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Präsident Yoweri Museveni bei seiner Kriegserklärung

Ugandas Präsident hat eine Kriegserklärung gegen die "homosexuelle Lobby" ausgesprochen – unterdessen warnt Barack Obama, dass die staatliche Homophobie bilaterale "Komplikationen" auslöse.

Yoweri Museveni, der Staatschef Ugandas, hat vor Anhängern einen "Krieg" gegen Homosexuelle ausgerufen. Unter Jubel sagte der Präsident, dass er eine Gesetzesverschärfung gegen Schwule und Lesben unterschreiben werde, die vergangenes Jahr vom Parlament beschlossen worden war (queer.de berichtete). Das Gesetz sieht nicht nur eine lebenslange Haftstrafe für Schwule und Lesben vor, sondern auch mehrjährige Haftstrafen für jeden, der Homosexualität unterstützt.

"Ich werde das Gesetz unterschreiben", so Museveni vor begeisterten Anhängern. "Dann werden wir einen Krieg haben gegen die homosexuelle Lobby in der Welt". Museveni sagte auch, dass es wissenschaftliche Beweise gebe, dass Homosexualität nicht angeboren sei. "Man sollte also fragen, warum sich Leute selbst in Schwierigkeit bringen", so Museveni mit Blick auf Schwule und Lesben.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Regierung zusätzlich zu der Gesetzesverschärfung Homosexuellen das Recht auf Kaution entziehen will (queer.de berichtete).

Youtube | Die Aussagen Musevenis im O-Ton

Obama warnt Uganda


US-Präsident Barack Obama warnt vor Konsequenzen, wenn Uganda die Homosexuellenverfolgung verschärft (Bild: egadapparel / flickr / by 2.0)

US-Präsident Barack Obama hat Uganda am Sonntag davor gewarnt, die Bürgerrechte von Schwulen und Lesben weiter einzuschränken. In einer Erklärung des Weißen Hauses heißt es, dass die Gesetzesverschärfung "Komplikationen in unserer geschätzten Beziehung" hervorrufen würde. "Das Antihomosexuellengesetz in Uganda wird – wenn es in Kraft treten sollte – mehr als eine Gefahr für die homosexuelle Community in Uganda sein. Es wäre ein Schritt zurück für alle Ugander und untergräbt Ugandas Engagement für Menschenrechte", so Obama.

Museveni hatte das homophobe Gesetz im Januar durch einen Verfahrenstrick zunächst für ungültig erklärt (queer.de berichtete). Hintergrund waren offenbar Drohungen westlicher Länder, ihre Entwicklungshilfe zu kürzen. Das deutsche Entwicklungsministerium hatte bereits vor gut einem Jahr Hilfsgelder ausgesetzt und als einen der Gründe homophobe Gesetze genannt (queer.de berichtete). Die Kehrtwende könnte auf innenpolitischen Druck zurückzuführen sein. Umfragen zufolge halten mehr als 80 Prozent der Ugander Homosexualität generell für moralisch verwerflich. (dk)



#1 MeineFresseAnonym
  • 17.02.2014, 14:06h
  • Neugierige Journalisten sollten mal recherchieren, wie es dazu kommen konnte.
    Dass Uganda aus heiterm Himmel plötzlich auf solche Ideen kommt, glaube ich keine Sekunde. Das waren bestimmt irgendwelche perversen Christen die in ihren Herkunftsländern nicht so können wie sie wollen und deshalb ihren Hass über fremde Länder ausleben.

    Die die der ugandischen Regierung dieses Teufelszeug eingeflüstert haben, sollten bestraft werden.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 RobbyEhemaliges Profil
  • 17.02.2014, 14:34h

  • Der dreht immer mehr ab. Wie lange wollen die Politiker von Amerika, Deutschland etc. noch tatenlos zusehen?! Bis Millionen LGBTIs in Afrika abgeschlachtet werden?!
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#5 AleXAnonym
  • 17.02.2014, 15:12h

  • Er erklärt also offen das er vorhat Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen.
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#6 timpa354Ehemaliges Profil
  • 17.02.2014, 15:28h
  • Nun, die afrikanischen Länder zeigen der westlichen Welt, wohin religiöser Fanatismus, importiert aus dem britischen Empire und den USA führt, zu Lynchmob,Mord und Totschlag. Perverse Evangelisten und Katholiken reiben sich die Hände und warum? Weil sie hochgradig pervers und sadistisch sind.In Religionen können sie offenbar ungestört ihre kranken Phantasien ausleben ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.Pfui Teufel und das wollen Christen sein, das schlimmste von allem ist, das die christliche Welt der "zivilisierten" Länder schweigt. Wer schweigt macht mit!
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#7 MeineFresseAnonym
  • 17.02.2014, 15:45h
  • Ich denke, dass so eine extreme Gesetzeslage, wo man überhaupt keine Unterstützung mehr hat, auch nicht durch Anwälte gepaart mit geringer Bildung und vermutlich Bereitschaft zur Mobbildung plus erzwungenes Denunzieren auch für Heteros gefährlich werden kann.
    Wenn ich meinen Nachbarn nicht mag, behaupte ich einfach er sei schwul und der Mann mit dem er neulich unterwegs war ist sein Liebhaber. Vielleicht verstecke ich noch einen Dildo und ein Pornovideo in seiner Hütte.
    Bis die Polizei da ist, hat die Nachbarschaft ihn entweder schon gelyncht oder die Polizei holt ihn ab und er kommt nicht mehr wieder raus.
    Wie will man denn beweisen, dass man nicht schwul ist und nichts schwules getan hat?
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#8 Stephen
  • 17.02.2014, 15:51h
  • Tatsächlich ist es so, das evangelikale aus anderen Staaten mit Geld und Netzwerken die Homophobie in Afrika anheizen:

