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  • 18.02.2014           12      Teilen:   |

Drei Männer ermordet

Moskau: Haftstrafen für Schwulenmörder

Artikelbild
Zur Zeit gibt es in Russland einige Strafverfahren zu Taten mit homophoben Hintergrund

Drei Männer hatten Schwule bei Dates ausgeraubt und drei von ihnen getötet. Ein Überblick über aktuelle Verfahren.

In Moskau sind am Dienstag drei junge Männer zu Haftstrafen zwischen neun und 25 Jahren verurteilt worden. Die heute 22, 24 und 25 Jahre alten Männer hatten Schwule zu Sexdates in ein Apartment gelockt und dann ausgeraubt. Drei Männer haben sie dabei getötet.

Die Polizei konnte die Täter im März 2012 verhaften, nachdem sie auf dem Computer eines Ermordeten Chatprotokolle fanden. Die Männer, die in Moskau keine Arbeit fanden, hatten sich gezielt Schwule als Opfer gesucht, weil diese Scham hätten, zur Polizei zu gehen. Eines ihrer Opfer sagte im Prozess aber gegen sie aus. Die Täter gestanden die Tat, zeigten aber keine Reue.

Fortsetzung nach Anzeige


Mordfälle aus dem letzten Jahr

Der Mord an Vlad Tornovogo hatte Russland aufgeschreckt
Der Mord an Vlad Tornovogo hatte Russland aufgeschreckt

Bereits Anfang Februar hatte ein Gericht auf der Halbinsel Kamtschatka drei Männer zu Lagerhaftstrafen zwischen neun und zwölfeinhalb Jahren verurteilt (queer.de berichtete); sie hatten im letzten Mai den 39-jährigen Vizedirektor eines Regionalflughafens mit Tritten und Messerstichen in Brust, Gesicht und Nacken getötet.

Wenig Wochen zuvor war in Wolgograd der 23-jährige Vlad Tornovogo in Wolgograd durch vier Freunde brutal ermordet worden, nachdem er sich bei ihnen geoutet hatte (queer.de berichtete). Der Prozess gegen die geständigen Täter läuft noch, er findet auf Wunsch der Familie des Ermordeten teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Familie bestreitet eine Homosexualität von Vlad Tornovogo, der inzwischen zu einer Art Matthew Shepard Russlands geworden ist, und ärgerte sich öffentlich darüber, dass Elton John ihm ein Konzert in Moskau gewidmet hatte.

Occupy-Gruppen im Visier

Auch Neonazis dieser Gruppe aus Kamensk-Uralski, die Schwule in ihrem Apartment folterten, sind inzwischen in Untersuchungshaft
Auch Neonazis dieser Gruppe aus Kamensk-Uralski, die Schwule in ihrem Apartment folterten, sind inzwischen in Untersuchungshaft

Mit Spannung wird im Ausland vor allem das Vorgehen gegen die "Occupy"-Gruppen verfolgt. Im letzten Jahr machten russische Neonazi-Gruppen weltweit Schlagzeilen mit Videos in sozialen Netzwerken, in denen sie sich über zu Dates gelockte Schwule lustig machten oder sie gar folterten (queer.de berichtete).

Initiator der Bewegung war Maxim Martsinkewisch. Er sitzt derzeit in Moskau in Untersuchungshaft, nachdem Kuba den per internationalem Haftbefehl gesuchten und aus Russland geflüchteten Neonazi im Januar ausgeliefert hatte (queer.de berichtete). Ihm soll wegen mehrerer gewalttätiger Videos und der Anstiftung zum Rassenhass der Prozess gemacht werden, es drohen bis zu fünf Jahre Haft. Zuletzt hatte ein Gericht die Untersuchungshaft bis April verlängert.

Anhand seines Beispiels hatten sich "Occupy"-Gruppen im ganzen Land gegründet. Wie queer.de erst jetzt erfuhr, wurden bereits im Dezember die Anführer einer "Occupy"-Gruppe aus Kamensk-Uralski verhaftet, deren Videos durch besondere Gewalt auffielen. Die zwei Männer könnten wegen Raub, Körperverletzung und Folter angeklagt werden; ihre Untersuchungshaft wurde zuletzt bis Mai verlängert.

Unklar ist das Vorgehen gegen den 16-jährigen Philip Razinsky. Der mit Martsinkewisch befreundete Nationalist hatte es mit seiner Gruppe "Occupy Gerontophila" besonders auf junge Schwule abgesehen. Ende Dezember durchsuchten Beamte seine Wohnung in Moskau und bestellten ihn zum Verhör (queer.de berichtete). Eine Anklage wegen Volksverhetzung und menschenunwürdiger Erniedrigung stand Medienberichten zufolge in Vorbereitung, seitdem gab es dazu aber keine weiteren Berichte.

Auch gegen einzelne Mitglieder anderer "Occupy"-Gruppen wurde zuletzt wegen unterschiedlicher Vergehen ermittelt. Um die Bewegung ist es aber inzwischen ruhiger geworden. Es tauchen aber immer wieder neue Gruppen auf – und einige sind bislang unbehelligt. (nb)

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Tags: russland, mord, gewalt, occupy
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Reaktionen zu "Moskau: Haftstrafen für Schwulenmörder"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
18.02.2014
21:01:57


(+5, 9 Votes)

Von Snowden


"Dimension rechter Gewalt wurde verharmlost"

Link zu www.n-tv.de


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#2
19.02.2014
08:53:56


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Täter sollen im Straflager verrecken!


