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  • 06.02.2014           63      Teilen:   |

Katholische Kirche

Bischof Ackermann will Ton gegenüber Homosexuellen mäßigen

Artikelbild
Bischof Stephan Ackermann möchte die Kirche näher an die Lebenswirklichkeit der Schäfchen heranführen

Der Trierer Bischof empfiehlt, Homosexualität nicht als "widernatürlich" zu bezeichnen. Er hält aber daran fest, dass heterosexuelle Ehen wertvoller sind als Lebenspartnerschaften.

Als Reaktion auf Ergebnisse einer Umfrage unter Katholiken hat Bischof Stephan Ackermann in einem Interview mit der "Allgemeinen Zeitung" aus Mainz erklärt, dass die Kirche ihre Sexualethik behutsam ändern müsse. Zuvor hatte die Deutsche Bischofskonferenz Teilergebnisse einer vom Vatikan beauftragten Online-Befragung der Gläubigen zu Sex-Themen veröffentlicht, in der diese insbesondere Kritik an den Lehren über vorehelichen Sex und die Haltung zu Homosexuellen übten (queer.de berichtete).

Zum Thema Homosexualität erklärte Ackermann: "Das christliche Menschenbild geht von der Polarität der Geschlechter aus, aber wir dürfen nicht einfach sagen, Homosexualität sei widernatürlich". Der 50-Jährige schränkte aber ein, dass Homosexualität nicht in Promiskuität und Triebbefriedigung ausgelebt werden dürfe. Sollte aber in einer eingetragenen Partnerschaft Treue und Verantwortung gelebt werden, "dann können wir dieses Verantwortungsbewusstsein nicht ignorieren". Ackermann dämpfte aber gleich die Aussichten auf weitreichende Reformen in dieser Frage: So sei eine Segnung von schwulen oder lesbischen Paaren wie in Teilen der evangelischen Kirche "nicht unsere Lösung".

Ackermanns Bischofskollegen haben in den letzten Wochen immer wieder Stimmung gegen Homosexuelle gemacht: So warf der Churer Bischof Vitus Huonder Homosexuellen im Dezember vor, bei Kindern "psychische Störungen" auszulösen (queer.de berichtete). Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick forderte wenig später Homosexuelle auf, zu beichten anstatt sich zu outen (queer.de berichtete).

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Zölibat und voreheliches Sexverbot in Frage gestellt

Mehr Zugeständnisse machte Ackermann bei anderen Themen: So erklärte er im Interview, dass der Zölibat "kein Dogma" sei. Außerdem sei die Einstufung einer erneuten Eheschließung nach einer Scheidung als Todsünde "nicht mehr zeitgemäß". Der Vatikan könne auch nicht mehr jede Art von vorehelichem Sex als schwere Sünde bewerten. Daher müsse die Kirche etwas tun, um das "Vorurteil der Leibfeindlichkeit" abzubauen.

Stephan Ackermann, der erst 2009 von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Trier ernannt wurde, gilt als vergleichsweise liberal. Nach nur hundert Tagen im Amt stellte er etwa den in Südafrika tätigen, vatikankritischen Priester Stefan Hippler ("Der Papst soll den Gebrauch von Kondomen endlich zulassen!") für den weiteren Einsatz im Erzbistum Kapstadt frei, damit er seine Hilfsprojekte für Menschen mit HIV fortsetzen kann. 2012 besuchte er auf eigene Initiative ein schwul-lesbisches Zentrum in Trier, um sich über die Lage zu informieren (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: bischof stephan ackermann, katholische kirche, trier
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Reaktionen zu "Bischof Ackermann will Ton gegenüber Homosexuellen mäßigen"


 63 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
06.02.2014
16:01:06


(-20, 24 Votes)

Von Timm Johannes


Das ist die richtige Richtung, Herr Ackermann.

