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  • 12.02.2014           21      Teilen:   |

Offener Brief

Berlin: LGBT-Aktivisten von 5 Parteien kritisieren CSD



In einem offenen Brief zeigen sich die schwul-lesbischen Gruppen der fünf etablierten Parteien irritiert darüber, dass die CSD-Organisatoren die Community nicht einbinden würden.

Der Berliner CSD-Streit schwelt weiter: Nachdem sich die CSD-Veranstalter seit Sonntag Scharmützel mit Politikern der Berliner Regierungskoalition liefern, haben die Organisationen zur Interessenvertretung für Homosexuelle innerhalb von CDU, SPD, Linke, Grünen und FDP in einem am Mittwoch gemeinsam veröffentlichten offenen Brief den CSD e.V. kritisiert.

Die Unterzeichner zeigten sich "irritiert" darüber, dass die Umbenennung des CSDs in "Stonewall Parade" nicht mit anderen Teilen der Community abgesprochen worden sei. Die Veranstalter unter CSD-Geschäftsführer Robert Kastl hatten argumentiert, dass der Begriff "CSD" im Ausland unbekannt sei und daher für einen internationales Pride-Event nicht geeignet sei.

Wir dokumentieren den offenen Brief in seiner gesamten Länge:

Der Berliner "Christopher Street Day" hat national und international eine große Bedeutung und Strahlkraft. Wir begrüßen es grundsätzlich, dass der Berliner CSD e.V. den Gedanken "Back To The Roots" in diesem Jahr aufgreifen will, denn in 35 Jahren hat sich der CSD stetig mit der Community weiter entwickelt. Er ist zum Symbol der öffentlichen Demonstration für gleiche Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender-, trans- und intergeschlechtlichen Menschen geworden.

Als queerpolitische Vertreter/innen der demokratischen Parteien haben wir in den letzten Jahren im Rahmen des CSD und der Pride Week für die Rechte der Community mit demonstriert.

Wir sind der Meinung, dass die zukünftige Weiterentwicklung des Christopher Street Day von der gesamten Community getragen werden muss. Deshalb sind wir irritiert über den Prozess, der zum Beschluss des Berliner CSD e. V. geführt hat, den Demonstrationszug in "Stonewall Parade" umzubenennen.

Ein bereits intern vorbereiteter Beschluss, der kurzfristig und nur formal innerhalb einer Sitzung eingebracht und abgestimmt wurde, ohne die Community und die beteiligten Vereine, Verbände und Parteien in den Entstehungsprozess einzubeziehen, ist unzureichend. Ein kleines Gremium entscheidet über die Namensänderung einer Gemeingutveranstaltung, mit der sich Hunderttausende identifizieren?

Wir sagen Nein und fordern den Vorstand des Berliner CSD e. V. auf, unverzüglich eine öffentliche Diskussion einzuleiten und damit die endgültige Entscheidung über die Zukunft des CSD in einem demokratischen Prozess und unter Einbeziehung aller CSD-Vereinsmitglieder, anderer beteiligter Vereine und Organisationen sowie Parteien von der und für die gesamte(n) Queer-Community abhängig zu machen.

Arbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule in der Berliner SPD (Schwusos Berlin)
Arbeitskreis Lesben und Schwule in der Union (LSU Berlin)
Landesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE. queer Berlin-Brandenburg
Landesarbeitsgemeinschaft QueerGrün Berlin von Bündnis 90/Die Grünen Berlin
Liberale Schwule und Lesben (LiSL)



Die Auseinandersetzung erinnert an einen Streit in München aus dem Jahr 2011: Die CSD-Organisatoren wollten damals die Parade einmalig in "Christina Street Day" umbenennen, um die Sichtbarkeit von Lesben zu erhöhen. Das führte zu einer riesigen Aufregung in sozialen Netzwerken und in der Presse. Am Ende gaben die Veranstalter klein bei. (dk)

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Tags: csd, berlin, pride, stonewall, offener brief
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Reaktionen zu "Berlin: LGBT-Aktivisten von 5 Parteien kritisieren CSD"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
12.02.2014
14:30:14


(+5, 9 Votes)

Von Lars3110
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wenn sich tatsächlich alle Parteien zusammentun, und das so offen aussprechen, dann sollte das dem Vorstand mal ein Warnschuss sein, dass hier etwas aus dem Lot geraten ist.

Aber der Herr Kastl und die Frau Dr. Kraus beweihräuchern sich stattdessen selbst in einem Pamphlet, dass sie arrogant auch noch Pressemitteilung nennen.

Wie weit kann sich ein Verein, der eigentlich für die Community da ist, noch von dieser selbst entfernen?

Man hat auch praktisch keine Einflussmöglichkeiten. Man kann zwar eintreten, ist dann eher nur zahlend, statt gestaltend.
In den Vorstand wird man berufen und nicht gewählt. Es ist zum Verzweifeln.


