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  • 14.02.2014           60      Teilen:   |

Lieber Aufklärung über "normale" Familie

CDU ätzt weiter gegen Bildungsplan

Artikelbild
Die Hetero-Familie könne doch nicht plötzlich als "unnormal" gelten, findet Hauk

Baden-Württembergs Oppositionsführer Peter Hauk will keine weitere Aufklärung über Homosexualität im Schulunterricht, weil diese "Ideologie" gegen Elternrechte verstoße.

Der baden-württembergische CDU-Fraktionschef Peter Hauk hat seine Kritik am Entwurf eines neuen Bildungsplans erneuert. "Erziehung ist in allererster Linie eine Sache der Eltern, hier darf Politik nicht ihre Ideologie durchsetzen", sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Samstagsausgabe). Bildungspläne dürften "kein Instrument sein, eine Gesellschaft zu spalten."

In den Plänen der grün-roten Landesregierung ziehe sich das Thema hingegen "als Leitprinzip durch den gesamten Bildungsplan", was "total weltfremd sei". Dabei gebe es "nicht nur Homosexuelle, die diskriminiert werden, sondern auch Behinderte oder Migranten. Die darf man nicht hinten anstellen."

Er habe mit Homosexuellen kein Problem, so der 53-Jährige, aber "das, was in unserer Gesellschaft die Regel ist, kann doch nicht plötzlich als unnormal gelten. Viele Eltern wollen, dass in erster Linie das klassische Bild von Familie (Vater, Mutter, Kinder) gezeichnet wird. Dafür habe ich Verständnis."

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Verständnis für homophobe Petition

Hauk hatte sich bereits im Landtag gegen den Bildungsplan gestellt (queer.de berichtete) und dabei auch Bezug auf eine Online-Petition gegen den Bildungsplan genommen. In dem neuen Interview stellte er sich erneut hinter die Unterzeichner der Petition: Auch wenn ihm manche Begründung missfalle zeige die Petition, "dass es Menschen im Land gibt, die besorgt sind. Ich habe mit Eltern gesprochen, die sagen: Wir wollen das nicht. Wir wollen es nicht, dass ein Drittklässler beim Rechenunterricht damit konfrontiert wird, wie viele Stücke von ihrer Hochzeitstorte Lars und Tim brauchen, um ihre Gäste sattzubekommen."

Die Petition "Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens" hatten fast 200.000 Menschen unterzeichnet, neben katholischen und evangelikalen Seiten hatten vor allem rechte Portale wie "Politically Incorrect" für eine Teilnahme getrommelt. In den Kommentaren zur Petition hagelte es homophobe Äußerungen und Hetze.

PI bewarb auch groß eine Demo gegen den Bildungsplan in Stuttgart, von der sich selbst der Initiator der Petition distanzierte. Anfang Februar kam es dabei zu leichten Ausschreitungen (queer.de berichtete). Inzwischen haben die Organisatoren zu einer weiteren Demo am 1. März aufgerufen (queer.de berichtete), der CSD Stuttgart lädt inzwischen mit weiteren Gruppen zu einer Gegenveranstaltung. (nb)

CDU-Politiker gegen GEW-Broschüre

Der Streit um den Bildungsplan hatte es in dieser Woche auch in die ARD-Talkshow "Maischberger" geschafft (TV-Kritik). In dem Zusammenhang hatte die Gleichstellungsgegnerin Birgit Kelle aus einer Handreichung (PDF) der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft zitiert, die seitdem auf christlichen Seiten für Furore sorgt.

Speziell erhebt sich Kritik an einem Fragebogen, in der Schüler unter anderem gefragt werden, ob sie sich wegen ihrer Heterosexualität schon überlegt hätten, "eine Elektroschocktherapie zu machen", ob ihre Heterosexualität "von einer neurotischen Angst vor Menschen des gleichen Geschlechtes kommt" oder ob es sinnvoll für Frauen ist, heterosexuell zu sein, da Lesben weniger von Geschlechtskrankheiten betroffen wären.