    www.dw.de/us-missionare-sch%C3%BCren-homophobie-in-afrika/a-
    5510065-1


    Die richtige Anwort darauf wäre der Abbruch der diplomatischen Beziehungen und das stoppen von Entwicklungsgeldern. Das wäre ersmal hart auch für die LGBT in Afrika, aber wenn die "Machthaber" merken das sie sich International Isolieren hat das bloße androhen solcher Maßnahmen sich schon als nützlich erwiesen. Desweiteren müssen die Verantwortlichen evangelikalen zur Verantwortung gezogen werden, von denen ich mir sicher bin das es über die schon eine Akte bei der NSA gibt .

    Einen Krieg will er also gegen alle Schwulen und Lesben in der Welt?!? Nun, Uganda hat etwa 34,5 Mio Einwohner davon sind einige Schwul oder Lesbisch. Wieviele Schwule und Lesben mag es auf der Welt geben? Dann soll er sich mal Warm anziehen. Lächerlich dieser Mann, aber Leute die sich mit Hilfe von Kindersoldaten an die Macht ballern müssen, haben sich noch nie durch übermässige Intelligenz ausgezeichnet.
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#9 sperlingAnonym
  • 17.02.2014, 16:08h
  • Antwort auf #1 von MeineFresse
  • >"Neugierige Journalisten sollten mal recherchieren, wie es dazu kommen konnte."

    das haben sie schon getan.

    2009 organisierten drei US-amerikanische homophobie-aktivisten eine dreitägige konferenz in kampala: don schmierer von ""exodus international", der holocaustleugner und verfasser des homohetze-pamphlets "pink swastika" scott lively und der "ex-gay-berater" caleb brundidge. soweit ich mich erinnere, waren dort vor allem funktionärInnen aus politik, verwaltung und lehre eingeladen, die die dort importierten lügen über den "homosexuellen lebensstil" und die ideen zur gewaltsamen vernichtung desselben weitertrugen.

    der grausige gesetzesentwurf ist eine direkte folge dieser konferenz, womit sich u.a. scott lively explizit selber rühmte.

    soweit ich weiß, läuft oder lief ein gerichtsverfahren, in dem sich lively anschließend für seine volkverehetzende aktivität verantworten muss/musste. (vielleicht kann dazu jemand aktuelles ergänzen?)

    nachgewiesen sind auch entsprechende aktivitäten der fundamental-christlichen lobby- und vernetzungsgruppe "the family", die in den usa basiert ist, aber international arbeitet:

    "Das Netzwerk wurde besonders 2009 im Zusammenhang mit einem geplanten Anti-Homosexuellen Gesetz in Uganda in der amerikanischen Öffentlichkeit kritisiert. Grund war, dass David Bahati, der Initiator des Gesetzes und Organisator des Uganda National Prayer Breakfast, dem ugandischen Gegenstück zum National Prayer Breakfast in den USA, als Mitglied des inneren Kreises von The Family gilt. Auch wurde der heutige ugandische Präsident Museveni bereits 1986 von dem Netzwerk als Schlüsselfigur für Afrika genannt."

    de.wikipedia.org/wiki/The_Family

    die einzige offizielle veranstaltung der "family", das "national prayer breakfast" wird regelmäßig durch den besuch des US-präsidenten geadelt, meines wissens bildet obama da keine ausnahme.

    hervorragend recherchiert hat diese zusammenhänge vor allem das box turtle bulletin. wer das mal ausführlicher nachlesen möchte, findet hier eine (zugegebenermaßen etwas erschlagende) liste entsprechender artikel:

    www.boxturtlebulletin.com/slouching-toward-kampala
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#10 sperlingAnonym
  • 17.02.2014, 16:14h
  • Antwort auf #8 von Stephen
  • hey, vielen dank für den link; der artikel dort erklärt viel besser, worum es geht als mein beitrag (den ich vor dem erscheinen von deinem geschrieben hatte).

    dass obama auf dem national prayer breakfast die gesetzesentwürfe so deutlich kritisiert hat, wusste ich nicht. das ist ja recht erfreulich - hat aber offenbar leider nichts genutzt.
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