Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?21037

Wer am Valentinstag nach "Schwule sind" sucht, wird immer noch mit beleidigenden Äußerungen konfroniert

Die LGBT-Aktivisten fordern den Internet-Giganten auf, bei der Suchfunktion auf die Auto-Vervollständigung zu verzichten – und treffen auf offene Ohren.

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hat den Internetdienst Google Ende Januar in einem Schreiben aufgefordert, bei der Autovervollständigungsfunktion der Suche homosexuellenfeindliche Begriffe auszublenden. Diese werden automatisch angezeigt, wenn ein Begriff gesucht wird. Google sicherte als Reaktion sofort zu, sich um das Problem zu kümmern.

"Wir sind von unseren Mitgliedern darauf hingewiesen worden, dass in der Google-Suche homophobe Auto-Vervollständigungen angezeigt werden", so LSVD-Sprecher Manfred Bruns über den Dialog mit dem Konzern am Freitag. "So werden beispielsweise bei der Suche nach 'Schwule sind' automatisch u.a. die Ergänzungen 'krank', 'psychisch krank', 'ekelhaft', 'widerlich' usw. angeboten".

Google hat nach LSVD-Angaben auf das Schreiben sofort reagiert und erklärt, dass man sich ohne Einschränkung für den Schutz von Minderheiten einsetze. Entsprechend den Nutzungsrichtlinien würden Vervollständigungen unterbunden, wenn es sich dabei um "Hassreden" handelt. Der Konzern bitte deshalb darum, kritische Auto-Vervollständigungen über einen Support-Link mitzuteilen. Über das Formular eingehende Auto-Vervollständigungen werden von den Rechtsexperten von Google geprüft und dann gegebenenfalls gesperrt. Der LSVD fordert User auf, sich zu beschweren, wenn ihnen homophobe Aussagen bei der Suche auffallen.

Der US-Konzern Google gilt als äußerst homofreundlich: So setzte er sich in den USA dafür ein, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen (queer.de berichtete). Außerdem engagiert sich die Firma regelmäßig bei CSDs.

In der Vergangenheit haben die Auto-Vervollständigungen wiederholt für Verwirrung gesorgt. So wurde dadurch etwa populären Sängern oder Profifußballern Homosexualität nahe gelegt. 2011 wurde auch bekannt, dass bei Kate Middletons jüngerem Bruder James bei der Auto-Vervollständigung stets der Begriff "gay" nachgeliefert wird (queer.de berichtete). Die Suche führte wiederholt zu Irritationen: So gab es 2006 das äußerst beliebte Suchwort "Ashley Cole gay", nachdem ein britisches Boulevardblatt die sexuelle Orientierung des bekennenden heterosexuellen Fußballprofis anzweifelte. Der Sportler verklagte damals die Zeitung und gewann (queer.de berichtete). (dk)



#1 SamyAnonym
  • 14.02.2014, 12:18h
  • Also, ich finde das ganz spannend, denn die Autovervollständigung generiert sich durch die User. Die scheinen verrückt danach zu sein, herauszufinden, wer denn schwul ist (nicht wahr George Clooney? :D). Das abzustellen wäre irgendwie Verdrängung der Realität. Und wenn, dann sollte alles "zensiert" werden. Bei "Behinderte sind" kommt nämlich auch "eklig".
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LucaAnonym
  • 14.02.2014, 13:15h

  • Wenn Google es ernst meint mit Homorechten, muss das geändert werden. Und zwar schnellstens.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ThorinAnonym
#4 MiroAnonym
  • 14.02.2014, 14:08h
  • Mal abgesehen davon, dass das die übliche Forderung aus Aktivistenkreisen nach Denk- und Sprechverboten ist, wüsste ich überhaupt nichts, was ich mit "schwule sind" bei google suchen sollte.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AleXAnonym
  • 14.02.2014, 14:18h
  • Antwort auf #4 von Miro

  • Google autocomplete ist eh schon sowas von durchzensiert... Menschen die jenseits von Klischees denken würden eh nicht 'Schwule sind...' eingeben also ist es doch klar was da kommt. Ob etwas aus autocomplete rausgeworfen wird hängt in erster Linie damit zusammen ob es 1. Der Prüden US-Scheinmoral genügt und 2. Werbekunden verschreckt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 zweiter versuchAnonym
  • 14.02.2014, 14:19h
  • aktuell:

    schwul ist...eine krankheit

    schwule sind...krank

    schwule sind...eklig

    schwul...enwitze (juden...witze?)

    schwul...test

    schwulen...test (wird dort wenigstens zu einem live- und lebendigen test ermutigt, oder soll wirklich nur stigmatisiert werden?)

    die homophoben (=rassistischen) kommentare bei youtube, die dank der seit einigen monaten bestehenden kopplung mit google plus nicht selten dauerhaft ganz oben positioniert werden (besonders gut vernetzte und anerkannte user in den augen von google!) sind ein skandal!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AleXAnonym
  • 14.02.2014, 14:29h
  • Antwort auf #6 von zweiter versuch

  • Die YT-Community finde ich auch ziemlich daneben. Neben der erwähnten Homophobie kommt auch noch Rassismus hinzu den man auch oft als topkommentar hat. Ich fände es schön wenn man die Kommentare ausblenden könnte, aber Google will ja um jeden Preis ihr Google+ promoten und dafür soll man möglichst viele Kommentare schreiben also wird es das wohl nicht geben.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.02.2014, 14:31h
  • Noch ein Beispiel von Google: gibt man den Namen Volker Beck ein, dann kommen als Autocomplete "twitter, köln, bundestag und beschneidung". Bei Rosa von Praunheim "hape kerkeling, outing und die bettwurst". Daran ist nichts Homophobes zu erkennen!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 David77Anonym
#10 David77Anonym