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  • 17.02.2014           17      Teilen:   |

Neue Studie

Schwule und Lesben sterben in homophoben Regionen 12 Jahre früher

Artikelbild
Homohasser demonstrieren in Minnesota gegen unchristliche Schwule und Lesben - und sind damit mitverantwortlich für höhere Sterberaten unter Homo- und Bisexuellen (Bild: fibonacciblue / flickr / cc by 2.0)

Die gesellschaftlichen Einflüsse haben große Auswirkungen auf die Lebenserwartung von Homo- und Bisexuellen, so das Ergebnis einer amerikanischen Studie.

In den Vereinigten Staaten leben Schwule, Lesben und Bisexuelle zwölf Jahre kürzer in Regionen, in denen homophobe Vorurteile besonders weit verbreitet sind. Das ist das Ergebnis eine Studie der Columbia University in New York City.

In der Untersuchung hatten die Forscher Umfragen über die Vorurteile der Bevölkerung in bestimmten Regionen seit dem Jahr 1988 ausgewertet. Dazu haben sie Daten der "General Social Survey" der Universität Chicago genutzt, die mindestens alle zwei Jahre durchgeführt wird. Diese haben sie mit offiziellen Daten zur Sterblichkeit in diesen Regionen bis 2008 verglichen.

Bei der Studie kam heraus, dass 92 Prozent der schwulen, lesbischen und bisexuellen Befragten, die in Gegenden mit wenig Vorurteilen lebten, noch am Leben sind. In Gegenden mit vielen Vorurteilen lag die Rate nur bei 78 Prozent.

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Drei Mal mehr Morde in homophoben Regionen

Die Forscher erklärten, dass insbesondere die Selbstmordrate und Mordrate in intoleranten Regionen weit höher lag. Das Durchschnittsalter beim Suizid lag dort innerhalb der LGB-Bevölkerung bei 37,5 Jahren – in toleranten Gegenden betrug es dagegen 55,7 Jahre. In Regionen mit vielen Vorurteilen hatten Schwule, Lesben und Bisexuelle zudem ein mehr als drei Mal höheres Risiko, ermordet zu werden.

Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren in Gegenden mit vielen Vorurteilen höher: Sie machten 25 Prozent der Todesfälle in der untersuchten Gruppe aus, in toleranten Regionen dagegen nur 18,6 Prozent. Studienleiter Mark Hatzenbuehler, ein Professor für Sozio-Medizin, begründete die höhere Erkrankungsrate mit Stressfaktoren, denen sexuelle Minderheiten in intoleranten Regionen ausgesetzt seien: "Diskriminierung, Vorurteile und gesellschaftliche Ausgrenzung erhöhen die Anforderungen an stigmatisierte Personen und erhöhen damit den Stress", so Hatzenbuehler.

Das führe im Durchschnitt zu einer zwölf Jahre kürzeren Lebensdauer unter der LGB-Bevölkerung, die einzig durch die gesellschaftlichen Ansichten in einer Region erklärt werden können. Die Forscher rechneten andere Stressfaktoren wie niedriges Haushaltseinkommen, Bildung, Geschlecht, Rasse oder Alter aus ihren Ergebnissen heraus.

Hatzenbuehler hatte bereits 2011 eine Studie herausgegeben, in der eine weit höhere Selbstmordrate unter jungen Schwulen in konservativen Regionen im Vergleich zu eher linkliberalen Gegenden gemessen wurde (queer.de berichtete). Die neue Untersuchung wurde im Fachjournal "Social Science & Medicine" veröffentlicht. (dk)

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Tags: studie, mord, selbstmord, homophobie
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Reaktionen zu "Schwule und Lesben sterben in homophoben Regionen 12 Jahre früher"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
17.02.2014
13:18:26


(+14, 14 Votes)

Von Oeffentl rechtl


Homophobie tötet!

Wer Schwule und Lesben diskriminiert und ungleichbehandelt, tötet!

Wer Leuten eine Plattform bietet, die Schwule und Lesben diskriminieren und ungleich behandeln wollen und die Homophobie verbreiten, tötet mit!


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#2
17.02.2014
14:12:27


(+1, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das sind Ergebnisse, die man vor allem Poliikern sowie religiösen Fundamentalisten, wie z. B. die Westboro Baptist Church, unter die Nase reiben oder - noch besser - vor den Latz knallen sollte, denn sie haben Menschenleben auf dem Gewissen!


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#3
17.02.2014
14:13:03


(+3, 5 Votes)

Von splattergay


Ich glaube ich habe etwas falsch verstanden. Das Durchschnittsalter ist natürlich nicht die durchschnittliche Lebenserwartung. Bei uns liegt das Durchschnittsalter der Bevölkerung glaube ich bei 48 Jahren. Dann bin ich etwas beruhigt.

Die Müdigkeit vom WE macht sich noch bemerkbar.


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#4
17.02.2014
14:39:53


(-6, 12 Votes)

Von Miro


Gegenüber allen Studien ist eine gesunde Skepsis angebracht, irgendwie bin ich das noch mal mehr.


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#5
17.02.2014
16:09:13


(+9, 11 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Miro


Bitte geben Sie Ihrer Meinung etwas mehr Fundament und formulieren Ihre Kritik an der Studie mit ein paar Fakten aus.

Oder möchten Sie lieber wie unsere Bundeskanzlerin im trüben Wasser eines unbestimmten Bauchgefühls dümpeln? - Das können Sie natürlich, sollten dann aber besser den Mund halten, wenn Sie ernst genommen werden möchten.


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#6
17.02.2014
17:16:05


(+6, 8 Votes)

Von leander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ab 6:30

Youtube-Video:


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#7
17.02.2014
17:28:47


(+8, 10 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Soeben lese ich über eine Umfrage in USA, die sich zwar nicht um Homophobie handelt, aber um Zustimmung zur Evolutionstheorie. Demnach sollen 9 von 10 Amis immer noch an die von den Kirchen gepredigte göttliche Schöpfung glauben. Wenn´s denn stimmen sollte, sähe es schlecht für Schwule und Lesben in "god´s own country" aus.


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#8
17.02.2014
18:13:53


(+4, 8 Votes)

Von Schöpflöffel
Antwort zu Kommentar #7 von gatopardo


Nur die USA haben die göttliche Schöpfung.

Youtube-Video:


Link zu www.heise.de


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#9
17.02.2014
18:30:32


(+6, 10 Votes)

Von HalalMakruhHaram
Antwort zu Kommentar #7 von gatopardo


"was sich bei den Evangelikalen zum Beispiel daran zeige, dass sie mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit als die Allgemeinbevölkerung "einen religiösen Text oder einen religiösen Führer aufsuche, um eine wissenschaftliche Frage zu klären"."

Link zu www.heise.de


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#10
17.02.2014
19:59:51


(+6, 6 Votes)

Von SchleicheR74
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Ich fürchte, dass nehmen die nicht nur billigend in Kauf...


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