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  • 11.02.2014           8      Teilen:   |

Dänemark

Kopenhagen erhält schwul-lesbischen Regenbogenplatz

Artikelbild
Im Rathaus gab es eine deutliche Mehrheit für die Umbenennung (Bild: Jesse Granger / flickr / cc by 2.0)

Ein zentraler Platz im Zentrum der dänischen Hauptstadt wird zu Ehren der LGBT-Community in Regenbogenplatz umbenannt.

Der Stadtrat von Kopenhagen hat vergangene Woche auf Initiative der Sozialdemokraten entschieden, einen frisch renovierten Teil des Rathausplatzes als Zeichen für Toleranz gegenüber LGBT in Regenbogenplatz (Regnbuepladsen) umzubenennen. 36 Stadträte votierten für die Initiative, neun waren dagegen.

"Ich bin froh, dass es jetzt eine breite politische Übereinstimmung gibt, den liberalen Geist von Kopenhagen und die Rolle der Stadt im Kampf für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender zu würdigen", erklärte der stellvertretende Bürgermeister Morten Kabell nach der Entscheidung. Der sozialistische Politiker hofft, dass Besucher den Platz auch nutzten, um gegen homophobe Gesetze in Russland oder Uganda zu demonstrieren.

Die Umbenennung erfolgt genau 25 Jahre, nachdem Dänemark als erstes Land der Welt eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben eingeführt hatte. 2012 öffnete das Land schließlich die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, die jetzt in allen Bereichen mit heterosexuellen Paaren gleichgestellt sind (queer.de berichtete).

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Benennung nach Homo-Aktivist gescheitert

Der Platz sollte ursprünglich nach dem 2011 verstorbenen LGBT-Aktivisten Axel Axgil benannt werden (queer.de berichtete). Gegen den Aktivisten, der für seinen Einsatz 1989 als erster in einer feierlichen Zeremonie seinem Partner das Ja-Wort geben durfte, gab es Vorwürfe, dass er Verbindungen zu einer Nazi-Gruppe und einer Pädophilen-Organisation gehabt habe. Kritisiert wurde auch, dass Axgil 1955 wegen des Besitzes von Pornografie verurteilt worden war.

Daraufhin gab es eine Debatte, ob der Platz überhaupt umbenannt werden sollte. Den Vorschlag, ihn nach der lesbischen Schauspielerin Hannah Bjarnhof zu benennen, wurde vergangenen Juni abgelehnt. Auch LGBT-Aktivisten krisierten den Namen, weil Bjarnhof keine wichtige Rolle im Kampf für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben gespielt und sich auch erst spät geoutet habe. (dk)

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Tags: dänemark, kopenhagen, regenbogenplatz
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Reaktionen zu "Kopenhagen erhält schwul-lesbischen Regenbogenplatz"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
11.02.2014
15:51:48
Via Handy


(+2, 6 Votes)

Von Gerrit


Toll! In Deutschland würden da gleich wieder irgendwelche Fundamentalisten auf die Straße gehen und das Land mit Hass und Lügen überziehen.


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#2
11.02.2014
16:24:40


(-1, 5 Votes)

Von Ulli_2mecs
Aus Hamburg
Mitglied seit 01.05.2008


Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang vielleicht, dass in Köln bereits seit Jahren schon ein (zuvor namenloser) Platz nach dem Schwulen-Aktivisten Jean Claude Letist benannt ist:

Jean Claude Letist (1946 1990)

Link zu www.2mecs.de


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#3
11.02.2014
16:32:39


(+1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Super und daran sollte sich jede Stadt auf der Welt ein positives Beispiel nehmen!!!


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#4
11.02.2014
18:32:26


(+1, 5 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Klasse! Das sollten sie mal in Berlin machen - als Zeichen der Anti-Diskriminierung von LGBTIs...


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#5
11.02.2014
20:14:03


(-1, 5 Votes)

Von berlinfan
Antwort zu Kommentar #4 von Robby


ich bin für "Wowereit-Platz", schließlich war sein mutiges Outing ein großes Vorbild und hat einen großen gesellschaftlichen Wandel herbeigeführt.
Kurz danach wurde auch das Lebenspartnerschaftsgesetzt verabschiedet.


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#6
12.02.2014
07:43:30
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von LedErich
Profil nur für angemeldete User sichtbar


In Berlin wurde vor Jahren das Magnus-Hirschfeld-Ufer eingeweiht und in München gibt es den Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz. Beide nicht gerade zentral wie ein Rathausplatz aber beide wurden bewusst wegen des LGBTI-Zusammenhangs so benannt.


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#7
12.02.2014
07:46:33


(+1, 3 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Ulli_2mecs


Ja, das ist eine schöne Geste gewesen und ich freue mich darüber.

Kopenhagen hat solche Gesten eigentlich nicht nötig.

Ich freue mich natürlich auch darüber.

Aber der Hass wird dadurch nicht geringer werden.

Leider.


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#8
13.02.2014
09:17:24


(0, 2 Votes)
 


 Ort: Kopenhagen


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