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  • 31.01.2014           37      Teilen:   |

Flammender Musik-Protest

Zu Sotschi: Pop-Hymne gegen Homophobie

Artikelbild
Romy Haag (Bild), Shon Abram, Stefan Kuschner und Wilhelmine Schneider singen: Love Is Not For Propaganda

"Enough is enough" hat u.a. mit Romy Haag einen Bewegungs-Hit aufgenommen, der ab jetzt erhältlich ist. Beim Protest am nächsten Freitag am Potsdamer Platz wird das Musikvideo dazu gedreht.

Die Berliner Aktivistengruppe "Enough is Enough" möchte ihren Protest gegen die homosexuellenfeindliche Politik Russlands auch mit Hilfe eines Popsongs verbreiten. Am heutigen Freitag veröffentlichte die Initiative den Titel "Love Is Not For Propaganda", der bereits an diesem Wochenende in vielen Szene-Clubs und Bars gespielt werden soll und ab sofort bei iTunes erhältlich ist.

Gesungen wird die Hymne von Shon Abram, Romy Haag, Stefan Kuschner und Wilhelmine Schneider. Die Musik des Songs hat der Berliner Pop-Produzent und Komponist Sebastian Pagel zusammen mit Florian Ludewig geschrieben, der als Komponist und Pianist von Malediva bekannt wurde. Der Text stammt vom Autor und Produzenten Johannes Kram, der auch das "Nollendorfblog" schreibt.

Alle Einnahmen werden LGTBI-Projekten in Russland zur Verfügung gestellt. Der Song wird bei der Entfachung der "Rainbow Flame" am nächsten Freitag am Potsdamer Platz in Berlin erstmals live zu hören sein, bei dem Protest wird auch das Musikvideo zum Lied gedreht.

Direktlink | Ein Ausschnitt aus dem Song
Fortsetzung nach Anzeige


Dauerprotest in Berlin mit großer Eröffnung

Eine Feuersäule soll Besucher auf den Dauerprotest aufmerksam machen. In Regenbogenfarben geht das nicht, aber bunt wird es trotzdem.
Eine Feuersäule soll Besucher auf den Dauerprotest aufmerksam machen. In Regenbogenfarben geht das nicht, aber bunt wird es trotzdem.

Während der gesamten Dauer der Olympischen Winterspiele wird die "Rainbow Flame" als Zeichen der Solidarität mit Lesben, Schwulen, Transgendern, Bisexuellen und Intersexuellen am Potsdamer Platz leuchten. Die Aktivisten von "Enough is Enough" hoffen auf viele interessierte Touristen, die sich so für den Protest interessieren und Fotos davon in sozialen Netzwerken verbreiten.

Auch auf Zufallsbesuche der Filmstars der benachbarten Berlinale hofft man. Die Flamme wird zeitgleich zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele entzündet. Zu dem Eröffnungsprotest am nächsten Freitag ab 17 Uhr haben sich via Facebook schon rund 400 Menschen angemeldet, mit erheblich mehr wird gerechnet. Die Initiative sucht übrigens für den dann folgenden Dauerprotest noch Spenden und Interessierte, die Schichten übernehmen; beides kann über die Homepage rainbow-flame.com erledigt werden.

Die aus einem privaten Freundeskreis entstandene Initiative "Enough is Enough" hatte im letzten August in Berlin zu einer Demonstration gegen die russische Homosexuellen-Politik aufgerufen und innerhalb weniger Wochen 8.000 Menschen hierzu versammeln können. Die Protestaktion führte zum größten politischen Protestzug für LGTBI-Rechte der letzten Jahre in Deutschland jenseits der Christopher Street Day-Paraden.

Der Aufruf zu dem Protest, für den noch Spenden und Helfer gesucht werden
Der Aufruf zu dem Protest, für den noch Spenden und Helfer gesucht werden

"Resolutionen und politische Erklärungen zur Situation in Russland gibt es genug", so Alfonso Partisano von der Gruppe. "Wir möchten mit unserem Protest möglichst viele Menschen innerhalb der LGTBI-Community aber auch darüber hinaus erreichen. Deswegen haben wir für unsere Botschaft eine Form gewählt, die jeder versteht und Grenzen überwinden kann."