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#2
12.02.2014
14:35:23


(+1, 11 Votes)

Von Berliner78


Was erdreistet sich die Politik eigentlich??? Die sollten alle in diesem Jahr alle nicht mehr an den CSDs in Deutschland teilnehmen dürfen. Denen geht es doch sowieso nur um Wahlwerbung und Stimmenfang. Und jetzt wollen sie auch noch beim CSD bestimmen??? Hallo??? Das kommt gar nicht in die Tüte! HÄNDE WEG VOM CSD-Verein!!!


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#3
12.02.2014
15:32:18


(+2, 8 Votes)

Von Adam


Sie sollten mal so auftreten und zusammen arbeiten wenn es darum geht endlich die Ehe zu öffnen und man endlich gleichgestellt ist....besonders die SPD und CDU Lächerlich

Nein sich aber einmischen beim CSD woher haben sie Angst das man endlich wieder richtig sagt was Sache ist ? und nicht nur eine Tanz Veranstaltung der Klischees ?


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#4
12.02.2014
15:50:42
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Luca


Das zeigt nur, dass mittlerweile alle Parteien als so wichtige Wahlkampf-Veranstaltung ansehen, dass sie alle dort gerne mehr Einfluss hätten.


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#5
12.02.2014
15:54:35
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Alex


Wenn es darum geht, Politik insgesamt mehr Macht zu geben und grundsätzliche Systemkritik an allen Parteien und dem ganzen parteipolitischen System zu verhindern, stehen ALLE Parteien zusammen.


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#6
12.02.2014
16:08:24
Via Handy


(+5, 9 Votes)

Von Felix


Die Parteien tun so, als ginge es ihnen nur um den Namen, aber in Wirklichkeit geht es denen doch um ganz andere Dinge. Die wollen u.a. mehr Einfluss auf CSDs.


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#7
12.02.2014
16:32:56


(+6, 6 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


"Wir sagen Nein und fordern den Vorstand des Berliner CSD e. V. auf, unverzüglich eine öffentliche Diskussion einzuleiten und damit die endgültige Entscheidung über die Zukunft des CSD in einem demokratischen Prozess und unter Einbeziehung aller CSD-Vereinsmitglieder, anderer beteiligter Vereine und Organisationen sowie Parteien von der und für die gesamte(n) Queer-Community abhängig zu machen."

Was die CSD-Vereinsmitglieder betrifft, ist diese Forderung aus meiner Sicht nachvollziehbar. Sollte der Berliner CSD e.V. diese Demonstration allein anmelden und verantworten, sehe ich darüber hinaus keine unbedingte Notwendigkeit zur Mitbestimmung (ich kenne die Berliner Verhältnisse aber nicht).
Zudem sind mir auch die Querverbindungen zwischen den im Text gen. Vereinen, Organisationen und Parteien (z.B. Mehrfachmitgliedschaften) nicht bekannt. Ich vermute, der CSD wird umso politischer, desto weniger Einfluss die Parteien nehmen können, da sie in emanzipatorischen Fragen keine gemeinsamen Ziele verfolgen. Es bleibt letztlich das manchmal abschätzig beäugte "Fußvolk" gefragt, dieser Demo frischen Wind einzuhauchen. Gerade weil es sich nicht an Partei-, Vereins- oder sonstige Statuten gebunden fühlen muss .


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#8
12.02.2014
16:39:39


(+7, 7 Votes)

Von Community Berlin


Ich glaube nicht das es hier um Machterhalt der Parteien im CSD e.V. geht. Wer Einblick hinter den CSD e.V. hat, erkennt wer da wo Macht haben will. Die Politik und Parteien sollen sich vielleicht wirklich mal aus dem CSD raus halten. Ergebnis: Das es keinen CSD in Berlin mehr gibt. Die Gebühren würden sich erhöhen, es würden min. 5 Großzahler fehlen (denn das was die Parteien an den Veranstalter zahlen, ist nicht wenig). Es würde weniger politisch sondern mehr zu einer bunten Love- Parade. Ein Herr Kastl hat ja schon in der Vergangenheit andere CSD's in Europa kaputt gemacht. Ein Typ der dafür verantwortlich ist, das sich kein Ausrichter der CSD- Gala findet.


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#9
12.02.2014
17:02:59


(+4, 6 Votes)

Von Berliner78
Antwort zu Kommentar #8 von Community Berlin


Du klingst ja auch wie ein unvoreingenommener Beobachter (= Ironie). Endlich legt sich mal ein CSD mit den allmächtigen Parteien an und aus der Szene kommt Spott und Hohn. Ja, die armen Parteien! Genau! Ich verstehe das echt nicht. Hast du schon mal bei einem CSD als Freiwilliger mitgeholfen? Ich schon öfters in mehreren Städten. Ausnahmslos alle Leute, die ich dabei kennen gelernt habe, kämpfen engagiert für unsere Rechte und dürfen sich dafür aus der Szene nur Kritik anhören. Du musst das ja nicht mögen, aber diesen Leuten alle möglichen Vorwürfe zu machen, ist echt zu einfach. Melde dich doch einfach mal als Freiwilliger bei deinem CSD. Glaub mir, mir hat das die Augen für die Realität geöffnet.


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#10
12.02.2014
17:15:22


(-2, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von Lars3110


Dem ist nichts hinzuzufügen!


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