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Kommentare zu:
"Wir müssen die Leute von uns überzeugen"


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 MarekAnonym
  • 04.02.2014, 12:24h
  • "Wanja Kilber von Quarteera befürchtete, dass Putin nach den Spielen seinen Kampf für vermeintliche Werte noch mehr nach Europa tragen werde."

    Das ist ja schon jetzt zu sehen: Russland finanziert immer wieder Homohass-Kampagnen in ganz Europa.

    Das ist halt der totalitäre Geist des Faschismus: solche geben sich niemals mit dem eigenen Land zufrieden, sondern wollen die Weltherrschaft mit weltweiter Erzwingung ihrer Meinung.

    Umso schlimmer ist es, wie weltweit Regierungen, Unternehmen, Bürger, etc. mehrheitlich schweigend wegsehen. Das sieht man ja schon bei Olympia, wo die Sponsoren sich als brave Schoßhündchen Putins geben, die Regierungen mehrheitlich schweigen und auch Athleten und Besucher sich mehrheitlich mit den Verhältnissen abgefunden haben.

    Wenn sich da nicht ganz schnell etwas grundlegend ändert, wird das schon sehr bald ein schlimmes Ende nehmen, wo sich mancher, der jetzt vielleicht noch verharmlost, verwundert die Augen reibt, wie es so weit kommen konnte.
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#3 FinnAnonym
  • 04.02.2014, 12:30h
  • Quarteera: "Nur wenn man hier entschlossen den Anfängen wehre und gleiche Rechte im eigenen Land durchsetze, könne man auch in Russland seine Stimme erheben und Erfolg haben."

    Und warum ist Quarteera dann gegen Boykotte?

    Das Problem ist doch, dass aufgrund der russischen Gesetzgebung und der Unterstützung durch das IOC eine freie Meinungsäußerung oder gar Proteste bei den Olympischen Spielen unmöglich sind. Selbst das Tragen bestimmte Farben / Farbkombinationen ist ja verboten.

    Wenn man also verhindern will, dass Olympia eine reine Propaganda-Veranstaltung für Putin wird, bleibt gar nichts anderes übrig, als diese Spiele und natürlich auch die Sponsoren zu boykottieren.

    www.thenewcivilrightsmovement.com/wp-content/uploads/2013/08
    /skitched-20130830-090925.jpg


    (Und wer in dieser Grafik noch fehlt ist Volkswagen.)
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#4 Tobi CologneAnonym
  • 04.02.2014, 12:35h
  • Antwort auf #3 von Finn
  • Tja, es gibt sogar russische Schwule, die die Propaganda-Gesetze befürworten.

    So gut funktioniert da schon die Gehirnwäsche, dass die Betroffenen sich schon so schuldig fühlen, dass sie die Abschaffung ihrer Grundrechte sogar noch begrüßen. Sie ahnen wohl nicht mal ansatzweise, was noch alles kommen wird und wohin das führen wird.

    Merke: Nur die dümmsten Kälber, wähl'n den Schlachter selber.
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#5 daVinci6667
  • 04.02.2014, 13:00h
  • Antwort auf #4 von Tobi Cologne

  • "Tja, es gibt sogar russische Schwule, die die Propaganda-Gesetze befürworten."

    Wohl in der kindlichen Hoffnung wer immer schön lieb und brav sei, werde vom Aggressor verschont bleiben. Ein gewaltiger Irrtum!

    Oder sie sind bereits schon derart Trauma geschädigt dass sie sich selber hassen und sie denken sie hätten das verdient und alles sei richtig so.

    Wer als Schwuler solche Propaganda-Gesetze befürwortet oder auch nur schon z.B. in Deutschland CDU wählt, die kath. Kirche und/oder den Papst anhimmelt, der tickt nicht mehr richtig.

    Die Psyche eines Menschen findet halt immer wieder erstaunliche Wege etwas zu ÜBERLEBEN.

    Ich wüsste ehrlich gesagt nicht wie ich selber als Schwuler in Russland überleben sollte ohne psychisch krank zu werden.

    Ist zumindest schwierig.
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#6 seufzAnonym
#7 progressAnonym
#8 PravaAnonym
  • 04.02.2014, 13:39h
  • Es ist furchtbar, was da passiert.

    Ich war vor einiger Zeit selbst mal in Russland und habe dort gute wie schlechte Erfahrungen gemacht. Manche Russen sind doch freundlich und aufgeschlossen und neugierig, aber insbesondere in Geschäften wird man doch sehr unfreundlich behandelt, vor allem als Ausländer. Und die sehen einem das direkt an: wie man sich kleidet und verhält, die Frisur, der Bart (in Russland trägt kein Mann Bart, außer Popen natürlich). Allerdings ist man als Deutscher da noch Ausländer erster Klasse.

    Im Minderheitendiskriminieren sind die Russen schon immer fit gewesen, das trifft nicht nur Homosexuelle. Ein Russe sagte mir, schon weit unten in der Hierarchie sei der Straßenköter (und von denen gibt es sehr, sehr viele), danach käme der Homosexuelle und danach... der Armenier. Ob das wirklich so allgemeingültig ist, weiß ich nicht, aber so wurde es gesagt.

    Ansonsten, was kann ich berichten? Nachts wäre ich mal fast in ein Loch in der Straße gefallen, das natürlich nicht abgesperrt oder ausgeschildert war. Jeden dritten Abend war Stromausfall. In die Disko darf man mit geladener Schusswaffe. Auf dem Flohmarkt hätte man Nazi-Utensilien mit Hakenkreuz kaufen können und im Supermarkt gab es Putin - Fanartikel: "Auf mich sollt ihr blicken und hören, was ich sage!" stand auf Russisch unter Putins Gesicht auf einer Tasse. Im Lidl habe ich noch keine Merkel-Tasse gesehen. Der Russe mag so was offenbar.

    Also Russland ist schon sehr, sehr anders. Das Problem ist nicht die relative Rückständigkeit des Landes, das z. B. in Sachen Infrastruktur immer weiter aufholt, sondern eine völlig andere Mentalität, die sich wohl auch nicht so schnell ändern wird. Mit der neuen Gesetzgebung natürlich erst recht nicht. Damit wird nur der Hass befeuert und einer Minderheit wird verboten, sich selbst zu helfen.
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#9 sanscapote
  • 04.02.2014, 14:11h
  • Bis auf die Gewalttaten an Schwulen und Lesben war es bis 1969 in der BRD nicht anders. Die Polizei war ebenso den Bundesgesetzen treu wie sie das in Russland ist.

    Solche Videos - wie dieses bei youtube und in anderen sozialen Netzwerken - müssen bekannt werden.

    www.youtube.com/watch?v=X_J3K_h4GWs#t=106
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#11 MiroAnonym
#12 seemachtAnonym
#14 draganProfil
  • 04.02.2014, 15:18hDresden
  • Wer die vorhandenen Freiräume nicht sieht,
    kann keine Taktik entwickeln.
    Wer sie nicht nutzt, hat keine Strategie.
    Gut und schön, dass Norbert Blech schon in Russland war, Menschen aus Russland kennt und die Leser hier ernst nimmt.
    Sehr guter Artikel! (Kein Heulbojen-Journalismus)
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#15 IOC-FaschistenAnonym
#16 VersandaktionAnonym
  • 04.02.2014, 15:40h
  • Der Artikel wird hoffentlich zahlreich an die Redaktion des Kompassnadel-Blattes sowie andere Leitmedien, insbesondere auch die "öffentlich-rechtlichen" gesendet, die weiterhin alles dafür tun, dass das Milliardenspektakel wie geschmiert und völlig ungestört Profite einfahren kann.

    "Der im Westen verbreitete Eindruck, Schwulenverfolgung in Russland gehöre zum Alltag, ist in etwa so richtig wie die gelegentlich im Ausland anzutreffende Meinung, dass die Hälfte der Deutschen Faschisten seien, nur weil rechtsextreme Parteien gelegentlich in Landtage einziehen."

