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  • 10.02.2014           18      Teilen:   |

Verteidigerin bei Arsenal

Englands Fußball-Kapitänin outet sich

Artikelbild
Sie habe sich viel zu lange versteckt, sagte Stoney der BBC (Bild: BBC)

Casey Stoney, die Anführerin der englischen Nationalmannschaft, hat gegenüber der BBC erstmals über ihr Lesbischsein gesprochen.

Ein weiteres Coming-out im Profisport: Die Kapitänin der englischen Nationalmannschaft, die 31-jährige Casey Stoney hat sich in einem Interview mit der BBC als lesbisch geoutet. Die Verteidigerin, die seit dem Jahr 2000 insgesamt 116 Einsätze für das Nationalteam bestritt, sagte, sie habe "eine Lüge gelebt".

"Ich habe es in Fußballkreisen nie verschwiegen", so Stoney weiter, "denn es ist akzeptiert. Aber zu der Außenwelt habe ich nie über meine Sexualität gesprochen." Die derzeit beim FC Arsenal beschäftigte Verteidigerin sagte, die Entscheidung zum Coming-out habe lange gedauert, aber nun fühle sie sich, als sei ihr eine große Last von der Schulter gefallen.

"Die letzten zehn Jahre habe ich mich viel zu sehr darum gekümmert, was andere Menschen denken. Ich hatte Angst vor den Klischees, Angst vor Vorurteilen, Angst davor, was andere Leute sagen könnten, speziell vor den Beschimpfungen, die man über soziale Netzwerke bekommen kann."

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Casey, die auch das eigens geschaffene Frauenfußballteam des Vereinigten Königreichs bei den Olympischen Sommerspielen in London anführte, sagte, es sei wichtig, als lesbische Spielerin das Wort zu ergreifen, "denn es gibt so viele Leute die damit kämpfen, homosexuell zu sein, und Du hörst von Leuten, die daran denken, deswegen ihr Leben zu nehmen". Das dürfe nicht passieren.

Die positiven Reaktionen auf das Coming-out von Tom Daley hätten sie auf dem Weg zu ihrem eigenen Schritt bestärkt wie auch das Coming-out des deutschen Ex-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger, der in England bei Aston Villa gespielt hatte.

Zudem hatte sie die Diskussionen um die Olympischen Winterspiele in Sotschi verfolgt. Stoney nannte es "unglaublich", dass Fußballweltmeisterschaften in Katar und Russland stattfinden dürften. (nb)

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Tags: fußball, frauenfußball, coming-out, casey stoney
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Reaktionen zu "Englands Fußball-Kapitänin outet sich"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
10.02.2014
12:05:29


(+3, 5 Votes)

Von m123


Während 2013 das Jahr der rechtlichen Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren in vielen teilweise sehr bevölkerungsreichen Ländern der Welt war (Frankreich, England, Brasilien, Uruguay, Neuseeland, zahlreiche Bundesstaaten in den USA + Urteil des US Supreme Court zu DOMA, etc.), scheint das Jahr 2014 eher das Jahr der Coming Outs im Profisport zu werden.


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#2
10.02.2014
12:37:22


(+6, 6 Votes)

Von Pascal


Das ist ja momentan eine richtiger Lawine - sehr gut!

Nur Deutschland liegt weiter unter einer Glocke des Schweigens und Verheimlichens.

Es ist nicht schlimm, schwul oder lesbisch zu sein, ich finde es viel schlimmer, nicht zu sich selbst zu stehen und eine Schmierenkomödie vorzuspielen.


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#3
10.02.2014
12:58:53


(+6, 10 Votes)

Von Eier in Hose


Und wieder einmal beweisen ein paar Frauen, dass sie mehr Eier in der Hose haben als die vor "Männlichkeit" nur so strotzenden Möchtegern-Machos des männlichen Profi-Fußballs, die zwanghaft die Oberheten mimen.

Traut euch, ihr Flaschen! Werdet vom Untermenschen zum Menschen!

Und die Aufforderung an informierte Journalistenkreise: Helft ihnen dabei - wer auch immer das erste große Coming-Out eines aktiven Profi-Fußballers medial vorbereitet und begleitet, geht in die Geschichtsbücher ein!


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#4
10.02.2014
12:59:49


(0, 6 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Pascal


"Es ist nicht schlimm, schwul oder lesbisch zu sein"

Richtig!Aber das muss man erst einmal wissen !


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#5
10.02.2014
13:37:56
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Nicht Ganz
Antwort zu Kommentar #3 von Eier in Hose


In einem Sport der als besonders "hart und männlich" gilt, ist es kein Wunder dass es Schwule schwerer haben.
Lesben im Fußball haben es immer noch einfacher als Schwule.
Damit will ich nicht sagen dass es Lesben einfach haben, im Gegenteil ist das Outing der englischen Spielerin sehr positiv zu bewerten.
Aber Schwule haben es noch schwerer, die Homophobie im Mannschaftssport richtet sich mehr gegen Männer.

