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Einen Schlüssel zum eigenen Herz zu geben ist vielen lieber, als den echten Hausschlüssel einem neuen Partner zu überlassen

Am Freitag ist wieder Valentinstag, für viele Liebende ein Pflichttermin. Hier kann jeder mit kleinen Aufmerksamkeiten den Partner umgarnen. Wir geben Tipps, wie man 08/15-Geschenke vermeidet.
Seit den 50er Jahren beschenkt man auch in Deutschland seinem Liebsten eine kleine Aufmerksamkeit. Gerade unter Schwulen und Lesben hat der Tag in den letzten Jahren eine Popularitätsschub erhalten (queer.de berichtete). Denn gleichgeschlechtliche Paare treten – anders als noch vor 20 Jahren – viel mehr in die Öffentlichkeit. Und da werden gerade die ausgefallenen Traditionen mehr und mehr angenommen. Ein Tag der Verliebten, der auf einen geköpften Bischof aus dem 3. Jahrhundert zurückgehen soll, gehört hier sicherlich dazu.

Bischof Valentin war ja bekanntlich ein Gärtner und soll vorbeilaufenden Verliebten gerne Blumen geschenkt haben. Zwar sind Blumen das traditionelle Geschenk zum Valentinstag – aber sie sind auch ein bisschen Gähn. Aber heute hat man ein wenig mehr Auswahl als zu Valentins Zeiten: So gibt es Offline- und Online-Läden, die sich darauf spezialisieren, wirklich persönliche Geschenke anzubieten. Manche wenden sich dabei direkt an Männer – und lassen damit insbesondere schwule Herzen höher schlagen, da sich die heterosexuelle Frau ja lieber beschenken lässt als zu beschenken.

Personalisieren ist einfach


Es schadet nicht, den liebsten Matthias ein wenig abzufüllen

Besonders schön für den Valentinstag sind Geschenke, die personalisiert sind: Hier bieten Dienste beispielsweise an, Fotos auf Gläser, Tassen oder andere Gegenstände zu drucken – man kann einfach JPG-Dateien von seinem Handy oder einer Kamera auf einer Seite hochladen und hat zwei Tage später das Geschenk in der Post. Je nachdem, wie hoch die Kitschtoleranz des Partners ist, kann man hier sehr ausgefallen sein.

Auch Geschenke mit Namensaufdrucken sind schön: Warum dem Partner nicht mal einen Pokal als "bester Freund" oder "bester Lover" überreichen? Oder ein Liebesschloss mit beiden Namen eingravieren lassen, an eine Brücke hängen und den Schlüssel in den darunterliegenden Fluss werfen? Oder warum nicht dem rauchenden Partner ein Feuerzeug mit Liebesaufdruck schenken, damit ihn jede Fluppe an seinen Schatz erinnert – und nicht an Lungenkrebs? Die Möglichkeiten sind grenzenlos. Anhaltspunkte liefern können etwa Hobbys des Partners, seine Herkunft oder auch sein Lieblingsessen.

Und wenn der Partner den Valentinstag nur für eine Verschwörung von Blumenladen-Besitzern hält, die dem armen Volk das Geld aus den Taschen ziehen soll? Nun ja, über kleine Überraschungen freuen sich auch Kapitalismuskritiker. Und wem der Valentinstag zu kommerziell ist, kann einfach am 15. Februar den Valentin-plus-eins-Tag begehen oder einfach einen ganz privaten Feiertag erfinden. Denn immer zwölf Monate lang auf den Jahrestag zu warten, ist doch ein wenig viel. Diese erfundenen Tage erfüllen wie der Valentinstag die Aufgabe, den Alltag zu durchbrechen und mal etwas Besonderes zu tun. Denn nichts hält eine Beziehung so frisch wie (positive) Überraschungen. (cw)