Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?21042

Bei unterschiedlichen Genen kommt ein Betrachter zu ganz unterschiedlichen Reaktionen...

Eine Untersuchung von hunderten schwuler Brüder kam (erneut) zum Ergebnis, dass die sexuelle Orientierung bei Männern zu einem großen Teil genetisch bedingt ist.

Amerikanische Wissenschaftler der Northwestern University haben über Jahre mehr als 400 schwule Brüder auf CSDs und durch Werbung in Homo-Magazinen für ihre Studie über Homosexualität und Gene rekrutiert. Anschließend haben die Forscher sowohl den Brüdern als auch (heterosexuellen) Familienmitgliedern Blut abgenommen und dieses untersucht. Ihre Ergebnisse haben sie am Donnerstag bei einer wissenschaftlichen Konferenz in Chicago vorgestellt. Demnach wird die Homosexualität durch genetische Faktoren auf zwei Chromosomen des menschlichen Körpers beeinflusst.

"Unsere Ergebnisse legen nahe, dass man sich seine sexuelle Orientierung nicht aussuchen kann", erklärte Studienleiter Michael Bailey. Sie werde aber nicht vollständig von Genen beeinflusst, sondern schätzungsweise zu 30 bis 40 Prozent. "Es gibt Umwelteinflüsse, die ebenfalls eine Rolle spielen". Dazu zählten besonders die Hormone, denen ein Fötus im Mutterleib ausgesetzt ist.

Bei Schwulen gibt es demnach Veränderungen im 8. Chromosom und auf einer Region des Geschlechtschromosoms (Xq 28). Die Erkenntnisse sind dabei nicht neu: Es gibt bereits seit den 1990er Jahren ähnliche Ergebnisse von Untersuchungen anderer Universitäten. 2006 kam etwa eine kanadische Studie ebenfalls zum Ergebnis, dass Gene und vorgeburtliche Mechanismen die sexuelle Orientierung bestimmen (queer.de berichtete). Noch ist allerdings unklar, warum sich die Veränderungen auf diese Art auswirken.

Homosexualität kann nicht im Mutterleib festgestellt werden

Studienleiter Bailey erklärte auch, dass es nach wie vor unmöglich sei, die sexuelle Orientierung anhand von vorgeburtlichen Untersuchungen festzustellen, da die Veränderungen nicht in individuellen Genen stattfinden, sondern nur in bestimmten Bereichen des Chromosoms. Außerdem seien Umwelt-Faktoren ebenfalls ausschlaggebend: "Ein pränataler Test wäre nicht besonders präzise", ist sich der 56-jährige Psychologe sicher. Außerdem seien noch keine Gene gefunden worden, die weibliche Homosexualität beeinflussen.

In den letzten Jahrzehnten haben Ärzteverbände bereits wiederholt festgestellt, dass Homosexualität keine Krankheit ist, die "geheilt" werden kann. So hat der Weltärztebund im letzten Jahr eine Erklärung verabschiedet, die Homo-"Heilung" als Verletzung der Menschenrechte ansieht (queer.de berichtete). (dk)



#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Martin28a
  • 14.02.2014, 17:24h

  • Der Studienleiter weiß schon was kommt, darum hat er glücklicherweise schon im Vorfeld klargemacht das man nicht bereits im Mutterleib homosexualität feststellen kann
  • Antworten » | Direktlink »
#4 QuatschAnonym
  • 14.02.2014, 17:44h

  • Solche Studien sind mit Vorsicht zu genießen. An Hormen liegt es selbstverständlich nicht.

    Schwule Männer Haben das gleiche Sexualverhalten wie heterosexuelle Männer.
    Männer und Frauen unterscheiden sich z.B. im Sexualverhalten sehr, so sind Männer stärker auf sexuell- visuelle Reize ansprechbar, Frauen weniger. Phänomene wie Pornographie richten sich primär an heterosexuelle und homosexuelle Männer.
    Das Prostitution bei Schwulen in Relation nicht so häufig ist wie bei Heteros liegt daran, dass Schwule leichter Männer für unverbindlichen Sex finden, als Heteros Frauen, eben weil es Frauen sind und Frauen meistens anders ticken.

    An den ( Sexual)hormonen kann es also gar nicht liegen, da Schwule sexuell nicht anders ticken als Heteros.

