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  • 14.02.2014           24      Teilen:   |

Homophobie

Uganda: Kautionsrecht für Homosexuelle wird abgeschafft

Artikelbild
Präsident Yoweri Museveni mag aus religiösen Gründen keine Homos

Das afrikanische Land verschärft die Homo-Verfolgung: Wer wegen gleichgeschlechtlichem Verkehr verhaftet wird, soll künftig nicht mehr auf Kaution freigelassen werden dürfen.

Abgeordnete der ugandischen Regierungspartei NRM haben am Donnerstag Unterstützung für einen Vorschlag von Präsident Yoweri Museveni angekündigt, wonach Personen bei besonders "schlimmen" Verbrechen nicht mehr bis zum Prozess auf Kaution freigelassen werden sollen. Der ugandischen Zeitung "Monitor" zufolge soll dies besonders auf Homosexuelle zutreffen, denen einvernehmlicher Sex vorgeworfen wird. Neben Schwulen und Lesben soll auch Vergewaltigern keine Kaution mehr gewährt werden. Bei Korruption oder anderen Vergehen soll allerdings alles beim alten bleiben. Museveni und seine Regierungspartei wollen diesen Plan nun in der Verfassung verankern.

Laut Anite Evelyn, der Sprecherin der NRM-Fraktion, gab es eine überwältigende Unterstützung für den Vorschlag. Museveni habe zunächst das Kautions-Verbot nur für Vergewaltigung oder Missbrauch vorgeschlagen, dann hätten die Abgeordneten den Vorschlag mit Zustimmung Musevenis auf Homosexuelle ausgeweitet.

Museveni, der sich als wiedergeborenen Christen bezeichnet, hatte in der Vergangenheit wiederholt Homosexualität als Überbleibsel von weißen Kolonialherren beschreiben. So sagte er erst vor wenigen Wochen: "Man kann Abartigkeit nicht als alternative Orientierung bezeichnen. Es könnte sein, dass westliche Kulturen durch zufällige Fortpflanzung viele abartige Leute erzeugt haben". Dabei argumentierte er wie viele andere Politiker, dass Europäer die gleichgeschlechtliche Liebe nach Afrika mitgebracht hätten, es auf dem diesem Kontinent aber in der Vergangenheit praktisch nur Heterosexuelle gegeben habe. Allerdings basiert das ugandische Homo-Verbot auf einem britischen Kolonialgesetz.

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Streichung der Entwicklungshilfe befürchtet

Bereits kurz vor Weihnachten hatte das Parlament die Gesetzgebung gegen Homosexuelle verschärft (queer.de berichtete). Ihnen droht demnach eine lebenslange Haftstrafe. Selbst Heterosexuelle können bis zu sieben Jahre in Haft kommen, wenn sie LGBT-Rechte unterstützen oder eine gleichgeschlechtliche Hochzeit besucht haben – auch wenn diese Hochzeit im Ausland stattfand.

Das Gesetz ist von Museveni durch einen Verfahrenstrick zunächst für ungültig erklärt worden (queer.de berichtete). Hintergrund sind Drohungen westlicher Länder, ihre Entwicklungshilfe zu kürzen. Das deutsche Entwicklungsministerium hatte vor gut einem Jahr Hilfsgelder ausgesetzt und als einen der Gründe homophobe Gesetze genannt (queer.de berichtete). Ursprünglich wollten ugandische Parlamentarier sogar die Todesstrafe für Homosexualität einführen (queer.de berichtete). (dk)

 Update  20.10h: Kommt Strafverschärfung?
Am Freitagabend verbreitete der ugandische Regierungssprecher Ofwono Opondo via Twitter, Museveni werde die Strafverschärfung bis hin zur lebenslangen Haft für Homosexuelle unterzeichnen, nachdem ihm Wissenschaftler versichert hätten, dass die sexuelle Orientierung eine kulturelle und nicht angeborene Sache sei. Zuvor hatte er eine Unterzeichnung mal von den Ursachen von Homosexualität abhängig gemacht, mal von Verfahrensfragen. Museveni soll die Aussagen bei einer Parteiklausur gemacht haben. Eine weitere Bestätigung dafür liegt zunächst nicht vor. Eine ugandische LGBT-Aktivistin sagte queer.de, dass dies nur eine weitere Verzögerungstaktik sein könnte. Man wisse es aber nicht.

