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Rosa von Praunheim kriegt einen Teddy

Die ersten Preisträger des 28. Teddy Awards stehen fest: Rosa von Praunheim und Elfi Mikesch werden für ihre künstlerische Lebensleistung geehrt.

Bei der Berlinale, die vom 6. bis 16. Februar in der Bundeshauptstadt stattfindet, geht dieses Mal der Special Teddy Award an den Regisseur Rosa von Praunheim sowie an die Autorin, Fotografin und Filmemacherin Elfi Mikesch. Beide hätten mit ihren Werken das Queer Cinema "auf einzigartige Weise geprägt", wie die Organisatoren am Mittwoch in Berlin mitteilten. Die Auszeichnungen werden am 14. Februar im Rahmen einer festlichen Gala in der Komischen Oper Berlin übergeben.

Rosa von Praunheim war Anfang der 70er Jahre mit seinem Fernsehfilm "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" ein maßgeblicher Wegbereiter der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung. Der 71-Jährige habe mit dieser Produktion "früh gezeigt, wie viel gesellschaftspolitisches Potenzial durch Film freigesetzt werden kann", so die Begründung für die Auszeichnung. Seine Filme würden durch die Breite direkter Emotionen und sozialen Engagements bestechen: "Der von Praunheimsche Realismus ist radikal offen, ehrlich und exzentrisch, im besten Sinne provozierend und reizt und schärft die Sinne". Im Panorama 2014 wird sein Kurzfilm "Mario Wirz" gezeigt – eines der letzten Gespräche mit seinem Freund, dem Berliner Dichter Mario Wirz, der im vergangenen Jahr verstarb.

Youtube | Ausschnitt aus "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt"

Vorbild für Generation von Kamerafrauen

Die zweite Preisträgerin, die 73-jährige Elfi Mikesch, ist als eine der ersten Kamerafrauen ihrer Generation Vorbild für eine ganze Reihe nachfolgender Kamerafrauen. "Immer sucht Elfi Mikesch die Herausforderung, das Grenzauslotende und -überschreitende. Träumerische Entschleunigung des Blicks ist ihre künstlerische Methode, wobei Kunst und Leben zu einer faszinierenden Symbiose gelangen", so die Jury. Zuletzt war Elfi Mikesch auf der Berlinale 2011 zu Gast mit ihrem liebevollen Porträt "Mondo Lux – die Bilderwelten des Werner Schroeter". Im Panorama 2014 kommt ihr neuester Spielfilm "Fieber" zur Welturaufführung.

Preisträger des Special Teddy Awards waren in den vergangen Jahren Persönlichkeiten wie Tilda Swinton, Joe Dallesandro, Werner Schroeter, Ulrike Ottinger oder John Hurt. Neben dieser Sonderauszeichnung gibt es noch weitere Teddys in den Kategorien bester Spielfilm, bester Dokumentar/Essayfilm und bester Kurzfilm sowie als Preis der Jury. Der Teddy Award wird seit 1987 im Rahmen der Berlinale vergeben. (cw)

Youtube | Interview mit Elfi Mikesch (2011)


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.02.2014, 13:47h
  • Glückwunsch an Rosa von Praunheim, der Mann, der mehr für die Rechte der LGBTIs getan hat als Volker Beck!
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