    Ist es denn so schwer zu verstehen das man als Mann Männer einfach schöner und geiler findet, ohne das irgendwelche Studien das analysieren müssen?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 lambdascanEhemaliges Profil
  • 14.02.2014, 18:14h
  • Antwort auf #3 von Martin28a
  • Homosexualität ist AUCH genetisch determiniert - ist schon lange bekannt (Zwillingsstudien: eineiige Zwillinge --> 50% Wahrscheinlichkeit, dass der zweite Zwilling ebenso schwul ist).

    Quote:
    "Martin28a schreibt am 14.02.2014, 17:24:07 Uhr:
    Der Studienleiter weiß schon was kommt, darum hat er glücklicherweise schon im Vorfeld klargemacht das man nicht bereits im Mutterleib homosexualität feststellen kann"

    >> Dummerweise habe ich mir leider schon Fragen wie "Ach, findet man jetzt etwa heraus, dass Homosexualität ne Erbkrankheit ist?" anhören dürfen. Da ist also noch viel Aufklärungsarbeit zu bewältigen, um gerade solche Schnellschüsse zu entschärfen und v.a. auch bei der Wahrheit zu bleiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Hans AndersrumAnonym
  • 14.02.2014, 18:19h

  • Liebe Wissenschaftler

    Bitte geht einmal anders an diesen Themenbereich heran und untersucht warum es zu viele Heten gibt!

    Mutter Erde und die endlichen Ressourcen würden es euch danken!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 gatopardo
  • 14.02.2014, 18:20h
  • Antwort auf #1 von Epig Enetik
  • Habe zwar keine Zeit, mir alle 37 Leserbriefe zum Thema von "Zeit-online" durchzulesen, aber die ersten Reaktionen sind ja überaus positiv. Das veranlasst mich zu der Hoffnung auf eine mehrheitliche Akzeptanz in der Bevölkerung. Oder kann es sein, dass es sich nur bei ZEIT-Lesern um den gebildeteren Teil handelt , dem die biologischen Zusammenhänge klar sind ?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 gatopardo
  • 14.02.2014, 18:28h
  • Aus gegebenem Anlass würde mich mal interessieren, ob Pädophilie ebenso genetisch bedingt ist wie Homosexualität ? Dann wären doch diese bedauernswerten Menschen lebenslang zum Sexverzicht verdammt, um sich keinem Kind mehr zu nähern ? Ich meine aber, irgendwo etwas von "Heilungsversuchen" gehört zu haben, was aber im Vergleich mit der eigenen unabänderlichen Homosexualität eher ohne Erfolg gekrönt sein müsste ? Wer kann dazu etwas beisteuern ?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Schluss damitAnonym
  • 14.02.2014, 18:32h
  • Antwort auf #6 von Hans Andersrum
  • Es ist ein Skandal, dass Schwule immer wieder zu Untersuchungsobjekten gemacht werden, damit letztlich die heteronormative Ideologie zementiert und Abgrenzung betrieben werden kann.

    Warum werden nicht endlich die bis heute umfangreichsten und fundiertesten empirischen Daten - von Alfred Kinsey - zur Kenntnis genommen, die klar belegen, dass Homosexualität keineswegs die isolierte Angelegenheit einer kleinen Minderheit, sondern ein weit verbreiteter und selbstverständlicher Teil menschlicher Sexualität ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 mit SoßeAnonym
  • 14.02.2014, 20:33h
  • Antwort auf #4 von Quatsch
  • "An den ( Sexual)hormonen kann es also gar nicht liegen, da Schwule sexuell nicht anders ticken als Heteros."

    Es geht hier um die Hormone während der Schwangerschaft - alle Embryos fangen mit einem "weiblichen Gehirn" an - nicht um die, die im Erwachsenenalter das Sexualverhalten beeinflussen. Dort gibt es vermutlich keine großen Unterschiede, sofern Mann Testosteron produziert.

    "Ist es denn so schwer zu verstehen das man als Mann Männer einfach schöner und geiler findet, ohne das irgendwelche Studien das analysieren müssen?"

    Ja und es ist genauso langweilig das mit "ist halt so" zu erklären wie Hautfarbe, Augenfarbe etc. Dinge haben Gründe. Wissenschaft versucht diese aufzuklären. Ist das so schwer zu verstehen?
  • Antworten » | Direktlink »