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#3
19.02.2014
09:54:35


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User Smiley
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Ich fände es vielmehr wünschenswert diese Straflager abzuschaffen und Justiz und Vollzug dort auf zivilisierte bürgerliche Fundamente zu stellen. Das wäre besser für alle Beteiligten, ganz besonders für die Opfer dieser Täter und die LGBT in Rußland, aber auch für die russische Gesellschaft im allgemeinen.


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#4
19.02.2014
16:57:50


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #3 von Smiley


Wenn's solche Lager in Deutschland geben würde, dann wäre da allerlei Klientel vertreten:

- Vergewaltiger
- Kinderschänder
- Neonazis
- Mörder
- Homoklatscher
- Hooligans
- Stalker

Dann merken die erst einmal, daß für Sie hier in Deutschland kein Platz ist!


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#5
19.02.2014
17:17:29


(+2, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


Diese Form von eigentümlicher Ideologie können auch nur Leute anhängen, die von Justiz, und wie sie funktioniert, und dem damit verbundenem gesellschaftlichem Konstrukt von Rache und Strafe, nicht begriffen haben !

Gesetze sind nur dazu da um Rache der Opfer zu verhindern..
Deshalb nimmt der Stata die Rache in Form von Gesetzen und durch die Justiz in Form von Gerichtsverfahren war..

Da ist aber kein Platz für billige Rachegelüste, denn Strafe endet auch an einem bestimmten Punkt, welcher genau der Punkt ist, an dem Täter in die Gesellschaft reintegriert werden müssen..

Straflager befriedigen aber durchweg billige Rachegelüste, sie verbinden die Lust auf Rache mit der Lust auf Qual und Folter..
Damit sind sie originärer Bestandteil faschistischer Systeme..

Straflager können daher aus gutem Grund nicht Bestandteil einer demokratischen Justiz sein..


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#6
19.02.2014
18:14:35


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User Robby
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


Trotzdem sind 'Lager' keine Lösung. Das ist totaler Quatsch. - Wie schon ein anderer User geschrieben hat: Solche Lager gehören ABGESCHAFFT. Sonst nichts. -
Ich stimme Dir zu, dass für solche Verbrecher kein Platz in Deutschland ist. Aber die von Dir aufgeführte 'Klientel' gehört auch nicht in von Dir idealisierte 'Lager' - sondern in den KNAST.


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#7
19.02.2014
20:32:33


(+5, 7 Votes)

Von Adam
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


Traurig jemanden zu sehen der so von Hass zerfressen ist .....


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#8
19.02.2014
21:34:20


(-2, 4 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Adam


JEDER STAAT ZÜCHTET SEINE "MONSTREN" SELBST!!!
leider ist es belegt, dass je weiter man nach osten vordringt, die hemmschwelle von körperlicher gewalt abnimmt, bis hin zum mord!
schlimm, dass die verantwortlichen diesen "TATBESTAND", immer vergessen???
man kann auch menschliche tiere züchten!
und man kann das auch mit TRADITION in ein glorreiches licht setzen! es gibt noch kosaken. die putin gegen die pussy riot eingesetzt hat, mit peitschen usw., da werden aber erinnerungen wach, vom feinsten!
am besten wir schicken putin was adeliges, hübsches, intelligentes, weibliches, mit den fähigkeiten von "KATHARINA DER GROSSEN"???
die erledigt das problem putin "RATZFATZ" und russland wird einen sozialen aufwind erleben, wie schon lange nicht mehr!!!
man sagt doch, es kommt alles wieder!!!


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#9
20.02.2014
09:51:53


(-4, 6 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #6 von Robby


Falsch! Solche Verbrecher gehören CORAM PUBLICO vergewaltigt und ausgepeitscht, und zwar so, dass sie keine Lust dabei empfinden und so oft, dass sie es jedes MAl mit der Angst zu tun kriegen, wenn der nächste Großschwanz in sie eindringt.

BTW: derartige Prozeduren waren im alten Rom die Strafen für Vergewaltiger.


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#10
20.02.2014
12:30:34
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von herve64


Ab einem bestimmten Grad körperlichem Schmerz werden wir bewusstlos. Die Katholiban experimentierte damit über Jahrhunderte und wurden Meister darin. Das Opfer sollte möglichst lange grausamste Schmerzen erleiden und nicht die "Gnade" der Bewusstlosigkeit erfahren.

Doch auch die Psyche kennt Möglichkeiten um zu überleben. Wer extremes erlebt, beamt sich weg, spürt nichts mehr, spaltet sich in mehrere Persönlichkeiten ab, obwohl der Körper noch bei Bewusstsein ist. Das geschieht bei extremen Belastungen, z.B. bei Folter, Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch etc. Selbst Kinder erleiden das.

Doch gibt es sogenannte Flashbacks. Jahre oder Jahrzehnte später kann die Bombe oder auch gleich mehrere plötzlich platzen wenn der Betroffene sich plötzlich bruchstückhaft zu erinnern beginnt. Dann kommt der seelische und oft auch der körperliche Schmerz zurück.

Kein gesunder Mensch kann einem anderen sowas wünschen. Verbrecher gehören zwar schwer bestraft. Aber nicht so dass sie körperlich oder psychisch grausam leiden. Wer solches fordert gehört nicht hierher. Er gehört ins Mittelalter.


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