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Bundespräsident Joachim Gauck besucht derzeit mit seiner Lebensgefährtin und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den indischen Subkontinent (Bild: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

Das deutsche Staatsoberhaupt macht sich auf dem Subkontinent für die Grundrechte von Frauen und Homosexuellen stark.

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Staatsbesuch in Indien die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen verurteilt. Das deutsche Staatsoberhaupt teilte am Mittwochnachmittag seine Bedenken in einem Gespräch mit Premierminister Manmohan Singh und der Chefin der regierenden Kongresspartei, Sonia Gandhi, mit.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa kritisierte Gauck, dass Homosexualität seit einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vor zwei Monaten wieder eine Straftat ist (queer.de berichtete). Gauck konstantierte jedoch: "Es gibt Signale, dass sich die Regierung des Problems bewusst ist." Mehrere Regierungsmitglieder hatten sich zuvor für eine Aufhebung des britischen Kolonialgesetzes aus dem Jahr 1860 ausgesprochen (queer.de berichtete).

Auch die Frauenrechte sprach Gauck an, da seit einem Jahr in Indien immer wieder brutale Gruppenvergewaltigungen bekannt werden. Der Bundespräsident nannte die Einstellung eines großen Teils der Bevölkerung zu Frauenrechten "mehr als kritikwürdig", lobte aber auch die Reaktion der Zivilgesellschaft. Außerdem kritisierte Gauck die Todesstrafe, die nach wie vor in Indien vollstreckt wird.

Gaucks Einsatz für LGBT-Rechte

Anfang Dezember hatte Gauck für Aufregung gesorgt, als er als einer der ersten Spitzenpolitiker ankündigte, nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi fahren zu wollen (queer.de berichtete). Verschiedene Medien meldeten, dass dies eine Reaktion auf die Menschenrechtsverletzungen in Russland seien, auch auf das Gesetz gegen Homo-"Propaganda", allerdings wurde das vom Bundespräsidialamt nicht offiziell bestätigt.

Im vergangenen Jahr hatte sich der parteilose Gauck mehrfach für Homo-Rechte engagiert: So begrüßte er in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung Fortschritte bei der Gleichstellung Homosexueller in Deutschland (queer.de berichtete). Außerdem mahnte er im UN-Menschenrechtsrat an, dass auch die Rechte von Schwulen und Lesben universell seien (queer.de berichtete). (dk)



#1 FOX-NewsAnonym
  • 05.02.2014, 17:34h
  • Zwar ist Kritik gut, aber ggf sollte er mal die Länder kritisieren, mit denen D gut Geschäfte macht -> wie wäre es vielleicht mal mit Saudi Arabien?!
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#3 fachärztlichAnonym
#4 userer
  • 05.02.2014, 18:31h
  • Antwort auf #1 von FOX-News
  • FOX-News: "sollte er mal die Länder kritisieren, mit denen"

    Es gibt schon merkwürdige Leute. Macht einer was gut, wird er kritsiert, dass er nur das eine getan hat und nicht gleich alles auf einmal. Und macht er alles auf einmal, wird er kritisiert, dass er nicht genügend differenziert. Puh.

    Also ich für meinen Teil bin erstaunt und erfreut über die Klarheit, mit der Gauck immer wieder für LGBT-Rechte eintritt.
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#5 Timm JohannesAnonym
#6 timpa354Ehemaliges Profil
  • 05.02.2014, 19:11h
  • Wenn Indien nicht die Frauen- und Homosexuellenrechte in den Griff bekommt, wird die Industrie weiterwandern.
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#7 m123Anonym
  • 05.02.2014, 19:29h
  • Ich würde mir wünschen, dass gauck mal die union dafür kritisiert ständig verfassungswidrig die gleichstellung von homosexuellen in deutschland zu blockieren.
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#8 small
#9 PravaAnonym
  • 05.02.2014, 20:28h
  • Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs eher skeptisch war, als Gauck BP werden sollte. Ich dachte, na, so ein Pastor, der sich jetzt zur Pastorentochter gesellt, was soll da schon kommen?

    Jetzt bin ich aber positiv überrascht.

    Er beweist nicht nur parteipolitische, sondern auch religiöse Unabhängigkeit und folgt konsequent seiner Vision von Freiheit.
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#10 UnglaubwürdigAnonym
  • 05.02.2014, 20:55h
  • Wie schon weiter oben richtig gesagt:

    Die deutsche Regierung blockiert im Inneren wie in der gesamten EU jeglichen Fortschritt in Sachen Gleichberechtigung.

    Und zu Russland fiel ihm bis heute nicht ein einziges Wort ein.

    Einfach nicht nach Sotschi zu reisen, kann auch heißen:

    Sich bloß nicht der Gefahr auszusetzen, sichtbar und breitenwirksam Position beziehen zu müssen!
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