Das Papier soll Schülern ermöglichen, sich in die Situation von Homosexuellen zu versetzen, aber viele Kritiker verstehen das nicht. So hat laut "idea" der stellvertretende Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Baden-Württemberg, David Müller, Bildungsminister Andreas Stoch aufgefordert, die Nutzung der Broschüre im Unterricht "zu verhindern", da "der Fragebogen den im Grundgesetz garantierten Schutz von Ehe und Familie sowie das vorrangige Erziehungsrecht der Eltern" missachte.

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Tags: bildungsplan, baden-württemberg, schule, peter hauk, maischberger
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Reaktionen zu "CDU ätzt weiter gegen Bildungsplan"


 60 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
14.02.2014
22:56:37


(+14, 18 Votes)

Von -hw-


Ich wette, dass er bei seiner ersten Bundestagswahl für eine Partei stimmte, die einen ehem. NS-Führungsoffizier zum Kanzler wählen wollte.


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#2
14.02.2014
23:08:26


(+12, 14 Votes)

Von myystery


Die Dummheit, Ignoranz und Weltfremdheit der CDU verstößt gegen allerhand Menschenrechte.

Menschenrechte >> eingebildete "Elternrechte"


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#3
14.02.2014
23:13:04


(+13, 13 Votes)

Von myystery


Nachtrag:
"Diese zeige, "dass es Menschen im Land gibt, die besorgt sind. Ich habe mit Eltern gesprochen, die sagen: Wir wollen das nicht. Wir wollen es nicht, dass ein Drittklässler beim Rechenunterricht damit konfrontiert wird, wie viele Stücke von ihrer Hochzeitstorte Lars und Tim brauchen, um ihre Gäste sattzubekommen."
Und ich will, dass die armen Kinder von diesen Eltern verschont bleiben.


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#4
14.02.2014
23:16:32


(+9, 11 Votes)

Von Gerhard


Vielleicht werde ich ja doch noch Lehrer :D


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#5
14.02.2014
23:22:51


(+13, 17 Votes)

Von Ausschluss JETZT


Diese faschistoiden Hetzer und ihre Partei, die hier einmal mehr nicht zufällig, sondern in eindeutiger historischer Tradition gemeinsame Sache mit Neonazis und christlichen Fundamentalisten machen und ihnen "mittigen" Aufrieb geben - ganz so, wie ihre Parteifreunde es in Frankreich und ganz Europa tun - haben auf dem CSD in Stuttgart und überall nichts verloren!

Besonders pervers, aber auch altbekannt, ist der Versuche, immer wieder unterschiedliche Gruppen der Arbeiter*innenklasse gegeneinander auszuspielen. Seit wann bitte interessiert sich die CDU in Baden-Württemberg oder sonstwo für die Unterdrückung und soziale Ausgrenzung von Migrant*innen und behinderten Menschen? Sie tut selbst alles dafür, um das soziale Aussortieren im Bildungswesen maximal aufrechtzuerhalten!


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#6
14.02.2014
23:26:56


(+14, 18 Votes)

Von auslöschern


es gibt kein "elternrecht" auf auslöschung von homosexualität, von aufklärung überhaupt!

kein "elternrecht", das den grundgesetzlichen anspruch auf schutz der menschenwürde, den gleichheitsgrundsatz und das (auch sexuelle!) selbstbestimmungsrecht von kindern und jugendlichen außer kraft setzt!

und den müssen endlich auch alle homosexuell empfindenden kinder und jugendlichen genießen, gerade dann, wenn sie einem homophoben familiären umfeld ausgeliefert sind!

es gibt kein recht auf homophobie und rassismus im allgemeinen!


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#7
14.02.2014
23:38:16


(+11, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von -hw-


Logisch. Die Empörung über die Elektroschock-Hypothese ist zusätzlich entlarvend.

Ich habe noch einen älteren Schwulen kennengelernt, der in den 50er mit dieser faschistischen 'Heilungsmethode' traktiert wurde. Getroffene Hunde bellen.