Nicht zuletzt spielt es auch eine Rolle das es um ganz andere Marktwerte geht. Was männliche Spieler verdienen und kosten, davon können Fußballerinnen nur träumen.

Es hat also nichts damit zutun, dass Lesben mutiger wären als Schwule. Das ist ein pauschales Vorurteil, man muss die Zusammenhänge sehen.


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#6
10.02.2014
13:46:24


(+3, 3 Votes)

Von Timm Johannes


Das ist zwar sehr erfreulich und finde ich gut. Aber im Frauenfussball gibt es mittlerweile doch eine Reihe geouteter lesbischer Frauen und daher im Vergleich zu Thomas Hitzlesperger keine so grosse Nachricht.

Gleichwohl erfreulich ist es auf jeden Fall.


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#7
10.02.2014
14:27:45


(+4, 6 Votes)

Von Virgil


Tatsächlich gibt es derzeit offiziell keine aktive deutsche Nationalspielerin, die lesbisch ist, auch wenn die öffentliche Wahrnehmung anders ist.
Intern haben es Frauen sicher einfacher out zu sein, aber nach draußen soll es nicht dringen, da das als Imageschädigung gilt. Ganz aktuell hier die Eishockeydamen "Im Übrigen habe man ihnen vom Verband aus empfohlen, nicht über dieses Thema zu sprechen."(
Link zu www.zeit.de

Insofern leider immer noch wichtig und nicht ganz risikolos, was Casey Stoney getan hat.


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#8
10.02.2014
14:30:57


(-1, 5 Votes)

Von m123
Antwort zu Kommentar #3 von Eier in Hose


Ich glaube nicht, dass Frauen mehr oder weniger "Eier" in der Hose haben als Männer.

Vielmehr ist es doch so dass lesbische Liebe für viele heterosexuelle Männer eine erotische Fantasie ist, die sie sich gerne vorstellen, wohingegen schwule Liebe als von vielen heterosexuellen Männern als "eklig" empfunden wird. Das ist der Grund, weswegen Lesben insgesamt mehr akzeptiert werden als Schwule. Die Akzeptanz gegenüber Lesben ist größer als gegenüber Schwulen. Das zeigen auch Umfragen. Und das wiederum ist der Hauptgrund, warum sich weniger Männer im Profisport outen. Ein weiterer Grund ist, dass Frauenprofisport oft weniger ernst genommen wird und weniger Fans hat als Männerprofisport. Frauenfußball hat beispielsweise bei weitem nicht den gesellschaftlichen Stellenwert wie Männerprofifußball. Wenn man von "Bundesliga" spricht, dann meint man die "Männerbundesliga" und praktisch nie die "Frauenbundesliga". Wenn man den entsprechenden Frauensport meint, wird viel häufiger "Frauen-" vorangestellt.

Es ist also verständlich, dass sich weniger Schwule im Profisport outen, weil sie sich nunmal einer größeren Intoleranz gegenübersehen.

Ich denke aber auch, dass jetzt ein Paradigmenwechsel stattfindet und das Thema Homosexualität im Profisport irgendwann kein Thema mehr sein wird. Wieviele Jahre das noch dauert weiß ich nicht und das kann niemand genau sagen. Was man aber sagen kann, ist, dass sich Schwule und Lesben trauen sollten öffentlich zu ihrer sexuellen Identität zu stehen. Denn erstens leben wir im Jahr 2014 und es wird sehr viel eher akzeptiert als noch vor zehn Jahren. Und zweitens beschleunigen Coming Outs die Akzeptanz. Momentan sind die Coming Outs von Profisportlern der Hauptmotor für mehr Akzeptanz von Homosexuellen im Profisport. Das heißt homosexuelle Profisportler haben es sogar selbst in der Hand die Akzeptanz gegenüber sich zu verbessern, indem sie sich outen. Das Coming Out von Profisportlern führt auch zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz von Homosexuellen insgeamt. Vor allem weil Profisportler sehr in der Öffentlichkeit stehen und Vorbilder sind. Jedes Coming Out ist wichtig und verbessert auch die psychische gesundheitliche Lage der homosexuellen Jugendlichen. Ich würde sogar soweit gehen, dass Coming Outs von Profisportlern die Suizidrate unter homosexuellen Jugendlichen senkt. Daran sollten Profisportler, die erwägen sich outen zu wollen, auch mal denken. Wäre es nicht ein tolles Gefühl einfach nur damit, dass man sagt wer man ist, das ein oder andere Leben zu retten?


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#9
10.02.2014
15:30:54


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Gratulation zum Coming-Out! Daran können sich mal die Fußballbundesligaprofischrankschwestern ein Beispiel daran nehmen!


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#10
10.02.2014
15:52:04


(+4, 8 Votes)

Von Marktrollen
Antwort zu Kommentar #5 von Nicht Ganz


"Nicht zuletzt spielt es auch eine Rolle das es um ganz andere Marktwerte geht."

Weniger Unterdrückung? Bessere Unterdrückung?

Link zu www.google.de


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