Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?21032


So wirbt Carl DeMaio in San Diego um Stimmen

In der aufgeschlossenen Großstadt San Diego stellt sich ein schwuler Republikaner selbstbewusst den Wählern. In seiner Wahlwerbung sind auch Bilder vom CSD und sein Lebenspartner zu sehen – das ist ein Novum.

Der 39-jährige Republikaner Carl DeMaio will es wissen: Der ehemalige Stadtrat von San Diego möchte sich im 52. Wahlbezirk Kaliforniens in das US-amerikanische Repräsentantenhaus wählen lassen – und geht ganz neue Wege: In seinem obligatorischen TV-Spot mit den üblichen Klischeesätzen ("Es gibt die Möglichkeit einer besseren Zukunft") finden sich überraschenderweise CSD-Bilder von DeMaio, in denen er auch händchenhaltend mit seinem Partner zu sehen ist. Hier das Video:

Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" zeigt sich damit erstmals ein Kandidat für ein nationales Amt in einer Wahlwerbung mit seinem gleichgeschlechtlichen Partner. Das Video soll am Donnerstag auch in lokalen Fernsehsendern gezeigt werden.

Ein leichter Weg wird es für DeMaio nicht: Für die republikanischen Vorwahlen Anfang Juni haben Homo-Gegner bereits angekündigt, wegen deMaios Homosexualität andere Kandidaten zu unterstützen. So will die National Organization for Marriage (NOM), die sich vor wenigen Jahren im Kampf gegen die Ehe-Öffnung gegründet hatte, sogar Werbespots gegen den schwulen Kandidaten schalten. In ihrem Blog hat die NOM bereits wiederholt gegen DeMaio polemisiert und ihn als einen RINO ("Republican in Name Only" – zu Deutsch: nur dem Namen nach Republikaner) diffamiert. Laut NOM will die republikanische Parteiführung mit ihm ihr wahres, viel zu liberales Gesicht zeigen:

Es gibt eine andere Sache über DeMaios Kandidatur, die Sie wissen sollten: Er ist ein offen Homosexueller und ein erklärter Unterstützer der Homobewegung. Verstehen Sie mich nicht falsch – ich urteile nicht über ihn als Person und unterstütze sein Recht, in Amerika so zu leben, wie er will. Seine Homosexualität ist ein Thema in dem Rennen, weil ihn genau deshalb republikanische Führer in Washington unterstützen. Sie haben einen perfekten Kandidaten, weil sie in den Medien sagen können: "Wir sind auch progressiv und haben uns entwickelt". Und sie hoffen, einen Kollegen zu haben, der ihnen ein wenig Zugang zu den Millionen gibt, die schwule politische Anliegen vertreten.

DeMaio, so NOM, macht also die guten alten Republikaner mit seinem Lebenswandel zu halben Demokraten…

Sollte er die republikanischen Vorwahlen gewinnen, wird es für DeMaio noch einmal schwer: Anfang November trifft er dann auf den demokratischen Amtsinhaber Scott Peters, der erst 2012 einem Republikaner den Wahlkreis mit 51 zu 49 Prozent abjagte. Der Heterosexuelle unterstützt übrigens schon seit Jahren die Gleichstellung im Eherecht. (dk)



#1 SmileyEhemaliges Profil
  • 13.02.2014, 15:29h
  • >Verstehen Sie mich nicht falsch ich urteile nicht über ihn als Person und unterstütze sein Recht, in Amerika so zu leben, wie er will ..<

    .. aber wenn es je auch nur in die Nähe gelangt daß er dieses Recht auch wahrnehmen kann, werde ich mich wie ein kleines Kind auf den Boden werfen, mit Händen und Füßen herumzucken und erbärmlich kreischen bis diese Abscheulichkeit unter den Augen Gottes verhindert wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.02.2014, 16:25h
  • Es wird Zeit, einen Shitstorm gegen die NOM im Internet loszutreten und hoffentlich wird bald die Seite von denen von "Anonymous" torpediert!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 joseph
#5 schon klarAnonym
  • 16.02.2014, 16:59h
  • Antwort auf #4 von joseph
  • es soll auch schwule und lesben gegeben haben, die hitler und seine konservativ-"mittigen" steigbügelhalter und wegbereiter gewählt haben.

    wer die folgen der zerstörung von demokratie und sozialstaat durch die neoliberale, sozial- und nationalchauvinistische krisenabwälzungspolitik von merkel & co. und ihren parteifreunden in europa ebenso wie in den usa, im interesse von banken, konzernen und reichen, von der imperialistischen kriegspolitik mit millionen todesopfern allein seit der jahrtausendwende ganz zu schweigen, halbwegs aufmerksam verfolgt, sollte wissen, wovon die rede ist.

    de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Demokratische_Union
  • Antworten » | Direktlink »
#6 David77Anonym
#7 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 21.02.2014, 20:30h
  • Antwort auf #4 von joseph
  • Hier geht es um einen Rechtskonservativen in einer rechtsextremen Partei in einem Terrorstaat. Was das mit "links" zu tun hat? Nichts. Es sei denn, man gehört zu den Revanchisten und Beschönigern des 3. Reiches, wie Du es mit vielen Kommentaren hier schon bewiesen hast.

    Widerlich!!!
  • Antworten » | Direktlink »