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#8
14.02.2014
23:48:20


(+12, 12 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Und da wundert sich die CDU noch, warum sie auf der Oppositionsbank gelandet sind, wer sich mit evangelikalen Geiferern gemein macht, der bekommt auch die Antwort der Wähler, denn die Mehrheit der Menschen im Ländle will mit Sicherheit nicht von diesem Frömmlergesocks mitregiert werden, das zeigt ja schon die Tatsache, dass ein Großteil der Unterzeichner gar nicht aus Baden- Württemberg kam, sondern zum Teil sogar aus dem Ausland und man darf nicht vergessen , dass auf einschlägigen rechtsradikalen Blogs für diese Petition geworben wurde. Da dieser Politiker sich von diesen geistigen Dünnbrettbohrern angesprochen fühlt, hat er wahrscheinlich den gleichen zweistelligen IQ wie dieses Pack.


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#9
14.02.2014
23:48:52


(+13, 15 Votes)

Von goddamn liberal


"Nach Ansicht des stellvertretenden Landesvorsitzenden des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Baden-Württemberg, David Müller (Winnenden), missachtet der Fragebogen den im Grundgesetz garantierten Schutz von Ehe und Familie sowie das vorrangige Erziehungsrecht der Eltern. In einem Offenen Brief an Kultusminister Andreas Stoch (SPD) fragt Müller, was die Politik tue, um die Verwendung dieser GEW-Publikation im Unterricht zu verhindern." (idea)

"Leben eingetragene Lebenspartner mit dem leiblichen oder angenommenen Kind eines Lebenspartners in sozial-familiärer Gemeinschaft, bilden sie mit diesem eine durch Art. 6 Abs. 1 GG geschützte FAMILIE im Sinne des Grundgesetzes." (Bundesverfassungsgericht)

Da ist eine Rechtsbelehrung fällig:

David Müller
Straße:
Hauptstraße 102
Ort:
71364 Winnenden

E-Mail senden
Internet:
www.wertepolitik.de
Alter:
41
Familienstand:
verheiratet


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#10
14.02.2014
23:49:27


(+10, 12 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Dabei gebe es "nicht nur Homosexuelle, die diskriminiert werden, sondern auch Behinderte oder Migranten. Die darf man nicht hinten anstellen.""..

Das ist realsatire auf höchstem Niveau..

Auch Behinderte und Ausländer haben ein Recht darauf verarscht und beleidigt zu werden..

""Speziell erhebt sich Kritik an einem Fragebogen, in der Schüler unter anderem gefragt werden..""..

""Das Papier soll Schülern ermöglichen, sich in die Situation von Heterosexuellen zu versetzen, aber viele Kritiker verstehen das nicht.""..

Der Autor offensichtlich auch nicht..

Das Weder Steeb noch Kelle das verstanden haben, liegt an deren natürlicher Humorlosigkeit, und zeigt nurwie verbissen sie sich mit den falschen Dingen beschäftigen..

Ich hätte gerne gehört wie vor allem Hr.Steeb sich aus der Nummer herauswindet, was leider abgewürgt wurde..

""So hat laut "idea" der stellvertretende Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Baden-Württemberg, David Müller, Bildungsminister Andreas Stoch aufgefordert, die Nutzung der Broschüre im Unterricht "zu verhindern", da "der Fragebogen den im Grundgesetz garantierten Schutz von Ehe und Familie sowie das vorrangige Erziehungsrecht der Eltern" missachte.""..

Die EAK wurde einst gegründet vom K-TV-Chefredakteur Martin Lohamnn..

Das deren Landesvorsitzender David Müller sich im gleichem Terminus bewegt wie Lohmann und auch Steeb, wundert wenig, da gibt es Seilschaften..

Es gibt allerdings kein grundgesätzlich garantiertes "vorrangiges Erziehungsrecht der Eltern", sondern eine Erziehungspflicht, über deren Einhaltung die Gemeinschaft, also der Staat, wacht..
Zur plapperhaften Wiederholung des "garantierten Schutz von Ehe und Familie", deren Grenzen mehr als einmal durch das Bundesverfassungsgerícht definiert und erweitert wurde, muß Mann eigentlich nichts mehr sagen, außer, das solche Leute keine Deutungshoheit über derlei Rechte haben..

Und zu -hw- in Nr.#1 :
Der Mann ist 53 !
Bei der Wahl von Kiesinger war der erst 6 !


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Anm. d. Red.: Sollte oben natürlich heißen, dass sich Heteros in die Lage von Homos versetzen sollen und ist nun geändert.

 
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