule formate bei etablierten sendern laufen? Damit man auch da als teil der kultur und gesellschaft anerkannt wird?


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#8
30.01.2014
13:45:12


(+2, 4 Votes)

Von Fred i Bkk
Antwort zu Kommentar #4 von Timm Johannes


...vermute mal , Johannes der juengere,Lieblings-Juenger von Jesus (siehe letztes Abendmahl ..da schmiegt er sich ganz feminin an )ob er auch mit den andren 1o Boys was hatte ??? )
ich denke mit dem suessen Johannes hat er in der Dunkelheit am Oelberg nicht nur gebetet......


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#9
01.02.2014
06:09:30


(+3, 3 Votes)

Von Alte Tunte


"TIMM startete kurz vor der Euro-Krise und konnte daraufhin nicht genug Werbegelder eintreiben, um rentabel zu werden."

Klaro, daran lag's! Nicht an einem einfallslosen Programm oder ignoranten, unfähigen, dafür aber höchst arroganten Verantwortlichen, die ein weichgespültes Wohlfühl-, Lifestyle- und Unterhaltungsprogramm für, aber keineswegs mit der "Community" zusammengestoppelt hatten, ihr Geld bevorzugt in zusammengekaufte englischsprachige Konservenware steckten und sich bemerkenswert beratungsresistent zeigten.


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