"Uns war wichtig, dass der Song Brücken schlagen kann und das betont, was uns trotz aller Verschiedenheit verbindet", so Johannes Kram. "Auch deshalb haben haben wir bei der Auswahl der Sängerinnen und Sänger nicht nach Namen gesucht, sondern nach starken Stimmen und guten Typen, die alle sehr eigenwillig sind und sich trotzdem gut ergänzen. Gesetzt von Anfang an war nur Romy Haag, die wir unbedingt dabei haben wollten. Der Song ist auch eine Hommage an sie und ihre Generation, die gezeigt hat, was der gemeinsame Kampf um unsere Rechte bewirken kann."

Weitere Proteste

Zu den Winterspielen gibt es in den nächsten Tagen noch weitere Proteste: An diesem Samstag in Hamburg und am nächsten Donnerstag in München. Der LSVD veranstaltet am nächsten Freitag um 17.14 Uhr in Magdeburg und vor der russischen Botschaft in Berlin eine Schweigeminute, am selben Ort will auch das Berliner SchwuZ am 23. Februar demonstrieren. Das Homo-Zentrum lädt am 12. Februar zudem zu einer Podiumsdiskussion. Bereits an diesem Samstag gibt es im Roten Rathaus eine Tagung mit LGBT-Aktivisten aus Russland im Roten Rathaus und am Abend eine Solidaritätsparty im Südblock. (nb)

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Tags: russland, enough is enough, berlin, protest, flamme, romy haag
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Reaktionen zu "Zu Sotschi: Pop-Hymne gegen Homophobie"


 37 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
31.01.2014
08:25:08


(+5, 9 Votes)

Von m123


So sehr ich den Text, den Inhalt und die Botschaft des Songs auch begrüße, so grottenschlecht ist der Song aus rein musikalischer Sicht. Man merkt, dass der Song ohne besondere musikalische Idee, sondern nur mit inhaltlicher Idee zwecks Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen in Russland entstanden ist.

Gut wäre es, wenn es einen Song gäbe, der BEIDES vereint. Wenn die Musik verdammt gut ist, dann wird der Song auch öfter gehört und die Botschaft von viel mehr Menschen verstanden. Solch ein Song könnte dann tatsächlich weltweit die gesamten olympischen Spiele in Sotschi begleiten und würde Putin mit Sicherheit einen Schlag versetzen. Solch einen Song gibt es aber bisher leider noch nicht.


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#2
31.01.2014
08:56:15


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Inhaltlich ist da aber auch nicht viel: "Make music, not love", möchte man da schreien.
Und überhaupt:
Link:
youtu.be/8BITdWsOOyk


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#3
31.01.2014
09:02:44


(+5, 7 Votes)
 
#4
31.01.2014
09:06:11


(+5, 7 Votes)

Von Finn


Das ist alles gut gemeint und auch wichtig. Jeder zusätzliche Protest ist Gold wert.

Aber man muss sich halt auch darüber im klaren sein, dass das in Russland keine Sau interessiert oder sogar beeindruckt.

Bei diesen Olympischen Spielen geht es nur um Propaganda und die Bejubelung des Putin-Regimes. Und natürlich um das ganz große Geld.

Das einzige wovor die wirklich Angst haben und womit man ein echtes Zeichen setzen kann, sind leider Boykotte. Das betrifft nicht nur die Olympischen Spiele selber und die mediale Berichterstattung, sondern vor allem auch die Sponsoren...


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#5
31.01.2014
09:25:03


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #4 von Finn


Man kann auch immer noch mehr falsch machen. Dabei wurde international bereits eine Protest-Hymne mit Kreativität, Inhalt und auf einem künstlerisch anspruchsvollen Niveau in die Tat umgesetzt:
Link:
youtu.be/A8iAt3bZsFU


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#6
31.01.2014
09:28:13


(+2, 4 Votes)

Von m123
Antwort zu Kommentar #4 von Finn


So sehe ich das auch.