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Tags: uganda, yoweri museveni
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Reaktionen zu "Uganda: Kautionsrecht für Homosexuelle wird abgeschafft"


 24 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
14.02.2014
15:19:07


(+8, 12 Votes)

Von m123


Sowas passiert, wenn Christen in Afrika gegen Homosexuelle hetzen. Christen hetzen derzeit vor allem in Afrika und Osteuropa gegen Homosexuelle.


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#2
14.02.2014
15:40:19


(+8, 12 Votes)

Von restless legs
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Andere Kontinente, andere Sitten.
Hier geschieht das auch mit Beinarbeit.
Zu den Wahlurnen.

Die Beine....

Bild-Link:
120127565.jpg


...sind evangelisch und mit einem Pfarrer verheiratet. Das Ehepaar hat vier Kinder.

Link:
a-f-d.info/frauke-petry-ueber-die-mediale-unterdru
eckung-der-mehrheit-durch-homosexuelle/


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#3
14.02.2014
16:03:51


(-6, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Und Ugandas Politiker bekommen ab sofort und für ewige Zeiten Einreiseverbot für Deutschland und andere homophile Staaten!


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#4
14.02.2014
16:09:20


(+9, 11 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Müssen diese verbrecherischen Vollidioten froh sein, dass Dummheit nicht weh tut - man würde sie rund um den Erdball schreien hören, und kein Analgetikum der Welt könnte ihnen helfen.



Einziger Weg: Streichen sämtlicher Entwicklungshilfe - keinen Cent mehr für diese Kriminellen!


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#5
14.02.2014
16:10:45


(+8, 10 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


DAS ist dann eben wahre Christlichkeit!

zum ko....!


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#6
14.02.2014
16:58:04
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von AleX


Wahrscheinlich haben die Angst vor Flucht ins Ausland denn keine zivilisierte Nation würde jemanden wegen homosexualität ausliefern. Hoffen wir das der internationale Druck ausreicht damit Uganda umdenken und alle Gesetze die Schwule und Lesben kriminalisieren aufhebt.


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#7
14.02.2014
17:09:50


(+10, 12 Votes)

Von Robin


Sofort sämtliche Hilfszahlungen beenden!!

Die dienen eh nur diesem faschistischen Regime, sich im Amt zu halten...

Wenn die uns so eklig finden, wollen die ja sicher auch nicht unser Geld...


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#8
14.02.2014
17:32:04


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Echt zum Kotzen, was da läuft. DA könnte sich unser 'toller' Außenminister mal einsetzen und denen verklickern, dass so etwas nicht richtig ist. Aber ich fürchte, da können wir ewig warten, denn nur von seinem Labern wird in Afrika auch nichts besser. Da müßten er und die Bundesmutti schon was TUN. Entwicklungshilfe streichen etc.


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#9
14.02.2014
20:03:34


(+6, 6 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wenn ich mir nur diese dümmliche Fratze anschaue............*würg*



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#10
14.02.2014
20:18:32


(+7, 9 Votes)

Von m123


"Museveni werde die Strafverschärfung bis hin zur lebenslangen Haft für Homosexuelle unterzeichnen, nachdem ihm Wissenschaftler versichert hätten, dass die sexuelle Orientierung eine kulturelle und nicht angeborene Sache sei."

Mal abgesehen von der Tatsache, dass es angeboren ist und sich kein Mensch seine sexuelle Identität aussuchen kann, wäre es auch dann unglaublich menschenverachtend, wenn man eine lebenslange Haftstrafe für Homosexuelle einführen würden, wenn Homosexualität nicht angeboren wäre.

Anstatt die tatsächlichen Probleme des Landes zu lösen werden Homosexuelle als Sündenböcke benutzt um von den tatsächlichen Problemen abzulenken.


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