Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 19.02.2014           46      Teilen:   |

Staats-Hompophobie

Gambias Präsident: Homosexuelle sind "Ungeziefer"

Artikelbild
Staatspräsident Yahya Jammeh peitscht seine Bevölkerung gegen Homosexuelle auf

Der homophobe Staatschef des westafrikanischen Landes bezeichnet in einer Fernsehansprache Schwule und Lesben als "Ungeziefer", das aggressiv bekämpft werden müsse.

Anlässlich einer Ansprache zum 49. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien hat sich Gambias Präsident Yahya Jammeh am Dienstag mit einer homophoben Tirade an seine Anhänger gewandt. Im staatlichen Fernsehen erklärte der 48-Jährige: "Wir werden dieses Ungeziefer, das sich Homosexuelle oder Schwule nennt, auf die gleiche Art bekämpfen wie wir Malaria-Mücken bekämpfen, wenn nicht gar aggessiver", so Jammeh nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters.

Jammeh erklärte weiter, er werde die Unabhängigkeit und den islamischen Glauben in seinem Land verteidigen und sich nicht auf Forderungen von sexuellen Minderheiten einlassen: "Wir werden daher keine Freundschaftsangebote, Entwicklungshilfe oder andere Gesten akzeptieren, die daran geknüpft werden, Homosexuelle oder LGBT – wie sie jetzt genannt werden – zu unterstützen". Wenn es nach ihm gehe, stehe LGBT für "Lepra, Gonorrhöe, Bakterien und Tuberkulose". "All diese Dinge sind schädlich für die menschliche Existenz", so Jammeh.

Fortsetzung nach Anzeige


"Keine Gnade" für Schwule und Lesben

Der Präsident Gambias gilt als einer der homophobsten Staatschefs in Afrika und hat wiederholt Stimmung gegen Schwule und Lesben gemacht. Homosexualität ist seiner Ansicht nach ein koloniales westliches Konstrukt, das aus Afrika verbannt werden müsse. So sagte er, dass Homosexualität dem Menschsein widerspreche und sexuelle Minderheiten im Land "keine Gnade" erwarten dürften. Vor wenigen Monaten behauptete der Staatschef sogar, Homosexualität sei die größte Gefahr der Menschheit (queer.de berichtete). In seinem Land werden Schwule und Lesben mit 14 Jahren Haft bedroht.

Jammeh hatte sich vor gut zwei Jahrzehnten an die Macht geputscht und ist immer wieder durch fragwürdige Aussagen in die Schlagzeilen geraten. So behauptete er etwa mehrfach, er könne persönlich Diabetes, Asthma, hohen Blutdruck und sogar Aids durch Handauflegen oder mit Kräutermischungen heilen.

Der mehrheitlich muslimische westafrikanische Staat Gambia hat rund zwei Millionen Einwohner und zählt mit einem Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt von zirka 500 US-Dollar zu den ärmsten Ländern der Welt – es steht in dieser Liste sogar noch hinter Krisenstaaten wie Afghanistan, Haiti oder Simbabwe. Im vergangenen Jahr erhielt der Staat 73 Millionen Euro Entwicklungshilfe von der Europäischen Union.

In den letzten Wochen hat sich in den früheren britischen Kolonien Nigeria und Uganda die Lage für Homosexuelle durch Gesetzesverschärfungen und homophobe Rhetorik erheblich verschlechtert. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 46 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 539             5     
Service: | pdf | mailen
Tags: gambia, yahya jammeh
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Gambias Präsident: Homosexuelle sind "Ungeziefer""


 46 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
19.02.2014
13:07:29


(+11, 15 Votes)

Von m123


"So behauptete er etwa mehrfach, er könne persönlich Diabetes, Asthma, hohen Blutdruck und sogar Aids durch Handauflegen oder mit Kräutermischungen heilen. "

Sagt das nicht schon alles über Jammeh aus? Der Typ ist psychisch sehr krank.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
19.02.2014
13:29:47


(+11, 13 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Ich kenne einen sehr gutaussehenden Hetero aus Gambia, der meine Homosexualität voll akzeptiert und keine Scheu hat, mich (beide nackt, weil er FKK mag) zu umarmen und mich kräftig an sich zu drücken. Da schauen die Frauen ganz erstaunt hin, wenn er dieses mit mir tut, um sie spaßeshalber zu provozieren.

