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  • 14.02.2014           6      Teilen:   |

Facebook kennt künftig mehr als zwei Geschlechter

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Facebook ist mit weltweit mehr als 1,2 Milliarden Nutzern das beliebteste soziale Netzwerk

Im sozialen Netzwerk soll man sich künftig nicht mehr nur als Frau oder Mann registrieren lassen können, sondern es gibt eine Auswahl aus rund 50 Optionen.

Facebook hat am Donnerstag angekündigt, dass sich Nutzer künftig nicht mehr zwischen den Attributen "männlich" und "weiblich" entscheiden müssen, sondern aus dutzenden Formen wählen können. Die Veränderungen sind derzeit nur in der US-Sprachversion durchgeführt worden, soll aber auf andere Länder ausgedehnt werden.

In einem Menü können die Nutzer aus Beschreibungen wie "transgender", "transsexual" "androgynous", "trans*", "female to male", "transfeminine", "gender queer" oder "Two spirit" entscheiden. Außerdem dürfen sie auswählen, ob sie sich als "he", "she" oder neutral als "they" bezeichnen lassen wollen.

In einem Blog-Eintrag erklärte das Diversity-Team des kalifornischen Unternehmens: "Wir wollen, dass Sie sich wohl fühlen und ihr wahres Selbst sein können". Mit der Veränderung soll erreicht werden, dass mehr Menschen ihre Identität auf Facebook besser darstellen könnten. Dafür habe man auch mit führenden LGBT-Gruppen zusammengearbeitet, um eine möglichst vollständige Liste anbieten zu können. Da es noch Probleme mit der Anerkennung von Transgendern gebe, können die Nutzer ihren Geschlechtsstatus auch nur ihren engsten Freunden anzeigen lassen und vor anderen geheim halten.

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Freude in der Trans-Community

"Es wird viele Leute geben, denen diese Veränderung vollkommen egal ist. Aber die Personen, die das betrifft, werden sich sehr freuen", erklärte Facebook-Programmiererin Brielle Harrison gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Sie hatte sich für die Veränderung innerhalb der Firma auch aus eigenem Interesse stark gemacht. So hat sie bereits ihren Status von "Female" zu "TransWoman" verändert. Sie könne damit zum ersten Mal allen Menschen Angaben zu ihrem Geschlecht zeigen. "Und ich kann selbst entscheiden, wem ich das zeigen will", so Harrison weiter.

Transgender-Aktivistin Nori Herras-Castaneda aus San Jose zeigte sich begeistert, dass es im Konzern überhaupt keinen Widerstand gegen die Änderung gegeben habe. Facebook-Mitarbeiter erklärten auch, dass Unternehmenschef Mark Zuckerberg die transfreundliche Geschlechterauswahl unterstützt habe.

Bei Facebook ist seit 2008 die Angabe des Geschlechts Pflicht. Der Konzern erklärte damals, dass dies aus sprachlichen Gründen notwendig sei, um die Nutzer richtig anzusprechen. Beim wenig erfolgreichen Konkurrenzdienst Google+ gibt es derzeit nur "Mann", "Frau" und "andere" als Angaben.

Bereits 2012 öffnete Facebook die Ehe für Schwule und Lesben: In seiner Chronik-Funktion (Timeline") führte die Seite ein Icon für gleichgeschlechtliche Hochzeiten ein (queer.de berichtete). (dk)

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Reaktionen zu "Facebook kennt künftig mehr als zwei Geschlechter"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
14.02.2014
13:21:17
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Luca


Ein richtiger Schritt, der aber auch nicht relativiert, dass Facebook in anderen Bereichen ein typischer, prüder US-Konzern ist, der z.B. Fotos von Männern in Unterwäsche, etc. zensiert, aber Homohasser gewähren lässt.


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#2
14.02.2014
14:32:02


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Na denn!


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#3
14.02.2014
15:51:19


(0, 4 Votes)

Von KathiGr
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Für mich ergibt es keinen Sinn, dass es extra Kategorien für Transsexuelle gibt. Eine Transfrau fällt doch unter die Kategorie "Frau" und ein Transmann unter "Mann". Warum sollte man da noch großartig zwischen "Zis-" und "Trans-" unterscheiden? Nur für Intersexuelle oder für Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen oder die sich als Beides fühlen, sind separate Kategorien sinnvoll. Und wie man angesprochen werden will, das ergibt sich doch aus der angegebenen Geschlechtsidentität. Dafür braucht man kein gesondertes Feld.
Was unübersichtliches Gestalten angeht, ist Facebook Meister.


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#4
14.02.2014
15:52:21


(-2, 6 Votes)

Von namutoni


Facebook hätte m.E. besser daran getan, die Kategorie ganz zu löschen. Ob man in eine von zwei (männlich /weiblich) oder eine von fünfzig Schubladen gesteckt wird, ist doch eher ein gradueller Unterschied. Solange Menschen gezwungen sind, ihre Identität als Zugehörigkeit zu einer vordefinierten Gruppe (von wie viele auch immer) zu definieren, läuft immer was schief. Selbst wenn Facebook in 3 Jahren aus 50 Möglichkeiten 150 macht.
Auf dem Gebiet von "Hautfarbe" oder "race" ist man da ja vielerorts zum Glück schon weiter.


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#5
14.02.2014
17:28:41


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Die sollten lieber mal die homophoben Hass-Tiraden löschen. Das wäre sinnvoller.


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#6
15.02.2014
01:56:47


(-1, 5 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #4 von namutoni


nicht vergessen: facebooks struktur ist nur nachrangig an den interessen der user_innen orientiert. die geschlechtliche zuordnung ist einer der hauptfilter, um die masse in konkrete marketing-zielgruppen einzuteilen. eine verpflichtende und möglichst präzise selbsteinordnung ermöglicht dabei die beste datenauslese. ein komischer zufall, nicht wahr?


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