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Im Rathaus gab es eine deutliche Mehrheit für die Umbenennung (Bild: Jesse Granger / flickr / by 2.0)

Ein zentraler Platz im Zentrum der dänischen Hauptstadt wird zu Ehren der LGBT-Community in Regenbogenplatz umbenannt.

Der Stadtrat von Kopenhagen hat vergangene Woche auf Initiative der Sozialdemokraten entschieden, einen frisch renovierten Teil des Rathausplatzes als Zeichen für Toleranz gegenüber LGBT in Regenbogenplatz (Regnbuepladsen) umzubenennen. 36 Stadträte votierten für die Initiative, neun waren dagegen.

"Ich bin froh, dass es jetzt eine breite politische Übereinstimmung gibt, den liberalen Geist von Kopenhagen und die Rolle der Stadt im Kampf für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender zu würdigen", erklärte der stellvertretende Bürgermeister Morten Kabell nach der Entscheidung. Der sozialistische Politiker hofft, dass Besucher den Platz auch nutzten, um gegen homophobe Gesetze in Russland oder Uganda zu demonstrieren.

Die Umbenennung erfolgt genau 25 Jahre, nachdem Dänemark als erstes Land der Welt eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben eingeführt hatte. 2012 öffnete das Land schließlich die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, die jetzt in allen Bereichen mit heterosexuellen Paaren gleichgestellt sind (queer.de berichtete).

Benennung nach Homo-Aktivist gescheitert

Der Platz sollte ursprünglich nach dem 2011 verstorbenen LGBT-Aktivisten Axel Axgil benannt werden (queer.de berichtete). Gegen den Aktivisten, der für seinen Einsatz 1989 als erster in einer feierlichen Zeremonie seinem Partner das Ja-Wort geben durfte, gab es Vorwürfe, dass er Verbindungen zu einer Nazi-Gruppe und einer Pädophilen-Organisation gehabt habe. Kritisiert wurde auch, dass Axgil 1955 wegen des Besitzes von Pornografie verurteilt worden war.

Daraufhin gab es eine Debatte, ob der Platz überhaupt umbenannt werden sollte. Den Vorschlag, ihn nach der lesbischen Schauspielerin Hannah Bjarnhof zu benennen, wurde vergangenen Juni abgelehnt. Auch LGBT-Aktivisten krisierten den Namen, weil Bjarnhof keine wichtige Rolle im Kampf für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben gespielt und sich auch erst spät geoutet habe. (dk)



#1 GerritAnonym
  • 11.02.2014, 15:51h

  • Toll! In Deutschland würden da gleich wieder irgendwelche Fundamentalisten auf die Straße gehen und das Land mit Hass und Lügen überziehen.
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#2 Ulli_2mecsProfil
  • 11.02.2014, 16:24hHamburg
  • Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang vielleicht, dass in Köln bereits seit Jahren schon ein (zuvor namenloser) Platz nach dem Schwulen-Aktivisten Jean Claude Letist benannt ist:

    Jean Claude Letist (1946 1990)

    www.2mecs.de/wp/?p=7757
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.02.2014, 16:32h
  • Super und daran sollte sich jede Stadt auf der Welt ein positives Beispiel nehmen!!!
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#4 RobbyEhemaliges Profil
  • 11.02.2014, 18:32h
  • Klasse! Das sollten sie mal in Berlin machen - als Zeichen der Anti-Diskriminierung von LGBTIs...
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#5 berlinfanAnonym
  • 11.02.2014, 20:14h
  • Antwort auf #4 von Robby
  • ich bin für "Wowereit-Platz", schließlich war sein mutiges Outing ein großes Vorbild und hat einen großen gesellschaftlichen Wandel herbeigeführt.
    Kurz danach wurde auch das Lebenspartnerschaftsgesetzt verabschiedet.
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#6 LedErich
  • 12.02.2014, 07:43h

  • In Berlin wurde vor Jahren das Magnus-Hirschfeld-Ufer eingeweiht und in München gibt es den Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz. Beide nicht gerade zentral wie ein Rathausplatz aber beide wurden bewusst wegen des LGBTI-Zusammenhangs so benannt.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 12.02.2014, 07:46h
  • Antwort auf #2 von Ulli_2mecs
  • Ja, das ist eine schöne Geste gewesen und ich freue mich darüber.

    Kopenhagen hat solche Gesten eigentlich nicht nötig.

    Ich freue mich natürlich auch darüber.

    Aber der Hass wird dadurch nicht geringer werden.

    Leider.
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