Die Katholische Kirche muss dazu übergehen, homosexuelle Handlungen unter homosexuellen Paaren, die zum Standesamt gehen und füreinander im Leben Verantwortung übernehmen und einander treu sind, dies ethisch und theologisch zu akzeptieren und nicht als sündhaft zu bewerten. Das wäre schon ein guter Schritt, wenn der Vatikan hier homosexuelle Paare, die füreinander in Treue und Liebe in guten und in schlechten Zeiten zueinanderstehen, akzeptiert und den Sündenbegriff diesbezüglich fallen läßt.

Der Trierer Bischof Ackermann dürfte hier auch wohl die Unterstützung von Bischof Bode aus Osnabrück erhalten, der auch als liberal eingestuft wird.

Wichtig ist aber erstmal, wen Franziskus auf den Stuhl in Köln beruft, das Meissner nun aufhören wird.

---> Aber nochmal kann man jedem schwulen Katholiken nur raten: tretet zu einer liberaleren evangelischen, anglikanischen oder altkatholischen Kirche über, wo Segnungsgottesdienste in den Kirchen erlaubt wurden und es sogar einige christliche Kirche gibt, wo es reguläre Trauungsgottesdienste gibt.


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#2
06.02.2014
16:08:42


(+21, 23 Votes)

Von Rassistensprech


"Er hält aber daran fest, dass heterosexuelle Ehen wertvoller sind als Lebenspartnerschaften."


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#3
06.02.2014
16:13:09


(+19, 23 Votes)

Von FOX-News


Ich halte daran fest: Tretet aus der Hetzkirche aus.


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#4
06.02.2014
16:23:02


(+16, 18 Votes)
 
#5
06.02.2014
16:34:35


(+9, 13 Votes)
 
#6
06.02.2014
16:36:03


(+11, 11 Votes)

Von Miro


Ein peinlicher Anbiederer.


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#7
06.02.2014
16:43:39


(+2, 12 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Jetzt, wo ihnen die Mitglieder abhanden kommen, entdeckt die Katholische Kirche die Schwulen und Lesben!


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#8
06.02.2014
16:48:18


(+11, 13 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Die chronische Sexfeindlichkeit dieser Herrschaften ist so etwas von albern. Was die zu salbadern haben, darf politisch also eh nichts zur Sache tun.
Fortschritte wurden noch nie mit der Kirche erreicht. Nur im Widerstreit mit ihren Dogmen haben sich Gesellschaften nach vorne entwickeln können, nicht durchs Kuschen.
Deshalb ist auch die Verleihung der Kompassnadel an diesen evangelischen Kirchenpräsi aus Darmstadt ein Skandal.


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#9
06.02.2014
16:57:11


(+7, 13 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Timm Johannes


Mann muß schon richtig lesen :

""Der 50-Jährige schränkte aber ein, dass Homosexualität nicht in Promiskuität und Triebbefriedigung ausgelebt werden dürfe. Sollte aber in einer eingetragenen Partnerschaft Treue und Verantwortung gelebt werden, "dann können wir dieses Verantwortungsbewusstsein nicht ignorieren". Ackermann dämpfte aber gleich die Aussichten auf weitreichende Reformen in dieser Frage: So sei eine Segnung von schwulen oder lesbischen Paaren wie in Teilen der evangelischen Kirche "nicht unsere Lösung".""..

Das ist sicher NICHT die richtige Richtung !

""Aber nochmal kann man jedem schwulen Katholiken nur raten: tretet zu einer liberaleren evangelischen, anglikanischen oder altkatholischen Kirche über""..

Nöö..

Kann Mann und muss Mann nicht !

Mann kann auch raten :
Tretet aus !

Und das wars dann..
Denn Mann kann als Mensch auch ohne Religion leben..

Und Mann kann vor allem als Christ auch völlig ohne irgendeine Amtskirche leben !

Das geht !


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#10
06.02.2014
17:03:13


(+6, 8 Votes)

Von kondom


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