Solche Menschen wie er, sähe ich lieber als Präsident eines westafrikanischen Landes. Leider sind immer Vollidioten an der Regierung und wahrscheinlich auch nur deshalb.

Auch wenn die Bevölkerung sehr arm ist, sollten alle Entwicklungshilfen ersatzlos gestrichen werden und die Bevölkerung sollte den Grund wissen, da dieser Präsident wohl nach seiner Aussage die Absicht hat Menschen zu ermorden, so wie Malariamücken ebenfalls getötet werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
19.02.2014
13:58:43
Via Handy


(+3, 7 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Der nächste Perverse, der durch seinem Schwulenhass schon ganz gaga ist.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
19.02.2014
14:07:07


(+5, 11 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Wenn die kolnolialen westlichen Staaten sooo bäh sind, dann wollen diese homophoben Überflieger auch sicher nicht unser homobakterienverseuchtes Geld.
Schön, dann können wir die Mittel, die für die Entwicklungshilfe vorgesehen war, ja sehr gut hier bei uns z.B. für Bildung, arbeitsplatzsichernde Massnahmen uvm. einsetzen. Und selbstverständlich für alle homosexuelle Flüchtlinge, die hier Asyl beantragen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
19.02.2014
14:31:22


(+7, 11 Votes)

Von sperling


die deutsche entwicklungshilfe ist ohnehin kein gnadenakt, der aus mitleid gegeben wird, um armen menschen zu helfen. falls sie das jemals war, hat sie sich heute in ein instrument verwandelt, mit dem vor allem die DEUTSCHE wirtschaft unterstützt werden soll, die von der zusammenarbeit mit den empfängerländern in der regel nicht schlecht profitiert.

dass "entwicklungs"-gelder längst auch zu weltpolitischen manipulationen dienen, haben ja schon viele andere zu recht angesprochen.

mich wundert ein wenig, mit welcher regelmäßigkeit bei solchen anlässen die streichung dieser "hilfen" gefordert wird, mit welch gleicher regelmäßigkeit aber jeglicher versuch unterbleibt, über alternativen (z.b. die förderung von selbsthilfe- oder menschenrechtsprojekten vor ort) nachzudenken.

die betroffenen, die unter dem brutalen homohass in diesen ländern unfassbar leiden, einfach sich selbst zu überlassen, indem man "ihre regierungen bestraft", löst die probleme jedenfalls auch nicht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
19.02.2014
14:44:27


(+6, 8 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von hypathia


Na, das ist ja gerade das Problem: Die Bewältigung kolonialer und postkolonialer Demütigungen nach dem Motto:

Faschismus? Was die Europäer konnten, können wir schon lange!

Einschließlich der widerlichen Parallelen zwischen Menschen- und Ungeziefervernichtung.

So sagte der in seinem Gegenstand versunkene Faschismusforscher Ernst Nolte, dass man die Juden in Europa behandelte, "wie man Ungeziefer" traktierte, "dem man ja auch nicht Schmerzen bereiten will," aber das man "weghaben möchte".


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
19.02.2014
14:49:09


(+2, 6 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Soll man auf ihn und seine Kohorten noch so reagieren als wären sie Menschen?
Aber solche Widerwertigkeiten fallen auch NUR Menschen ein!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
19.02.2014
15:17:56


(+5, 9 Votes)

Von sorrows
Antwort zu Kommentar #5 von sperling


"Am Ende schmeißen wir mit Gold"

Link zu www.spiegel.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
19.02.2014
15:32:01
Via Handy


(+5, 9 Votes)

Von Luca


Diese Faschisten dürfen keinen einzigen Cent mehr bekommen.

Wenn die uns als Ungeziefer ansehen, dass bekämpft werden muss, sehe ich nicht ein, denen auch noch Geld zu geben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
19.02.2014
15:40:15
Via Handy


(+4, 8 Votes)

Von Alex


Denen geht es offenbar noch nicht schlecht genug, wenn die noch so gegen andere hetzen können.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345  vor »


 Ort: Banjul


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Von Drogen und Dreiern Drei Barkeeper in Berlin homophob beleidigt Mit "Regenbogenfahne im Herzen": Werner Graf neuer Chef der Berliner Grünen "Homoheiler"-Verein droht wieder freier Träger der Jugendhilfe zu werden
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt