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Aktion für Antidiskriminierungsgesetz

USA: 44 LGBT-Aktivisten festgenommen


Als symbolische Geste hielten sich die Aktivisten die Hand vor den Mund – sogar noch zu dem Zeitpunkt, als sie festgenommen wurden

Die Polizei hat in Boise, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Idaho, 44 LGBT-Aktivisten vorläufig festgenommen, weil sie bei einer Protestaktion den Eingang zum Parlament blockiert hatten.

Die Demonstranten forderten am Montagmorgen vor der Senatskammer die Einführung Aufnahme der Merkmale "sexuelle Orientierung" und "Geschlechtsidentität" in das Antidiskriminierungsgesetz des Bundesstaates. Die republikanische Mehrheit in der Kammer blockiert seit acht Jahren ein derartiges Gesetz in den Ausschüssen – derzeit hat die konservative Partei 28 der 35 Senatssitze inne. In diesem Jahr hat sich die Fraktion geweigert, überhaupt über das Thema zu sprechen. In dem konservativen Bundesstaat ist es deshalb möglich, einen Mitarbeiter wegen dessen Homosexualität fristlos zu entlassen.

Die Polizei griff zwei Stunden nach Demonstrationsbeginn an, weil der republikanische Senatspräsident Brent Hill das Plenum nicht betreten konnte. "Wir respektieren Ihr Recht auf Protest, aber wir müssen unsere Arbeit erledigen", sagte Hill gegenüber der lokalen Presse. "Dieses Parlament gehört dem Volk, nicht nur einer Gruppe". Den Demonstranten droht nun eine Geldstrafe wegen Hausfriedensbruchs.

Die Protestaktion wurde von der ehemaligen Senatorin Nicole LeFavour organisiert, die von 2008 bis 2012 als erstes homosexuelles Mitglied der Kammer ihren Wahlkreis vertreten hatte. Sie wurde als letzte abgeführt, da ihr die Geschäftsordnung des Senats als früherer Parlamentarierin das Recht einräumt, sich jederzeit im Senat aufzuhalten. Die republikanische Mehrheit setzte diese Regelung allerdings kurzerhand außer Kraft.

Die Kampagne der Aktivisten trägt den Namen "Add the 4 Words" ("Fügt die vier Wörter hinzu"). Damit ist die Aufnahme der Kriterien "sexual orientation" und "gender identity" gemeint. (dk)



#1 LucaAnonym
  • 04.02.2014, 15:48h

  • Wenn die Parlamentarier sich sogar weigern, überhaupt auch nur über das Thema zu sprechen, muss man eben auch mal den Eingang zum Parlament blockieren.
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#2 TimonAnonym
  • 04.02.2014, 15:51h

  • Dieselbe Demo müssten wir hier auch eigentlich machen. Sowohl bezüglich des AGG als auch des Grundgesetzes.

    Selbst der LSVD will ja hier mit seiner Aktion zum Artikel 3 nur die sexuelle Identität aufnehmen, aber nicht auch die sexuelle Orientierung.

    Schön, dass die Aktivisten in den USA beides fordern.
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#3 Simon HAnonym
  • 04.02.2014, 15:55h

  • "Wir respektieren Ihr Recht auf Protest, aber wir müssen unsere Arbeit erledigen", sagte Hill gegenüber der lokalen Presse. "Dieses Parlament gehört dem Volk, nicht nur eine Gruppe".

    Aha, und wieso erledigen sie dann nicht ihre Aufgaben und diskutieren wenigstens mal das Thema?! Gerade weil das Parlament eben dem ganzen Volk gehört und nicht nur der Gruppe der Homohasser.
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#4 Sven89Anonym
  • 04.02.2014, 16:00h
  • Antwort auf #1 von Luca
  • Man muss mitunter sogar Steine werfen.

    The young men threw bricks, bottles, garbage, pennies and a parking meter at the policemen, who had a search warrant authorizing them to investigate reports that liquor was sold illegally at the bar, the Stonewall Inn, 53 Christopher Street, just off Sheridan Square."

    Their five days of riots in the summer of 1969 kindled the nation's gay-rights movement, which Obama placed in the heart of the nation's civil rights struggles in Monday's speech. Obama said:

    "We, the people, declare today that the most evident of truths that all of us are created equal is the star that guides us still, just as it guided our forebears through Seneca Falls, and Selma, and Stonewall, just as it guided all those men and women, sung and unsung, who left footprints along this great Mall, to hear a preacher say that we cannot walk alone, to hear a King proclaim that our individual freedom is inextricably bound to the freedom of every soul on Earth."

    www.npr.org/blogs/itsallpolitics/2013/01/22/169984209/stonew
    all-explaining-obamas-historic-gay-rights-reference
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#5 HugoAnonym
  • 04.02.2014, 19:00h
  • "Die republikanische Mehrheit setzte diese Regelung allerdings kurzerhand außer Kraft."

    Wie in Russland mit Putins verbrecherischen Nomenklatura
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