Ein Totalboykott wäre das richtige Zeichen gewesen. Aber man muss der Realität ins Auge sehen, d. h. dass es leider keinen Totalboykott von Putins Propagandaspielen geben wird. Und somit bleibt nur zu hoffen, dass soviel wie möglich demonstriert wird. Wenn ich aber an Peking 2008 denke, sowie daran, dass die Athleten vom IOC und den nationalen Olympischen Sportverbänden massiv eingeschüchtert werden und ihnen gesagt wird, dass wenn sie an den Wettkampfstätten protestieren Sanktionen drohen, dann mach ich mir da keine allzu großen Hoffnungen. Wahrscheinlich wird es nur ganz vereinzelt hier und da mal einen kleinen Protest geben, den Putin dann aus der zeitversetzen Fernsehübertragung herausschneiden lässt. Und somit könnte Putin tatsächlich seine Propagandaspiele erfolgreich durchziehen. Aber wer weiß, vielleicht unterschätze ich die Athleten auch. Nur bin ich angesichts der Erinnerungen an 2008 nicht allzu optimistisch.

Die Sponsoren wie McDonalds, Coca Cola, etc. finanzieren Putin seine Propagandaspiele. Geld, Geld, Geld. Darum geht es sowohl Putin als auch den Sponsoren. Putin erhält Milliarden von den Sponsoren und die Sponsoren können für ihre Produkte werben. Ob das für die Sponsoren aufgeht hängt entscheidend davon ab ob den Menschen die Menschenrechte egal sind. Wem Menschenrechte nicht egal sind, der sollte die Produkte der Sponsoren boykottieren.


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#7
31.01.2014
09:30:01


(+5, 5 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #3 von Boykott


Da die Olympia-Sponsoren weiterhin zu den Menschenrechtsverletzungen in Russland schweigen und sich sogar noch zu Putins Gehilfen machen, wenn sie z.B. Wörter wie "gay" verbieten, dann ist ein Boykott wirklich dringend überfällig...


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#8
31.01.2014
09:36:34


(+5, 7 Votes)

Von Marek


Plastik-Pop, wo immer wieder dieselbe Textzeile gefühlt 100 mal hintereinander gesungen wird, wird wohl nicht besonders weit verbreitet werden.

Ich freue mich zwar auch über jeden Beitrag zu dem Thema, aber wirklich etwas ändern wird auch das nicht.

Wie man immer wieder sieht, können leider nur Boykotte etwas ändern - noch dazu relativ schnell.


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#9
31.01.2014
09:37:15


(+6, 6 Votes)

Von Julian S
Antwort zu Kommentar #4 von Finn


Vollkommen richtig!

Boykotte werden vielleicht nicht alles komplett rumdrehen, aber selbst wenn sie dieser Olympischen Schmierenkomödie nur ein wenig wirtschaftlich schaden und Putins bunten Bildern nur einen kleinen Kratzer zufügen, dann ist schon viel erreicht. Außerdem will ich nicht auch noch mit meine Geld diese faschistischen Olympischen Spiele unterstützen - egal ob direkt oder auch indirekt durch die Sponsoren.


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#10
31.01.2014
10:03:26


(+5, 5 Votes)

Von Timon


Ich denke auch, dass nur Boykotte etwas bringen.

Boykott-Gegner behaupten ja gerne, es sei besser, die Fascho-Spiele mit Protest, Informationen, etc. zu begleiten. Aber das funktioniert leider nicht.

In Russland sind Boykotte und freie Rede aufgrund der homophoben Gesetze ja eh untersagt.

Und auch im Ausland kommt es genauso wie vermutet: die Medien berichten völlig unkritisch und verfallen in einen wahren Freudentaumel, der nur noch Putins Propaganda-Spiele bejubelt. Man schaue nur mal in die neue Hörzu, wo auf mehreren Seiten über Olympia kein kritisches Wort ist.


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