    (Spiegel Online, 03.02.2014)
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#18 bachkottchenAnonym
#19 FuZZZynessAnonym
#21 RobbyEhemaliges Profil
  • 04.02.2014, 18:42h
  • Antwort auf #8 von Prava
  • Soweit wie in Russland wird es bei uns wahrscheinlich auch noch kommen, wenn wir uns nicht endlich dagegen wehren! Deshalb mein Aufruf an alle: Geht zu Protesten und Demonstrationen gegen Homophobie, nutzt die Möglichkeit, auch im Internet gegen unsere Diskriminierung aktiv zu werden, steht offen zu eurer Homosexualität und macht den Mund auf, wenn es um unsere Rechte geht! Kämpft für unsere Rechte! - Nur so können wir das schlimmste verhindern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#22 giliattAnonym
  • 05.02.2014, 00:34h
  • Antwort auf #21 von Robby
  • Robby, da muss ich Dir widersprechen: In Deutschland wird es nicht mehr so weit kommen, wie in Russland, denn hierzulande ist dieses Stadium bereits überwunden. Die freier Meinungsäusserung steht seit anno tacken adenauersiensis im Grundgesetz. Wir dürfen uns inzwischen verheipartnern und es ward das Amt des Diskriminierungswächters etabliert.

    Recht gebe ich Dir in Deiner Meineung, dass für unsere Rechte demonstriert werden muss. Das müssen wir selber organisierten mitsamt unserer Freunde, Befürworter und Gleichgesinnten.

    Die präkäre Sitiation der Homosexuellen in Russland ist meines Erachtens zeitgleich mit dem deutschen Mauerfall zwar nicht entstanden, aber durch Machtwechsel eskaliert. Zu UdSSR- (CCCP)- kommunistischen Zeiten waren die Schwulen zwar besser dran, als die Juden. Man verhielt sich aber so, dass man nicht auffiel. Etwa so, wie1960 noch in der teutonischen Pampa in Niederbayern oder Mecklenburg-Strelitz, was vorwendezeitlich dem Bezirk Neubrandenburg zuzuordnen war.

    Als DDR-Bürger habe ich noch 1989 das" Land Lenins" bereist, das ein Sechstel der Erde umfasste und von dem bezüglich des "Sieges des Kommunismusses" uns noch eingetrichtert wurde, dass es ein Sechstel ist, aber ein Siebtel, ja, ein Achtel oder künftig Neuntel sein wird!!!

    Lassen wir mal die mathematische Schwäche marxistisch-leninistischer Kreise bezüglich der Prozentrechnung ausser acht....

    Ich habe diesen Vielvölkerstaat, die Sowjetunion, 1989 bereist, kurz bevor Gorbi sein okay oder coglasno zur Änderung der Weltlage gab.

    Wie bereits oben erwähnt, waren die Schwulen in Russland, Tadshikistan, Usbekistan usw. sehr diskret. Sehr zurückhaltend in ihrer öffentlichen Präsentation. Dennoch schien es mir damals, dass sie zunehmend Akzeptanz bekamen, oder zumindest Duldungsstatus.

    Die Hatz gegen Schwule ist im heutigen Russland politisch bedingt und demgemäss künstlich angefacht. Putin will alle Kräfte versammeln für Traditionalismus. Obwohl kein Glaubensbruder, klinkt er sich u.a. bei der Orthodoxen Kirche ein. Allmacht ist sein Ziel. Oder - sagen wir es mal so - er will sich krönen lassen. ZAR Putin. Zar Wladimir, der Schreckliche.

    Homosexualität ist ein weltpolitischer Faktor ersten Ranges geworden.

    We hätte das gedacht?
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#23 WirklichkeitAnonym
  • 05.02.2014, 20:56h
  • "Wir müssen die Leute von uns überzeugen". Das sollte nicht nur in Rußland, sondern überall gelten. Auch hier in Deutschland. Es reicht eben nicht, ewig Mantra über "gleiche Rechte" zu wiederholen und auf die Gesetze hinzuweisen - man muß immer auch die Gesellschaft mitnehmen. Sonst droht jeder Bewegung irgendwann das Schicksal des Kommunismus: zwar schaffen die Gesetze eine gewisse gesellschaftliche Ordnung - aber niemand weder will noch kann in und mit dieser Wirklichkeit weiter leben. Weil einfach daran nicht glaubt.
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